

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Warum leidet mehr als ein Drittel der Deutschen an Schlafstörungen?
Das Robert Koch-Institut veröffentlichte am gestrigen Mittwoch eine Studie, die die Häufigkeit von Ein- und Durchschlafstörungen in Deutschland untersucht. Laut den Autoren waren die Probleme so häufig wie nie zuvor. Dafür könnte es mehrere Gründe geben.Show moremedizin
spektrum
Auswertung des Robert Koch-Instituts
04.06.2026, 12:00 Uhr


Von Giftpflanzen und Pflanzengiften
Der Umgang des Menschen mit Pflanzen ist so alt wie die Menschheit selbst. Dies gilt natürlich auch für giftige Pflanzen. Es ist davon auszugehen, dass bereits die Menschen der Steinzeit Giftpflanzen gekannt und auch genutzt haben. So konnten an rund 25.000 Jahre alten Pfeilspitzen mittels gaschromatografischer Untersuchungen Spuren des hochgiftigen Ricin, ein Protein aus Ricinus communis, nachgewiesen werden [1], das erst vor Kurzem Schlagzeilen im Zusammenhang mit einem vereitelten islamistischen Terroranschlag gemacht hat. Aus der Antike bekannt ist der für Hinrichtungen benutzte „Schierlingsbecher“ aus Conium maculatum, dem unter anderem auch der griechische Philosoph Sokrates zum Opfer fiel. | Von Kurt GrillenbergerShow moreToxikologie
22.08.2019, 00:00 Uhr

Heiße Mandeln und mehr
Das Epstein-Barr-Virus ist der Erreger der infektiösen Mononukleose. Darüber hinaus spielt es eine gewichtige Rolle bei der Entstehung des endemischen Burkitt-Lymphoms, B-Zell-Lymphomen bei AIDS-Patienten und immunsupprimierten Patienten, des Nasopharynxkarzinoms und zahlreicher weiterer schwerwiegender Erkrankungen. Neue Optionen der Therapie und Prävention sind daher von großer Bedeutung. | Von Stefan OswaldShow moreInfektiologie
01.08.2019, 00:00 Uhr

Gefürchtete Clostridien
Was haben Tetanus, Gasbrand, Botulismus und Clostridioides-difficile-Infektionen gemeinsam? Alle gehen auf Bakterien aus der Klasse Clostridia zurück. Viele hochpotente Toxine werden von Clostridien produziert. Darüber hinaus sind C.-difficile-Infektionen ein immer größer werdendes Problem. Daher lohnt es sich, einen näheren Blick auf die Giftproduzenten unter den Bakterien zu werfen. | Von Cornelius Domhan, Yevgeniya Dranova und Michael WinkShow moreInfektiologie
25.07.2019, 00:00 Uhr

Tripper auf dem Vormarsch
Gonokokken-Infektionen gehören neben den Infektionen mit Chlamydien zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen der Welt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gibt es heute jährlich ca. 106 Millionen Erkrankungsfälle. Betroffen sind vorzugsweise junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. In den Industrienationen findet sich ein Großteil der Infektionen unter Männern, die Sex mit Männern haben. Die Inzidenz der Gonorrhö hat in Europa und in den USA in den letzten Jahren deutlich zugenommen. | Von Sabine FischerShow moreInfektiologie
18.07.2019, 00:00 Uhr

Hanta-Viren auf dem Vormarsch
Der Hantan ist ein Fluss in Südkorea, nur wenige Kilometer von der Grenze zum benachbarten Nordkorea entfernt. Bei Urlaubern ist er bekannt für spektakuläre Wasserfälle und Wildwasserfahrten. Mediziner jedoch verbinden mit diesem Fluss eine Epidemie, die in den 1950er-Jahren während des Korea-Krieges mehr als 3000 amerikanische Soldaten an starkem hämorrhagischen Fieber mit anschließendem häufig akutem Nierenversagen erkranken ließ. Mehr als 200 der damals erkrankten Soldaten starben. Ausgelöst wurde diese Infektion durch ein erst 1977 identifiziertes Virus, das als Hanta-Virus bezeichnet wurde. | Von Kurt GrillenbergerShow moreInfektiologie
20.06.2019, 00:00 Uhr

Reumütig zurück zum reinen Metallstent?
Sobald die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) das Stadium der kritischen Extremitätenischämie erreicht, sollte so rasch wie möglich eine arterielle Revaskularisation erfolgen. Dies ist gefäßchirurgisch durch eine Bypass-OP möglich oder endovaskulär durch eine Ballon-Angioplastie bzw. Stent-Implantation. Um eine Re-Stenosierung als stentbedingte Komplikation zu vermeiden, sind seit einigen Jahren medikamentenbeschichtete Stents im Einsatz. Genutzt werden hier vor allem das Immunsuppressivum Sirolimus und das Zytostatikum Paclitaxel. Um mit Paclitaxel beschichtete Stents und Ballons ist seit Jahresbeginn eine Kontroverse entbrannt. In einer Metaanalyse fanden sich Hinweise auf eine höhere Langzeitsterblichkeit nach deren Anwendung. | Von Clemens BilharzShow moreMedizin
20.06.2019, 00:00 Uhr

Glyphosat in aller Munde
Gibt man bei der Internet-Suchmaschine Google den Begriff „Glyphosat“ ein, so wird man aktuell mit ungefähr 2,5 Millionen Treffern beliefert [1]. Der entsprechende Wikipedia-Eintrag umfasst stolze 17.000 Worte und enthält allein mehr als 230 Literaturhinweise [2]. Glyphosat gilt als das am häufigsten eingesetzte Herbizid – und es steht in der Kritik, weil ein Zusammenhang zwischen der Anwendung Glyphosat-haltiger Herbizide und dem Auftreten von Tumorerkrankungen diskutiert wird. Problematisch ist dabei vor allem, dass unterschiedliche Behörden zu einer unterschiedlichen Gefährdungsbeurteilung kommen. | Von Kurt GrillenbergerShow more
Toxikologie
30.05.2019, 00:00 Uhr
Trügerische Sicherheit
„Somebody put something in my drink“ sangen die Ramones bereits 1986. Dass diese Befürchtung real werden kann, zeigen immer wieder Fälle von Menschen, die beim Feiern in krimineller Absicht mit Knockout(K.O.)-Tropfen betäubt werden. Ein Waldbronner Start-Up hat kürzlich ein Armband auf den Markt gebracht, das als Schnelltest zur Überprüfung eines Getränks auf γ-Hydroxybutansäure (GHB) dient. Das Unternehmen erhielt dafür den Promotional Gift Award 2019. Show moreToxikologie
29.05.2019, 22:00 Uhr

Entwarnung für Phthalate
Einige Ester der Phthalsäure – „Phthalate“ – können bei Tieren in ausreichend hohen Dosierungen die prä- und postnatale Entwicklung der männlichen Reproduktionsorgane stören und Infertilität verursachen. Sie hemmen die Testosteron-Synthese in den Gonaden und stören die Morphogenese der Geschlechtsorgane. Obwohl die Bedeutung dieser Wirkungen für den Menschen nicht belegt ist, mahnen die Befunde zu einem zurückhaltenden Umgang mit den Stoffen. Einige dieser Chemikalien werden nicht mehr benutzt. Aktuelle Analysenergebnisse zeigen, dass die Exposition der Bevölkerung mit Phthalaten weiterhin abnimmt. Eine anhaltende Diskussion gibt es trotzdem darüber, ob Phthalate auch andere hormonabhängige pathologische Prozesse beeinflussen können. So wird seit etwa zehn Jahren diskutiert, ob es einen Zusammenhang zwischen hoher Phthalat-Exposition und Brustkrebs gibt. Zu diesem Thema erschien unlängst eine weitere epidemiologische Studie, die Entwarnung gibt. | Von Ralf StahlmannShow moreToxikologie
18.04.2019, 00:00 Uhr

Neues zum Hepatitis-Alphabet
Virusinfektionen sind in Deutschland eine häufige Ursache von akuten und chronischen Leberentzündungen. Sie können durch die Hepatitis-Viren A bis E ausgelöst werden. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Erreger, die nur gemeinsam haben, dass sie zu einer Hepatitis führen. Zu Beginn einer Infektion sind Symptome wie eine Gelbfärbung der Haut und Augen, Übelkeit oder Müdigkeit möglich, sie treten aber nur bei einem Teil der Infizierten auf. Daher wissen leider insbesondere chronisch Betroffene häufig nichts von ihrer Infektion. Darüber hinaus sind die Übertragungswege der verschiedenen Hepatitis-Viren und der durch sie hervorgerufene Verlauf einer Infektion unterschiedlich. Ebenso unterschiedlich sind auch die Prophylaxe- und Therapiemöglichkeiten. | Von Ingo van ThielShow moreMedizin
21.03.2019, 00:00 Uhr

Kein Lifestyle-Problem
Der Vorstoß des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, die Liposuktion bei einem Lipödem am Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorbei zur Kassenleistung zu machen, hat für Wirbel gesorgt. Aber was genau ist eigentlich ein Lipödem und vor allem, ist es gerechtfertigt, die Gemeinschaft für eine Fettabsaugung bei den Betroffenen bezahlen zu lassen? | Von Daniela LeopoldtShow moreMedizin
07.03.2019, 00:00 Uhr

Teratogene Sexualhormone?
Fast 50 Jahre sind vergangen, seitdem der amerikanische Gynäkologe Arthur Herbst im April 1971 eine Assoziation zwischen der Behandlung schwangerer Frauen mit Diethylstilbestrol (DES) und Vaginalkarzinomen bei deren Töchtern beschrieb. Seine nur etwa drei Seiten lange Veröffentlichung im renommierten New England Journal of Medicine über die transplazentare Kanzerogenese hatte einzigartige Auswirkungen. Die Erkenntnisse haben unter anderem dazu geführt, dass auch Sexualhormone mit Steroidstruktur besonders strikt hinsichtlich möglicher schädigender Wirkungen auf das ungeborene Leben untersucht wurden. Unsere Kenntnisse auf diesem Gebiet sind heute daher ungewöhnlich fundiert. Weder Tierexperimente noch sorgfältig durchgeführte epidemiologische Studien zeigen ein Risiko für angeborene Fehlbildungen nach pränataler Steroidexposition. Aktuelle Berichte über mögliche angeborene Anomalien durch orale Schwangerschaftstests oder Kontrazeptiva stellen jedoch die Erkenntnisse wieder infrage. | Von Ralf StahlmannShow more
Toxikologie
28.02.2019, 00:00 Uhr

Gefährlicher Duft
2-(4-tert-Butylbenzyl)propionaldehyd ist ein weitverbreiteter Geruchsstoff, der nicht nur in Kosmetika, Seifen, Shampoos und Parfüms enthalten ist, sondern häufig auch Waschmittel und Haushaltsreiniger zum Duften bringt. In geringen Konzentrationen erinnert der Geruch der Chemikalie – die auch als Lysmeral oder Lilial bezeichnet wird – an den von Maiglöckchen. Eine sensibilisierende Wirkung gehört zu den Risiken von Duftstoffen, kommt aber bei Lysmeral nur sehr selten vor. Bereits seit Jahrzehnten werden jedoch die reproduktionstoxischen Wirkungen untersucht. Wird die Fertilität durch den Stoff geschwächt? Kann von Lysmeral eine Gefahr für das ungeborene Leben ausgehen? Humanstudien, Tierexperimente und In-vitro-Daten zu diesen Fragen werden derzeit bei der Europäischen Chemikalienagentur in Helsinki bewertet. | Von Anna Sonnenburg und Ralf StahlmannShow moreToxikologie
31.01.2019, 00:00 Uhr

Stromstöße für mehr Bewegung
Im Langzeitverlauf stößt die klassische Therapie der Parkinson-Erkrankung mit Levodopa oft an ihre Grenzen. Es kommt zu Wirkungsschwankungen (Fluktuationen) und Überbewegungen (Dyskinesien), die den Patienten zusätzlich stark belasten. In manchen Fällen dominiert auch ein Tremor das klinische Bild, der medikamentös nur unzureichend beherrscht werden kann. Eine inzwischen etablierte therapeutische Alternative ist die tiefe Hirnstimulation. Durch gezielte elektrische Impulse lassen sich diese und andere Symptome reduzieren, sodass in vielen Fällen eine jahrelange Linderung der Parkinson-Beschwerden möglich ist. | Clemens BilharzShow moreMedizin
24.01.2019, 00:00 Uhr

Tumorstroma im Visier
Zur Steigerung der Therapieeffizienz bei gleichzeitiger Minimierung der Schäden an gesundem Gewebe wurden die etablierten onkologischen Therapieansätze in den letzten Jahren zunehmend durch die Anwendung zielgerichteter Therapien ergänzt. Im Gegensatz zur konventionellen Chemotherapie beruht die zielgerichtete Tumortherapie auf der Adressierung selektiv im Tumorgewebe exprimierter Antigene. Aufgrund ihrer höheren Tumorspezifität besitzen zielgerichtete Therapeutika eine größere therapeutische Breite und damit eine geringere Toxizität als unspezifische zytotoxische Substanzen. Dies ermöglicht personalisierte Therapiekonzepte, die in Kombination mit den etablierten Behandlungsoptionen in einer effizienteren Tumortherapie resultieren [1]. | Von Anastasia Loktev, Walter Mier und Uwe HaberkornShow moreOnkologie
01.11.2018, 00:00 Uhr
Wie gefährlich sind PFC im Trinkwasser?
Bereits seit 2013 ist bekannt, dass die Böden und das Grundwasser in Teilen Badens mit erhöhten Konzentrationen an per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet sind. Nun wurden bei Bewohnern der Region auch im Blut erhöhte Werte festgestellt. Doch wie giftig sind die Substanzen? Besteht tatsächlich eine Gefahr für die Gesundheit?Show moreToxikologie
17.10.2018, 22:00 Uhr

Nicht auf die leichte Schulter nehmen
Bei Schmerzen und Steifigkeit im Schultergürtel denkt man in erster Linie an orthopädische Krankheitsbilder wie das Impingement-Syndrom, Schultergelenksarthrose oder eine Ruptur der Rotatorenmanschette. Hinter diesen Beschwerden kann sich aber auch eine entzündlich-rheumatische Erkrankung verbergen. Die Polymyalgia rheumatica ist bei Menschen im höheren Lebensalter nach der chronischen Polyarthritis das zweithäufigste entzündlich-rheumatische Leiden. Nicht selten tritt sie zusammen mit einer Riesenzellarteriitis vor allem der Schläfenarterie auf, die in einem Fünftel der Fälle zum Sehverlust führen kann. Therapie der Wahl bei beiden Erkrankungen ist die Gabe von Glucocorticoiden. | Von Clemens BilharzShow moreMedizin
11.10.2018, 00:00 Uhr

Tödliche Gefahren im Herbst
Ein herbstlicher Spaziergang kann durchaus gefährlich sein, wenn man unbedacht die Früchte des Waldes genießt, ohne sie richtig zu kennen. Mit den Früchten des Waldes sind im übertragenen Sinne vor allem Speisepilze gemeint, die im Spätsommer oder Herbst gern gesammelt und gegessen werden. Verwechslung oder Unkenntnis können dabei verheerende Folgen haben. Aber auch Beeren und andere Früchte, die im Herbst zu finden sind, können unter Umständen zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen. Vor allem kleine Kinder, die Pilze, Beeren oder andere Pflanzenteile in den Mund stecken, können sich leicht vergiften. | Von Antje JelinekShow more
Toxikologie
20.09.2018, 00:00 Uhr

Giftige „Heilpflanzen“ bei Paracelsus
Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wurde 1493 in der Nähe des Ortes Einsiedeln in Schwyz als Sohn des Arztes Wilhelm Bombast von Hohenheim geboren. Im Alter von 16 Jahren nahm er das Studium der Medizin an der Universität in Basel auf. Die Doktorwürde erhielt er 1516 an der Universität in Ferrara. Er flüchtete 1528 in das Elsass. In den folgenden Lebensjahren verfasste er die meisten seiner wissenschaftlichen Werke. Hier wurde auch der Lehrsatz geprägt: „Die Erkrankungen der Menschen seien nur durch die Pflanzen seiner Heimat zu behandeln“. Damals konnte er nicht wissen, dass etliche Pflanzen Substanzen enthalten, die für Menschen und Tiere toxisch oder sogar sehr toxisch sein können. | Von Erhard RöderShow more
Toxikologie
13.09.2018, 00:00 Uhr

Weitaus mehr als grau in grau
Gängige radiologische und nuklearmedizinische Verfahren beruhen auf der Wirkung von Röntgen- bzw. Gammastrahlung oder magnetischen Impulsen. Demgegenüber funktioniert die Sonografie über die Aussendung von Ultraschallwellen an der Hautoberfläche des Körpers, welche an den zu untersuchenden Strukturen in der Tiefe reflektiert werden. Es handelt sich um eine nichtinvasive Anwendung ohne Strahlenexposition, die keine speziellen Schutzmaßnahmen erfordert. Daher wird die Ultraschalldiagnostik weniger von Radiologen genutzt als vielmehr von vielen anderen medizinischen Fachdisziplinen, vor allem Internisten, Frauenärzten und Chirurgen. Die Sonografie ist das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin überhaupt. | Von Clemens BilharzShow moreBildgebende Verfahren
06.09.2018, 00:00 Uhr

Wie gefährlich ist NDMA in Valsartan?
Zahlreiche Valsartan-haltige Generika stehen im Verdacht, mit dem potenziell kanzerogenen Stoff N-Nitroso-dimethylamin (NDMA) kontaminiert zu sein und wurden deshalb zurückgerufen. Diese – auch als Dimethylnitrosamin bekannte – Chemikalie steht seit Jahrzehnten im Fokus der Toxikologie. Im Zusammenhang mit der aktuellen Rückrufaktion stehen zahlreiche Fragen im Raum hinsichtlich regulatorischer Defizite, vor allem was den Generikamarkt angeht. Hier sollen jedoch zunächst die toxikologischen Aspekte besprochen werden, die sich aus der Verunreinigung des AT1-Antagonisten ergeben. Wie hoch ist die NDMA-Dosis, die ein Patient auf diesem Wege zu sich nimmt? In welchem Ausmaß kann das NDMA aus Valsartan-haltigen Arzneimitteln das gesundheitliche Risiko durch NDMA aus anderen Quellen erhöhen? Geht es doch um einen Stoff mit einer besonders hohen kanzerogenen Potenz, weshalb eine Minimierung der Exposition ohne Zweifel geboten ist. | Von Ralf StahlmannShow moreToxikologie
26.07.2018, 00:00 Uhr

Mit Schirm und Rizin
Rizin gilt als einer der toxischsten bekannten Naturstoffe und fällt unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Vor einigen Wochen meldeten die Behörden die Verhinderung eines möglichen Biowaffenanschlages, nachdem bei der Festnahme eines Mannes in Köln mehrere tausend Rizinus-Samen gefunden wurden. Doch wie wirkt das Gift? Und ist es tatsächlich möglich, eine Bombe damit zu bestücken oder es anderweitig für einen Terroranschlag zu verwenden?Show moreToxikologie
19.07.2018, 00:00 Uhr

Von innen heraus strahlen
Für die bildgebende Diagnostik stehen heute nicht nur radiologische Verfahren mit Strahlung von außen zur Verfügung, sondern auch nuklearmedizinische Modalitäten, die auf dem gezielten Einbringen eines Radiopharmakons in das Innere des Patienten beruhen. Abhängig von Stoffwechselprozessen reichern sich diese Substanzen in verschiedenen Körperregionen unterschiedlich stark an. Daher sind nuklearmedizinische Aufnahmen vor allem für die Darstellung tumoröser Prozesse geeignet. Allerdings gelingt hierbei eine exakte anatomische Zuordnung nicht immer. Fusionsbilder aus radiologisch-nuklearmedizinischen Hybridverfahren können die diagnostische Sicherheit deutlich erhöhen. | Clemens BilharzShow moreBildgebende Verfahren
12.07.2018, 00:00 Uhr

Angriff der Bakterienfresser
Warum die chemische Keule einsetzen, wenn es auch die natürlichen „Fraßfeinde“ tun? Im Gewächshaus wird der Kampf gegen Schildlaus und Co. bereits so ausgetragen. Im Krankenhaus sieht es noch anders aus: Da wird der „Kampf“ gegen gefährliche und gefürchtete Bakterien derzeit noch nahezu ausschließlich mit Antibiotika geführt. Biologische „Waffen“ sind zumindest hierzulande noch völlig tabu. Dabei haben auch Bakterien natürliche Feinde, die eigentlich schon seit mehr als 100 Jahren bekannt sind. Könnten sie vielleicht bald den Einsatz der Antibiotika zurückdrängen? Oder bietet sich hier wenigstens eine zusätzliche Interventionsoption an? Der Fall von Tom Patterson, der im vergangenen Jahr durch die Presse ging, weist in diese Richtung. | Von Ilse Zündorf und Theo DingermannShow moreInfektiologie
05.07.2018, 00:00 Uhr
Millimetergenau gegen das Prostatakarzinom
Von Daniel Wegener, Arndt-Christian Müller und Daniel Zips | Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor des Mannes. Die Häufigkeit des Auftretens nimmt dabei mit dem Alter zu. Für das Jahr 2018 werden in Deutschland ca. 60.000 neue Prostatakrebserkrankungen erwartet. Ca. 40% der männlichen Bevölkerung tragen das Risiko, im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom zu entwickeln, aber nur etwa 10% werden symptomatisch, und nur 3% versterben daran. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren [1 – 3]. Show moreMedizin
04.07.2018, 22:00 Uhr

Antibiotika oder Skalpell?
Kinder, aber auch Erwachsene, die an einer akuten Blinddarmentzündung leiden, müssen möglicherweise nicht zwingend operiert werden. So gibt es aus Studien Hinweise darauf, dass so manchem Patienten durch eine Behandlung mit Antibiotika die Operation erspart werden kann. Klare Regeln oder gar Leitlinien zu der Frage, wann zu operieren ist und wann ein Behandlungsversuch mit Antibiotika gerechtfertigt ist, fehlen aber bislang. Entsprechend unterschiedlich ist das therapeutische Vorgehen in den chirurgischen und kinderchirurgischen Kliniken. | Von Christine VetterShow moreMedizin
28.06.2018, 00:00 Uhr
Nicht vorschnell den Goldstandard verlassen
Beim therapeutischen Vorgehen bei einer Blinddarmentzündung sind die Bücher noch nicht geschlossen. Die Hintergründe der Frage, ob und wann eine antibiotische Behandlung statt einer sofortigen Operation gerechtfertigt ist, erläutert Prof. Dr. Dr. Peter Schmittenbecher, Direktor der Kinderchirurgischen Klinik am Klinikum Karlsruhe und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie.Show moreMedizin
27.06.2018, 22:00 Uhr

90 - 90 - 90 ist das Ziel
Kaum ein anderes Thema hat im letzten Jahr für mehr Aufsehen im HIV-Bereich gesorgt als der Schutz vor einer HIV-Infektion durch die Prä-Expositions-Prophylaxe, kurz PrEP. Bei einer PrEP nehmen HIV-negative Menschen ein antiretrovirales Arzneimittel vorbeugend ein um sich vor einer Infektion mit dem HI-Virus zu schützen. | Nico KraftShow moreInfektiologie
14.06.2018, 00:00 Uhr
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung