

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Warum leidet mehr als ein Drittel der Deutschen an Schlafstörungen?
Das Robert Koch-Institut veröffentlichte am gestrigen Mittwoch eine Studie, die die Häufigkeit von Ein- und Durchschlafstörungen in Deutschland untersucht. Laut den Autoren waren die Probleme so häufig wie nie zuvor. Dafür könnte es mehrere Gründe geben.Show moremedizin
spektrum
Auswertung des Robert Koch-Instituts
04.06.2026, 12:00 Uhr

Resistenzen überwinden
Von Cornelius Domhan, Michael Wink und Stefan Zimmermann | Die aktuelle Resistenzproblematik bei Antibiotika zeigt, wie essenzielle Arzneistoffe wirkungslos werden können (siehe Beitrag „Gefährlich resistent“ S. 32 in dieser DAZ). Was sind die Ursachen und welche möglichen Auswege aus der Resistenzproblematik gibt es? Show moreInfektiologie
31.05.2018, 00:00 Uhr
„Ein Molekül gegen die Carbapenemasen“
Zu den wichtigsten nosokomialen Erregern zählen die unter dem Begriff ESKAPE zusammengefassten Keime Enterococcus faecium, Staphylococcus aureus, Klebsiella pneumoniae, Acinetobacter baumannii, Pseudomonas aeruginosa und Enterobacteriaceae. In den USA sind auch Clostridium difficile und Neisseria gonorrhoeae besonders gefürchtet. Wir haben mit Dr. Stefan Zimmermann, Oberarzt am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg, über die Resistenzsituation und das Potenzial der neu zugelassenen Antibiotika gesprochen. Show moreInfektiologie
30.05.2018, 22:00 Uhr
Gefährliche Schmetterlingsmücke
Wenn es um Gefahren geht, denkt man möglicherweise an deren Eintrittswahrscheinlichkeiten, um ein Risiko abzuschätzen. In Verbindung mit Tieren fallen einem Tiger ein oder die gesundheitlich weitaus gefährlicheren Malariamücken. Andere Insekten dürften recht spät auf der Liste der in Europa tödlichen Gefahren aufgetaucht sein. Bis das Robert Koch-Institut vor ihnen warnte [2, 9]. Show moreInfektiologie
30.05.2018, 22:00 Uhr

Schnitt für Schnitt zur Diagnose
Die konventionelle Röntgenuntersuchung ist im Allgemeinen rasch verfügbar, Aufwand und Strahlenbelastung fallen vergleichsweise gering aus. Daher steht sie oft an erster Stelle der apparativen Diagnostik und reicht für eine abschließende Klärung auch aus. Da beim Röntgen jedoch Projektionsbilder mit einer Überlagerung der dargestellten Strukturen entstehen, ist eine sichere räumliche Zuordnung von Befunden nicht immer möglich. Hierzu sind je nach Indikation Verfahren erforderlich, die eine dreidimensionale überlagerungsfreie Schicht-für-Schicht-Darstellung ermöglichen. Diese sind die Computertomografie, die auf Röntgenstrahlen basiert, sowie die Kernspin- oder Magnetresonanztomografie, die auf Magnetfeldern und Radiowellen basiert. | Von Clemens BilharzShow moreBildgebende Verfahren
17.05.2018, 00:00 Uhr

„Luft anhalten“ – und „weiter atmen“
Mithilfe verschiedener physikalischer Effekte ermöglichen bildgebende Verfahren einen „Schnappschuss“ von Teilen des menschlichen Körpers. Daher spielen sie nicht nur für die Diagnostik von Krankheiten eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Umsetzung und Begleitung therapeutischer Maßnahmen. Dennoch sollte vor allem bei strahlenbasierten Methoden stets darauf geachtet werden, dass die geplante Untersuchung medizinisch unbedingt notwendig ist. Beginnend mit der klassischen Röntgendiagnostik stellen wir Ihnen – in mehreren Beiträgen – die wichtigsten derzeitigen Verfahren vor. | Von Clemens BilharzShow moreBildgebende Verfahren
19.04.2018, 00:00 Uhr

Die Struktur macht das Gift
Pyrrolizidinalkaloide (PA) können in vielen pflanzlichen Produkten nachgewiesen werden. Sie weisen eine ausgeprägte Toxizität auf, die sich an der Leber manifestieren kann. Eine charakteristische Form der Hepatotoxizität ist das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom (HSOS). Bereits geringe Variationen in der Struktur der PA führen zu deutlich unterschiedlicher Toxizität. Da detaillierte und aussagekräftige Daten bezüglich der Toxizität nur von wenigen PA verfügbar sind, ist eine Kontrolle der Risiken bei PA-haltigen Lebensmitteln kaum möglich. Wünschenswert wäre es, die Lebertoxizität von PA anhand ihrer Struktur-Wirkungs-Beziehungen beurteilen zu können. Hierzu wurden verschiedene Computermodelle entwickelt, mit denen lebertoxische Strukturen identifiziert werden konnten. | Von Falko Partosch und Ralf StahlmannShow more
Toxikologie
05.04.2018, 00:00 Uhr

Vorsicht, Überdosis!
Für das zweite Quartal 2018 wird die Einführung eines Colchicin-haltigen Arzneimittels erwartet, das neben der Behandlung des akuten Gichtanfall auch zur Gichtanfall-Prophylaxe sowie zur Behandlung des familiären Mittelmeerfiebers indiziert ist. Die beiden letztgenannten Indikationen sind in Deutschland ein Novum; denn die beiden bereits auf dem Markt befindlichen Präparate besitzen nur eine Zulassung für den akuten Gichtanfall. Colchicin ist für seine geringe therapeutische Breite bekannt. Es sollte daher mit besonderer Vorsicht angewendet werden. | Von Claudia BruhnShow moreToxikologie
05.04.2018, 00:00 Uhr

Starke Analgesie zu einem hohen Preis
Zu unrühmlicher Bekanntheit gelangte in den letzten Jahren der Wirkstoff Oxycodon aus der Wirkstoffklasse der Opioide. Er wird mitverantwortlich gemacht für die in die Höhe geschnellte Zahl der Opioid-Abhängigen und Drogentoten in den Vereinigten Staaten. Das aggressive Marketing eines 1995 in den USA zugelassenen Oxycodon-haltigen Arzneimittels und eine unkritische Verschreibungspraxis führten dazu, dass sehr viele Schmerzpatienten damit behandelt und teilweise in die Abhängigkeit getrieben wurden. | Von Ulrich SchreiberShow moreToxikologie
01.03.2018, 00:00 Uhr
Tod durch Kohlenmonoxid
An einem Wintertag geht um die Mittagszeit ein Notruf beim Führungs- und Lagezentrum der Polizei ein, in dem der Anrufer meldet, dass er Familienangehörige besuchen wollte. Nachdem auf Klingeln keiner geöffnet habe, hätte er durch ein Fenster geschaut und zwei leblose Menschen auf dem Boden liegen sehen.Show moreToxikologie
21.02.2018, 23:00 Uhr
Nur eine beginnende Grippe?
Eine Vergiftung mit Kohlenstoffmonoxid (CO) ist besonders heimtückisch, da das Gas aufgrund seiner Farb- und Geruchlosigkeit nicht wahrgenommen werden kann. Das zunächst uncharakteristische Bild einer Intoxikation erschwert außerdem die richtige Diagnose.Show moreToxikologie
21.02.2018, 23:00 Uhr

Die komplexe Therapie des kolorektalen Karzinoms
Aufgrund der neuesten Entwicklungen gerade zu den Themen Früherkennung und Behandlung von Kolon- und Rektumkarzinomen wurde die Überarbeitung der 2013 das letzte Mal überarbeiteten S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom (KRK)“ notwendig [1]. Aktualisiert wurden vor allem die Kapitel „Endoskopie: Durchführung und Polypenmanagement“ „Adjuvante und neoadjuvante Therapie“ und „Therapeutisches Vorgehen bei Metastasierung und in der palliativen Situation“. Besonders Letzteres zählt auch aus pharmazeutischer Sicht zu den Kernthemen der S3-Leitlinie. Bei Patienten mit Metastasen steht die zielgerichtete, patientenbezogene Therapie im Mittelpunkt. | Von Michael HöckelShow moreOnkologie
08.02.2018, 00:00 Uhr

Wir haben die Wahl
Obwohl der Fokus der aktuellen S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom auf der Diagnostik und der pharmakologischen Therapie liegt (siehe den Beitrag „Die komplexe Therapie des kolorektalen Karzinoms“ auf S. 32 in dieser DAZ), finden sich darin auch Hinweise zur Prävention. Das individuelle Ernährungsverhalten spielt dabei eine entscheidende Rolle. | Von Martin SmollichShow moreOnkologie
08.02.2018, 00:00 Uhr

Kommt die Pest zurück?
Eigentlich wie in jedem Jahr haben uns im September wieder die Nachrichten erreicht, dass in Madagaskar die Pest ausgebrochen ist. Madagaskar gehört neben Peru und der Demokratischen Republik Kongo laut Angaben der WHO zu den Haupt-Endemiegebieten der Pest (Abb. 1). Was allerdings diesmal ungewöhnlich ist: Die Nachrichten kamen früher als üblich, Städte sind stärker betroffen als die ländlichen Regionen, und es sind dieses Mal sehr viele Fälle von Lungenpest aufgetreten, die besonders ansteckend ist. Deshalb sind bereits mehr als 100 Menschen verstorben, und auch die Zahl der Infizierten ist mit mehr als 1100 zu Beginn der Regenzeit ungewöhnlich hoch. Muss man jetzt von einer besonderen Bedrohung durch die Pest ausgehen? | Von Ilse Zündorf und Theo DingermannShow moreInfektiologie
02.11.2017, 00:00 Uhr

Ein Parasit zur Nahrungsergänzung?
Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, die vor dem 15. Mai 1997 in der Europäischen Gemeinschaft noch nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurden, können laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als „Novel Food“ zugelassen werden. Neben Algen, Insekten oder Krillöl könnten sich demnächst allerdings auch ganz andere Produkte in den Regalen von Apotheken und Drogeriemärkten finden. Die Hamburger Firma Enteron Science GmbH hat die Zulassung von Eiern des parasitisch lebenden Schweinepeitschenwurms als Novel Food beantragt. Was steckt dahinter? | Von Richard LuciusShow more
Immunologie
19.10.2017, 00:00 Uhr

Spaß mit Folgen
Sexuell übertragbare Infektionen (engl. sexually transmitted infections, STI) werden ausschließlich oder überwiegend durch sexuelle Kontakte verbreitet und deshalb auch als Geschlechtskrankheiten bezeichnet. Die Begriffe venerische Krankheiten und Venerologie sind von der römischen Liebesgöttin Venus abgeleitet. STI können durch Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen und Arthropoden verursacht werden. Der folgende Beitrag fokussiert die häufigsten bakteriellen STI: Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien-Infektionen. | Von Nico KraftShow moreInfektiologie
28.09.2017, 00:00 Uhr

Alarmzeichen rotes Auge
Welcher Apotheker kennt das nicht: Es ist Wochenende, die Augenarztpraxen sind geschlossen. Patienten mit geröteten Augen und Begleitsymptomen stellen sich in der Apotheke vor und wünschen sich eine Therapie zur Linderung ihrer Beschwerden. Doch welche Patienten gehören schnellstmöglich in die Hände eines Augenarztes? Der folgende Übersichtsartikel soll die wichtigsten und häufigsten Ursachen für das rote Auge erläutern und Ihnen einen kurzen Leitfaden zur Beratung der Patienten an die Hand geben. | Von Anna Katharina Paul, Anna Sophie Moser und Gangolf SauderShow moreMedizin
28.09.2017, 00:00 Uhr

Brauchen wir Triclosan?
Triclosan ist ein antibakterieller Wirkstoff, der als Biozid eingesetzt wird. Er wird vor allem in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen angewandt, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Die antibakterielle Wirksamkeit ist unumstritten, trotzdem wird der Einsatz des Biozids seit einiger Zeit heftig diskutiert. Dabei ist es nicht etwa die sachgerechte Anwendung von Triclosan in medizinischen Einrichtungen, die den Behörden und Wissenschaftlern Sorge bereitet, sondern vor allem der Einsatz in Kosmetika und anderen verbrauchernahen Produkten. Der Fokus liegt vor allem bei der Resistenzentwicklung. Im September 2016 verbot die amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel (U.S. Food and Drug Administration, FDA) 19 antimikrobielle Inhaltsstoffe, darunter auch Triclosan, in freiverkäuflichen, antiseptischen Seifen, da der Nutzen des Biozids in Handseifen nicht belegt werden konnte. | Von Theresa Martin und Ralf StahlmannShow moreToxikologie
14.09.2017, 01:00 Uhr

Telemedizin – die Medizin der Zukunft?
Ärzte, die rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erreichbar sind, die ihre Sprechstunde per Telefon abhalten, Behandlungspläne, Rezepte und Überweisungen per Fax oder Mail verschicken – man nennt es Telemedizin, was das Schweizerische Unternehmen Medgate und seine Ärzte seit einigen Jahren praktizieren. Über das Programm netCare werden Apotheken mit eingebunden. Und jetzt kommt mit der Mini Clinic die ärztliche Behandlung in die Apotheke. Sind das die Versorgungskonzepte der Zukunft? Ich habe Medgate besucht, mich mit dem Medgate-Sprecher Cédric Berset in Basel unterhalten und einen Blick in das digitalisierte Gesundheitswesen der Telemedizin geworfen. Und ich habe Apotheker René Jenni in Zürich besucht, der mit dem Beratungsmodell netCare mit Medgate zusammenarbeitet und auch in seiner Apotheke impft. | Von Peter DitzelShow moreTelemedizin
07.09.2017, 00:00 Uhr

Operation gelungen, Patient impotent
Die radikale Entfernung der krebsbefallenen Prostata hinterlässt beim Mann ein Vakuum, das gefühlt bis in den Penis reicht. Die Erektionsfähigkeit ist meistens dahin – zunächst. Das muss nicht so bleiben. Eine frühe Anschlussheilbehandlung bietet die größten Chancen für die penile Rehabilitation. Mittel der ersten Wahl sind Phosphodiesterasehemmer. Erfolg versprechen auch lokale Therapien mit Prostaglandinen und Vakuumerektionshilfen. Bleibt dies alles auf Dauer unbefriedigend, gibt es eine sehr radikale ultima ratio. | Von Ralf SchlengerShow moreOnkologie
24.08.2017, 01:00 Uhr
Ein Drink für alle Fälle
Ihrem ursprünglichen Sinne nach war die „Astronautenkost“ als einzige Nahrungsquelle für gesunde Menschen unter Extrembedingungen konzipiert. Aufgrund des Platzmangels sollten die Raumfahrer durch ein Produkt mit allen benötigten Kalorien und Nährstoffen versorgt werden. Verzichtet wurde dabei bewusst auf nicht resorbierbare Bestandteile (Ballaststoffe), da es ansonsten zu Entsorgungsproblemen ihrer Exkremente gekommen wäre.Show moreErnährungsmedizin
03.08.2017, 01:00 Uhr

Unterernährt und wieder aufgebaut
Bevor die ersten Astronauten in den Weltraum geschickt wurden, wusste man bereits: Die größte Herausforderung wird sein, Mangel- und Unterernährung sowie ernährungsbedingte Erkrankungen bei den Raumfahrern zu verhindern. Um den Körper mit Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und anderen Nährstoffen zu versorgen, gab es daher lösliches Pulver in Tüten und Tuben. Inzwischen steht „Astronautenkost“ umgangssprachlich für eine wichtige Therapieoption in der Ernährungsmedizin. Trinknahrungen dienen der Behandlung von Patienten mit teils lebensbedrohlichen Ernährungsdefiziten – und können auch einzige Nahrungsquelle sein. | Von Armin EdalatShow moreErnährungsmedizin
03.08.2017, 01:00 Uhr

Nützlich und gefährlich
Die Identifizierung des Asbests als kanzerogene Noxe liegt bereits Jahrzehnte zurück und dennoch kann von einem Ende des Asbest-Zeitalters nicht gesprochen werden. Die gesundheitlichen Folgen der hohen Expositionen sind noch bis heute zu spüren. In Deutschland sterben auch heutzutage jährlich mehr als 1500 Menschen an den Folgen der Asbest-Belastung. Erst gegen 2020 wird der Epidemie-Höhepunkt der Asbest-assoziierten Erkrankungen erreicht sein. | Von Denise Häschke und Ralf StahlmannShow more
Toxikologie
22.06.2017, 00:00 Uhr

Der Feind im eigenen Körper
Das Immunsystem ist lebensnotwendig. Menschen, die kein voll-intaktes Immunsystem aufweisen, sind schwerst krank. Überall lauern Feinde in Form von Mikroorganismen oder Viren, die der kranke Mensch nicht oder nur unzureichend abwehren kann. Ein normales Leben ist so nicht möglich. Auf der anderen Seite kann sich dieses System aber auch gegen harmlose Stoffe oder gar gegen den eigenen Körper richten. Paul Ehrlich hielt das seinerzeit eigentlich für ziemlich ausgeschlossen und versah den Schutzmechanismus mit dem Begriff „Horror autotoxicus“ – die Furcht vor Selbstzerstörung. Denn er war der festen Überzeugung, dass das Immunsystem ausreichend gut kontrolliert ist, damit es sich eben nicht gegen körpereigene Strukturen richtet. Leider irrte er. | Von Dr. Ilse Zündorf und Prof. Dr. Theo DingermannShow more
Immunologie
04.05.2017, 00:00 Uhr

Chamäleon zwischen Organ- und Tumormarker
Es gibt wohl wenig Laborwerte, deren prädiktive Aussagekraft so kontrovers beurteilt wird wie der des Prostata-spezifischen Antigens (PSA-Wert). Zwar ist eine Krebserkrankung mit steigendem PSA-Wert wahrscheinlicher, niedrige PSA-Spiegel schließen sie indes nicht aus. Eine endgültige Aussage ist auch bei hohen Werten erst anhand einer Gewebeprobe möglich. Dabei werden unter Umständen sehr langsam wachsende Karzinome entdeckt, die in der Lebensspanne des Betroffenen vielleicht nie zu Symptomen oder gar zum Tod geführt hätten. In diesem Fall kann eine PSA-Bestimmung unnötige Ängste wecken und zu überflüssigen Eingriffen führen. Anders verhält es sich beim Prostatakarzinom-Patienten: Hier herrscht Konsens darüber, dass eine Überwachung des PSA-Wertes wichtige Hinweise auf den Krankheitsverlauf gibt. | Von Petra JungmayrShow more
Medizin
04.05.2017, 00:00 Uhr

Zika – ein Jahr danach
Wie schnelllebig unsere Zeit ist, kann man auch daran abschätzen, wie rasch Katastrophen aus dem Gedächtnis verschwinden. Das ist gut so, es ist sogar ganz normal. Denn hätte uns die Evolution nicht so ausgestattet, dass Vergessen dramatischer Ereignisse gewissermaßen programmiert ist, wären wir wahrscheinlich als Menschen nicht so weit gekommen. Und dennoch: Vergessen geht relativ leicht, wenn man nicht betroffen ist. Für Betroffene hingegen ist das Problem meist allgegenwärtig. Das ist auch der Fall bei denen, die die Zika-Epidemie hautnah erlebt haben. | Von Ilse Zündorf und Theo DingermannShow more
Infektiologie
20.04.2017, 00:00 Uhr

Faltenkiller gegen Schmerzen
Seit vielen Jahren wird Botulinumtoxin in therapeutischen Konzentrationen erfolgreich bei Schlaganfallpatienten beispielsweise gegen Verkrampfungen der Hand- und Fußmuskulatur sowie in weiteren Indikationen wie Hyperhidrosis und seit Kurzem auch bei chronischer Migräne eingesetzt. Weitaus populärer ist es durch seine Anwendung in der ästhetischen Medizin geworden. Eine Vielzahl von Studien gibt zu der Hoffnung Anlass, dass Botulinumtoxin in naher Zukunft außerdem gegen verschiedene Schmerzarten hilfreich sein könnte. | Von Claudia BruhnShow more
Medizin
26.01.2017, 00:00 Uhr

Steifer Nacken, Fieber?
Etwa 4000 Menschen werden in Deutschland jährlich wegen einer Meningitis stationär behandelt. Säuglinge, Kinder, ältere Menschen und Immungeschwächte sind besonders gefährdet. Vor allem bei Anzeichen einer durch Bakterien ausgelösten Hirnhautentzündung ist Eile geboten. Aus Italien wurden in letzter Zeit häufiger Todesfälle infolge einer Meningokokken-Infektion gemeldet. Es ist wichtig, Alarmsignale zu erkennen und rasch die richtige Therapie einzuleiten. | Von Gabriele KlingnerShow more
Infektiologie
26.01.2017, 00:00 Uhr
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung
