Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Linagliptin unabhängig vom Nierenstatus einsetzen
Der neue DPP-4-Inhibitor Linagliptin (vorgesehener Handelsname Trajenta®) soll vor allem bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern mit Niereninsuffizienz eingesetzt werden. Denn anders als verfügbare Vertreter der Wirkstoffgruppe wird Linagliptin, für das die europäischen Behörden schon eine Zulassungsempfehlung ausgesprochen haben, vorwiegend über die Leber und Galle ausgeschieden. Der Wirkstoff kann den bisherigen Erfahrungen zufolge unabhängig vom Nieren- und Leberstatus als einmal tägliche Therapie zur Diabeteskontrolle eingesetzt werden.Show moreTherapie des Typ 2-Diabetes
17.08.2011, 22:00 Uhr
Bei Depressionen den Schlafrhythmus normalisieren
Das Melatonin-Analogon Agomelatin (Valdoxan®) ist gegenwärtig zur Behandlung von Episoden einer Major Depression zugelassen. Die Ergebnisse einer Literaturrecherche zeigten, dass die Substanz offenbar auch ein Potenzial zur Behandlung schwerer Depressionen und anderer Gemütserkrankungen besitzt. So war Agomelatin vergleichbar antidepressiv wirksam wie einige SSRI, die Rückfallquote deutlich geringer.Show moreMelatonin und Analoga
10.08.2011, 22:00 Uhr
Studienergebnisse bei Prostatakarzinom hinterfragen
Drei neuere Studien zum Prostatakarzinom zeigen einen Nutzen einer Chemoprävention mit 5-Alpha-Reduktasehemmern sowie einer kombinierten Hormon- und Strahlentherapie bei lokal begrenztem Karzinom auf. Dieser gilt jedoch nur bei Betrachtung der gesamten Studienpopulation, für einzelne Untergruppen kann das eingesetzte Therapieregime auch negative Folgen haben.Show moreOnkologie
10.08.2011, 22:00 Uhr
Kein falscher Ehrgeiz beim älteren Diabetiker
Jeder zweite der geschätzten zehn Millionen Diabetiker in Deutschland ist älter als 65 Jahre. Diabetes-Standardleitlinien gelten für diese Menschen nur, insoweit sie gesund altern. Je morbider und eingeschränkter der Patient, umso mehr treten die üblichen präventiven Therapieziele zurück. In den Vordergrund rücken Lebensqualität, individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten. Den state of the art der Diabetestherapie im Alter fasst eine Praxisleitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zusammen.Show moreDiabetes mellitus
10.08.2011, 22:00 Uhr
Lebrikizumab zur Behandlung von Asthma bronchiale
Der monoklonale Interleukin-13-Antikörper Lebrikizumab wird für die Behandlung von Patienten untersucht, die unter mittelschwerem bis schwerem unbeherrschtem Asthma leiden. Anfang August gab die Firma Roche positive Ergebnisse einer Phase-II-Studie mit dem Prüfmedikament Lebrikizumab bekannt.Show moreIn der Pipeline
10.08.2011, 22:00 Uhr
Dabigatran zur Schlaganfallprävention zugelassen
Daten aus einer der größten Studien zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern haben dazu beigetragen, dass in Zukunft viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen können. Denn nicht zuletzt aufgrund dieser Studienergebnisse wurde jetzt das orale Antikoagulans Dabigatran zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern zugelassen.Show moreZulassungserweiterung
10.08.2011, 22:00 Uhr
WHO stoppt Studie zur Anti-Baby-Spritze für den Mann
Nach positiven Ergebnissen einer Anti-Baby-Spritze für den Mann auf Testosteron- und Gestagen-Basis wurde Ende 2009 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Studie in acht Ländern mit insgesamt 400 Probanden gestartet. Sie musste jetzt aufgrund erheblicher Nebenwirkungen vor allem bei älteren Studienteilnehmern abgebrochen werden.Show moreVerhütung
10.08.2011, 22:00 Uhr
Kein Benefit durch Cetuximab in der Erst-Linien-Therapie
Der Zusatz von Cetuximab zu einer Oxaliplatin-basierten Chemotherapie führte bei der Behandlung des fortgeschrittenen kolorektalen Karzinoms zu keiner wesentlichen Verbesserung. Dieses Ergebnis wurde nicht erwartet und wird unterschiedlich interpretiert.Show moreKolorektales Karzinom
10.08.2011, 22:00 Uhr
Neue Erkenntnisse zu Remodeling bei Asthma
Bei Patienten mit Asthma bronchiale kommt es zu mehr oder weniger stark ausgeprägten pathologischen Umbauprozessen in den Atemwegen, die als Remodeling bezeichnet werden. Bisher sah man vor allem entzündliche Reaktionen als Ursache dafür an. In-vitro-Untersuchungen sowie einer randomisierten Studie zufolge könnte das Remodeling jedoch auch – unabhängig von Entzündungen – eine Folge der mechanischen Kräfte sein, die während einer Bronchokonstriktion wirken.Show morePathophysiologie
03.08.2011, 22:00 Uhr
Verlauf der rheumatoiden Arthritis vorhersagbar?
Für eine wirksame Behandlung der rheumatoiden Arthritis ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend. Wie Münchener Wissenschaftler jetzt zeigten, kann der Biomarker Interleukin-22 (IL-22) offensichtlich eine Prognose zum Verlauf der Erkrankung aufzeigen.Show moreAus der Forschung
03.08.2011, 22:00 Uhr
Albumin transportiert Zellgift zum Tumor
Durch Einschluss in Albumin-Nanopartikel werden wasserunlösliche Krebsmedikamente infundierbar, ohne dass nebenwirkungsträchtige Lösungsvermittler nötig sind. Zudem kann die Wirksamkeit erhöht werden, denn manche Tumoren locken das Bluteiweiß regelrecht an. Das erste Albumin-Nanopartikel-gebundene Krebsmedikament ist Paclitaxel, das sich dem herkömmlichen Paclitaxel bei metastasiertem Brustkrebs als überlegen erwiesen hat. Aktuelle Studien untersuchen den Wirkstoffkomplex in Kombinationen und bei weiteren Tumoren.Show moreOnkologie
03.08.2011, 22:00 Uhr
Monoklonaler Antikörper Ipilimumab und Immunsuppressivum Belatacept
Mit Ipilimumab (Yervoy®) wurde ein vollständig humaner anti-CTLA-4-Antikörper zur Therapie des fortgeschrittenen Melanoms zugelassen. Der selektive Kostimulationsblocker Belatacept (Nulojix®) ist in Kombination mit Corticosteroiden und einer Mycophenolsäure indiziert für die Prophylaxe einer Abstoßung nach Nierentransplantation.Show moreNeue Wirkstoffe zugelassen
03.08.2011, 22:00 Uhr
Cranberry-Extrakte: ein Ersatz für Antibiotika?
Cranberry (Kranbeeren)-Extrakte sollen Harnwegsinfekten vorbeugen, ihre Wirkung ist jedoch umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt die Überlegenheit einer Standardprophylaxe mit einem Antibiotikum gegenüber der Einnahme von Cranberry-Kapseln. Allerdings kam es unter den Cranberry-Kapseln seltener zu einer Resistenzbildung.Show moreHarnwegsinfektionen
03.08.2011, 22:00 Uhr
Serotonin-Syndrom unter Linezolid und Methylenblau
Sowohl das Antibiotikum Linezolid (Zyvox®) als auch das bei verschiedenen diagnostischen Methoden und Vergiftungen eingesetzte Methylenblau können zusammen mit serotonergen Psychopharmaka das gefürchtete Serotonin-Syndrom auslösen. Die FDA fordert daher, auf den Einsatz von Linezolid und Methylenblau zu verzichten, wenn Patienten mit serotonergen Psychopharmaka behandelt werden.Show moreSerotonerge Psychopharmaka
03.08.2011, 22:00 Uhr
Keine Zulassungsempfehlung für Dapagliflozin
Eine neuartige Klasse von Antidiabetika, die Gliflozine, zeigte in klinischen Studien vielversprechende Ergebnisse. Der Blutzucker wird über eine Senkung der Glucoseschwelle in den Nieren gesenkt, und die Patienten verlieren ebenfalls Energie. Es ist daher auch gleichzeitig eine Reduktion des Körpergewichts zu erwarten. Auf die Einführung des SGLT-2-Hemmers Dapagliflozin hofften die Hersteller noch in diesem Jahr. Jetzt haben sich externe FDA-Gutachter wegen eines möglichen Krebsrisikos gegen eine Zulassung des Antidiabetikums ausgesprochen.Show moreAntidiabetika
27.07.2011, 22:00 Uhr
Erster oraler Proteaseinhibitor bei HCV-Infektion zugelassen
Mit Boceprevir (Victrelis®) kommt der erste orale Proteaseinhibitor für die Behandlung der chronischen Hepatitis C auf den Markt. Er ist zugelassen bei therapienaiven und vorbehandelten Patienten mit einer chronischen Hepatitis C vom Genotyp 1 in Kombination mit der bisherigen Standardtherapie und erhöht die Heilungsraten erheblich. Etwa die Hälfte der Patienten entwickelt eine Anämie, die direkt mit dem Ansprechen auf die Behandlung korreliert.Show moreChronische Hepatitis C
27.07.2011, 22:00 Uhr
Bockshornkleesamen
Vorsicht vor falschen Versprechungen!
Von Susanne Alban
In den letzten Jahren hat in Apotheken eine vermehrte Nachfrage nach Bockshornkleesamen eingesetzt, nicht nur zur Verwendung als Gewürz, sondern auch zur ergänzenden Behandlung eines Diabetes oder zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels. Dies ist Anlass, die traditionsreiche Arzneidroge etwas näher unter die Lupe zu nehmen.Show more27.07.2011, 22:00 Uhr
Vareniclin-Nutzen größer als kardiovaskuläres Risiko
Das Raucherentwöhnungsmittel Vareniclin (Champix®) erhöht möglicherweise das kardiovaskuläre Risiko. Das hatte zumindest eine Anfang Juli publizierte Metaanalyse nahegelegt. Nun hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) diese Publikation analysiert und kommt zu dem Schluss, dass der Nutzen einer Raucherentwöhnung mit Vareniclin trotz möglicher Nebenwirkungen an Herz und Blutgefäßen überwiegt.Show moreRaucherentwöhnung
27.07.2011, 22:00 Uhr
Asthma erhöht Präeklampsierisiko bei Schwangeren
Die Präeklampsie ist eine zumeist in der zweiten Schwangerschaftshälfte auftretende Erkrankung, die sich in etwa 5 bis 7% aller Schwangerschaften entwickelt. Sie ist gekennzeichnet durch die Leitsymptome Hypertonie, vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme). Nach einer jetzt erschienenen Metaanalyse, in der 40 Kohortenstudien mit mehr als 1,6 Millionen Teilnehmerinnen ausgewertet wurden, erkranken Asthmapatientinnen in der Schwangerschaft mehr als 50% häufiger an einer Präeklampsie.Show moreSchwangerschaft
27.07.2011, 22:00 Uhr
Tocilizumab – erstes Biologikum beim Still-Syndrom
Als erstes Biologikum wurde jetzt Tocilizumab (Roactemra®) für die Behandlung der systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis zugelassen. Mit dem Interleukin-6-Inhibitor können Kinder ab zwei Jahren behandelt werden. Der Wirkstoff zeigt eine rasche Wirksamkeit und bessert sowohl die Arthritis wie auch die systemischen Manifestationen der sJIA. Er könnte nach Experteneinschätzung rasch zu einem neuen Therapiestandard bei der schwer zu behandelnden und für die betroffenen Kinder und deren Familien enorm belastenden Erkrankung werden.Show moreSystemische juvenile idiopathische Arthritis
27.07.2011, 22:00 Uhr
EMA bewertet Pioglitazon weiter positiv
Die Diskussion um ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko unter dem Antidiabetikum Pioglitazon hatte zu der Empfehlung des BfArM geführt, auf Neueinstellungen mit Pioglitazon zu verzichten. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA sieht jedoch nach wie vor ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für eine Gruppe von Diabetikern, die mit anderen Therapieoptionen nicht optimal zu behandeln sind. Das Risiko für Blasenkrebs lasse sich minimieren.Show moreBlasenkrebsrisiko
27.07.2011, 22:00 Uhr
Wie Retinoidsäure das Wachstum von Nervenzellen fördert
Wissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) am Universitätsklinikum Tübingen haben einen bisher unbekannten molekularen Mechanismus aufgeklärt, der an der Wirkung der Retinoidsäure bei Verletzungen des zentralen Nervensystems (ZNS) beteiligt ist.Show moreAus der Forschung
27.07.2011, 22:00 Uhr
Dronedaron: EMA prüft kardiovaskuläres Risiko
Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat angekündigt, im Rahmen einer laufenden Nutzen-Risiko-Bewertung auch das kardiovaskuläre Risiko des Antiarrhythmikums Dronedaron (Multaq®) zu überprüfen. Hintergrund ist der Stopp der PALLAS-Studie durch die Herstellerfirma Sanofi Aventis. Sie wurde wegen eines im Vergleich zu Placebo erhöhten kardiovaskulären Risikos unter Dronedaron abgebrochen.Show moreVorhofflimmern
20.07.2011, 22:00 Uhr
Künstlich induzierte Malaria-Immunität
Niederländische Wissenschaftler überprüften in einer kleinen Studie einen neuen immunologischen Ansatz, um einen Schutz gegen Malaria aufzubauen. Die Probanden wurden mit dem Malaria-Erreger Plasmodium falciparum infiziert und erhielten gleichzeitig eine Chloroquin-Prophylaxe. Die so erzeugte Immunität hält mindestens zweieinhalb Jahre an und ist somit wesentlich länger als eine natürlich erworbene Immunität.Show moreMalaria
20.07.2011, 22:00 Uhr
Denosumab verhindert skelettbezogene Komplikationen
Der RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab steht als Xgeva® [gesprochen: eksdʒiwa] zur Prävention von skelettbezogenen Komplikationen bei Erwachsenen mit Knochenmetastasen aufgrund solider Tumoren ab 15. August 2011 zur Verfügung. Die europäischen Behörden haben eine entsprechende Zulassung erteilt und gewähren Denosumab ein zusätzliches Jahr der Daten- und Marktexklusivität in der EU, da sie für dieses Anwendungsgebiet im Vergleich zu bestehenden Therapiemöglichkeiten einen deutlichen klinischen Nutzen sehen.Show moreOnkologie
20.07.2011, 22:00 Uhr
Vorhofflimmern durch Schmerzmittel?
Unselektive und selektive COX-Inhibitoren können das Risiko für Vorhofflimmern geringfügig erhöhen, aber in einigen Subgruppen sogar erniedrigen (s. Abb.). Das ist das Ergebnis einer dänischen Fall-Kontrollstudie mit über 32.000 Patienten, die wegen Vorhofflimmern oder -flattern in eine Klinik eingewiesen werden mussten.Show moreDänische Fall-Kontrollstudie
20.07.2011, 22:00 Uhr
Kinder früh beim pädiatrischen Gastroenterologen vorstellen
Chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes und der Leber können durchaus bereits im Kindes- und sogar im Kleinkindalter auftreten. Das Hauptproblem in solchen Fällen besteht darin, dass bei unspezifischen Bauchschmerzen oder anderen Beschwerden oft nicht an die Möglichkeit einer gravierenden Erkrankung gedacht und die richtige Diagnose erst mit erheblicher Verzögerung gestellt wird. Bleiben Symptome hartnäckig bestehen und ist eine plausible Ursache nicht in adäquater Zeit zu finden, so sollten die Kinder unbedingt einem pädiatrischen Gastroenterologen vorgestellt werden.Show moreErkrankungen der Leber und Galle
20.07.2011, 22:00 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung