
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Blutungsrisiko übers Wochenbett hinaus
Jede Entbindung birgt die Gefahr von Blutverlusten für die Frau. Wenig bekannt ist, dass Blutungen nicht nur in den ersten Stunden post partum, sondern bis zu zwölf Wochen nach der Geburt auftreten können. Welche Ursachen stecken dahinter, und wann sollte die Frau ärztlichen Rat suchen? Show moremedizin
spektrum
Sekundäre postpartale Hämorrhagie
06.03.2026, 16:00 Uhr
Und noch ein Virus: Chikungunya
Von Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Die ganze Welt schaut gebannt nach Afrika, wo derzeit Ebola wütet und nicht unter Kontrolle zu bekommen ist. Derweil ist quasi unbemerkt eine andere Virus-Erkrankung mit Touristen bereits nach Deutschland gekommen: das Chikungunya-Fieber. Bis 28. Mai waren dem Robert Koch-Institut insgesamt 18 Chikungunya-Erkrankungen übermittelt worden, von denen neun von Reiserückkehrern aus der Karibik stammten: vier von Martinique, einer von Guadeloupe, zwei von Dominica, einer aus Haiti und ein Fall mit Infektionsort Saint Vincent und die Grenadinen [1]. Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Notstand Ebola
Von Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Fluggesellschaften haben Flüge in und aus von Ebola betroffenen Ländern gestrichen und Liberia hat als erstes von der Epidemie betroffenes Land die meisten Grenzübergänge geschlossen und den Notstand ausgerufen. Damit können im Zweifelsfall auch einige Bürgerrechte außer Kraft gesetzt werden. Ist das die richtige Maßnahme, um die weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern?Show more14.08.2014, 00:00 Uhr
Pass doch mal auf!
Von Clemens Bilharz | Immer wieder machen Eltern und Lehrer die Erfahrung, dass Kinder oder Schüler „nicht bei der Sache“ sind. Sie scheinen zu träumen, lassen sich leicht ablenken und machen Flüchtigkeitsfehler. Konzentrationsstörungen können vorübergehend und harmlos sein, aber auch Symptom eines Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms. Ursächlich greifen meist mehrere Faktoren ineinander, die vor allem im häuslichen Umfeld verbessert werden können. In manchen Fällen sind psychoedukative oder verhaltenstherapeutische Maßnahmen erforderlich.Show more07.08.2014, 00:00 Uhr
Nicht alles Gold, was glänzt
Von Clemens Bilharz | Gallensteine kommen häufiger vor als allgemein vermutet, etwa jeder fünfte Erwachsene in den Industrienationen ist betroffen. Einerseits sind die meisten Gallensteine klinisch stumm, andererseits kann eine Gallenkolik sehr schmerzhaft sein. Als Komplikationen drohen die akute Entzündung der Gallenblase oder ein Gallenstau mit Ikterus. Bei wiederholten Beschwerden ist die endoskopische Entfernung der Gallenblase die kausale Therapie der Wahl. Show more31.07.2014, 00:00 Uhr
Das Leiden am Tinnitus
Von Helmut Schaaf und Gerhard Hesse | Tinnitus bezeichnet Hörwahrnehmungen (Ohrgeräusche), die nicht durch Laute von außen bedingt sind. Auch bei gesunden Menschen ist ein Tinnitus im Prinzip vorhanden, er wird meist nur nicht als solcher wahrgenommen und – was wichtiger ist – nicht dauerhaft beachtet. Setzen sich Menschen etwa in einer schalldichten Kammer absoluter Stille aus, so entsteht innerhalb kurzer Zeit ein akustischer Eindruck. Das liegt daran, dass das Innenohr wegen seiner ständig aktiven Sinneszellen seit der Geburt ein sehr lauter Ort ist. In etwa vergleichbar ist dies mit einer Stereoanlage, die beim Einschalten des Stromes ein durchaus hörbares, meist leises Grundrauschen produziert.Show more26.06.2014, 00:00 Uhr
„Tinnitus vaskulärer oder involutiver Genese gibt es nicht!“
Prof. Dr. Gerhard Hesse und Dr. Helmut Schaaf raten in nebenstehendem Beitrag von der Einnahme von Medikamenten gegen Tinnitus ab. Das wirft Fragen auf, die uns Professor Hesse, Chefarzt der Tinnitus-Klinik in Bad Arolsen und Mitglied der Leitlinien-Kommissionen Hörsturz und Tinnitus der Deutschen HNO-Gesellschaft beantwortet hat.Show more26.06.2014, 00:00 Uhr
Wenn sich alles dreht
Von Michael Strupp | Schwindel ist keine Krankheitseinheit, sondern das Leitsymptom verschiedener Erkrankungen unterschiedlicher Ätiologie, die von Innenohr, Hirnstamm oder Kleinhirn ausgehen, aber auch psychische Ursachen haben können. Internistische Ursachen sind bei reinem Drehschwindel unwahrscheinlich und werden meist überschätzt. Bei Schwankschwindel ist an eine orthostatische Dysregulation oder die Nebenwirkungen von Medikamenten wie Antihypertensiva oder Antikonvulsiva zu denken. Die Lebenszeitprävalenz von Dreh- und Schwankschwindel liegt bei etwa 30% [21]. Trotz dieser hohen klinischen Relevanz besteht für das Leitsymptom Schwindel weiterhin eine Unter- und Fehlversorgung. Dies gilt sowohl für die Diagnose als auch für die Therapie (Einsatz zu vieler, meist unwirksamer, oft rein symptomatischer Medikamente). Show more29.05.2014, 00:00 Uhr
Der Feind aus der Wüste
Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Seit zwei Jahren macht es nun seine Runden, das neuartige Coronavirus, und das Problem scheint sich jetzt doch zu verstärken: Nachdem 2012 und bis Mitte 2013 nur von einzelnen Erkrankungsfällen berichtet wurde, sind allein im April 2014 schlagartig über 300 Neuinfektionen aufgetreten (Abb.) ! Seit April 2012 sind somit insgesamt 621 MERS-CoV-Infektionen registriert, von denen 188 tödlich endeten. Show more29.05.2014, 00:00 Uhr
Hartnäckig, aber fast immer harmlos
Von Clemens Bilharz | Warzen sind in der Regel ungefährlich und können sich auch von selbst wieder zurückbilden, werden von den Betroffenen jedoch oft als unschön empfunden. Auch wenn fast immer eine HPV-Infektion zugrunde liegt, existiert dennoch keine spezifisch antivirale Therapie. Verschiedene medikamentöse, physikalische oder operative Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, aber keine der Methoden verspricht eine sichere Heilung bei allen Patienten. Das eigentliche Problem ist die Balance zwischen einer tatsächlich erforderlichen und einer zu aggressiven Therapie. Show more22.05.2014, 00:00 Uhr
Polio lässt sich ausrotten – theoretisch Scheitert die Kampagne „End Polio now“?
Von Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Mit den Pocken hatte es recht gut und schnell geklappt: 1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pocken für weltweit ausgerottet. Seither wird auch nicht mehr dagegen geimpft. Und warum sollte das nicht auch ebenso gut mit anderen viral bedingten Infektionskrankheiten klappen, wie z.B. mit Masern oder Poliomyelitis? Bereits 1988 startete eine weltweite Kampagne, die Global Polio Eradication Initiative, mit dem Ziel, die Kinderlähmung bis zum Jahr 2000 auszurotten. Mittlerweile ist schmerzliche Ernüchterung eingekehrt, und der neue Wunschtermin wurde auf 2018 verschoben! Und es ist alles andere als klar, ob es bis dahin klappen wird.Show more15.05.2014, 00:00 Uhr
Fast jede Minute stirbt ein Kind an Malaria
Von Claudia Bruhn | Der Welt-Malaria-Tag am 25. April ist ein guter Anlass, das Wissen über diese Infektionskrankheit aufzufrischen. Im Fokus dieses Beitrages steht die Prophylaxe und Therapie bei Kindern, die nach wie vor zu den häufigsten Opfern zählen.Show more24.04.2014, 00:00 Uhr
Diabetes kann die Haut verändern
Von Clemens Bilharz | Fast drei Viertel aller Diabetespatienten zeigen Symptome oder Erkrankungen der Haut. Spezifisch für die Zuckerkrankheit sind diese Dermatosen zwar nicht, aber sie können relativ häufig bei Diabetes mellitus auftreten. Klinisch wichtig sind vor allem bakterielle und Pilzinfektionen sowie gefäßbedingte Störungen. Der Hautbefall bei Diabetes hängt nicht zwangsläufig mit dem Ausmaß der Blutzuckerentgleisung zusammen.Show more24.04.2014, 00:00 Uhr
Bedrohung durch Ebola?
Von Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Die Ebola-Infektionen mit Todesfolge werden mehr – in Afrika. Bis 1. April hat das Gesundheitsministerium von Guinea von 127 Verdachtsfällen berichtet, 35 sind labordiagnostisch bestätigt. Insgesamt 83 Infizierte sind bereits verstorben. Guinea ist weit weg von Europa. Oder doch nicht? Flugzeuge bringen Afrika-Reisende sehr schnell wieder in ihre Heimat, oftmals unbemerkt begleitet von diversen, kleinen „Reise-Andenken“. Wie groß ist die Gefahr für Europa, dass auch hier erste mit Ebola Infizierte auftauchen? Der Verdachtsfall eines Kanadiers, der sich in Liberia aufgehalten hatte und kurze Zeit später schwer erkrankt war, bestätigte sich zum Glück nicht. Show more17.04.2014, 00:00 Uhr
Chance auf Heilung
Clemens Bilharz | Das kolorektale Karzinom wächst in der Regel langsam. Ist der Darmkrebs früh erkannt, haben die Patienten eine gute Prognose und können geheilt werden. Aber auch in fortgeschrittenen Stadien profitieren sie von den enormen chirurgischen Fortschritten der letzten Jahre. Vor allem beim Rektumkarzinom konnte die Prognose verbessert und die Rezidivrate gesenkt werden. Allerdings muss in einigen Fällen nach wie vor ein künstlicher Darmausgang angelegt werden.Show more06.03.2014, 00:00 Uhr
Unbemerkte Gefahr
Von Clemens Bilharz | Chlamydien sind in den Industriestaaten die häufigsten Erreger von Infektionen im Urogenitalbereich. Vor allem bei Frauen verläuft die Erkrankung oft asymptomatisch. Unbehandelt droht die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft oder weiblicher Unfruchtbarkeit. In Deutschland besteht keine generelle Meldepflicht mehr, jedoch wird Schwangeren ein kostenloser Screeningtest angeboten. Um repräsentative Daten zum Auftreten von Chlamydien-Infektionen zu erhalten, wurde im Jahr 2010 unter ausgewählten Laboren eine nationale Sentinel-Erhebung ins Leben gerufen. Erste, teils überraschende, Ergebnisse liegen vor.Show more27.02.2014, 00:00 Uhr
Gewusst wo Informationsquellen zum Thema Antibiotika
Von Julia Borsch | Antibiotika gehören zu den beratungsintensivsten Arzneimitteln in der Apotheke. So ist beispielsweise eine ausreichend lange Anwendung in adäquater Dosierung für den Therapieerfolg essenziell. Dazu kommen Anwendungsbeschränkungen – manche Klassen sind für Kinder ungeeignet – sowie Interaktionen sowohl mit Arzneimitteln wie der Pille als auch mit Nahrungsmitteln, zum Beispiel mit Milchprodukten oder Alkohol. Manchmal ist auch eine wirksame Alternative für einen Allergiker oder aufgrund von Lieferengpässen gefragt.Show more30.01.2014, 00:00 Uhr
Mangelware Antibiotika
Von Norbert Kirchner, Judith S. Bauer, Henrike Miess und Harald Groß | Angesichts der zunehmenden Resistenzproblematik werden dringend neue Antibiotika benötigt. Doch innovative Antiinfektiva sind bereits seit Jahrzehnten Mangelware. Dieser Artikel will den Ursachen nachgehen und die Frage klären warum es zu diesem Missstand gekommen ist und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Show more30.01.2014, 00:00 Uhr
Resistent
Von Leonard Kaysser | Die Entdeckung und Anwendung niedermolekularer Wirkstoffe zur effektiven und selektiven Bekämpfung pathogener Bakterien im Patienten kann als die bedeutendste medizinische Entwicklung im 20. Jahrhundert angesehen werden. Mit der Einführung des Arsphenamins (1919), der Sulfonamide (1936), aber vor allem des Penicillins (1941), des Streptomycins (1946) und weiterer Antibiotika konnten potenziell tödliche Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Pneumonien, bakterielle Ruhr, Milzbrand und Diphtherie zum ersten Mal wirksam therapiert werden. Besiegt sind die pathogenen Bakterien jedoch nicht, denn es treten vermehrt resistente Erreger auf. Da seit den 1970er Jahren nur noch sehr wenige wirklich neue Antibiotika entwickelt wurden, warnen Experten vor einem Rückfall in prä-antibiotische Zeiten [1]. Show more30.01.2014, 00:00 Uhr
Gestörte Pigmentierung
Von Clemens Bilharz | Der Begriff Melasma beschreibt bräunlich-graue Hyperpigmentierungen im Gesicht, die unterschiedlich verteilt und ausgeprägt sein können. Betroffen sind vor allem Frauen im gebärfähigen Alter; als wichtige pathogenetische Einflüsse gelten UV-Strahlen und Hormone. Melasmaflecken sind zwar symptomlos und stellen keine Krebsvorstufe dar, viele Betroffene leiden aber psychisch unter dieser Störung. Die Behandlung ist oft schwierig, langwierig und wenig zufriedenstellend. Show more23.01.2014, 00:00 Uhr
Zirkulierende Tumorzellen
Von Stefan Schuster und Katharina Pachmann | In den seltensten Fällen stellt der Primärtumor die Todesursache eines Krebspatienten dar, denn meistens führen die Metastasen zum Tod. Die Bildung von Metastasen im Organismus geschieht durch losgelöste Tumorzellen, die im Blut und in der Lymphe zirkulieren (hämatogene und lymphogene Metastasierung). Seit Jahren werden Methoden entwickelt, um zirkulierende Tumorzellen als diagnostische Marker und prognostische Faktoren zu nutzen. Show more28.11.2013, 00:00 Uhr
Drohender Verschluss
Von Clemens Bilharz | Bei drohendem Verschluss eines Koronargefäßes hat sich die Stentimplantation als lebensrettende Alternative zur Bypassoperation bewährt. Jedoch ist auch diese Methode nicht ohne Risiko. Insbesondere besteht die Gefahr einer tödlichen Stentthrombose, die sich vor allem bei arzneistofffreisetzenden Stents erst Monate oder Jahre nach der Implantation ereignen kann. Inwieweit Stents mit abbaubarer Polymerbeschichtung dieses Risiko verringern, wurde in mehreren aktuellen Studien untersucht.Show more14.11.2013, 00:00 Uhr
Verunreinigte Tees
Von Ralf Stahlmann | Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind in sehr vielen Pflanzen enthalten und können auch in Salaten und Tees vorkommen, wenn diese durch Wildkräuter verunreinigt sind. Sie sind hochgiftig, weil sie im Körper metabolisch aktiviert werden und dann bereits in niedrigen Konzentrationen hepatotoxisch und kanzerogen wirken. Die PA-Metaboliten stellen – ähnlich wie einige Zytostatika – bifunktionelle Alkylanzien dar, die mit Nucleinsäuren und Proteinen vor allem in den Endothelzellen der Lebervenen reagieren und Hämangiosarkome in der Leber verursachen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat mehrmals auf die Problematik von PA in Lebensmitteln hingewiesen, zuletzt im Zusammenhang mit PA-belasteten Kräutertees [1, 2]. Show more14.11.2013, 00:00 Uhr
Sarkopenie und Frailty
Von Clemens Bilharz | Selbstständigkeit im höheren Lebensalter erfordert nicht nur kognitive, sondern auch motorische Fähigkeiten. Sarkopenie und Gebrechlichkeit (Frailty) sind zwei geriatrische Syndrome, die durch Abbau und Schwäche der Skelettmuskeln gekennzeichnet sind. Die Pathophysiologie ist komplex, wird aber oft unterschätzt, indem der Zustand als „altersentsprechend“ beurteilt wird. Präventiv und therapeutisch wichtig sind vor allem das konsequente Training der Muskulatur und die optimale Zufuhr von Eiweiß und Vitamin D.Show more03.10.2013, 00:00 Uhr
Ein immer noch zu oft verschwiegenes Leiden
Von Clemens Bilharz | Aus falscher Scham wird die Harn- und vor allem die Stuhlinkontinenz des alten Menschen häufig tabuisiert. Je nach Ausprägung kann das Leiden eine massive Einschränkung der Lebensqualität bedeuten, und der demografische Wandel macht es zu einem wachsenden medizinischen und sozioökonomischen Problem. Erst wenn die Betroffenen ihre Inkontinenz eingestehen, können sie persönlich beraten und mit supportiven, medikamentösen und physiotherapeutischen Maßnahmen behandelt werden.Show moreInkontinenz im Alter
26.06.2013, 22:00 Uhr
Ein lang bekanntes Herbizid in den aktuellen Schlagzeilen
Von Ralf Stahlmann | Glyphosat ist ein Analogon des Phosphoenolpyruvats. Es hemmt ein Schlüsselenzym der Synthese von aromatischen Aminosäuren in Pflanzen (5-Enolpyruvyl-shikimat-3‑phosphat-Synthase, EPSPS) und kann daher als unselektives Herbizid verwendet werden. Beim Anbau transgener, Glyphosat-resistenter Nutzpflanzen vernichtet es selektiv die nicht-transgenen Pflanzen. Dieses Konzept war in den vergangenen Jahren kommerziell sehr erfolgreich: Weltweit hat der Glyphosatverbrauch deutlich zugenommen. Zugleich gewinnen die Fragen nach möglichen toxischen Gefahren für den Menschen an Bedeutung. Die akute Toxizität von Glyphosat für den Menschen ist sehr gering. Auch zahlreiche, behördlich geforderte Studien mit chronischer Verabreichung der Verbindung bestätigten ihre geringe Toxizität. Im vergangenen Jahr wurden jedoch reproduktionstoxische Effekte beschrieben, die durch eine Beeinflussung des hormonellen Systems erklärt wurden; außerdem wurde eine kanzerogene Wirkung postuliert. Die zugrunde liegenden Studien weisen allerdings große Mängel auf und fanden unter Toxikologen viel Widerspruch.Show moreGlyphosat
05.06.2013, 22:00 Uhr
Ginkgo-Extrakt mit kanzerogenem Potenzial?
Welche Schlüsse aus Nagetierversuchen zu ziehen sind
Ein Kommentar von Ralf Stahlmann | Toxikologische Studien aus dem National Toxicology Program (NTP) der USA weisen eine hohe Qualität in der Durchführung und Dokumentation auf. Dies gilt auch für die Untersuchung eines Extraktes aus Blättern von Ginkgo biloba, über die im März 2013 in einer fast 200 Seiten langen Veröffentlichung abschließend berichtet wurde [1]. In Deutschland, Frankreich, den USA und anderen Ländern werden Ginkgo-Präparate von Millionen Menschen eingenommen. Meldungen, dass die NTP-Studie Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial des Phytopharmakons ergeben hat, fanden daher große Beachtung. Zu Recht oder zu Unrecht?Show more29.05.2013, 22:00 Uhr
Mehr als nur ein „Durchgangssyndrom“
Von Clemens Bilharz | Ein Delir ist ein akuter, reversibler Verwirrtheitszustand, der zu den häufigsten Komplikationen hospitalisierter älterer Patienten zählt. Es tritt keineswegs nur beim Alkoholentzug auf und darf auch nicht als reine Begleiterscheinung einer Demenz missverstanden werden, sondern kann verschiedene Ursachen haben. Vor allem die hypoaktive Form wird oft nicht als Delir erkannt. Die Therapie ist multimodal. Ebenso wichtig wie die Gabe von Neuroleptika sind die Behandlung auslösender Ursachen und nichtpharmakologische, vor allem pflegerische Maßnahmen.Show moreAkute Verwirrtheit im Alter
08.05.2013, 22:00 Uhr
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