Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Telaprevir zur Behandlung der Hepatitis C
Telaprevir (Incivo®) ist nach Boceprevir ein weiterer neuer Hemmer der HCV-Protease zur Behandlung der Hepatitis C. Der Wirkstoff ist in Kombination mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin zur Behandlung der chronischen Hepatitis C vom Genotyp1 bei erwachsenen Patienten mit kompensierter Lebererkrankung (einschließlich Zirrhose) indiziert.Show moreNeuer Proteasehemmer
26.10.2011, 22:00 Uhr
Symptomlinderung unter Rituximab-Therapie
Am chronischen Erschöpfungssyndrom leiden in Deutschland über 300.000 Menschen, die Dunkelziffer ist hoch. Die chronische Erkrankung unbekannter Ätiologie ist charakterisiert durch anhaltende geistige und körperliche Erschöpfung in Kombination mit weiteren spezifischen Symptomen. Nach einem Zufallsbefund haben Wissenschaftler jetzt einen überraschenden therapeutischen Effekt bei CFS-Patienten mit Rituximab (MabThera®) erzielt. Der monoklonale Antikörper wird zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen und Lymphomen eingesetzt.Show moreChronisches Erschöpfungssyndrom
26.10.2011, 22:00 Uhr
Impfung kann Entwicklung nicht verhindern
Große Hoffnung in der Behandlung des Typ-1-Diabetes wird in die Immuntherapie gesetzt. In einer aktuellen Studie konnte allerdings ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung durch Anwendung eines Glutamatdecarboxylase-Impfstoffs (GAD) innerhalb der ersten drei Monate nach Diagnose nicht erreicht werden. Dennoch sollte die Option, Betazellen vor autoimmunen Angriffen zu schützen, weiter verfolgt werden, so die Autoren.Show moreTyp-1-Diabetes
26.10.2011, 22:00 Uhr
Multimodales Therapiekonzept für Opioide
PET-Untersuchungen belegen, dass der Körper ein "endogenes opioiderges System" besitzt, über das er Schmerzreize kontrolliert. Die Wirkung der Opiate macht man sich in der Schmerztherapie vor allem bei chronisch Schmerzkranken zunutze. Dabei ist auf eine gut verträgliche Behandlung zu achten und darauf, dass die Medikamente in ein multimodales Behandlungskonzept eingebettet werden, so hieß es beim Deutschen Schmerzkongress in Mannheim.Show moreSchmerztherapie
26.10.2011, 22:00 Uhr
Neuer selektiver Alpha-2-Rezeptoragonist zur Sedierung
Die europäischen Behörden haben den selektiven Alpha-2-Rezeptoragonisten Dexmedetomidin (Dexdor ®) zur Sedierung erwachsener, intensivmedizinisch behandelter Patienten zugelassen. Mit Dexmedetomidin wird eine relativ geringe Sedierungstiefe erzielt, die ein Erwecken durch verbale Stimulation noch erlaubt.Show moreDexmedetomidin zugelassen
26.10.2011, 22:00 Uhr
Weniger ist mehr
Eine prospektive Beobachtungsstudie mit älteren Frauen sieht in der langfristigen Supplementation von Vitaminen und Mineralstoffen keinen Nutzen und weist für einige Nahrungsergänzungsmittel auf eine Korrelation zwischen der langfristigen Einnahme und einer erhöhten Mortalitätsrate hin.Show moreNahrungsergänzungsmittel
26.10.2011, 22:00 Uhr
Neuer Therapieansatz gegen aggressive Viren
Hendra- und Nipah-Viren sind für einige lokal begrenzte Ausbrüche bei Haustieren (besonders Pferden und Schweinen) und Menschen verantwortlich, auf die sie durch Tröpfcheninfektion oder Einatmen von Urin-haltigen Aerosolen übertragen werden. Die Infektionen besitzen eine hohe Letalität, da die Viren neben Pneumonien auch Enzephalitiden hervorrufen können. Jetzt wurden die Ergebnisse von ersten erfolgreichen Therapien gegen Hendra- und Nipah-Viren mit einem spezifischen monoklonalen Antikörper veröffentlicht.Show moreAus der Forschung
26.10.2011, 22:00 Uhr
Best of the year
Vom 30. September bis 4. Oktober 2011 fand in Basel die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie statt. Zum Auftakt wurden in der Plenarsitzung wichtige Entwicklungen in diesem Jahr aus der Sicht eines Onkologen, Hämatologen und Radiologen dargelegt.Show moreOnkologie und Hämatologie
19.10.2011, 22:00 Uhr
Hoffnung auf völlig neue Therapieansätze
Noch unbefriedigend sind die Behandlungsmöglichkeiten bei der pulmonalen Hypertonie. Derzeit wird dabei auf verschiedenen Ebenen versucht, neue Therapieansätze zu entwickeln, wobei zunehmend auch die Veränderungen im Bereich des rechten Herzens in den Fokus rücken und die Möglichkeiten, über die Regulation des endogenen Vasodilatators NO direkt Einfluss auf die Pathogenese zu nehmen.Show morePulmonale Hypertonie
19.10.2011, 22:00 Uhr
Botulinumtoxin befreit von neurogenen Beschwerden
Am 23. September 2011 hat Botox® (Botulinumtoxin Typ A) die Zulassung zur Migräne-Behandlung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Zeitgleich erfolgte die Zulassung des Präparates für neurogen bedingte Inkontinenz. Damit erweitert sich das Indikationsspektrum der verfügbaren Botulinumtoxin-Zubereitungen weiter.Show moreMigränetherapie
19.10.2011, 22:00 Uhr
Wolfsmilch-Extrakt kann solare Keratose heilen
Die aktinische Keratose stellt eine prämaligne Hautläsion übermäßig sonnenexponierter Areale dar. Jeder zehnte Betroffene und etwa jeder dritte Patient mit zusätzlicher Immunsuppression entwickelt ein invasives Plattenepithelkarzinom. Das macht die solare Keratose therapiepflichtig. Zur Behandlung stehen einige Topika zur Verfügung. Ein vielversprechender neuer Ansatz ist im Grunde altbekannt: die Wolfsmilch. Ein patentierter Extrakt hat sich in Studien bei präkanzerösen Hautveränderungen bewährt.Show moreAktinische Keratose
19.10.2011, 22:00 Uhr
Neue Empfehlungen für Fingolimod und Natalizumab
Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) gibt in regelmäßigen Abständen Leitlinien zur Diagnose und Therapie der multiplen Sklerose (MS) heraus. Anfang Oktober haben Experten des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes multiple Sklerose (KKNMS) eine aktuelle Überarbeitung vorgestellt.Show moreMultiple Sklerose
19.10.2011, 22:00 Uhr
Ranibizumab: Therapie und Sicherheit überwachen
Neben der feuchten altersbedingten Makuladegeneration ist der Wirkstoff Ranibizumab derzeit in zwei weiteren Indikationen, die mit einem Verlust an Sehschärfe verbunden sein können, zugelassen. Das vom Hersteller aufgelegte Pharmakovigilanzprogramm sorgt für eine systematische Überwachung und Erfassung von Nebenwirkungen.Show moreOphthalmologie
19.10.2011, 22:00 Uhr
Erhöhtes Prostatakrebsrisiko durch Vitamin E?
Seit 2001 nahmen mehr als 35.000 Probanden an der SELECT (Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial)-Studie zur Krebsprävention teil. Die Teilnehmer aus den USA, Kanada und Puerto Rico hatten ein Vitamin-E-Präparat, ein Selenpräparat, beide Präparate oder Placebos eingenommen. Die Abschlussergebnisse dieser randomisierten klinischen Studie zeigen keine präventive Wirkung gegen Prostatakrebserkrankungen durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin E. Vielmehr ist das Krebsrisiko sogar signifikant erhöht.Show moreSelenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial
19.10.2011, 22:00 Uhr
Albinismus: Nitisinon fördert Pigmentierung im Tiermodell
Seit Anfang 2005 ist der Wirkstoff Nitisinon als Orphan Drug zur Behandlung einer seltenen Stoffwechselerkrankung, der Tyrosinämie Typ 1, auf dem deutschen Markt (Orfadin®, Orphan Europe). Jetzt konnten amerikanische Wissenschaftler im Tierversuch eine gesteigerte Pigmentierung von Fell und Auge bei Albino-Mäusen durch Nitisinon nachweisen. Ob auch die Sehstärke verbessert wird, konnten die Tierversuche allerdings nicht klären. Möglicherweise ergibt sich aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen eine Therapieoption zur Behandlung des okulokutanen Albinismus.Show moreAus der Forschung
19.10.2011, 22:00 Uhr
Tadalafil bei benigner Prostatahyperplasie
Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Zulassung von Tadalafil (Cialis®) zur Behandlung von Patienten mit benigner Prostatahyperplasie erweitert. Tadalafil ist seit 2003 in den USA zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen. Nun kann es dort auch bei Männern mit benigner Prostatahyperplasie eingesetzt werden. Show moreFDA-Zulassungserweiterung
12.10.2011, 22:00 Uhr
Pflastertherapie bei Parkinson und Restless Legs
Die motorischen Symptome des Morbus Parkinson lassen sich heute für viele Jahre gut behandeln. Das Ideal der medikamentösen Therapie bleibt die physiologische, also kontinuierliche dopaminerge Stimulation der Basalganglien. Sie kann auch die nicht-motorischen Symptome wie Depression und Schlafstörung bessern. Auch beim Restless-Legs-Syndrom bringt eine kontinuierliche Dopaminwirkung Vorteile. Neben retardierten Dopaminagonisten kann sie durch transdermale therapeutische Systeme annähernd erreicht werden.Show moreNeurologie
12.10.2011, 22:00 Uhr
Hochdosierte Sildenafil-Therapie erhöht Sterberisiko
Zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) ist seit 2005 der Phosphodiesterase-5-Hemmer Sildenafil (Revatio®) zugelassen, seit Mai dieses Jahres auch für den Einsatz bei Kindern im Alter von einem bis 17 Jahren. Nachdem in einer klinischen Studie mit pädiatrischen PAH-Patienten bei höheren Dosierungen ein erhöhtes Mortalitätsrisiko nachgewiesen wurde, warnt der Hersteller Pfizer jetzt in einem Rote-Hand-Brief, die zulässige Dosis nicht zu überschreiten.Show moreLungenhochdruck
12.10.2011, 22:00 Uhr
Highlights der klinischen Forschung
Vom 30. September bis 4. Oktober 2011 fand in Basel die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie statt. Rund 4500 Teilnehmer besuchten die zahlreichen Vorträge, Expertenseminare, Posterdiskussionen und Satellitensymposien, die durch eine Pflegetagung und einen Patiententag flankiert wurden. Auf einer Pressekonferenz wurden die diesjährigen Highlights der klinischen Forschung vorgestellt.Show moreHämatologie und Onkologie
12.10.2011, 22:00 Uhr
Neue Antibiotika führen zur Selbstzerstörung von Bakterien
Viele Infektionserreger sind inzwischen resistent gegen zahlreiche Antibiotika. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen stellen diese nosokomialen Keime ein erhebliches Problem dar. Neue Entwicklungen für eine Antibiotika-Therapie sind hingegen kaum in Sicht. Jetzt hat eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn, Düsseldorf und Newcastle für eine neuartige Klasse von Antibiotika, die Acyldepsipeptide (ADEP), einen neuartigen Wirkungsmechanismus nachgewiesen, der sich von allen bislang bekannten unterscheidet.Show moreAus der Forschung
12.10.2011, 22:00 Uhr
Neuer Testosteron-Blocker Abirateron
Das Antiandrogen Abirateronacetat (Zytiga®) ist zusammen mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms bei erwachsenen Männern indiziert, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient ist.Show moreMetastasiertes Prostatakarzinom
12.10.2011, 22:00 Uhr
Bei Asthma am Arbeitsplatz Rat vom Apotheker erwartet
Asthmatiker sind oft im mittleren Lebensalter. Viele von ihnen sind als Berufstätige besonderen Problemen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Der Informationsbedarf ist groß, und die Asthmatiker sehen dabei auch die Apotheker als Ansprechpartner, so hieß es beim Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS). Dort wurde moniert, dass bei vielen Patienten nicht das Ziel der Asthmakontrolle erreicht wird. Verbessern könnte sich die Situation durch eine neue Fixkombination aus Fluticason und Formoterol, die derzeit zur Zulassung ansteht.Show moreAtemwegserkrankungen
12.10.2011, 22:00 Uhr
Abatacept soll Beta-Zellen schützen
Durch den Kostimulations-Modulator Abatacept (Orencia®) kann das Fortschreiten eines frühen Diabetes verlangsamt werden. Eine differenzierte Bewertung dieses immunologischen Therapieansatzes ist derzeit noch nicht möglich. Ob Abatacept präventiv oder in Kombinationstherapien eingesetzt werden kann, müssen weitere Studien zeigen.Show moreTyp-1-Diabetes
05.10.2011, 22:00 Uhr
Krebs und Armutsrisiken
"Krankheit macht arm". Diese Aussage trifft in mancherlei Hinsicht auf Krebspatienten zu, die neben den psychischen und physischen Folgen einer Tumorerkrankung auch zusätzliche finanzielle Aufwendungen tragen müssen, die zeitweise stärker belastend sind als das Tumorleiden.Show moreSozialmedizin
05.10.2011, 22:00 Uhr
Pirfenidon verlangsamt Lungenfibrose-Progression
Pirfenidon (Esbriet®) ist ein neues Immunsuppressivum zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose. Für diese fortschreitende tödliche Lungenerkrankung stand bisher keine zugelassene medikamentöse Therapie zur Verfügung.Show moreNeues Immunsuppressivum
05.10.2011, 22:00 Uhr
Medication Therapy Management (MTM) – Modell für Deutschland?
Was uns die Entwicklungen in den USA lehren
Von Monika Alter, Paul Doering und Hartmut Derendorf
Stellen Sie sich vor, Sie beginnen gerade einen neuen Arbeitstag. Sie betreten die Apotheke, doch begeben sich nicht hinter den Verkaufstisch. Sie gehen stattdessen in Ihr Beratungszimmer; Ihr Patient wartet dort bereits. Auf dem Tisch liegt ein Haufen Medikamente: frei verkäufliche wie verschreibungspflichtige, pflanzliche Produkte und Nahrungsergänzungsmittel. Das alles hat der Patient mitgebracht, er sollte schließlich alles einpacken, was er gerade so einnimmt. Sie schließen die Tür und atmen tief durch. Für die nächsten 60 Minuten gehört Ihre Aufmerksamkeit ganz dem Patienten: allen Erkrankungen, der gesamten Medikation sowie allen Problemen, die sich dadurch auftun. Nach einer Stunde verlässt der Patient sichtlich erfreut Ihre Apotheke; nie hat sich jemand so viel Zeit für ihn genommen und alle Fragen so genau erklärt. Sie atmen auf und begeben sich an Ihren Computer. Sie stellen eine Kostenrechnung für dieses Beratungsgespräch auf, die Sie noch am gleichen Tag der Krankenkasse zur Abrechnung zufaxen.Show more05.10.2011, 22:00 Uhr
BfArM warnt vor Off-label-Einsatz von Metamizol
Vor dem Hintergrund steigender Verordnungszahlen von Metamizol auch außerhalb der zugelassenen Indikationen hatte schon die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft mit einer Drug-safety-Mail im August dazu aufgefordert, Metamizol nur in den zugelassenen Indikationen einzusetzen. Jetzt weist auch das BfArM darauf hin, das Analgetikum und Antipyretikum nur bei starken Schmerzen und anders nicht ausreichend therapierbarem Fieber einzusetzen, um unter anderem das Agranulozytoserisiko gering zu halten.Show moreAgranulozytose-Risiko
05.10.2011, 22:00 Uhr
Entzündungsfaktor als Auslöser einer Schmerzkaskade?
Manchmal werden Schmerzen empfunden, ohne dass ein Auslöser vorliegt; zum Teil reagiert der Nerv schon bei nicht-schmerzhaften Reizen wie geringen Temperaturschwankungen oder leichten Berührungen. Dieser neuropathische Schmerz entsteht häufig nach Verletzungen von peripheren Nerven, beispielsweise durch Diabetes, Verletzungen oder Infektionen. Ein Freiburger Forscherteam konnte nun den Entzündungsfaktor CCL21, der ausschließlich in geschädigten Nervenzellen gebildet wird, als Auslöser des neuropathischen Schmerzes identifizieren.Show moreNeuropathischer Schmerz
05.10.2011, 22:00 Uhr
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