Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Tumorschmerz – eine therapeutische Herausforderung
Bei vielen Tumorarten haben sich die Überlebenszeiten der Patienten deutlich verlängert. Dadurch gewinnt die Behandlung von Tumorschmerzen zunehmend an Bedeutung. Brisant sind vor diesem Hintergrund Beobachtungen, dass es unter einer Opioid therapie durchaus zu einer Abhängigkeitsentwicklung auch bei Tumorpatienten kommen kann und sogar zu einer Opioid-induzierten Hyperalgesie.Show moreDeutscher Schmerzkongress
16.11.2011, 23:00 Uhr
FDA bezweifelt präventive Wirkung von Fenofibrat
Der Lipidsenker Fenofibrat wird zur Behandlung der primären und sekundären Hyperlipoproteinämie sowie bei Hypercholesterinämie und Hypertriglyzeridämie eingesetzt. Die ACCORD-Studie sollte die zusätzliche Verbesserung einer Simvastatin-Therapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes belegen. Jetzt hat sich die amerikanische Arzneibehörde FDA zu den Studienergebnissen, die bereits vor mehr als drei Jahren Aufsehen erregten, mit einer abschließenden Bewertung geäußert: sie bezweifelt eine präventiven Wirkung des Lipidsenkers.Show moreTyp-2-Diabetes
16.11.2011, 23:00 Uhr
Aufsichtsbehörden prüfen Champix®
Ist das Risiko für neuropsychiatrische Nebenwirkungen wie Depressionen oder Suizid unter dem Raucherentwöhnungsmittel Vareniclin (Champix) tatsächlich größer als unter einer Nicotinersatztherapie oder Bupropion? Diesen Schluss haben Moore et al. nach Auswertung des Adverse-Event-Reporting-Systems der FDA (s. a. DAZ 2011, Nr. 45, S. 51) gezogen und gefordert, Vareniclin nicht als Mittel der ersten Wahl zur Tabakentwöhnung einzusetzen. Wie interpretiert das BfArM die Daten?Show moreRaucherentwöhnung und Suizidgefahr
16.11.2011, 23:00 Uhr
Richtiger Wirkstoff für das richtige Ziel für alle Patienten
Auch während des interdisziplinären europäischen Krebskongresses (ECCO, ESMO, ESTRO) standen wieder Fortschritte in der personalisierten Krebsmedizin im Fokus des Interesses, die in verschiedenen Entitäten zu einer deutlichen Lebensverlängerung führen. Besondere Fortschritte sind im Hinblick auf das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC) zu verzeichnen, und es gilt, die neuen Erkenntnisse aus der Molekularbiologie möglichst flächendeckend in die Praxis zu übertragen.Show moreBronchialkarzinom
16.11.2011, 23:00 Uhr
Neuer DDP-4-Inhibitor Linagliptin
Der Dipeptidyl-Peptidase-4- (DPP-4-)Inhibitor Linagliptin (Trajenta®) ist ein orales Antidiabetikum, das zur Monotherapie und in Kombination mit Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle eingesetzt wird. Zwar erfolgte die europäische Zulassung bereits Ende August, das Präparat wird Patienten in Deutschland aber vorerst nicht zur Verfügung stehen: Als Folge des AMNOG und der damit zusammenhängenden Bewertung neuer Arzneimittel führen die Hersteller Boehringer Ingelheim und Lilly Trajenta® in Deutschland vorerst nicht ein.Show moreTyp-2-Diabetes
16.11.2011, 23:00 Uhr
Deutliche Verbesserung der Lungenfunktion durch Ivacaftor
Die zystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine genetisch bedingte, autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung. Durch die Fehlfunktion von Chloridkanälen kommt es zu einer veränderten Zusammensetzung der Sekrete exokriner Drüsen. Die Folgen des zähflüssigen Schleims in den Bronchien können chronischer Husten, häufig wiederkehrende Lungeninfekte und schwere Lungenentzündungen sein. Der neue Wirkstoff Ivacaftor (VX-770, Kalydeco®) konnte in einer Phase-III-Studie bei nahezu 20% der Teilnehmer, die eine bestimmte Mutation aufwiesen, deutlich die Lungenfunktion verbessern.Show moreZystische Fibrose
16.11.2011, 23:00 Uhr
Verdachtsmeldungen und das Blutungsrisiko unter Pradaxa®
Die Meldungen zu dem neuen Blutgerinnungshemmer Dabigatranetexilat (Pradaxa®) überschlagen sich. Hatte die Wochenzeitschrift "Die Zeit" zunächst von weltweit 50 Todesfällen unter dem Antikoagulans gesprochen, wartete Spiegel.online am Wochenende mit Hunderten Todesfällen auf. Dass aus solchen Meldungen keine Rückschlüsse auf das tatsächliche Risiko zu ziehen sind, machte das BfArM gegenüber der DAZ deutlich.Show moreDiskussion um Todesfälle
16.11.2011, 23:00 Uhr
Verursachen Herpesviren einen Bandscheibenvorfall?
Beim Bandscheibenvorfall (Discusprolaps) treten Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal über. Dabei wird der Faserknorpelring der Bandscheibe ganz oder teilweise durchgerissen. Oft ist eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben die Ursache, vielfach kann ein Prolaps aber auch ohne erkennbaren Anlass auftreten. Einen weiteren Faktor, der für die Degeneration von Bandscheiben verantwortlich sein könnte, haben griechische Ärzte jetzt entdeckt. In 13 Proben aus Gewebetrümmern von Bandscheiben fanden sie DNA von Herpesviren.Show moreAus der Forschung
16.11.2011, 23:00 Uhr
Fumarsäure halbiert Schubrate
Fumarsäure kann offenbar die Schubrate bei der multiplen Sklerose (MS) annähernd halbieren und auch die MS-typischen Schädigungen des Gehirns deutlich reduzieren. Das ist das Ergebnis einer klinischen Studie, die nach einer Meldung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie im Oktober auf dem Fachkongress ECTRIMS in Amsterdam vorgestellt wurde.Show moreMultiple Sklerose
16.11.2011, 23:00 Uhr
Transmembranprotein für hohe Infektiosität verantwortlich
Das Masernvirus besitzt eine sehr hohe Ansteckungsfähigkeit. Es wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, und schon ein kurzer Kontakt mit einem Infizierten reicht aus, um sich anzustecken. Eine internationale Arbeitsgruppe, darunter auch Wissenschaftler des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), hat jetzt die Ursache für diese hohe Infektiosität gefunden. Über das Transmembranprotein Nectin-4 gelangen die Viren nach ihrer Vermehrung in die Atemwege zurück. Das Eiweiß war bereits als Tumormarker bekannt, und jetzt wird ein möglicher Einsatz der Viren in der Krebstherapie untersucht.Show moreMasern
09.11.2011, 23:00 Uhr
B-Zell-Antikörper Ocrelizumab wirkt bei multipler Sklerose
Die multiple Sklerose (MS), an der in Deutschland mehr als 120.000 Menschen leiden, ist eine der häufigsten neurologischen Krankheiten bei jungen Erwachsenen. Auslöser für die Autoimmunerkrankung sind Entzündungen an den Markscheiden der Nervenfasern. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt, und die Erkrankung ist bislang nicht heilbar. Der Antikörper Ocrelizumab, der wie das Antirheumatikum Rituximab die Bildung von B-Zellen hemmt, zeigte jetzt in einer Phase-II-Studie eine sehr gute Wirkung, allerdings kam es unter der Therapie mit dem Präparat auch zu einem Todesfall.Show moreAus der Forschung
09.11.2011, 23:00 Uhr
COPD-Patienten profitieren von Tiotropium
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, den Nutzen einer inhalativen COPD-Dauertherapie mit Tiotropiumbromid (Spiriva ®) im Vergleich zu einer Placebogabe oder anderen medikamentösen Therapieoptionen hinsichtlich patientenrelevanter Endpunkte zu bewerten und zwar einzeln oder in Kombination. Show moreIQWiG-Vorbericht zu Tiotropium
09.11.2011, 23:00 Uhr
Drei Frühchen sterben an Klebsiella-Infektion
Drei Frühchen sind im Klinikum Bremen-Mitte an einer Klebsiella-Infektion verstorben, vier weitere Babys sind schwer erkrankt. Insgesamt ist der Keim bei 15 Kindern seit August nachgewiesen worden. Derzeit suchen Experten und Behörden nach der Ursache für die Infektionen. Das Bakterium ist für nosokomiale Pneumonien bei immuninkompetenten stationären Patienten bekannt. Klebsiellen besitzen eine natürliche Resistenz gegen Penicillin G und Ampicillin. Als kritisch wird die Verbreitung ESBL (extended-spectrum beta-lactamases)-bildender Stämme gesehen.Show moreKrankenhauskeime
09.11.2011, 23:00 Uhr
Selbstmordgefahr unter Vareniclin besonders hoch?
Eine Raucherentwöhnung mit Vareniclin (Champix®) und Bupropion (Zyban®) kann mit einem erhöhten Risiko für neuropsychiatrische Nebenwirkungen bis hin zu suizidalem Verhalten verbunden sein. Schon im Juli 2009 hatte die FDA entsprechende Meldungen zum Anlass für einen verschärften Warnhinweis (Boxed Warning) genommen. Eine Auswertung des Adverse-Event-Reporting-Systems (AERS) der FDA legt jetzt den Verdacht nahe, dass eine Raucherentwöhnung mit Vareniclin wesentlich häufiger zu Depressionen, Suizidgedanken und Selbstmord führt als eine Entwöhnung mit Bupropion.Show moreRaucherentwöhnung
09.11.2011, 23:00 Uhr
Wenn der "Honeymoon" zu Ende geht
Früher oder später schwächt sich bei Parkinsonpatienten die Wirkung der dopaminergen Medikation ab. Das wearing-off genannte Phänomen läutet das Ende des "Honeymoons" ein und ist ein Signal, die Medikation anzupassen. Nur so kann dem Parkinson-Kranken etwas länger eine bessere Lebensqualität erhalten werden. Verschiedene Strategien stehen zur Verfügung, wie Fraktionierung und Retardierung der Medikation, oder die weitgehende Hemmung der Levodopa-abbauenden Enzyme.Show moreMorbus Parkinson
09.11.2011, 23:00 Uhr
Polystyrol-Mikrosphären regen die Wundheilung an
Für therapierefraktäre chronische Wunden steht mit Polyheal™ ein innovatives Medizinprodukt zur Verfügung, das, eingebettet in ein Gesamtkonzept, neue Heilungschancen eröffnet. Negativ geladene Polystyrol-Mikrosphären stoßen den endogenen Wundheilungsprozess an und können zu einer "Wund-Dechronifizierung" führen. Verglichen mit einer Standardtherapie lassen sich höhere Granulationsraten erreichen.Show moreChronische Wunden
09.11.2011, 23:00 Uhr
Diskussion um Todesfälle unter Dabigatran (Pradaxa®)
Ein Rote-Hand-Brief zu dem oralen Gerinnungshemmer Dabigatran (Pradaxa®) hat für Unruhe und Irritationen gesorgt. Ausgelöst durch eine Vorabpublikation der Wochenzeitschrift "Die Zeit" häuften sich Schlagzeilen wie "Tödliche Pillen" (sueddeutsche.de), "Schlaganfall-Mittel wirkt tödlich" (RPonline) oder "Tote nach Einnahme von Schlaganfall-Medikament" (Bild). Was ist der Hintergrund? Und geht von Dabigatran tatsächlich eine unerwartet große Gefahr aus?Show moreGerinnungshemmung
09.11.2011, 23:00 Uhr
PDE-4-Hemmer drängt Exazerbationsstatus zurück
COPD-Patienten, die häufig akute Exazerbationen erleiden, profitieren in besonderem Maße von einer Behandlung mit dem Phosphodiesterase-4-(PDE 4)-Hemmer Roflumilast (Daxas®): Dieser senkt nicht nur die Exazerbationsrate, sondern kann aktuellen Daten zufolge auch bewirken, dass sogenannte "häufige Exazerbierer" zu "seltenen Exazerbierern" werden.Show moreCOPD
02.11.2011, 23:00 Uhr
Therapiekonzepte bei Kopf-Hals-Tumoren
Kombinationstherapien mit dem Antikörper Cetuximab (Erbitux®) verbessern die Behandlungserfolge bei malignen Kopf-Hals-Tumoren. Bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Basel wurden verschiedene Therapiekonzepte vorgestellt und der Einfluss von HPV-Infektionen auf den Krankheitsverlauf diskutiert.Show moreOnkologie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Koanalgetika – die anderen Analgetika
Viele Arzneistoffe können Schmerzen reduzieren, ohne im eigentlichen Sinn Schmerzmittel zu sein. Die Trennung zwischen "Analgetika" oder "Koanalgetika" ist unscharf. Im engeren Sinn sind sowohl Koanalgetika als auch Analgetika Substanzen, die an neuronalen Strukturen angreifen und nozizeptive Prozesse abschwächen.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
Wie Schmerzen entstehen
Man muss sich immer wieder klar machen, dass Schmerzen (wie alle anderen Sinneseindrücke) "lediglich" das Bewusstsein von neuronalen Erregungen aus spezifischen peripheren Nerven und ihren zentralen aufsteigenden Nervenbahnen sind. Wenn hier pathologische Veränderungen auftreten, dann ändert sich die Schmerzempfindung. Diese pathophysiologischen Veränderungen bestimmen auch die Schmerztherapie, daher sind die Kenntnisse von den nozizeptiven Prozessen eine notwendige Grundlage zum Verständnis der analgetischen Strategien.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
"Pille" senkt Ovarialkrebs- und erhöht Brustkrebsrisiko
Eine langwährende Verhütung mit kombinierten oralen Kontrazeptiva senkt das Ovarialkrebsrisiko. Damit bestätigt eine aktuelle Auswertung der EPIC-Studie mit mehr als 300.000 Frauen den Einfluss von Hormonen auf das Ovarialkarzinom. Für Frauen, die mindestens zehn Jahre lang auf diese Weise verhüteten, ist das Risiko nahezu halbiert im Vergleich zu Frauen, die entsprechende Präparate höchstens ein Jahr lang oder gar nicht anwenden. Allerdings ist mit dieser Verhütung ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko verbunden.Show moreOnkologie
02.11.2011, 23:00 Uhr
Spezifische Schmerztherapie
In der Schmerztherapie sind es die chronischen Schmerzen, die Patienten wie Ärzte vor große Herausforderungen stellen. Oft ist ein Wechsel zwischen den Wirkstoffen des WHO-Schemas und den Koanalgetika sowie eine invasive Analgesie notwendig. Prinzipiell erfordert eine erfolgreiche Therapie chronischer Schmerzen nicht nur das gekonnte Spiel mit den zur Verfügung stehenden Therapieformen, sondern vor allem eine enge Führung des Patienten.Show more02.11.2011, 23:00 Uhr
Verkürzte Wirkung des Impfstoffs bei Adipösen
Ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Morbidität und Mortalität und Adipositas war nach der Schweinegrippe-Pandemie (H1N1 2009/2010) beobachtet worden. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist auch die Grippeimpfung bei fettleibigen Menschen weniger wirksam. Die Immunabwehr reagiert bei ihnen schwächer und weniger lang anhaltend auf den Impfstoff. Die Untersuchungen zeigen eine verminderte Antikörperantwort bei adipösen Menschen. Außerdem ist bei ihnen die Aktivierung bestimmter Gedächtniszellen des Immunsystems eingeschränkt.Show moreInfluenza
02.11.2011, 23:00 Uhr

Schmerzspezifische Analgesie
Schmerzen begleiten die meisten Krankheiten. Sie sind ein Alarmsignal aus dem Körper, das auf bedrohliche und zerstörerische Prozesse hinweist. Mit der Beseitigung der Ursachen hören die Schmerzen meist auf, so dass immer eine ursächliche Therapie anzustreben ist. Große Probleme bereiten Schmerzzustände, die sich nicht (mehr) kausal therapieren lassen, Schmerzen aus geschädigten Nervenfasern oder die Verselbstständigung von Schmerzen als Schmerzkrankheit. Die effektive Analgesie aus der Fülle der Analgetika und Koanalgetika erfordert eine klare Diagnose und damit das Verständnis der Schmerzentstehung.
Von Thomas Herdegen
Pharmako-logisch!
02.11.2011, 23:00 Uhr
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