

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apotheken haften für unzulässige Plattform-Werbung
Die Gerichte ziehen zunehmend klare Grenzen für telemedizinische Plattformen, die den Bezug verschreibungspflichtiger Arzneimittel vermitteln. Das Landgericht Berlin II hat nun auf Antrag der Apothekerkammer Nordrhein einem Apotheker eine Kooperation mit DoktorABC untersagt.Show morerecht
urteile
Landgericht Berlin
27.03.2026, 15:00 Uhr


Im Lagerraum ist mehr erlaubt
Ein Lagerraum für die Klinik- oder Heimversorgung im Sinne des § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 ApBetrO, für den das Prinzip der Raumeinheit nicht gilt, darf auch für über die reine Lagerung hinausgehende heimversorgende Tätigkeiten genutzt werden. Das gilt insbesondere für Tätigkeiten, die mit der Lagerung verbunden sind, aber beispielsweise auch für Informations- und Beratungstätigkeiten oder die Erstellung von Medikationsplänen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen in einem jetzt veröffentlichten, allerdings noch nicht rechtskräftigen Urteil entschieden. Show moreHeimversorgung
15.09.2015, 15:15 Uhr

Durchschnittsapotheker kennt „AWB“ nicht
Bei der Werbung für OTC-Arzneimittel gibt es Grenzen, irreführende Angaben sind verboten. Das bekam auch Bayer zu spüren: Das Unternehmen hatte in der Deutschen Apotheker Zeitung für Canesten® Extra (Nagelset und Creme) mit der Angabe geworben, über 87 Prozent der Anwender hätten die sehr gute/gute Wirksamkeit des Nagelsets bestätigt. In einer Fußnote wurde zum Beleg auf „AWB“ verwiesen. Doch diese Art der Werbung wurde Bayer vom Oberlandesgericht Hamburg untersagt – ein Grund: Dem durchschnittlichen Apotheker sei die Abkürzung eher nicht bekannt. Show moreOTC-Werbung in Fachzeitschriften
10.09.2015, 12:05 Uhr

Wettbewerbszentrale mahnt „Spiegel online“ ab
Kürzlich sorgte ein Artikel zu Kopfschmerzen auf „Spiegel online“ für Aufruhr. Grund war der werbliche Rahmen um den Bericht: Thomapyrin „präsentierte“ diesen Spiegel-online-Inhalt. Thomapyrin-Hersteller Boehringer Ingelheim betonte, selbstverständlich „keinerlei Einfluss auf redaktionelle Beiträge“ zu nehmen. Doch die Wettbewerbszentrale wurde auf den Bericht und die Anzeige aufmerksam – und mahnte „Spiegel online“ ab. Show moreNach Thomapyrin-Werbung
31.08.2015, 14:35 Uhr

Wettbewerbszentrale will bis zum BGH gehen
Die Wettbewerbszentrale bewertet den gestrigen Prozessauftakt im Skonti-Streit nur als „ersten Schritt“ zur Klärung der Streitfrage, ob Skonti mit Rabatten gleichzusetzen sind. Rechtsanwältin Christiane Köber kündigte gegenüber DAZ.online für die Wettbewerbszentrale den Weg in die nächste Instanz an, falls das Landgericht Aschaffenburg – wie sich in der mündlichen Verhandlung abzeichnete – der Rechtsaufassung von AEP folgen sollte. Show moreSkonti-Prozess
28.08.2015, 12:55 Uhr

Kurzer Prozess: Skonti-Entscheidung am 22. Oktober
25 Minuten dauerte heute Morgen der Prozessauftakt um den Skonti-Streit zwischen der Wettbewerbszentrale und dem Arzneimittelgroßhändler AEP: Nach kurzer Erörterung vertagte die Richterin des Landgerichts Aschaffenburg die Verhandlung auf den 22. Oktober. Zuvor ließ sie allerdings durchblicken, dass Skonti aus ihrer Sicht keine Rabatte sind. Zudem deutete sie an, dass sie auch den 70 Cent Fix-Zuschlag des Großhandels für rabattfähig hält.Show moreLandgericht Aschaffenburg
27.08.2015, 09:40 Uhr

Hofferberth: „Umgehungsstrategien Tür und Tor geöffnet“
Letzte Woche sorgte der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Veröffentlichung der Urteilsgründe in einem Verfahren der Wettbewerbszentrale gegen ratiopharm für Unruhe. Danach muss ein Hersteller die Preisbindung nach der Arzneimittelpreisverordnung nicht einhalten, wenn er an Apotheken verschreibungspflichtige Arzneimittel abgibt, die diese verwenden, um patientenindividuelle Blister zusammenzustellen. Die DAZ sprach mit Ina Hofferberth, Geschäftsführerin des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, über das Urteil und seine möglichen Folgen. Lesen Sie das Interview aus der DAZ Nr. 34/2015 schon jetzt online. Show moreBGH zu Arzneimittelpreisen für individuelle Blister
19.08.2015, 10:05 Uhr

BVKA: DAV ist in der Pflicht
Letzte Woche veröffentlichte der Bundesgerichtshof (BGH) seine Urteilsgründe in einem Verfahren der Wettbewerbszentrale gegen ratiopharm. Dabei ging es darum, ob ein Hersteller die Arzneimittelpreisverordnung einhalten muss, wenn er verschreibungspflichtige Arzneimittel an Apotheken abgibt, die diese für patientenindividuelle Arzneimittelblister verwenden. Der BGH meinte: nein. Die Entscheidung sorgt für Unsicherheit. Auch bei den klinik- und heimversorgenden Apotheken, die nun vor allem den Deutschen Apothekerverband (DAV) in der Pflicht sehen, aktiv zu werden. Show moreBGH-Urteil zu Blister-Arzneimitteln
18.08.2015, 08:25 Uhr

Achtung, strafbar!
Am 29. Juli hat das Kabinett die Vorlage eines „Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ beschlossen. Der Gesetzentwurf sieht neue Tatbestände im Strafgesetzbuch (StGB) vor: Der Bestechlichkeit (§ 299a StGB-E) können sich alle Heilberufler schuldig machen, die für die Berufsausübung oder die Führung der Berufsbezeichnung eine staatlich geregelte Ausbildung benötigen, darunter auch Apotheker. Die Bestechung von Heilberuflern (§ 299b StGB-E) ist jedermann untersagt.
Von Elmar J. Mand
Antikorruptionsgesetz
13.08.2015, 00:00 Uhr

Wettbewerbszentrale: AMPreisVO präzisieren!
Einheitliche Abgabepreise muss ein Arzneimittelhersteller nicht beachten, wenn auch die Apotheke keine solche einhalten muss – und das muss sie nicht, wenn sie patientenindividuelle Arzneimittelblister abgibt, die aus Fertigarzneimitteln entnommene Teilmengen enthalten. Zu diesem Schluss kommt der Bundesgerichtshof (BGH) in den jetzt vorgelegten Gründen eines bereits am 5. März ergangenen Urteils. Die klagende Wettbewerbszentrale meint: Das ist ein Einfallstor zur Umgehung fester Arzneimittelpreise, die der Verordnungsgeber so nicht gewollt haben kann. Show moreBGH-Urteil zu Blister-Preisen
12.08.2015, 12:55 Uhr

Umwelthilfe darf informieren
Nach jahrelangem Rechtsstreit darf die Deutsche Umwelthilfe die Öffentlichkeit über Schadstoffe in Lebensmittel- und Getränkekartons informieren. Dabei geht es um gesundheitsschädliche Druckfarben, die von der Verpackung auf die Lebensmittel übergehen können. Eine Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts verpflichtet die Behörden fortan, amtlich festgestellte Prüfergebnisse herauszugeben, wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Dienstag mitteilte. Das gelte auch, wenn das betroffene Unternehmen der Ansicht sei, dass die Werte nicht korrekt ermittelt worden seien. Belastet waren den Angaben zufolge Säfte, Müsli, Haferflocken, Mehl, Tütensuppen, Cornflakes, Müsliriegel sowie Reiswaffeln. Show morechemiebelastete Lebensmittel
11.08.2015, 13:00 Uhr

Graefe: Antikorruptionsgesetz ohne Folgen für Skonti-Prozess
Die im Kabinettsentwurf zum Antikorruptionsgesetz vorgenommenen Änderungen werden nach Ansicht von Jens Graefe, Geschäftsführer des Großhändlers AEP, keinen Einfluss auf den am 27. August beginnenden Skonti-Prozess haben. Allerdings sollte die Klarstellung gegenüber dem ersten Referentenentwurf, dass Skonti des Großhandels an Apotheker doch nicht korrupt sind, die prozessführende Wettbewerbszentrale dazu veranlassen, „die gesamte Situation“ noch mal zu überdenken und zur „Besinnung“ zu kommen, sagte Graefe im Interview mit DAZ.online. Show moreInterview mit AEP-Geschäftsführer
07.08.2015, 15:00 Uhr
AtopiControl ist Kosmetik, keine Arznei
Hautpflegende Kosmetik-Produkte sind nicht schon deshalb Arzneimittel, weil sie dazu bestimmt sind, im Zusammenhang mit einer Hauterkrankung eingesetzt zu werden. Das hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg (OLG) in einem aktuellen Urteil klargestellt (Az. 3 U 215/14). Konkret ging es im Verfahren um die Eucerin AtopiControl-Produkte von Beiersdorf. Sie seien keine Präsentationsarzneimittel, befanden die Richter, sondern würden vom angesprochenen Verkehrskreis als Kosmetik wahrgenommen. Show moreNeurodermitis-Produkte
07.08.2015, 13:55 Uhr

Retax-Verzicht der Kassen überhaupt möglich?
Gestern saßen GKV-Spitzenverband und Deutscher Apothekerverband (DAV) wieder an einem Tisch, um eine umfassende Regelung der Retax-Problematik zu finden. Über den Inhalt der Gespräche ist bislang nichts zu erfahren: Man habe sich darauf geeinigt, heißt es von der ABDA-Pressestelle, Inhalt und Fortgang der Gespräche vertraulich zu behandeln. Angesichts der zunehmenden Bereitschaft verschiedener Kassen, bei Rezepten, die nicht den neuen Vorgaben der AMVV entsprechen, vorerst auf Retaxierungen zu verzichten, stellt sich jedoch die Frage, ob ein solcher Verzicht überhaupt möglich ist.Show moreNeue AMVV-Vorgaben
31.07.2015, 07:15 Uhr

Angocin-Werbung im Internet ging zu weit
Bei seiner Werbung für sein pflanzliches, apothekenpflichtiges Arzneimittel Angocin® Anti-Infekt N ist Repha etwas über das Ziel hinaus geschossen: Auf einer Internetseite hatte der Hersteller sein Produkt mit den Worten „pflanzliches Antibiotikum gegen Bakterien und Viren“ sowie der „Vorbeugung gegen Infekte“ beschrieben. Doch diese Versprechen gingen sowohl dem Verein für lautere Heilmittelwerbung, Integritas, als auch dem Oberlandesgericht (OLG) Celle zu weit: Schließlich wirke es nicht bei jedweder Art von bakteriellen oder viralen Infekten. Das Pharmaunternehmen akzeptiert die Entscheidung und hat die Internetseite bereits angepasst. Show moreWettbewerbsverstoß
30.07.2015, 11:50 Uhr

Landgericht Aschaffenburg verhandelt Ende August
Der Streit zwischen der Wettbewerbszentrale und dem Arzneimittelhändler AEP um die Vergabe von Skonti kommt am 27. August vor Gericht: In einer mündlichen Verhandlung wird das Landgericht Aschaffenburg sich mit der im Januar von der Wettbewerbszentrale eingereichten Klage beschäftigen. Show moreSkonti-Streit
24.07.2015, 12:27 Uhr

Dürfen Ärzte streiken?
Die Frage, ob niedergelassene Ärzte streiken dürfen, wird nun wohl höchstrichterlich geklärt werden. Das Sozialgericht Stuttgart hat heute eine entsprechende Klage zwar abgewiesen, die Frage selbst aber nicht beantwortet und die Sprungrevision direkt zum Bundessozialgericht zugelassen.Show moreRechtsstreit in Baden-Württemberg
23.07.2015, 15:00 Uhr

Zustimmung irgendeines Arztes nicht ausreichend
Wenn die Anwendung einen verschreibungspflichtigen Medikaments keinen Aufschub erlaubt, darf der Apotheker es nach Rücksprache mit dem Arzt ausnahmsweise ohne ein vorliegendes Rezept abgeben. Allerdings nur, wenn es sich dabei um den behandelnden Arzt handelt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) bereits am 8. Januar (Az. I ZR 123/13) – die Zustimmung irgendeines Arztes, der den Patienten gar nicht kennt, reiche nicht aus. Inzwischen liegen die Urteilsgründe vor. Auslöser für die Entscheidung waren Meinungsverschiedenheiten zweier Apotheker im baden-württembergischen Aulendorf. Show moreRx-Abgabe ohne Rezept
20.07.2015, 09:05 Uhr

Grenzen für Zuzahlungsverzicht
Im Umgang mit einem Zuzahlungsverzicht ist Vorsicht geboten: Einem Online-Versender, insbesondere für Produkte zur Behandlung von Diabetes, untersagte das Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) am 9. Juli, weiterhin für einen Zuzahlungsverzicht entsprechender Produkte zu werben und die Zuzahlung entsprechend seiner Werbung nicht einzuziehen (Az. 2 U 83/14). Allerdings beschränkten die Richter sich dabei auf Beträge ab einem Euro – der vom Bundesgerichtshof (BGH) in früheren Boni-Verfahren festgelegten Spürbarkeitsgrenze. Die Revision ließ das OLG nicht zu, insoweit besteht nun noch die Möglichkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde.Show moreVerstoß gegen Zuwendungsverbot
16.07.2015, 14:55 Uhr

„Offensichtliches kasseninduziertes Systemversagen“
Die jüngsten Änderungen der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) bewegen weiterhin die Gemüter. Seit 1. Juli müssen Rezepte auch den Vornamen sowie die Telefonnummer der verschreibenden Person enthalten. Da zahlreichen Rezepten diese Angaben fehlen, fürchten viele Apotheker Retaxationen der Krankenkassen. Der Geschäftsführer des Apothekerverbands Schleswig-Holstein und des Apothekervereins Hamburg, Dr. Thomas Friedrich, erläutert in der aktuellen DAZ die Neuerung. Für Retaxationen sieht er keinerlei Veranlassung – gleichwohl sieht er durchaus die Gefahr, dass sie kommen könnten. Show moreGeänderte AMVV
16.07.2015, 07:55 Uhr

Registrierte Homöopathika künftig ohne Dosierangabe?
Gehören Dosierungsangaben in die Packungsbeilage eines registrierten homöopathischen Arzneimittels? Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Köln sind sie dort weder vorgesehen noch zulässig. Damit bestätigen die Verwaltungsrichter die Meinung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das die Genehmigung einer Dosierungsangabe in einem Registrierbescheid mit der Begründung abgelehnt hatte, dass die §§ 10 Abs. 4, 11 Abs. 3 Arzneimittelgesetz dies nicht vorsähen. Derzeit befinden sich laut BfArM 1242 zugelassene und 3667 registrierte Homöopathika auf dem deutschen Markt – letztere sowohl mit als auch ohne Dosierungsangaben. Show moreUnterschied zur Zulassung
13.07.2015, 11:15 Uhr

Zehntagesfrist gilt nur für Abrechnung
Das Bundessozialgericht (BSG) hat einen Schlussstrich unter die Meinungsverschiedenheiten zwischen Apothekern und Krankenkassen beim Apothekenabschlag 2009 gezogen: Die Zehntagesfrist, innerhalb der die Kassen von den Apotheken den gesetzlichen Abschlag erhalten, gilt nur für den Zeitpunkt der Rechnungserteilung – nicht jedoch, wenn die Schiedsstelle nachträglich entscheidet, dass der Pflichtrabatt rückwirkend geändert wird. Die Revision eines klagenden Apothekers wies das Gericht am Mittwoch ab (Az. B 3 KR 17/14 R), woraufhin acht weitere Apotheker ihre Revisionen zurücknahmen. Die Entscheidungsgründe liegen noch nicht vor. Show moreApothekenabschlag 2009
09.07.2015, 07:50 Uhr

Becker wehrt sich gegen Schadensersatzklage
Der Leipziger Abmahn-Anwalt Christoph Becker, der letzten Dezember tausende Apotheken in Aufregung versetzt hat, lässt sich nun selbst durch einen Rechtsanwalt vertreten – bezeichnenderweise von einem Fachanwalt für Strafrecht. Rechtsanwalt Daniel Luderer hat dem Landgericht München II seine Beauftragung angezeigt. Zugleich hat er beantragt, die vom Gesundheitsportal apotheken.de gegen seinen Mandanten und den „Brücken-Apotheker“ Hartmut Wagner erhobene Schadensersatzklage abzuweisen. Möglicherweise muss Becker nun allein für die Folgen des vorweihnachtlichen „Abmahn-Tsunamis“ einstehen. Wagner ist nämlich, wie jetzt bekannt wurde, bereits im Mai verstorben. Show more„Brücken-Apotheker“ Wagner verstorben
02.07.2015, 06:45 Uhr

Keine Bonuspunkte für Apotheken
Die Arzneimittelimporteure Kohlpharma und EurimPharm müssen ihre Bonus-Programme „Clever+Programm“ und „EurimSmiles® Plus“ für Apotheker einstellen – jedenfalls vorläufig. Grund sind zwei einstweilige Verfügungen, die Integritas, ein „Verband für lautere Heilmittelwerbung“, gegen die Unternehmen erwirkt hat. Dieser sieht durch die Programme das im Heilmittelwerbegesetz geregelte Zuwendungsverbot und die Vorgaben der Arzneimittelpreisverordnung verletzt. Betroffen sind den Unternehmen zufolge mehr als 8000 Eurim-Apothekenpartner und rund 4000 Kohlpharma-Partner – bei ihnen ist die Verärgerung groß. Show moreIntegritas stoppt Importeure
23.06.2015, 15:30 Uhr

Apotheker verliert wegen Tetrazepam Approbation
Ein niedersächsischer Apotheker muss seine Approbationsurkunde abgeben: Weil er in Absprache mit einem Heilpraktiker, der gar keine rezeptpflichtigen Arzneimittel verschreiben darf, Sedativa-Forte-Kapseln Tetrazepam beimischte und an Patienten abgab, ohne sie auf das enthaltene Benzodiazepin hinzuweisen, widerrief die Apothekerkammer Niedersachsen seine Approbation. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) bestätigte am 10. Juni die Entscheidung der Kammer, indem es den Antrag des Apothekers auf Zulassung der Berufung ablehnte (Az. 8 LA 114/14). Er habe in vielen Fällen „in gravierender Weise gegen berufliche Kernpflichten eines Apothekers verstoßen“. Show moreHomöopathie plus
23.06.2015, 10:45 Uhr

Keine GEMA-Pflicht für Musik in Praxen
Wenn Zahnärzte in ihren Praxen Musik zur Beruhigung der Patienten laufen lassen, müssen sie dafür keine Gebühren an die Verwertungsgesellschaft GEMA entrichten. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am 18. Juni 2015. Mit seiner Entscheidung (Az. I ZR 14/14) folgt der BGH einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom März 2012, der im Fall eines italienischen Zahnarztes im gleichen Sinne entschieden hatte. Show moreZahnarzt-Praxen
22.06.2015, 11:30 Uhr
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