Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show moreDepression und Schmerz: Mit Antidepressiva auch körperliche Symptome behandeln
Patienten mit Rückenschmerzen und Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat sind täglich Brot in jeder Hausarztpraxis und auch in Apotheken. Diese "Allerweltsbeschwerden" sind aber auch die häufigsten körperlichen Symptome von Menschen in einer Depression. Der Grund wird in einer Dysfunktion zentral schmerzregulierender Bahnen vermutet, die von Noradrenalin und Serotonin abhängen. Duale Hemmung beider Transmittersysteme an zentralen Schnittstellen der psychischen und körperlichen Symptome kann Depressions- und Schmerzlinderung zugleich sein.Show moreSilicium
In den Knochen befinden sich bis zu 100 Milligramm je Kilogramm an Silicium, im menschlichen Körper insgesamt etwa 1 bis 1,5 Gramm. Silicium hat die Eigenschaft als tetraedrisch gebautes Silicat-Anion größere Verbände, dreidimensionale Strukturen zu bilden. Mit dieser Eigenschaft, die sich im Bindegewebe und Skelett auswirkt, kann möglicherweise auch seine Essentialität begründet werden.Show moreCh. WeberOhrenschmerzen – in der Beratung aufh
Ohrenschmerzen können extrem belastend und mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein. Um die Beschwerden der Betroffenen zu lindern, bietet die Selbstmedikation einige Möglichkeiten. Dabei dürfen wichtige Abgabehinweise nicht fehlen. Doch Vorsicht: In einigen Fällen müssen Ohrenschmerzen umgehend einer ärztlichen Diagnose und Behandlung zugeführt werden.Show moreDiäten unter der Lupe, Teil 22: DAK Kombiprogramm für Kinder und Jugendliche
Die Erfahrung hat gezeigt, dass stationäre Kurmaßnahmen zur Gewichtsreduktion bei Kindern und Jugendlichen zwar gute Kurzzeit-, aber leider oft weniger gute Langzeiterfolge haben. Wieder zurück in der häuslichen Umgebung, ist das Erlernte oft schnell wieder vergessen - nicht zuletzt, weil die Familie zu wenig in die Therapie einbezogen und falsche Ernährungsgewohnheiten nicht geändert wurden. Die DAK hat dies zum Anlass genommen, im Sommer 2003 ein umfassendes Adipositasprogramm für Kinder und Jugendliche zu starten, das genau an diesem Punkt ansetzt - die Familien werden mit geschult und betreut - weit über die Zeit der Kur hinaus.Show moreDermatologie: Krätze – juckend, ansteckend und zunehmend
Skabies ist eine ansteckende, stark juckende, parasitäre Hauterkrankung, die sich schnell ausbreiten kann. Besonders in einigen tropischen Regionen wie Zentral- und Mittelamerika betrifft sie nahezu jeden. In Industriestaaten tritt die Krätze überwiegend in Gemeinschaftseinrichtungen auf, in denen Menschen auf engem Raum zusammen sind.Show moreOrgantransplantation: Inhaliertes Ciclosporin schützt die neue Lunge
Patienten, die eine Lunge transplantiert bekommen, entwickeln langfristig als Abstoßungsreaktion entzündliche Veränderungen der kleinen Bronchialäste. Um diese häufige chronische Abwehrreaktion zu verhindern, haben US-Mediziner eine inhalative Formulierung des Immunsuppressivums Ciclosporin entwickelt, die die Überlebenschancen der Patienten deutlich erhöhen konnte.Show moreTherapie der Schizophrenie: Atypische Neuroleptika doch nicht nebenwirkungsärme
Für einiges Aufsehen sorgte die Veröffentlichung der Ergebnisse der amerikanischen CATIE-Studie. Darin hatte sich gezeigt, dass einige atypische Neuroleptika keinen Vorteil gegenüber dem als Referenz verwendeten klassischen Antipsychotikum Perphenazin besitzen.Show moreAdipositas: Motor des metabolischen Syndroms
Fettsucht grassiert. Inzwischen gelten über 50% der Bevölkerung als übergewichtig. Fettsucht hat Zukunft: Das Zunehmen bei Kindern und Jugendlichen zeigt, dass die Zuckerkranken von morgen mehr werden. Dabei wird Adipositas gesundheitspolitisch untergewichtet. Statt der Ursache werden oft nur die Folgekrankheiten therapiert. Denn es verläuft eine konsistente Risikokette von Adipositas zu den Krankheiten des metabolischen Syndroms, Diabetes, Arteriosklerose, schließlich Herzinfarkt und Schlaganfall als häufigste Todesursachen.Show moreProtonenbestrahlung: Konkurrenz für die Strahlentherapie bei Krebs
Die bisherige Röntgenbestrahlung bei der Behandlung bösartiger Tumoren erhält Konkurrenz von der neuartigen Protonentherapie. Die Protonenstrahlen können den Tumor, anders als die Röntgenbestrahlung, millimetergenau ausrichten und zielgenau treffen.Dies bedeutet eine deutlich geringere Belastung des umgebenden gesunden Gewebes. Voraussichtlich Mitte Februar wird das europaweit erste vollklinische Protonentherapie-Zentrum in München in Betrieb genommen.
Show moreDiäten unter der Lupe, Teil 21: SlimKids2000 – die Familiendiät
Die beiden in DAZ Nr. 1 und Nr. 3/2006 im Rahmen unserer Serie "Diäten unter der Lupe" vorgestellten Therapieprogramme sind für stark bzw. sehr stark übergewichtige (adipöse) Kinder und Jugendliche konzipiert. In dieser Folge wollen wir Sie nun mit SlimKids2000, einem zu Hause durchzuführenden, auf schriftlicher Betreuung basierenden Programm für leicht bis mäßig übergewichtige Kinder und deren Familien, bekannt machen. Im Vordergrund des Programms steht, mithilfe konkreter Speisepläne ein Bewusstsein für kalorienbewusstes Kochen zu vermitteln und Kinder und Eltern über richtige Ernährung aufzuklären, damit sich die Ernährungsgewohnheiten der ganzen Familie positiv verändern.Show moreAntibiotika, Antipyretika, Impfungen: Erhöhen sie das Allergierisiko bei Kinder
Ein anthroposophischer Lebensstil soll Kinder vor allergischen Erkrankungen schützen. So kam eine schwedische Studie zu dem Schluss, dass Kinder einer Steiner- oder Waldorf-Schule, deren Elternhaus meist anthroposophisch geprägt war, seltener zu atopischen Erkrankungen neigten. Verantwortlich dafür könnten der restriktive Einsatz von Antibiotika und Antipyretika und die ablehnende Haltung gegenüber Impfungen wie Masern, Mumps und Röteln sein. In einer großen internationalen Querschnittstudie wurde versucht, Belege für diese Hypothese zu finden und nach Möglichkeit Schutzfaktoren zu definieren.Show moreAnthroposophischer Lebensstil: Ergebnisse mit Vorsicht interpretieren
Die Parsifal-Studie ist bislang die größte Studie, die versucht hat zu klären, ob und wie ein anthroposophischer Lebensstil vor allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder atopischem Ekzem schützen kann. An dieser in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich durchgeführten Multicenterstudie war auch Prof. Dr. Erika von Mutius vom Dr. von Haunerschen Kinderhospital der Universität München beteiligt. In einem Gespräch mit der DAZ mahnte sie zur Vorsicht bei der Interpretation der Studie.Show moreAngsterkrankungen: Wenn die Furcht regiert
Angststörungen werden häufig bagatellisiert und nicht als relevante gesundheitliche Beeinträchtigung wahrgenommen. Dabei sind sie so häufig wie Depressionen und können für die Betroffenen genauso schwerwiegend sein. Während Angsterkrankungen lange Zeit nur verhaltenstherapeutisch behandelt wurden, hat man mittlerweile auch evidenzbasierte, pharmakologische Interventionsmöglichkeiten. Im Vordergrund stehen dabei die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.Show moreHIV-Therapie: AIDS heilen – mit Valproinsäure?
Mithilfe der herkömmlichen antiretroviralen Therapie gelingt es zwar häufig, die Viruslast bei HIV-Infizierten unter die Nachweisgrenze zu senken. Für eine Heilung der Erkrankung müssten jedoch auch die in den infizierten T-Zellen noch latent vorhandenen Erreger komplett beseitigt werden. Im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Pilotstudie war es gelungen, durch eine Behandlung mit Valproinsäure die Zahl der latent infizierten CD4+-Zellen um durchschnittlich drei Viertel zu senken.Show moreAußenansicht: Trasylol – ein Vioxx II?
Der seit 1993 zur Prophylaxe von Blutverlusten bei Bypass-Operationen eingesetzte Wirkstoff Aprotinin (Trasylol®) erhöht möglicherweise das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse. Nach einer internationalen und im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlichten Beobachtungsstudie soll es nach dem Einsatz des Medikaments gehäuft zu Nierenversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall gekommen sein...Show moreArbeitsgemeinschaft Influenza: Daten zur aktuellen Situation
Die Arbeitsgemeinschaft Influenza bietet auf ihrer Webseite www.influenza.rki.de von der 40. bis zur 15. Kalenderwoche, also während der Wintersaison, aktuelle und fundierte Informationen zur Aktivität der Influenza.Show moreDiabetes Typ 1 und 2: Inhalatives Insulin zugelassen
Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat am 26. Januar erstmals ein inhalatives Insulin zugelassen, wie aus einer Pressemitteilung von Pfizer hervorgeht. Exubera®, das mit einem speziellen Inhalator appliziert wird, darf bei Typ-1-und Typ-2-Diabetikern verordnet werden. Für Raucher und Patienten mit Lungenerkrankungen bestehen Kontraindikationen. Für die USA erteilte die Food and Drug Administration die Zulassung einen Tag später.Show moreTelithromycin: Warnung vor Lebertoxizität
FDA und EMEA haben Ärzte zu vorsichtigem Umgang mit dem Ketolidantibiotikum Telithromycin (Ketek®) aufgerufen. Das Augenmerk muss auf Leberfunktionsstörungen und die damit verbundenen Symptome gerichtet werden. Anlass für diese Warnung sind Berichte über drei Fälle von akutem Leberversagen unter Telithromycin.Show moreSolide Tumoren: Neuer Tyrosinkinase-Inhibitor Sunitinib
Die amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat dem Wirkstoff Sunitinib die Zulassung zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms sowie zur Therapie von gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) bei Progression unter oder Unverträglichkeit der Standardtherapie erteilt, wie Pfizer mitteilte.Show moreOTC-Schmerzmittel: Dreierkombi hat ihre Berechtigung
Kombinationspräparate zur Selbstmedikation von Kopfschmerzen standen bei Pharmakologen lange Zeit in kritischem Licht. Denn nach Auffassung von Kritikern lassen sich mit der Gabe eines Monopräparats gleich gute Ergebnisse erzielen.Eine von Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Essen, im vergangenen Jahr durchgeführte Studie brachte jedoch das Ergebnis, dass die Dreierkombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein der Gabe von Einzelsubstanzen bei der Behandlung von Kopfschmerzen überlegen ist: gleich gute Verträglichkeit bei schnellerem Wirkungseintritt.
Damit hat die Dreierkombination ihre Überlegenheit gegenüber Monopräparaten bewiesen. Wir sprachen mit Professor Diener über diese Studie und den Wert für den Patienten.
Show moreHerztransplantation: Immunsuppression mit Daclizumab
Der monoklonale Antikörper Daclizumab verringert Abstoßungsreaktionen nach Herztransplantationen. Er sollte allerdings nicht gleichzeitig mit zytolytisch wirkenden Therapeutika verabreicht werden, um Infektionsbedingte Komplikationen zu verhindern. So das Fazit einer multizentrischen Studie.Show moreLebensmittel-Monitoring 2004: Lebensmittel nur gering belastet
Die am 11. Januar 2006 veröffentlichen Ergebnisse des Lebensmittel-Monitoring 2004 des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigen: Die meisten Lebensmittel in Deutschland sind nur geringfügig belastet; Probleme bereitet vor allem Frischware.Show moreVitamine und Mineralstoffe: Wie viel ist zu viel?
Nicht nur zu wenig, auch zu viel Vitamine und Mineralstoffe können ungesund sein. Das ist bekannt - zumindest in Fachkreisen. Noch vor wenigen Monaten hätten Europas Wissenschaftler allerdings keine einheitliche Antwort auf die Frage geben können, wo die Grenze liegt zwischen gesund und nicht mehr gesund. Das hat sich nun geändert.Show moreGeschmacksforschung: Wein muss nicht immer teuer sein
Weingenuss kann ein teures Vergnügen sein. Will man aber den neuesten Erkenntnissen zweier amerikanischer Önologinnen glauben, kann man ohne schlechtes Gewissen seinen Gästen einen weniger edlen Tropfen reichen - gesetzt den Fall, man bietet reichlich Käse dazu an.Show moreRechtliches
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