Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Salbutamol-Sprays: Fehlversorgung enthüllt
Eine vermeintliche Reklamation wegen eines „defekten“ Inhalators entpuppte sich als Ausgangspunkt für die Aufdeckung einer komplexen Fehlversorgung: Mangelhafte Inhalatorpflege, Fehlinterpretation der Asthmatherapie und ein Versorgungsbruch in einer Arztpraxis. Der CIRS-Fall zeigt exemplarisch, wie sich hinter Alltagsproblemen relevante Risiken für die Arzneimitteltherapiesicherheit verbergen können und welche Schlüsselrolle Apotheken beim Erkennen und Unterbrechen solcher Fehlerketten spielen.Show moreberatung-pharmazie
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Vermeintlicher Qualitätsmangel
09.04.2026, 03:55 Uhr
Herzstillstand: Amiodaron wirksamer als Lidocain
Daten, die auf der Wissenschaftlichen Konferenz 2001 der American Heart Association (AHA) präsentiert wurden, zeigen, dass das Antiarrhythmikum Amiodaron beinahe doppelt so wirksam ist wie Lidocain, wenn es darum geht, Patienten nach einem Herzstillstand am Leben zu halten, wie Sanofi-Synthelabo mitteilte.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Gewichtsreduktion: Wie viele Appetitzügler werden eingenommen?
Zwischen 1996 und 1998 hatten rund 17 Millionen Amerikaner nicht verschreibungspflichtige Präparate zur Gewichtsreduktion eingenommen. Da die Inzidenz der Fettleibigkeit wächst, ist mit einem weiter ansteigenden Verbrauch an Appetitzüglern zu rechnen. Da auch frei verkäufliche Appetitzügler unerwünschte Wirkungen haben können, sollte der Arzt über die Einnahme informiert sein.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Insulin-Sensitizer: Glitazone schützen das Herz
Seit vergangenem Jahr gibt es in Deutschland mit den Insulin-Sensitizern wie Pioglitazon (Actos) eine neue Klasse oraler Antidiabetika. Diese Substanzen senken nicht nur den Blutglucosespiegel, indem sie einer der zentralen Stoffwechselstörungen bei Typ-2-Diabetikern, der peripheren Insulinresistenz, entgegenwirken. Ersten Studiendaten zufolge, die auf dem Satelliten-Symposium des Aachener Unternehmens Takeda in Wiesbaden vorgestellt wurden, bieten Glitazone auch Herz und Gefäßen Schutz.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Transdermale Kontrazeption: Verhütungs-Pflaster in den USA zugelassen
Nach erfolgreich verlaufenen klinischen Studien (DAZ 31/2001) hat jetzt das erste Pflaster zur hormonellen Kontrazeption die Zulassung für die USA erhalten, wie die Food and Drug Administration (FDA) mitteilte. Ortho Evra wird nur einmal wöchentlich aufgeklebt und führt damit bei vergleichbarer kontrazeptiver Wirksamkeit zu einer Erhöhung der Compliance bei den Anwenderinnen.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
Multiple Sklerose: Hippotherapie bessert Bauchbeschwerden
Das Vorgehen in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die früher zurückhaltende Einstellung, zuerst begleitende Maßnahmen wie Physiotherapie und Vitamine einzusetzen und erst bei einer Verschlechterung des Zustands Arzneimittel anzuwenden, ist heute einem konsequenten und engagierten Vorgehen gewichen. Vor diesem Hintergrund erhält die Physiotherapie, insbesondere auch eine ihrer Unterformen, die Hippotherapie, einen neuen Stellenwert. Darauf wies nach Informationen von Serono Pharma Dr. Stefan Schumacher, Chefarzt der Abteilung Neurologie der Wicker-Klinik, Bad Wildungen, auf einer Fachtagung in Bad Wildungen hin.Show more25.11.2001, 16:38 Uhr
T. Wegener, H. WinterhoffZubereitungen aus der süda
In klinischen Studien an Patienten mit rheumatischen Beschwerden wurde für Extrakte aus den Wurzeln der südafrikanischen Teufelskralle eine Schmerzreduktion und eine Verbesserung der Mobilität nachgewiesen. Die Ergebnisse pharmakologischer Untersuchungen lassen antiphlogistische, antiinflammatorische und analgetische Effekte erkennen. Wichtige und charakteristische Inhaltsstoffe sind Iridoidglykoside, die an den beobachteten Wirkungen beteiligt sind. Weitere noch nicht identifizierte Bestandteile werden ebenfalls als Wirkstoffe vermutet, weshalb Gesamtextrakte für die Anwendung zu fordern sind. Da die auf dem Markt befindlichen Extrakte mit unterschiedlichen Auszugsmitteln hergestellt werden, ist anzunehmen, dass verschiedene Extrakte unterschiedliche Wirkqualitäten aufweisen. Nachdem bisher für wässrige und alkoholische Extrakte eine Wirkung bei Rückenschmerzen gezeigt wurde, ist nun auch ein alkoholischer Extrakt auf Wirkung bei der Arthrose geprüft worden.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Chronische Hepatitis B: Adefovir-Dipivoxil bei Lamivudin-resistenter Hepatitis
Eine chronische Infektion mit Hepatitis-B-Viren, die gegen Lamivudin resistent sind, kann möglicherweise mit Adefovir-Dipivoxil behandelt werden. In einer Pilotstudie an Patienten mit gleichzeitiger HIV-1-Infektion waren einmal täglich 10 mg Adefovir-Dipivoxil über 48 Wochen anhaltend wirksam gegen die resistenten HBV-Stämme.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
HIV-Behandlung: FDA erteilt Zulassung für Tenofovir DF
Gilead Sciences hat am 26. Oktober 2001 von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung für sein antiretrovirales Arzneimittel Viread (Tenofovir Disoproxil Fumarat, TDF) zur Behandlung der HIV-Infektion in Kombination mit anderen antiretroviralen Substanzen erhalten.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
CSE-Hemmer: LDL-Zielwerte mit Atorvastatin erreichbar
Die Ergebnisse der ACCESS-Studie, die jetzt publiziert wurden, bestätigten die cholesterinsenkende Wirkung von Atorvastatin (Sortis) im Vergleich zu anderen Statinen, wie Pfizer berichtete. Der Anteil der Patienten, die die NCEP-Zielwerte erreichten, war sowohl nach sechs Wochen als auch nach 54 Wochen unter Atorvastatin signifikant höher als unter den anderen untersuchten CSE-Hemmern.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Glykoprotein-(GP)-IIb/IIIa-Antagonisten: Tirofiban und Abciximab gleichwertig
Die 6-Monats-Daten der TARGET-Studie belegen: Im Langzeitverlauf sind die beiden GPIIb/IIIa-Antagonisten Tirofiban und Abciximab gleich wirksam. Zwischen beiden Substanzen bestand kein signifikanter Unterschied, weder im Hinblick auf den kombinierten Endpunkt noch auf einzelne Endpunkte oder einzelne Subgruppen, wie die MSD Sharp und Dohme GmbH berichtet.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Mammakarzinom: Letrozol ist effektiver als Tamoxifen
In der neoadjuvanten Therapie des Mammakarzinoms hat sich der Aromatasehemmer Letrozol (Femara) um rund 50 Prozent effektiver als Tamoxifen bei Patientinnen mit positivem Östrogen- oder Progesteron-Rezeptorstatus erwiesen, so die Firma Novartis. Auch lassen sich nach Vorbehandlung mit Letrozol mehr Operationen brusterhaltend durchführen. Dies belegt eine Studie von Ellis et al., die im September im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurde.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Prostatavorsorge: Kontroverse Diskussion um den Schnelltest
Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein Glykoprotein, das von Zellen der Prostata produziert wird. Jede Erkrankung der Prostata, ob gutartig oder bösartig, kann zu einer Erhöhung des PSA-Wertes im Blut führen. Daher kann der Blutwert wertvolle Hinweise auf das Vorliegen einer bösartigen Prostataerkrankung liefern. In Deutschland werden in den Laboren mit nasschemischen Methoden die PSA-Werte bestimmt. Zusätzlich dazu werden seit kurzem in den Apotheken so genannte Schnelltests angeboten, die jedoch kontrovers diskutiert werden, wie aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. hervorgeht.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Zulassung für Kava-Kava-Präparate: Leberschäden durch Kava-Kava- und Kavain-h
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) teilte mit, dass es beabsichtigt, die Zulassung für Kava-Kava-haltige und Kavain-haltige Arzneimittel einschließlich homöopathischer Arzneimittel zu widerrufen (DAZ 46/2001). Hintergrund sind 24 Spontanmeldungen über Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen mit Leberbeteiligung. Dass Kava-Kava-Präparate im Verdacht stehen, hepatotoxische Schäden zu verursachen ist schon seit längerer Zeit in der Diskussion (DAZ 29/2000). Zu den schon bekannten Fällen sind in der letzten Zeit weitere hinzu gekommen.Show more18.11.2001, 16:38 Uhr
Phytotherapie: Mönchspfefferextrakt als sinnvolle Therapie des prämenstruellen
Da die Ursachen des Prämenstruellen Syndroms nicht eindeutig geklärt und die Beschwerden vielfältig sind, ist eine kausale Therapie schwierig. Extrakte aus Mönchspfefferfrüchten erwiesen sich in einer prospektiven, randomisierten, plazebokontrollierten klinischen Studie als wirksam und linderten die Beschwerden der betroffenen Frauen erheblich.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
Milzbrand-Schnelltest: Testergebnisse bereits innerhalb einer Stunde
Roche Diagnostics will nach eigenen Angaben in den USA einen von der Mayo-Klinik entwickelten DNA-Test zur Verfügung stellen, der den raschen Nachweis des Milzbrand-Erregers (Anthrax) beim Menschen und in Umweltproben erlaubt.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
Schlaganfallprophylaxe: Perindopril plus Indapamid schützt vor erneutem Schla
Die Ergebnisse der PROGRESS-Studie liegen vor: Die Kombination aus dem ACE-Hemmer Perindopril (Coversum Cor®) und dem Diuretikum Indapamid (Natrilix®, Sicco®) senkte bei Patienten nach Schlaganfall oder transienter ischämischer Attacke das Risiko für einen weiteren Schlaganfall. Sowohl normotensive als auch hypertensive Patienten profitierten. Perindopril allein senkte das Schlaganfallrisiko nicht erkennbar.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
Analgetika: Parecoxib-Natrium, ein injizierbarer COX-2-Hemmer
COX-2-Hemmer könnten die Behandlung akuter postoperativer Schmerzen bereichern. Voraussetzung für die parenterale Gabe ist eine ausreichende Wasserlöslichkeit. Parecoxib-Natrium wird für diese Indikation geprüft.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
ELSA-Studie: Lacidipin bremst Progression der Arteriosklerose
Arteriosklerotische Gefäßveränderungen lassen sich im Rahmen einer antihypertensiven Therapie mit dem Calciumantagonisten Lacidipin (Motens®) signifikant stärker bremsen als unter dem Betablocker Atenolol. Dies hat die kürzlich veröffentlichte ELSA-Studie an über 2000 Patienten mit essenzieller Hypertonie gezeigt. Da beide Substanzen im beobachteten Zeitraum eine vergleichbare Blutdrucksenkung erzielten, wird die überlegene antiarteriosklerotische Wirkung von Lacidipin auf spezifische, blutdruckunabhängige pharmakologische Eigenschaften zurückgeführt.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
Analgetika/Antiphlogistika: Haben COX-2-Hemmer kardiovaskuläre Nebenwirkungen
Nichtsteroidale Antirheumatika haben analgetische, antientzündliche und antithrombotische Wirkungen, aber auch eine schädigende Wirkung auf den Magen. Selektive Hemmstoffe der Cylooxygenase 2 (COX-2) wurden mit dem Ziel besser verträglicher Analgetika und Antiphlogistika entwickelt. Dieses Ziel haben sie im Hinblick auf die Magenverträglichkeit wohl erreicht. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die beiden COX-2-Hemmer auf dem Markt - Rofecoxib (Vioxx®) und Celecoxib (Celebrex®) - das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse erhöhen könnten.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
Milzbrand: FDA erweitert die Indikation für Doxycyclin
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat für das Tetracyclin-Antibiotikum Doxycyclin die Indikation um Milzbrand erweitert. Es wird für die Behandlung von allen Formen des Milzbrands (Haut-, Lungen- und Darm-Milzbrand) zugelassen.Show more11.11.2001, 16:37 Uhr
Atemwegserkrankungen: Erste Zulassung für Tiotropium in den Niederlanden
Boehringer Ingelheim erhielt nach eigenen Angaben vom Prüfausschuss für Medizinprodukte (Medicinal Evaluation Board) in Den Haag, Niederlande, die Zulassung für sein COPD-Medikament Tiotropium (Spiriva).Show more04.11.2001, 16:37 Uhr
Non-Hodgkin-Lymphom: EU-Arzneimittelausschuss empfiehlt die Zulassung von Ritu
Der europäische Ausschuss für Arzneimittelspezialitäten (CPMP) der Europäischen Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) hat eine positive Stellungnahme für das Zytostatikum Rituximab (Mabthera®) zur Behandlung des aggressiven Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) abgegeben und empfiehlt dessen Zulassung für diese Indikation, wie die Firma Hoffmann-La Roche mitteilte.Show more04.11.2001, 16:37 Uhr
Antibiotika: Indikation für Ciprofloxacin um Milzbrand erweitert
Wegen des großen öffentlichen Interesses teilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit, dass es dem Antrag der Firma Bayer stattgegeben hat, die Anwendungsgebiete für das Arzneimittel Ciprobay um die Indikation Milzbrand (Erreger Bacillus anthracis, native und modifizierte Formen) zu erweitern. Die Zustimmung zu dieser Indikationserweiterung erfolgte gemäß § 29 Abs. 2 a, Ziffer 1, AMG in Verbindung § 28 Abs. 3 AMG.Show more04.11.2001, 16:37 Uhr
Therapie der Psoriasis: Selektiver Immunmodulator bietet neue Option
Die mittelschwer bis schwer verlaufende Psoriasis ist eine Indikation für die systemische Therapie. Eine neue Option bietet nach Firmenangaben das von Biogen entwickelte rekombinante Fusionsprotein Alefacept. Es ist der erste Repräsentant einer neuen Substanzklasse, die selektiv in die Immunpathogenese der Psoriasis eingreifen. Alefacept wird über einen Zeitraum von zwölf Wochen lediglich einmal wöchentlich intravenös oder intramuskulär appliziert und erreicht eine signifikant bessere klinische Wirksamkeit als Plazebo. Darüber hinaus kommt es zu einem spürbaren Zugewinn an Lebensqualität.Show more04.11.2001, 16:37 Uhr
Virustatikum: 20 Jahre Aciclovir
Das Virustatikum Aciclovir wurde 1981 erstmals unter dem Markennamen Zovirax als Arzneimittel gegen Herpesinfektionen zugelassen. Die amerikanischen Forscher Gertrude B. Elion und George H. Hitchings, die Entdecker von Aciclovir, wurden 1988 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Seit 20 Jahren ist Aciclovir das Mittel der Wahl bei Lippenherpes, wie Boehringer Ingelheim berichtete.Show more04.11.2001, 16:37 Uhr
Hormonersatztherapie: Estradiol zum Einatmen
Frauen in der Menopause, die sich für eine Hormonersatztherapie entscheiden, hatten bislang schon die Wahl zwischen verschiedenen Arzneiformen. Zu Tabletten, Pflastern und Gelen gesellt sich nun ein Nasenspray. Mit der neuen Applikationsform verknüpft ist aber auch ein innovatives Therapiekonzept: die gepulste Östrogentherapie.Show more04.11.2001, 16:37 Uhr
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