Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Salbutamol-Sprays: Fehlversorgung enthüllt
Eine vermeintliche Reklamation wegen eines „defekten“ Inhalators entpuppte sich als Ausgangspunkt für die Aufdeckung einer komplexen Fehlversorgung: Mangelhafte Inhalatorpflege, Fehlinterpretation der Asthmatherapie und ein Versorgungsbruch in einer Arztpraxis. Der CIRS-Fall zeigt exemplarisch, wie sich hinter Alltagsproblemen relevante Risiken für die Arzneimitteltherapiesicherheit verbergen können und welche Schlüsselrolle Apotheken beim Erkennen und Unterbrechen solcher Fehlerketten spielen.Show moreberatung-pharmazie
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Vermeintlicher Qualitätsmangel
09.04.2026, 03:55 Uhr
Weniger Alkohol – mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe: Neues "Gesundh
"Xan" heißt die neueste Bierkreation des Lehrstuhls für Technologie der Brauerei I in Weihenstephan. Aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung bescheinigen ihm Ärzte und Pharmakologen eine gefäßschützende und krebsvorbeugende Wirkung. Noch nicht im Handel wird es schon allerorten als "Gesundheitsbier" gefeiert. Wir sprachen mit seinem Erfinder, Prof. Dr. Werner Back, der übertriebene Erwartungen relativiert: "Xan" ist als Bier ein wertvolles Lebensmittel Ų nicht jedoch ein Arzneimittel.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
Regelmäßig Fisch: Reduziert das Risiko einer Frühgeburt
Der Genuss von Fisch in der Schwangerschaft soll das Risiko einer Frühgeburt vermindern. Eine dänische Forschergruppe untersuchte dafür 8729 schwangere Frauen und deren Fischess-Gewohnheiten. Nur 1,9 Prozent der Frauen, die zumindest einmal in der Woche Fisch konsumiert, erlitten eine Frühgeburt, schreiben die Forscher um Niels Jürgen Secher vom Skejby University Hospital im British Medical Journal.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
Rauchentwöhnung: Nutzen-Risiko-Überprüfung für Bupropion eingeleitet
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat das für Humanarzneimittel zuständige wissenschaftliche Komitee, das CPMP (Committee of Proprietary Medicinal Products) der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products), am 30. Januar 2002 gebeten, eine Bewertung Bupropion-haltiger Raucherentwöhnungsmittel wie Zyban vorzunehmen und dazu ein Gutachten abzugeben.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Kopfschmerzen im Kindesalter p
Nachdem Studien auf eine zunehmende Häufigkeit hindeuten, rücken Kopfschmerzen bei Kindern verstärkt in den Blickpunkt der Medizin. In der Diagnostik gelten die gleichen Kriterien wie für Erwachsene Ų auch wenn diese 30 Prozent der Erkrankungen bei Kindern nicht adäquat erfassen, und z. B. Migräneattacken altersspezifisch anders verlaufen. Auch in der Therapie sind Kinder Stiefkinder: Es gibt kaum altersbezogene, plazebokontrollierte Studien nach modernen Kriterien.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
Neues orales Chemotherapeutikum: Tegafur beim kolorektalen Karzinom
Anfang März wird das neue orale Chemotherapeutikum Tegafur in Kombination mit Uracil (UFT) eingeführt. Es ist zur Primärtherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms in Kombination mit Calciumfolinat zugelassen. In Spanien ist UFT bereits seit 15 Jahren zur Behandlung des Magenkarzinoms auf dem Markt.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
Wirkstoffe aus Algen: Fucoidine verhindern Thrombosen
Heparine und Heparinoide können schwere allergische Hautreaktionen auslösen. Bisher müssen Ärzte und Patienten dieses Risiko in Kauf nehmen, um eine lebensbedrohliche Thrombose zu verhindern. Als Alternative steht bisher ein rekombinantes Hirudinpräparat zur Verfügung. In Zukunft könnten Fucoidine aus Meeresalgen die Thromboseprophylaxe sicherer machen.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
M. Wurglics et al.Aktuelle Johanniskrautforschung &n
Johanniskrautextraktpräparate haben bei uns in den letzten Jahren eine breite Anwendung in der Behandlung der Depression gefunden und stellen gerade bei den leichten bis mittelschweren Erkrankungsbildern eine akzeptierte Alternative zu synthetischen Antidepressiva und zur Verhaltenstherapie dar [1]. Johanniskrautextraktpräparate werden damit bei einem nicht nur häufigen und potenziell lebensbedrohenden Krankheitsbild (Suizidgefahr) eingesetzt, sondern bei Patienten mit hohem Leidensdruck für sich und das Umfeld und bei einer Erkrankung, die unser Versicherungssystem sehr viel Geld kostet (Arztbesuche, Medikamente, Fehltage, Krankschreibungen) [1]. Johanniskrautextraktpräparate werden damit in therapeutischen Bereichen eingesetzt, die weit über die traditionelle naturheilkundliche Medizin hinausgehen. Es erscheint daher absolut angebracht zu fordern, dass der Einsatz von Johanniskrautpräparaten den Kriterien einer rationalen Arzneimitteltherapie entspricht, die vom Gesetzgeber unter den Begriffen Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit definiert wurde. Diesem Ziel widmen sich die beiden Arbeitsgruppen am Biozentrum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt.Show more03.03.2002, 16:41 Uhr
Antihistaminika: Den „allergischen Marsch“ vermeiden
Zur Therapie allergischer Erkrankungen stehen dem Arzt heute eine breite Palette moderner Antihistaminika zur Verfügung, mit deren Hilfe es möglich sein dürfte, rechtzeitig eingesetzt, den "allergischen Marsch", d. h. die Chronifizierung der Beschwerden und die Ausdehnung auf andere Organsysteme, zu verhindern. Zu Beginn der aktuellen Heuschnupfensaison veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAI) eine Pressekonferenz, auf der Experten auf die große Bedeutung allergischer Erkrankungen und nicht zuletzt auf ihre Lebensbedrohlichkeit wie Asthma und Anaphylaxie aufmerksam machten.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
D. LoewKava-Kava-Extrakt – Nutzen, Risiko oder
Ende November 2001 hat das BfArM für Kava-Präparate ein Stufenplanverfahren nach dem Arzneimittelgesetz [5] eingeleitet. Damit reagierte die Behörde auf die Meldung von 30 Fällen schwerer Leberschädigungen nach Einnahme von Kava-Präparaten Ų darunter ein Exitus letalis und vier Fälle von irreversiblem Leberversagen mit erforderlicher Transplantation. Das BfArM musste davon ausgehen, dass Kava-Präparate nicht ausreichend nach dem gesicherten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse geprüft sind und dass Anhaltspunkte für Risiken bestehen, die über ein vertretbares Maß hinausgehen. Diese prompte Reaktion war formal und legislativ richtig. Nun bedarf es der objektiven Nutzen/Risiko-Abwägung von Kava-Präparaten. Kriterien sind die Qualität der Präparate, der Nachweis ihrer klinischen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit und der Vergleich mit publizierten hepatotoxischen Wirkungen anderer Arzneimittel.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
Folsäure und Fehlgeburten: Chinesische Studie gibt Entwarnung
Die regelmäßige Einnahme von Folsäure in der Frühschwangerschaft wird empfohlen, um das Risiko eines Neuralrohrdefektes beim Neugeborenen zu senken. Der Verbrauch von Folsäurepräparaten ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen und gilt als unbedenklich. Umso alarmierender war das Ergebnis einer 1997 veröffentlichten Studie, die einen Anstieg der Fehlgeburtsrate um 16 Prozent mit der Einnahme von 800 Mikrogramm Folsäure in Zusammenhang brachte. Eine Studie widerlegt nun diesen Verdacht. Der Anteil der Schwangeren mit Fehlgeburt, die täglich 400 Mikrogramm Folsäure eingenommen hatten, lag nicht höher als in der unbehandelten Vergleichsgruppe.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
M. Schmidt, A. NahrstedtIst Kava lebertoxisch? &ndas
Im November 2001 informierte das BfArM die Presse über die Einleitung eines Stufenplanverfahrens zu den von Kava ausgehenden Leberrisiken. Führende Mitarbeiter des BfArM traten unter anderem in Gesundheitssendungen des Fernsehens auf und nahmen das Ergebnis der laufenden Untersuchung de facto vorweg: Kava soll in Deutschland wegen des untragbaren Leberrisikos vom Markt verschwinden Ų ein Horn, in das unreflektiert auch das Medizinskandalblatt "arznei-telegramm" stieß. In den Apotheken sorgten die Veröffentlichungen für erhebliche Verunsicherung, Patienten brachten angebrochene Packungen mit der Forderung nach Rückerstattung zurück. Das Apothekenpersonal wurde mit der Situation völlig alleingelassen. Wie ernst ist die Lage aber wirklich zu bewerten? Eine nähere Analyse der aufgetretenen Fälle zeigt, dass die Information der Presse auf fehlerhaften und unsauber recherchierten Daten basierte. Der Schaden für die Phytotherapie dürfte kaum reversibel sein.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
Pulverinhalationssystem auch bei höherem Asthma-Schweregrad
Asthma bronchiale ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege, deren Ursache bis heute unbekannt ist. Ein Therapieansatz ist die Fixkombination von niedrigdosierten inhalativen Glucocorticoiden zur Entzündungshemmung und langwirksamen Beta-2-Adrenergika zur Bronchienerweiterung. Insbesondere bei Patienten mit höherem Asthma-Schweregrad haben sich Pulverinhalationssysteme bewährt.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
Antibiotika: Fluorchinolon-Resistenz bei Bakterien
Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung wird insbesondere im Zusammenhang mit möglichen Resistenzentwicklungen sehr kritisch beobachtet. In einem internationalen Expertengespräch am Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) sollte aufgezeigt werden, ob sich aus der auch in Deutschland beobachteten Zunahme der Fluorchinolon-Resistenz ein Handlungsbedarf für den Bereich der Veterinär- und/oder Humanmedizin ergibtShow more24.02.2002, 16:47 Uhr
Dopingskandal bei Olympia: Auch die Pharmazie spielte mit
Am 24. Februar hatten die Olympischen Winterspiele ihren Skandal und viele Nachrichtensendungen und Zeitungen ihre Schlagzeilen: Der dreimalige Langlauf-Olympiasieger Johann Mühlegg hat das Blutdopingmittel Darbepoetin alfa benutzt.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
Rofecoxib in Deutschland gegen den akuten Schmerz zugelassen
Der COX-2-Hemmer Rofecoxib ist derzeit zur symptomatischen Behandlung und zur symptomatischen Schmerzlinderung von Reizzuständen bei degenerativen Gelenkerkrankungen zugelassen. Der Wirkstoff ist ebenfalls wirksam bei akuten Schmerzsyndromen, wie in verschiedenen Studien dokumentiert wurde. Rofecoxib erhielt deshalb als Vioxx® dolor jetzt auch zur Behandlung akuter Schmerzen und Schmerzen bei primärer Dysmenorrhö in Deutschland die Zulassung, wie die MSD Sharp & Dohme GmbH mitteilte.Show more24.02.2002, 16:47 Uhr
aid e. V.Essen und Psyche
Wer Hunger hat, isst, und wer satt ist, hört auf zu essen. Das wäre zwar richtig, ganz so einfach ist es aber nicht. Wir warten niemals so lange mit dem Essen, bis uns schlecht vor Hunger ist, und futtern auch nicht so lange, bis uns schlecht wird. Irgendwo zwischen den beiden Extremen liegen Start- und Stoppsignal zum Essen. Und die gilt es wahrzunehmen. Das ist ziemlich schwierig, weil einerseits die Körpersignale nicht direkt messbar sind, andererseits heute vielfältige psychologische Faktoren die physiologischen überlagern. Essen ist eben nicht nur die Aufnahme von Kalorien und Nährstoffen, sondern ein komplexer psychophysiologischer Vorgang.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
J. Grünwald et al.Lycopin – Eine neue Wunderw
Heutzutage liegen überwältigend viele Beweise vor, dass eine Diät, die reich an Gemüse und Obst ist, aber nur wenig Fleisch und Fett enthält, mit einem verringerten Risiko für verschiedene Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis, Diabetes und Katarakt einhergeht. Sogar den Alterungsprozess kann sie positiv beeinflussen. Eine große Anzahl von Pflanzeninhaltsstoffen scheint auf unterschiedliche Weise verantwortlich für diese protektive Wirkung zu sein. Dazu zählt auch das hauptächlich in Tomaten vorkommende Carotinoid Lycopin.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
Zytostatikaforschung: Krebsbekämpfung nach Maß
Die Behandlung von Krebserkrankungen wird sich in den kommenden Jahren erheblich wandeln. Neben den etablierten Methoden der Chirurgie, der Bestrahlung und der Chemotherapie werden Verfahren auf molekularer Basis zunehmend an Gewicht gewinnen. Die Roche Diagnostics GmbH richtet ihr Forschungs- und Entwicklungspotenzial auf die Entwicklung und Produktion neuartiger Diagnostika und Pharmazeutika aus, die für eine individuelle Diagnose und eine maßgeschneiderte Therapie bei Krebserkrankungen zum Einsatz kommen sollen.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
"Wundermittel": DHEA - ein Hormon mit vielfältigen Wirkungen
Wirkstoffe, die vor dem Altern schützen sollen, sind immer aktuell. Bereits seit einigen Jahren ist DHEA (Dehydroepiandrosteronacetat) als Wundermittel gegen Alterserscheinungen in der Diskussion. Die Substanz soll außerdem bei chronischem Müdigkeitssyndrom, Depressionen, Fettleibigkeit und bei Autoimmunerkrankungen wie dem Lupus erythematodes helfen können. Zahlreiche Bücher zu diesem Thema und die Werbung im Internet sprechen DHEA wahre Wunderdinge zu.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
Prostatakarzinom: FDA erteilt Zulassung für Leuprorelinacetat
Der GnRH-Agonist Leuprorelinacetat hat als 1-Monats-Depotpräparat Eligard 7,5 mg von der amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) die Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs erhalten, wie Sanofi-Synthelabo und Atrix Laboratories mitteilten.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
Interview: Wie gefährlich ist DHEA?
DHEA ist zwar in Deutschland weder als Arznei- noch als Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt. Es kann jedoch über den Internet-Versand und auf anderen Wegen illegal bezogen werden, und auch in der Apotheke fragen Kunden immer wieder nach diesem angeblichen "Wundermittel".Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
Allergien: Folgekrankheiten vermeiden
Heuschnupfen führt häufig zu Folgeerkrankungen wie Asthma bronchiale oder Sinusitis. Aus diesem Grund sollte eine weitsichtige Therapie nicht nur die akuten Symptome bekämpfen, sondern auch Folgeerkrankungen vorbeugen. Ob dies gelingt, wird in einer Studie mit Desloratadin (Aerius) untersucht.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
HIV-Infektion: Europäische Zulassung für Tenofovir DF erteilt
Die Europäischen Zulassungsbehörde EMEA hat am 5. Februar die Zulassung für Tenofovir DF (Viread®) erteilt, wie Gilead mitteilte. Tenofovir DF ist der erste nukleotidanaloge Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NtRTI), der für die Behandlung von HIV in Kombination mit anderen antiretroviralen Substanzen zugelassen wurde. Seine Wirkung beruht auf der Blockade der Reversen Transkriptase, einem Enzym, das an der Replikation des HI-Virus beteiligt ist.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
Prostatakarzinom: Therapie mit GnRH-Agonisten: Knochenschwund aufhalten
In der Therapie des Prostatakarzinoms werden GnRH-Agonisten zur Senkung der Androgen-Konzentration mit Erfolg angewendet. Der Nachteil: Die Knochendichte nimmt ab, das Frakturrisiko steigt. Das Bisphosphonat Pamidronat kann diese Entwicklung aufhalten.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
Nichtsteroidale Antiphlogistika: Naproxen-Natrium rezeptfrei erhältlich
Am 1. Januar 2002 wurde der Wirkstoff Naproxen-Natrium in einer Einzeldosis von 220 mg als Analgetikum zur oralen Anwendung aus der Verschreibungspflicht entlassen. Ab 1. März steht nun mit Aleve ein apothekenpflichtiges Präparat mit dem Wirkstoff Naproxen-Natrium für den OTC-Verkauf zur Verfügung, wie Roche mitteilte.Show more17.02.2002, 16:47 Uhr
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