Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Sollte man ASS 100, DOAK und Co. bei Blutungen absetzen?
Treten gastrointestinale Blutungen bei Patientinnen und Patienten mit antithrombotischer Therapie auf, ist eine Frage zentral: Sollen die Wirkstoffe zunächst abgesetzt, oder weiter eingenommen werden?Show morearzneimittel-und-therapie
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Gastrointestinale Blutungen
01.04.2026, 15:30 Uhr
Ambrisentan gegen Lungenhochdruck
Der neue Endothelin-Rezeptorantagonist Ambrisentan (Volibris®) ist zur Behandlung von Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Funktionsklassen II und III indiziert, um die körperliche Belastbarkeit zu verbessern. Bei dieser Erkrankung ist der Blutdruck im Lungenkreislauf erhöht.Show moreEndothelin-Rezeptorantagonist
16.07.2008, 22:00 Uhr
Golimumab bei entzündlichen Erkrankungen
Der neue monoklonale Antikörper Golimumab hemmt den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha) und soll bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu gehören die rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew). Die europäische Zulassung von Golimumab wurde im März 2008 beantragt. Auf der Jahrestagung der European League Against Rheumatism (EULAR) in Paris wurden jetzt fünf zulassungsrelevante Phase-III-Studien vorgestellt.Show moreTNF-alpha-Antikörper
16.07.2008, 22:00 Uhr
Diskussion um sichere Paracetamol-Dosierung
Paracetamol ist ein wichtiges Arzneimittel zur Fiebersenkung und zur Behandlung von leichten bis mittelstarken Schmerzen. Seit Jahrzehnten in der klinischen Anwendung besticht es durch seine zuverlässige Wirksamkeit und das hohe Maß an Sicherheit. Obwohl das positive Nutzen-Risiko-Profil von Paracetamol lange bekannt ist, gibt es immer wieder Diskussionen um den Wirkstoff, die mit dem Risiko von Leberschäden bei Überdosierung, versehentlich oder gewollt in suizidaler Absicht, begründet werden. Gegenwärtig ist eine solche Auseinandersetzung in Deutschland im Gange, die auf zwei Schauplätzen ausgetragen wird, zum einen, weil in jüngster Zeit Packungsgrößen mit mehr als 10 g Paracetamol unter die Rezeptpflicht gestellt worden sind, zum anderen, weil die Dosierungsempfehlungen noch weiter nach unten korrigiert werden sollen. Dieser Beitrag soll dazu dienen, einige der Diskussionspunkte aufzugreifen und hinsichtlich ihrer klinischen Relevanz zu bewerten.Show more16.07.2008, 22:00 Uhr
Ustekinumab bessert anhaltend den Hautzustand
In den nächsten Monaten wird mit einem Zulassungsentscheid der amerikanischen und europäischen Zulassungsbehörden für den monoklonalen Antikörper Ustekinumab gerechnet. Er richtet sich gegen die Interleukine 12 und 23, die eine wichtige Rolle bei der Pathogenese der Psoriasis spielen. Die Ergebnisse von zwei Phase-II-Studien mit fast 2000 Patienten lieferten überzeugende Ergebnisse bezüglich der Verbesserung des PASI-Scores und der Verträglichkeit der Therapie.Show morePsoriasis-Therapie
16.07.2008, 22:00 Uhr
Magnesium kann sinnvoll sein
Fluorchinolone haben bindegewebstoxische Eigenschaften, was sich in einem verstärkten Auftreten von Sehnenentzündungen und -rupturen beispielsweise der Achillessehne äußert. Obwohl diese Nebenwirkungen seit langem bekannt sind, werden sie wohl zu wenig beachtet, so dass die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für alle Fluorchinolone eine deutlich hervorgehobene Warnung (boxed warning) verfügt hat. Durch eine Magnesium-Substitution lassen sich diese Nebenwirkungen möglicherweise vermeiden.Show moreSehnenschäden durch Chinolone
16.07.2008, 22:00 Uhr
Gleichwertigkeit oraler und parenteraler Therapie
Die Behandlung einer schweren Lungenentzündung im Kindesalter ist mit zu Hause verabreichten oralen Antibiotika ebenso sicher und wirksam wie eine Behandlung im Krankenhaus, so das Fazit einer aktuellen Studie. Nach Ansicht eines Kommentators sollte dieses Vorgehen in die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO übernommen werden, um eine Alternative zur oftmals risikoreichen oder nicht durchführbaren stationären Therapie aufzuzeigen.Show morePneumonien im Kindesalter
16.07.2008, 22:00 Uhr
Fördert das „Glückshormon“ Serotonin Dickdarmkrebs?
Serotonin, ein Neurotransmitter mit zahlreichen Funktionen im zentralen Nervensystem und offensichtlich auch für die Steuerung unterschiedlicher biologischer Prozesse in peripheren Organsystemen verantwortlich, könnte die Entstehung von Dickdarmkrebs fördern. In einer experimentellen Studie mit einem spezifischen Mausmodell zeigte eine Forschergruppe aus Zürich und Berlin, dass Serotonin über eine Wechselwirkung mit den in den Tumoren enthaltenen Makrophagen die Gefäßneubildung in den Tumoren stimuliert.Show moreAus der Forschung
09.07.2008, 22:00 Uhr
Verbesserte Behandlungsmöglichkeit für Kinder mit HIV
Das Kombinationspräparat Combivir ® (Zidovudin und Lamivudin) hat von der Europäischen Zulassungsbehörde die erweiterte Zulassung zur Anwendung bei Kindern unter zwölf Jahren, die mehr als 14 Kilogramm wiegen, erhalten, wie GlaxoSmithKline mitteilte. Schätzungen gehen davon aus, dass 2007 weltweit 2,5 Millionen Kinder HIV-positiv waren.Show moreZulassungserweiterung
09.07.2008, 22:00 Uhr
Hilft eine adjuvante Chemotherapie in frühen Stadien?
Der Nutzen einer Chemotherapie bei fortgeschrittenen kolorektalen Tumoren konnte in den vergangenen Jahren eindrücklich gezeigt werden – unklar war aber bislang, ob eine zytotoxische Behandlung auch in einem frühen Tumorstadium sinnvoll ist. In einer der größten Studien zur adjuvanten Therapie des frühen kolorektalen Karzinoms konnte ein Benefit der Chemotherapie aufgezeigt werden.Show moreDarmkrebs
09.07.2008, 22:00 Uhr
Cannabisrauchen schädigt das Zahnfleisch
Bekannt ist, dass Tabakkonsum das Risiko für Zahnfleischerkrankungen erhöht. In einer kürzlich veröffentlichten neuseeländischen Studie fand man auch bei jungen Erwachsenen, die gelegentlich oder regelmäßig Cannabis rauchen, eine erhöhte Inzidenz und Prävalenz von Parodontitis.Show moreParodontitis
09.07.2008, 22:00 Uhr
Oraler Faktor-Xa-Inhibitor zeigt hohe Wirksamkeit
Die subkutane Injektion, die routinemäßige Gerinnungskontrolle und die gewichtsadaptierte Dosierung sind Limitationen der Thromboseprophylaxe, die möglicherweise bald der Vergangenheit angehören. Denn der orale Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (vorgesehener Handelsname Xarelto®) hat in der Record-4-Studie erneut seine Überlegenheit in der Wirksamkeit gegenüber Enoxaparin unter Beweis gestellt. Das Antikoagulans, das in Europa bereits zur Zulassung eingereicht wurde, hat damit ein Studienprogramm bei mehr als 12.500 Patienten im orthopädischen Bereich erfolgreich absolviert.Show moreThromboseprophylaxe
09.07.2008, 22:00 Uhr
Pantothensäure bringt Energie
Die Pantothensäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine und wird auch als Vitamin B5 bezeichnet. Als Baustein von Coenzym A ist das Vitamin für den gesamten Organismus von Bedeutung. Es ist unerlässlich für die Energiegewinnung, am Eiweiß- und Fettstoffwechsel beteiligt, notwendig für das Wachstum und das Nervensystem sowie für Wundheilung und Haarpigmentierung. Ein manifester Pantothensäuremangel ist selten, da Vitamin B5 in fast allen Lebensmitteln vorkommt. Frauen sind jedoch häufig latent unterversorgt, wie Sie hier lesen können.Show moreBasiswissen Ernährung (Folge 27)
09.07.2008, 22:00 Uhr
Zeitfenster für Mifepriston verlängert
Seit dem 1. Juli 2008 darf das Abortivum Mifepriston (Mifegyne®) zum Schwangerschaftsabbruch nicht mehr nur bis zum 49. Tag, sondern bis zum 63. Tag nach der letzten Regelblutung eingesetzt werden. Zugelassen ist der medikamentöse Abbruch mit Mifepriston nur zusammen mit einem Prostaglandin. Die Empfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) zur Wahl des Prostaglandins stoßen jedoch auf Kritik.Show moreMedikamentöser Schwangerschaftsabbruch
09.07.2008, 22:00 Uhr
Neue Pneumokokkenimpfstoffe in der Pipeline
Die Einführung der Konjugatimpfstoffe hat die Inzidenz schwerer invasiver Pneumokokkenerkrankungen in wenigen Jahren halbiert. Die Schutzwirkung gegen die nicht bedrohlichen, aber ungleich häufigeren Schleimhautinfektionen wie Otitis media ist aber bislang gering. Einen Fortschritt erhofft man sich durch die Einbindung weiterer Pneumokokken-Serotypen in neue Vakzine.Show moreImpfschutz
09.07.2008, 22:00 Uhr
Wirkungsloser Ginkgo-Extrakt?
Ob Ginkgo-Extrakt bei Demenzkranken die Gedächtnisleistung verbessern kann, ist umstritten. Einer soeben veröffentlichten Studie von McCarney et al. zufolge ist Ginkgo-Extrakt nicht wirksamer als Placebo. Bei näherer Betrachtung der Studie kommen jedoch Zweifel an der Qualität und Aussagekraft auf. Wir haben Prof. Dr. Volker Schulz, Berlin, und die Firma Schwabe, Karlsruhe, gebeten, die Studie aus ihrer Sicht zu bewerten. Das Fazit: Die Studie weist gravierende methodische Mängel auf und ist nicht dazu geeignet, eine Aussage zur Wirksamkeit von Ginkgo-Extrakt zu treffen.Show moreDemenz
02.07.2008, 22:00 Uhr
Dendrimer-basiertes Vaginalgel zur HIV-Prävention
Schutzmaßnahmen zur Prävention von HIV-Infektionen, die Frauen selbst anwenden und kontrollieren können, tragen dazu bei, die weitere Ausbreitung von Aids einzudämmen. Die vaginale Applikation mikrobizider Wirkstoffe wäre eine solche Methode. Das Dendrimer-basierte Vaginalgel SPL7013 (VivaGelTM), dessen antivirale Aktivität in Studien an Tieren bewiesen wurde, gilt als ein möglicher Kandidat für ein solches Mikrobizid. Phase-I Studien an Menschen ergaben eine gute Verträglichkeit, die Wirksamkeit bei Menschen ist allerdings derzeit völlig unklar.Show moreAus der Forschung
02.07.2008, 22:00 Uhr
Energydrinks auf dem Prüfstand
Energydrinks erfreuen sich vor allem bei jungen Leuten großer Beliebtheit. Doch ihr Genuss scheint vor allem in Kombination mit starker körperlicher Aktivität oder Alkohol Gefahren zu bergen. Derzeit wird in der EU die Sicherheit solcher Getränke geprüft.Show moreGesundheitsrisiko
02.07.2008, 22:00 Uhr
Spezielle Diabetiker-Lebensmittel sind unnötig
Lange Zeit wurde Diabetikern eine strenge Diät verordnet. Das Zuckerverbot gehörte genauso dazu wie das Abzählen der Broteinheiten. Inzwischen weiß man jedoch, dass spezielle Diabetiker-Lebensmittel nicht notwendig sind. So empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mittlerweile auch, dass sich Diabetiker lediglich an die allgemein gültigen Ernährungsempfehlungen halten sollten.Show moreErnährung bei Diabetes
02.07.2008, 22:00 Uhr
Exubera® nur noch bis September erhältlich
In einem aktuellen Rote-Hand-Brief informiert Pfizer über neue Erkenntnisse zum Lungenkrebsrisiko unter Gabe des inhalativen Insulins Exubera® und teilt mit, dass Exubera® ab September 2008 nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Pfizer hatte im Januar die Vermarktung des ersten inhalativen Insulins mit der Begründung eingestellt, dass das Präparat die Kundenbedürfnisse und die Umsatzerwartungen nicht erfüllt habe.Show moreRote-Hand-Brief
02.07.2008, 22:00 Uhr
CETP-Hemmung – ein neuer Therapieansatz
Bei der Therapie von Fettstoffwechselstörungen gewinnt neben der Senkung des LDL-Cholesterols die Anhebung des HDL-Cholesterol-Wertes immer mehr Bedeutung. Eine neue Klasse von Medikamenten zur Erhöhung der HDL-Werte sind Inhibitoren des Cholesteryl-Ester-Transfer-Proteins (CETP-Hemmer). Nachdem der erste Vertreter dieser Wirkstoffgruppe aufgrund unerwünschter Wirkungen nicht eingesetzt wird, zeigen anfängliche Untersuchungen mit dem Wirkstoff Anacetrapib vielversprechende Ergebnisse.Show moreFettstoffwechselstörungen
02.07.2008, 22:00 Uhr
Mit einem Pflaster gegen Reisediarrhö
In einer klinischen Studie haben US-Forscher die Wirksamkeit einer Impfung gegen Durchfallerkrankungen nachgewiesen. Sie verabreichten das häufig für Reisedurchfälle verantwortliche LT-Toxin aus der darmpathogenen Form von Escherichia coli mittels eines Pflaster. Das Toxin wirkt über die Haut als Antigen und löst eine Immunantwort aus. Der Hersteller Iomai aus Gaithersburg/Maryland bezeichnet dies als transkutane Immunisierung. Als Folge traten bei den Probanden deutlich weniger mittlere bis schwere Durchfallerkrankungen auf und ihre Dauer verringerte sich signifikant.Show moreMagen-Darm-Infektionen
02.07.2008, 22:00 Uhr
Verkürzte Behandlungsdauer zugelassen
Die Europäische Kommission hat einen verkürzten 16-wöchigen Behandlungszyklus mit Peginterferon alfa-2a (Pegasys®) plus Ribavirin (Copegus®) für Patienten mit chronischer Hepatitis C zugelassen, die durch die Virusstämme Genotyp 2 oder 3 verursacht wird, wie die Roche Pharma AG mitteilte.Show moreHepatitis C
02.07.2008, 22:00 Uhr
Colesevelam bindet Gallensäuren
Colesevelam (Cholestagel®) ist wie das ältere Colestyramin ein Anionenaustauscher, der zur Senkung erhöhter LDL-Werte eingesetzt wird. Es ist zusätzlich zu Statinen indiziert, wenn ein Statin den LDL-Spiegel nicht ausreichend senkt, oder zur Monotherapie, wenn ein Statin kontraindiziert ist oder nicht vertragen wird, jeweils adjuvant zu einer Diät.Show moreLDL-Senkung
02.07.2008, 22:00 Uhr
Erfahrungen aus dem Pharmakovigilanzzentrum der Niederlande
Wenn Patienten Nebenwirkungen direkt an das nationale Pharmakovigilanzzentrum melden können, ist dies eine sinnvolle Ergänzung der traditionellen Meldewege. So das Fazit einer Arbeitsgruppe aus dem niederländischen Pharmakovigilanzzentrum Lareb in s’Hertogenbosch nach drei Jahren Erfahrung mit "Patient Reporting" [1].Show moreArzneimittelsicherheit
02.07.2008, 22:00 Uhr
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