Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
DNA-Chip für zielgerichtete Diagnostik
Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie (FH) sind durch frühzeitiges Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen gefährdet. Da die Krankheit oft gar nicht oder erst sehr spät diagnostiziert wird, kann die Arteriosklerose jahrzehntelang "stumm" fortschreiten. Mit dem DNA-Chip Lipochip® ist es möglich, die familiäre Hypercholesterinämie in nur einem Analyseschritt zu erkennen.Show moreFamiliäre Hypercholesterinämie
13.07.2011, 22:00 Uhr
COX-2-Hemmer zur Lungenkrebs-Prophylaxe?
Trotz Fortschritte bei der Therapie von Bronchialkarzinomen ist Lungenkrebs weltweit nach wie vor die häufigste mit einer Krebserkrankung assoziierte Todesursache. Entscheidende und erfolgreiche Komponenten der Strategie zur Reduzierung von Lungenkrebserkrankungen sind Rauchprävention und Rauchstopp. Dennoch bleibt Rauchen auch nach einer Entwöhnung ein hochsignifikanter Risikofaktor für frühere Raucher. Wie eine aktuelle Studie zeigt, reduziert der COX-2-Inhibitor Celecoxib (Celebrex®) offensichtlich signifikant das Lungenkrebsrisiko bei früheren Rauchern.Show moreRaucherentwöhnung
13.07.2011, 22:00 Uhr
Fehlerquelle schlechte Koordination und Kommunikation
Medikationsfehler sind eine ernsthafte Gefahr für die Patientensicherheit und belasten durch ihre Folgen die Ressourcen im Gesundheitswesen. Das größte Risiko für Medikationsfehler entsteht durch eine schlechte Koordination der Behandlung von Patienten. Das fanden die Autoren einer Studie heraus, die die möglichen Ursachen von Medikationsfehlern in sieben Ländern untersuchten. Dazu gehören auch patientenspezifische Faktoren wie die Behandlung durch zwei oder mehr Spezialisten, Multimorbidität, Krankenhausaufenthalte oder multiple Notaufnahmen.Show morePatienten melden Medikationsfehler
13.07.2011, 22:00 Uhr
Pitavastatin senkt Blutfettwerte
Pitavastatin (Livazo®) ist ein weiteres Statin zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen. Der neue Wirkstoff ist indiziert zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin- und LDL-Werte bei erwachsenen Patienten mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich der heterozygoten familiären Hypercholesterinämie, und kombinierter gemischter Dyslipidämie, wenn sich mit diätetischen und sonstigen nicht-medikamentösen Maßnahmen kein ausreichendes Ansprechen erzielen lässt.Show moreNeues Statin
13.07.2011, 22:00 Uhr
Therapeutische Angiogenese enttäuschend
Mithilfe eines Gen-Transfer-Präparates kann im menschlichen Organismus ein Fibroblasten-Wachstumsfaktor gebildet werden, der die Angiogenese stimuliert und zur Bildung neuer Kapillaren führt. Erste Erfolge bei ausgeprägten Beinischämien konnten aber in einer größeren Studie nicht wiederholt werden.Show moreKritische Beinischämie
13.07.2011, 22:00 Uhr
Hormonspirale wird nur zurückhaltend genutzt
Obwohl viele Frauen langfristig verhüten möchten und dabei am liebsten nur geringe oder keine Monatsblutungen erleben wollen, wird die Option der Langzeitverhütung per Hormonspirale hierzulande bislang kaum genutzt. Einen deutlich höheren Stellenwert hat die Hormonspirale bei der Kontrazeption in anderen Ländern, was nach Expertenangaben unter anderem daran liegen kann, dass die Frauen in Deutschland weniger gut über diese Möglichkeit der Kontrazeption informiert werden.Show moreLangzeitverhütung
13.07.2011, 22:00 Uhr
Vitamin D3 senkt Mortalität bei älteren Frauen
Ein Cochrane-Review bestätigt, dass eine im Schnitt über zwei Jahre durchgeführte Vitamin-D3-Supplementation die Mortalität insbesondere bei älteren Frauen in Heimen und Pflegeeinrichtungen senken kann, während ein solcher Benefit unter Vitamin D2, Calcitriol und Alfacalcidol nicht zu sehen war. Wurde Vitamin D3 mit Clacium kombiniert, stieg jedoch das Nephrolithiasis-Risiko, unter Alfacalcidol und Calcitriol das Hypercalciämie-Risiko.Show moreCochrane-Review
13.07.2011, 22:00 Uhr
Biomarker-Diagnostik nur in spezialisierten Zentren
Erst kürzlich hatte das US-National Institute on Aging (NIA) neue Leitlinien für die Klassifikation von Morbus Alzheimer veröffentlicht, die eine sicherere Frühdiagnose ermöglichen sollen. Sie zeigen allerdings lediglich Perspektiven auf, wie verschiedene Biomarker künftig eine Diagnostik im Stadium der symptomatischen prädemenziellen Phase erleichtern könnten. Nach Ansicht einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern sollte diese Diagnostik jedoch derzeit auf klinische Expertenzentren beschränkt sein, die über entsprechende Erfahrungen verfügen.Show moreMorbus Alzheimer
13.07.2011, 22:00 Uhr
Sativex® Spray bei MS-induzierter Spastik
Ab sofort steht für Patienten zur Behandlung von MS-induzierter Spastik ein Cannabis-haltiges Oromukosalspray zur Verfügung.Show moreErstes Cannabis-Präparat erhältlich
06.07.2011, 22:00 Uhr
Austausch starker Opioide ist problematisch
Eine Schmerztherapie mit starken Opioiden erfordert eine intensive Beratung der Patienten. Neben dem Arzt kommt hier dem Apotheker die entscheidende Rolle zu."Es sollte aktiv nachgefragt werden, wie vertraut der Patient mit der Anwendung des verordneten Opioids ist, insbesondere bei der Erstverschreibung", betonte Dr. rer. nat. Axel Vogelreuter, Apotheker in Köln. Eine Substitution von starken Opioiden hält er für höchst problematisch.Show more
Pharmazeutische Bedenken
06.07.2011, 22:00 Uhr
Erstes Methylphenidat-Präparat für Erwachsene mit ADHS
Die Kernsymptomatik besteht in allen Lebensaltern aus Aufmerksamkeitsstörungen, Überaktivität und Impulsivität. Dass viele Patienten Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ins Erwachsenenalter mitnehmen, ist bekannt. Aber auch die ADHS-Therapie mit Methylphenidat wird "erwachsen". Wurde das Amphetaminderivat jenseits der 18 Jahre bislang off label verordnet, steht seit Juli 2011 in Deutschland ein zur Behandlung von Erwachsenen-ADHS zugelassenes Präparat zur Verfügung. Die Verschreibung der Höchstmenge muss auf Btm-Rezept mit einem "A" gekennzeichnet sein.Show moreADHS
06.07.2011, 22:00 Uhr
Bardoxolon zur Prävention chronischer Niereninsuffizienz
Nach der Diagnosestellung entwickelt jeder fünfte Diabetiker im Durchschnitt zehn bis 15 Jahre später eine Nierenschädigung. Unbehandelt kann diese diabetische Nephropathie bei etwa einem Drittel der Betroffenen zum Nierenversagen führen. Die chronische Niereninsuffizienz (CKD) ist in den Industrienationen die häufigste Ursache für eine Dialyse und Nierentransplantation als Nierenersatztherapie. In einer Phase-II-Studie konnte das Fortschreiten der Erkrankung bei Typ-2-Diabetikern durch den neuen Wirkstoff Bardoxolon verlangsamt werden.Show moreAus der Forschung
06.07.2011, 22:00 Uhr
Kann eine hochdosierte Statintherapie Diabetes auslösen?
Eine Therapie mit Statinen reduziert im Vergleich zu Placebo signifikant das kardiovaskuläre Risiko, sowohl bei Patienten mit als auch ohne Diabetes. Außerdem kann mit hoch dosierten Statinen das kardiovaskuläre Risiko noch mehr gesenkt werden, als mit moderat dosierten. Nun hat aber eine Metaanalyse von fünf Studien gezeigt, dass Statin-Therapien, und ganz besonders "aggressive" hoch dosierte Statin-Therapien, das Risiko des Beginns einer Diabetes-Erkrankung erhöhen können.Show moreMetaanalyse
06.07.2011, 22:00 Uhr
Überschüssiges Collagen mit Collagenasen auflösen
Die Dupuytren'sche Kontraktur wird bislang vor allem chirurgisch behandelt. Mit Xiapex® steht nun eine mikrobielle Collagenase zur Verfügung, die nach Injektion die krankhafte Verdickung des Gewebes in der Aponeurose der Handinnenflächen und Finger auflöst. Ein Dupuytren’scher Strang besteht zum größten Teil aus interstitiellem Collagen vom Typ I und III und kann daher enzymatisch durch die Collagenasen hydrolytisch lokal begrenzt abgebaut werden.Show moreDupuytren'sche Kontraktur
06.07.2011, 22:00 Uhr
Zur aktuellen EHEC-Situation
Bislang sind dem Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 4047 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden. Einen entscheidenden Hinweis zur bislang ungeklärten Herkunft des Erregers könnte jetzt die Analyse eines kleinen Ausbruchs in Frankreich geben. In Bègles erkrankten 15 Personen an einer blutigen Diarrhö, die zuvor Bockshornkleesprossen verzehrt hatten. Der von den Sprossen isolierte Erreger ist mit dem in Deutschland nachgewiesenen Stamm identisch. Auch wurden zwischenzeitlich weitere Kenntnisse zur Virulenz des Stammes Escherichia coli O104:H4 gewonnen.Show moreEHEC-Infektionen
06.07.2011, 22:00 Uhr
Fünf- und zehntägige Ceftriaxon-Therapie gleichwertig
In Entwicklungsländern zählt die bakterielle (eitrige) Meningitis zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern. Zur Dauer der Antibiotika-Behandlung existieren keine einheitlichen Empfehlungen; tendenziell wird eher länger therapiert, auch um Komplikationen zu verhindern. Diese Herangehensweise erhöht jedoch – möglicherweise unnötig – die Nebenwirkungsrate und die Kosten. Eine randomisierte placebokontrollierte Studie hat erstmalig in einer großen Patientengruppe untersucht, ob eine fünftägige Ceftriaxon-Therapie genauso effektiv ist wie eine zehntägige.Show moreMeningitis bei Kindern
06.07.2011, 22:00 Uhr
Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban zur Thromboseprophylaxe
Apixaban (Eliquis®) ist ein neues orales Antikoagulanz zur Prophylaxe venöser Thromboembolien nach elektiven Knie- und Hüftgelenkersatzoperationen. In mehreren Studien war der Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban der derzeitigen Standardtherapie mit Enoxaparin überlegen und im Hinblick auf das Blutungsrisiko gleich sicher.Show moreNeues orales Antikoagulanz
29.06.2011, 22:00 Uhr
Basistherapeutika könnten Diabetesrisiko senken
Der Therapieerfolg bei Rheuma ist individuell sehr unterschiedlich und hängt im Wesentlichen von einem frühzeitigen Therapiebeginn, aber auch von der spezifischen Medikation ab. Vielfach empfohlen werden Medikamente, die den Krankheitsprozess beeinflussen können. Diese als DMARD (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs) bezeichneten Basistherapeutika führen zu einer Verbesserung der Beschwerden, aber nicht zu einer Heilung. Wie eine retrospektive Kohortenstudie jetzt zeigt, könnte diese Basistherapie Patienten mit rheumatoider Arthritis und Psoriasis vor einem Diabetes schützen.Show moreRheumatische Erkrankungen
29.06.2011, 22:00 Uhr
Midazolam-Buccaltablette auch für Kinder
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat in seiner Sitzung vom 20. bis 23. Juni 2011 eine Vielzahl von Empfehlungen für Indikationserweiterungen und Zulassungen ausgesprochen.Show moreEmpfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel
29.06.2011, 22:00 Uhr
Exemestan zur Prävention
Auf dem diesjährigen amerikanischen Krebskongress wurde eine Studie zur Primärprävention des Mammakarzinoms mit dem Aromatasehemmer Exemestan vorgestellt. Ihr Fazit: Die Primärprävention mit Exemestan reduziert bei postmenopausalen Frauen mit hohem Risiko das Auftreten invasiver Karzinome.Show moreMammakarzinom
29.06.2011, 22:00 Uhr
Erhöhtes Fieberkrampfrisiko nach MMRV-Vierfachimpfung
Seit 2006 sind in Deutschland zwei kombinierte Lebendimpfstoffe zur Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV) zugelassen. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen zwischen dem 11. und 23. Monat nach der Geburt. Die Auswertung zweier großer Studien in den USA zeigt ein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe wenige Tage nach der ersten Impfung mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff im Vergleich zur getrennten Verabreichung von MMR- und Varizellenimpfstoff. Möglicher Auslöser ist die Masernviruskomponente.Show moreBulletin für Arzneimittelsicherheit
29.06.2011, 22:00 Uhr
Exenatide zur einmal wöchentlichen Applikation
Die europäische Gesundheitsbehörde European Medicines Agency (EMA) hat am 21. Juni 2011 dem lang wirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten Exenatide 1 x wöchentlich (Bydureon®) die Zulassung erteilt. Indiziert ist das Präparat zur Behandlung des Typ-2-Diabetes in Kombination mit Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff bzw. Metformin und/oder einem Glitazon, wenn Metformin allein nicht mehr ausreicht. Nach Angaben des Herstellers Lilly wird Bydureon® in Deutschland ab 1. September 2011 verfügbar sein.Show moreBehandlung des Typ-2-Diabetes
29.06.2011, 22:00 Uhr
Nutzen und Risiko individuell abwägen
Hormon(ersatz)therapie im Klimakterium und nach der Menopause
Von Beate Fessler
Die Hormontherapie ist die effektivste therapeutische Option bei Hitzewallungen und vaginaler Atrophie in der Peri- und Postmenopause. Mit der Veröffentlichung der Daten aus der WHI (Women's Health Initiative)-Studie 2002 ist sie allerdings in die Schlagzeilen geraten, insbesondere wegen einer Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Als Reaktion darauf wurde von den relevanten Fachgesellschaften eine interdisziplinäre S3-Leitlinie entwickelt und 2009 publiziert. Dort wird deutlich, was eine Hormonersatztherapie (HRT) leisten kann, wann sie indiziert ist und welche Risiken sie birgt. Fazit: Im Mittelpunkt der Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie muss immer die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung stehen, die jede Frau gemeinsam mit ihrem Frauenarzt treffen muss.Show more29.06.2011, 22:00 Uhr
Radionuklidtherapie gegen kleine Tumore und Metastasen
Zur Behandlung vor allem von Krebserkrankungen stehen verschiedene Radionuklidtherapien zur Verfügung, bei denen den Patienten radioaktive Substanzen verabreicht werden. Diese reichern sich im Tumorgewebe an und sollen dort die Krebszellen zerstören. Aufbauend auf dem Radionuklid Terbium-161 haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) eine neue Therapie entwickelt, mit der vielleicht schon bald kleinere Tumore und Metastasen gezielter behandelt werden können.Show moreAus der Forschung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Neuer C1-Esterase-Inhibitor zugelassen
Die Europäische Kommission hat dem C1-Esterase-Inhibitor Cinryze® die Zulassung erteilt, wie ViroPharma mitteilte. Das aus humanem Blutplasma gewonnene C1-Inhibitor-Produkt ist indiziert für die Behandlung von Angioödem-Attacken bei Erwachsenen und Jugendlichen mit hereditärem Angioödem (HAE). Show moreHereditäres Angioödem
22.06.2011, 22:00 Uhr
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