Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wenn Forschung die Offizin trifft
Netzwerke aus Forschungsapotheken in verschiedenen Ländern haben eindrucksvoll gezeigt, dass öffentliche Apotheken nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung sondern eben auch zur Versorgungsforschung leisten können. Um auch in Deutschland eine strukturierte Forschungsinfrastruktur mit öffentlichen Apotheken zu etablieren, wurde ein Einstiegsprogramm für das Netzwerk für exzellente Forschung in Apotheken (Nefa) entwickelt.Show morepharmazie
Apotheken in der Versorgungsforschung
21.04.2026, 15:00 Uhr
R. Schopf:Histidin-Zink – Optimierte Substitut
Zur langfristigen Aufrechterhaltung der Gesundheit ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, essenziellen Fett- und Aminosäuren, Spurenelementen und Mineralstoffen unentbehrlich. In den meisten Fällen könnte eine ausgewogene Ernährung diese Versorgung sicherstellen. Aufgrund der zunehmenden industriellen Bearbeitung der Lebensmittel beobachtet man jedoch heute wieder versteckte Mangelerscheinungen, die sich zumeist in diffusen Symptomen äußern.Show more30.01.2000, 16:30 Uhr
Koronare Herzkrankheit: Sauerstoffbedarf senken und Thrombusbildung verhindern
Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Erkrankung mit einem vielschichtigen Erscheinungsbild. Ihre Ursache sind durch Lipideinlagerungen artherosklerotisch veränderte Koronargefäße. Kommt es zu einer Ruptur einer atherosklerotischen Plaque in einem Koronargefäß, setzen die geschädigten Endothelzellen chemotaktisch wirksame Stoffe frei, die die schnelle Einwanderung von Thrombozyten bewirken. Damit wird die Blutgerinnungskaskade in Gang gesetzt, an deren Ende die Thrombozyten-Aggregation und die Thrombusbildung steht. Diese pathologischen Mechanismen lassen sich pharmakologisch an vielen Stellen beeinflussen. Show more30.01.2000, 16:30 Uhr
Migräne: Krankheit und keine Ausrede
Die Migräne Akademie, MSD Sharp & Dohme und die Barmer Ersatzkasse wollen in einer gemeinsamen Aufklärungskampagne mit Vorurteilen zur Migräne aufräumen. Zugleich möchten sie die Patienten auf wirksame Migränetherapien hinweisen und sie auffordern, sich angemessen behandeln zu lassen. Dies erklärte die Fernsehmoderatorin und Migränepatientin Birgit Schrowange bei der Pressekonferenz zum Auftakt der Aufklärungsaktion.Show more30.01.2000, 16:30 Uhr
Monoklonaler Antikörper Weniger Glucocorticoide notwendig
Ein monoklonaler Antikörper gegen IgE, rhuMAb-E25, ist in der Behandlung des allergischen Asthmas vielversprechend: Die zusätzliche Gabe des Antikörpers besserte in einer Studie mit 317 Patienten gegenüber der bisher üblichen Asthmatherapie die Symptomatik und erlaubte in manchen Fällen eine Reduktion oder gar ein Absetzen der oralen bzw. inhalativen Glucocorticoide.Show more30.01.2000, 16:30 Uhr
Atemwegserkrankungen: Monoklonaler Antikörper bei allergischem Asthma
Das allergische Asthma und die saisonale allergische Rhinitis waren in ihren schwereren Ausprägungen bisher praktisch nur mit Glucocorticoiden therapierbar. Diese Arzneimittel greifen auf vielfache Weise in das Immungeschehen ein Ų mit entsprechend vielen verschiedenen Nebenwirkungen. Mit der Entwicklung des monoklonalen Anti-IgE-Antikörpers rhuMAb-E25 scheint sich ein neuer Weg der Behandlung aufzutun Ų spezifischer, wirksamer und anscheinend ohne störende Begleiterscheinungen. Der neue Antikörper soll Mitte nächsten Jahres eingeführt werden. Show more30.01.2000, 16:30 Uhr
Lichtschutzfilter: Kombinierte UVB-/UVA-Filter für sicheren Sonnenschutz
Dermatologen beobachten bei ihren Patienten immer häufiger Fälle sonnenlichtgeschädigter Haut, obwohl regelmäßig vor den Gefahren übermäßiger ultravioletter Strahlung gewarnt wird. Experten versuchen verstärkt auf die nachteilige Wirkung der UVA-Strahlung auf die menschliche Haut aufmerksam zu machen. Diese Warnungen wurden lange missachtet, obwohl die UVA-Strahlung 95 Prozent der ultravioletten Strahlung ausmacht, die die Haut erreicht. Show more23.01.2000, 16:29 Uhr
Implanon: Die „Pille“ unter der Haut
Ab Frühjahr diesen Jahres steht Frauen ein neuartiges Implantat zur Langzeitkontrazeption zur Verfügung. Die Sicherheit ist sehr hoch, der Pearl-Index geringer als bei der Pille. Der streichholzgroße Arzneistoffträger wird in den Oberarm direkt unter die Haut implantiert und setzt über einen Zeitraum von drei Jahren täglich im Durchschnitt 40 µg des Gestagens Etonogestrel frei. Das Produkt wird unter dem Namen Implanon® von Nourypharma eingeführt.Show more23.01.2000, 16:29 Uhr
Grippemittel: Neuraminidase-Inhibitoren auch zur Prävention?
Der orale Neuraminidase-Inhibitor Oseltamivir (Tamiflu®) verkürzt nicht nur die Krankheitsdauer einer akuten Grippeinfektion, sondern kann auch bereits zur Vorbeugung eingesetzt werden. Die sechswöchige Einnahme von Oseltamivir zu Beginn der Grippesaison senkt das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, deutlich. Show more23.01.2000, 16:29 Uhr
Neue STIKO-Empfehlungen: Auch Jugendliche und Erwachsene vor Pertussis schützen
Hand aufs Herz: Sind Sie sicher vor Tetanus und Diphtherie geschützt?Dann gehören Sie zu der eher kleineren Gruppe der Erwachsenen in Deutschland. Denn die meisten Älteren, und das sind in diesem Fall alle ab vierzig, vernachlässigen die Auffrischimpfungen sträflich. Sie sollten ihren Impfschutz schleunigst auf Vordermann bringen. Doch das ist längst bekannt. Neu sind dagegen die aktuellen Richtlinien der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Pertussis-Impfung.Show more16.01.2000, 16:28 Uhr
Lyme-Borreliose: Ein Impfstoff für Europa
Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung, sowohl in Europa als auch in den USA. Während in den USA jedoch inzwischen ein Impfstoff Schutz vor der Infektion bietet, ist in Europa noch keine Prävention der Lyme-Borreliose möglich. Noch Ų denn die Forschungsarbeiten an einem auf europäische Bedürfnisse zugeschnittenen Borreliose-Impfstoff laufen auf Hochtouren.Show more16.01.2000, 16:28 Uhr
Fomivirsen: Erstes Antisense-Arzneimittel auf dem Markt
Das erste Antisense-Oligonukleotid-Arzneimittel Fomivirsen befindet sich seit Dezember 1999 auf dem deutschen Markt. Unter dem Namen Vitravene® wird es bei AIDS-Patienten zur Behandlung der Cytomegalie-Virus-(CMV)-Retinitis eingesetzt. Mit dieser neuen Therapieform wird versucht, das unaufhörliche Voranschreiten dieser entzündlichen Augenerkrankung einzudämmen und die Patienten vor einer Erblindung zu bewahren. In den USA wird Fomivirsen seit einem Jahr eingesetzt, wenn andere Therapien wirkungslos oder ungeeignet waren. Show more16.01.2000, 16:28 Uhr
Ischämische Erkrankungen: Gefäßneubildung anregen
Die therapeutische Angiogenese Ų die Gefäßneubildung durch Gabe von Wachstumsfaktoren oder deren Genen Ų könnte der nächste große Fortschritt in der Behandlung der ischämischen Herzkrankheit sein. Auch bei peripherer Gefäßkrankheit erzielte die therapeutische Angiogenese erste klinische Erfolge.Show more16.01.2000, 16:28 Uhr
Stress und Brustkrebs: Doch kein Zusammenhang?
In einer englischen Studie wurde untersucht, ob der Ausbruch von Brustkrebs mit belastenden Lebensereignissen und Schwierigkeiten im Zusammenhang steht. Nach dem heutigen Kenntnisstand spielen Lebensbelastungen wohl keine wesentliche Rolle bei der Krankheitsentstehung.Show more09.01.2000, 16:26 Uhr
Gentechnik: Die Impfstoffe der Zukunft
Heute können mit Hilfe der Gentechnik die Gene von Viren, Bakterien oder Parasiten gezielt manipuliert werden. Damit können die Forscher den Anwendungsbereich von Impfungen auf Krankheiten ausweiten, für die heute noch keine Immunisierungsmöglichkeiten gegeben sind.Show more09.01.2000, 16:26 Uhr
Molekulare Onkologie: Krebs – eine Krankheit der Gene
Auch wenn die Medizin inzwischen manche Tumorarten erfolgreich in Schach halten kann, stirbt weltweit noch immer etwa jeder vierte Mensch an Krebs. Um die Jahrtausendwende wird diese Krankheit in den industrialisierten Ländern die Todesursache Nummer 1 sein. Erkenntnisse aus der Molekularbiologie haben aber zu Arzneimitteln geführt, die spezifischer wirken als frühere Medikamente und damit sowohl die Heilungschancen erhöhen als auch weniger schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Ein Beispiel dafür sind Antikörper, die Tumorzellen vor allem dann gezielt vernichten, wenn diese Antigen-Strukturen aufweisen, die auf gesunden Zellen gar nicht oder nur in geringer Menge vorkommen. Mit der Konstruktion von "humanisierten" Molekülen, die bis zu 95 Prozent aus menschlichem Protein bestehen, können die Abwehrreaktionen des Immunsystems deutlich reduziert werden.Show more09.01.2000, 16:26 Uhr
Mammakarzinom:Spezifische Therapie mit monoklonalem Antikörper
Knapp ein Drittel aller Mammakarzinome sind HER2-überexprimierend: Der "Human epidermal growth factor receptor 2" wird von den Tumorzellen übermäßig produziert. Diese Brustkrebsformen sind besonders aggressiv,ihre Prognose entsprechend schlecht. Der monoklonale Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) bindet an HER2 und kann so die Überlebenszeit von Patientinnen mit HER2-überexprimierendem Mammakarzinom verlängern.Show more09.01.2000, 16:26 Uhr
C. Hansen:Die Afrikanische Teufelskralle – Voo
Phyto herapeutika entwickeln sich immer mehr zu wissenschaftlich gut dokumentierden Arzneimitteln und damit weg von dem rein empirischen bzw. erfahrungsheilkundlichen Ansatz. Dies gilt insbesondere für Zubereitungen aus der Wurzel der Afrikanischen Teufelskralle, Harpagophytum procumbens DC. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Extrakte aus Teufelskrallenwurzeln bei rheumatischen Erkrankungen und bei Lumbalgien wirksam und gut verträglich sind. Die Ergebnisse aus einer Vielzahl von klinischen Studien an Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates dokumentieren schmerzlindernde Effekte und eine Zunahme der Beweglichkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. In pharmakologischen Untersuchungen konnten für Extrakte aus der Teufelkralle analgetische und antiphlogistische Wirkungen nachgewiesen werden. Möglicherweise liegt diesen Effekten die in vitro nachgewiesene Hemmung der Leuko riensynthese zugrunde.Show more09.01.2000, 16:26 Uhr
Diabetischer Fuß: Wachstumsfaktor fördert die Wundheilung
Das diabetische Fußsyndrom ist ein schwerwiegender Folgeschaden des Diabetes mellitus. Um Verletzungen vorzubeugen, müssen Diabetiker ihre Füße besonders sorgfältig pflegen und regelmäßig untersuchen. Wunden an den Füßen müssen möglichst rasch abheilen, damit das Gewebe nicht abstirbt und später eine Amputation notwendig wird. Der neue rekombinante Wachstumsfaktor Becaplermin kann die Wundheilung beim diabetischen Fuß unterstützen. Becaplermin ird im Januar unter dem Handelsnamen Regranex® in Deutschland eingeführt.Show more02.01.2000, 16:25 Uhr
Neuraminidase-Hemmer: Oseltamivir bei Grippe-Freiwilligen
Oseltamivir ist ein Neuraminidase-Hemmer,der oral eingenommen werden kann. Dass er gut prophylaktisch und therapeutisch wirksam ist, zeigte sich in zwei randomisierten plazebokontrollierten Doppelblindstudien an gesunden Freiwilligen, die eine bestimmte Menge eines Grippevirus in die Nase getropft bekamen.Show more02.01.2000, 16:25 Uhr
Infektionskrankheiten: Angriff auf die Grippeviren
Keine Krankheit meldet sich mit ähnlich konstanter Regelmäßigkeit von Jahr zu Jahr zurück wie die Grippe. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit haben Influenzaviren Hochkonjunktur. Die Folgen sind fatal: alleine für Deutschland rechnet man in jeder Grippesaison mit 10000 Todesfällen, weltweit sind es in typischen Grippejahren mehrere Hunderttausend. Und dies, obwohl seit langem ein Influenzaimpfstoff zur Verfügung steht und die Gesundheitsbehörden nicht müde werden, darauf hinzuweisen, wie wichtig die Grippeschutzimpfung ist. Neue Ergebnisse aus der Impfstoffforschung und der pharmakologischen Virologie könnten in der Zukunft helfen, den Influenzaviren Paroli zu bieten. Show more02.01.2000, 16:25 Uhr
Beta-Interferone bei MS: Unterschiede sind nicht nachweisbar
Die Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat mit Einführung des gentechnisch hergestellten Botenstoffs Interferon beta einen wichtigen Durchbruch erlebt. Große doppelblinde, plazebokontrollierte Therapiestudien widmeten sich den frühen Formen einer MS-Erkrankung, bei denen die Krankheitsschübe im Vordergrund stehen. Unabhängig von der Struktur des Beta-Interferons und der Herstellungsweise zeigte sich bei allen Studien ein deutlicher Behandlungseffekt. Das teilt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) mit.Show more02.01.2000, 16:25 Uhr
Schwere dekompensierte Herzinsuffizienz: Calcium-Sensitizer Levosimendan verbe
Bei der dekompensierten schweren Herzinsuffizienz mit geringer Auswurfleistung kommt es auf eine möglichst schnelle Verbesserung der Hämodynamik an. Bisher wurden in dieser kritischen Situation vor allem das Beta-Adrenergikum Dobutamin oder Phosphodiesterase-Hemmer eingesetzt, die über eine Steigerung des Ca2+-Angebots in der Zelle eine Zunahme der Kontraktilität bewirken. Hierbei muss die Gefahr der Entwicklung von lebensgefährlichen Arrhythmien in Kauf genommen werden. Der von der Firma Orion entwickelte Wirkstoff Levosimendan setzt nach einer Firmenmitteilung an einem anderen Punkt an: Er erhöht die Ca2+-Sensitivität der Herzmuskelzelle, ohne die intrazellulären Ca2+-Spiegel wesentlich zu beeinflussen.Show more19.12.1999, 16:24 Uhr
Rheumatoide Arthritis: Antikörper gegen den Tumornekrosefaktor alpha
Der Einsatz von monoklonalen Antikörpern wie Infliximab (Remicade®) gegen den Tumornekrosefaktor alpha ist ein neues Therapieprinzip zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. In umfangreichen Studien konnte die Wirksamkeit von Infliximab überzeugend nachgewiesen werden. Um Potenzial und Sicherheitsprofil zuverlässig einschätzen zu können, sind allerdings noch Langzeitstudien erforderlich.Show more19.12.1999, 16:24 Uhr
Selektiver COX-2-Hemmer: Rofecoxib gegen Rheumaschmerz
Seit mehreren Jahren wird über den Vorteil einer selektiven COX-2- emmung bei nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) diskutiert. Jetzt ist der erste COX-2-Hemmer mit hoher COX-2-Selektivität auf dem Markt: Rofecoxib (Vioxx®) verspricht eine gute analgetische Wirkung bei weniger gastroinstestinalen Nebenwirkungen als herkömmliche NSAR. Die bisher vorliegenden klinischen Daten sind vielversprechend; allerdings könnten bei breiter Anwendung über einen längeren Zeitraum neue Nebenwirkungen auftreten, die man heute noch nicht kennt.Show more19.12.1999, 16:24 Uhr
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