Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wenn Forschung die Offizin trifft
Netzwerke aus Forschungsapotheken in verschiedenen Ländern haben eindrucksvoll gezeigt, dass öffentliche Apotheken nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung sondern eben auch zur Versorgungsforschung leisten können. Um auch in Deutschland eine strukturierte Forschungsinfrastruktur mit öffentlichen Apotheken zu etablieren, wurde ein Einstiegsprogramm für das Netzwerk für exzellente Forschung in Apotheken (Nefa) entwickelt.Show morepharmazie
Apotheken in der Versorgungsforschung
21.04.2026, 15:00 Uhr
Interleukin-6-Rezeptorblocker Tocilizumab zugelassen
Für die Therapie der rheumatoiden Arthritis steht seit Januar ein neues Biologikum mit einem innovativen Wirkprinzip zur Verfügung: Der Interleukin-6-Rezeptorblocker Tocilizumab (RoActemra®), ein monoklonaler Antikörper, der in einem umfangreichen Studienprogramm auf den Prüfstand gestellt wurde, ist eine Option für Patienten, bei denen klassische DMARDs oder TNF-Inhibitoren unzureichend wirken oder nicht verträglich waren.Show moreRheumatoide Arthritis
25.02.2009, 23:00 Uhr
Wie die Parkinson-Progression verzögert werden kann
Morbus Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Unter anderem kommt es zu Einschränkungen und Kontrollverlust von Bewegungen, mit Rigor, Ruhetremor, Standunsicherheit, Sprachstörungen, Hypo- und Akinese. Im Volksmund wird dieses Krankheitsbild daher auch als Schüttellähmung bezeichnet. Eine frühzeitige sachgerechte Therapie kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber die Progression um mehrere Jahre hinausschieben.Show moreFrühzeitige Behandlung
25.02.2009, 23:00 Uhr
Leitliniengerechter Einsatz von Schmerzmitteln
Kombinationspräparate zur Behandlung von Kopfschmerzen wurden lange Zeit sehr kritisch betrachtet. Nach neueren Auffassungen werden zur Selbstmedikation bei Migräne und Spannungskopfschmerzen die Kombination von Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein empfohlen. Mehrere Studien haben die therapeutische Wirksamkeit gezeigt, jedoch fehlen noch Langzeitdaten zum Abhängigkeitspotenzial. Prinzipiell sollte die Auswahl eines Wirkstoffes immer unter Berücksichtigung der Begleiterkrankungen und Begleitmedikation erfolgen.Show moreAnalgetika
18.02.2009, 23:00 Uhr
Statine und Coenzym Q10
Die dominierende Arzneigruppe unter den Lipidsenkern bilden die Statine (CSE-Hemmer), die mittlerweile über 90% der Verordnungen von allen lipidsenkenden Pharmaka erreicht haben. Als Hemmstoffe der HMG-CoA-Reduktase besitzen Statine ein hohes Interaktionspotenzial mit der körpereigenen Synthese von Coenzym Q10 (Ubichinon/Ubichinol).Show moreFolge 3
18.02.2009, 23:00 Uhr
Zöliakie und Diabetes haben genetische Gemeinsamkeiten
Etwa 5 bis 10% der Menschen mit einem Typ-1-Diabetes leiden ebenfalls an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Ein möglicher Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen war daher verschiedentlich vermutet worden. Jetzt konnte von einer internationalen Forschergruppe gezeigt werden, dass bestimmte Risikogene sowohl bei Zöliakie-Patienten als auch bei Typ-1-Diabetikern nachzuweisen sind [1]. Die Wissenschaftler erhoffen sich Ansätze für neue medikamentöse Therapien.Show moreAus der Forschung
18.02.2009, 23:00 Uhr
1. Nachtrag zum Europäischen Arzneibuch
Am 1. Februar 2009 trat in Deutschland der 1. Nachtrag der 6. Ausgabe des Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur. 6.1) in Kraft. Er enthält 22 neue Texte, 58 revidierte Texte (56 Monographien und 2 allgemeine Texte) und 31 korrigierte Monographien sowie das Gesamtregister (Seiten 4743 bis 4808), das angibt, wo die jeweils aktuelle, das heißt gültige Fassung eines Textes der Ph. Eur. zu finden ist.Show more18.02.2009, 23:00 Uhr
Epigenetischer Therapieansatz mit Azacitidin
Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist mit einer Inzidenz von 8000 bis 10.000 jährlichen Neuerkrankungen die häufigste maligne Bluterkrankung in Deutschland. Ein neuer Therapieansatz beruht auf der epigenetischen Modulation eines zugrunde liegenden pathogenen Mechanismus. Der Erfolg dieses Vorgehens wurde in der AZA-001-Studie gezeigt, bei der eine Therapie mit dem Nukleosid-Analogon Azacitidin (Vidaza®) zu einem deutlich verbesserten Gesamtüberleben führte.Show moreMyelodysplastische Syndrome
18.02.2009, 23:00 Uhr
Wann Medikamente gegen Angst helfen können
Angststörungen reichen von Phobien über Panikstörungen bis hin zur generalisierten Angsterkrankung. Eine Pharmakotherapie verspricht in erster Linie bei Panikstörungen, sozialer Phobie und der generalisierten Angsterkrankung Erfolg.Show morePrimäre Angststörungen
18.02.2009, 23:00 Uhr
„Wir brauchen wesentlich mehr Datentransparenz!“
"Mit meiner Therapie spielt man nicht" – so warnt Wyeth, der Venlafaxin-Hersteller von Trevilor® retard vor der generischen Substitution und verweist unter anderem auf die Leitlinie der DPhG zur Guten Substitutionspraxis. Danach ist die Substitution von Antidepressiva ebenso wie die der Retardpräparate kritisch zu sehen. Wir haben mit Prof. Dr. Hans-Peter Volz, dem ärztlichen Direktor des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck, über die Problematik gesprochen.Show moreSubstitution von Antidepressiva
18.02.2009, 23:00 Uhr
Antidepressiva haben hohes Wechselwirkungspotenzial
Die Therapie einer Depression ist in der Regel eine Langzeitmedikation. Und sehr oft treten Depressionen zusätzlich in Begleitung von schweren Erkrankungen auf: Etwa 20% aller Patienten nach einem Herzinfarkt entwickeln eine Depression, nach einer Niereninsuffizienz 17% eine schwere Depression. Antidepressiva haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial mit einer Vielzahl von Arzneistoffen aus anderen Indikationsgebieten, einer Gefahr, der man nur durch genaue Kenntnis der Eigenschaften der eingesetzten Arzneistoffe begegnen kann.Show moreInteraktionen
18.02.2009, 23:00 Uhr
Wie viel Eiweiß ist gesund?
Wie viel Eiweiß sollte man täglich zu sich nehmen? Die Antwort auf diese Frage wurde bislang stets auf der Basis der sogenannten Stickstoffbilanz gezogen. Seit einiger Zeit gibt es jedoch Überlegungen, stattdessen die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates als Bewertungskriterium in den Vordergrund zu stellen. Das führt zu höheren Zufuhrempfehlungen, die insbesondere für Senioren von Bedeutung sein können.Show moreNeues zu Eiweiß
18.02.2009, 23:00 Uhr
Elektrolytlösung hilft Tumorpatienten bei oraler Mukositis
Zur Mundpflege von Tumorpatienten zur Prophylaxe und Therapie einer oralen Mukositis unter Strahlenoder Hochdosischemotherapie steht mit Caphosol® Mundspüllösung eine übersättigte Elektrolytlösung zur Verfügung, die die Schleimhäute befeuchtet und gleitfähig macht. Das Medizinprodukt kann auch bei Trockenheit in Mund und Rachen (Hyposalivation, Xerostomie) jeglicher Ursache angewendet werden.Show moreMedizinprodukt
18.02.2009, 23:00 Uhr
Kindern zur besseren Verhaltenssteuerung verhelfen
Etwa 400.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betroffen. Um ihnen zu helfen, müssen sich die Bemühungen darauf konzentrieren, eine Therapie zu gewährleisten, die dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entspricht, um einerseits Fehlverordnungen und Fehldiagnosen zu vermeiden und andererseits ein individuelles Behandlungsprogramm zu ermöglichen, um die Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien zu bessern.Show moreADHS
18.02.2009, 23:00 Uhr
Depressive Episoden müssen adäquat behandelt werden
Depressionen werden zu oft zu spät erkannt, zu oft zu spät behandelt und als eigenständiges Krankheitsbild völlig unterschätzt. Nur wenn die Symptome rechtzeitig richtig gedeutet werden, kann dieser Missstand behoben werden. Mit einer frühzeitigen Behandlung ist es möglich, eine Chronifizierung der Erkrankung zu verhindern. Das gelingt jedoch nur, wenn der Patient sich ganz genau an die Einnahmevorschriften hält und auch dann die verordneten Medikamente weiter einnimmt, wenn es ihm wieder besser geht.Show moreDepressionen
18.02.2009, 23:00 Uhr
Sartane bei Unverträglichkeit von ACE-Hemmern?
ACE-Hemmer sind ebenso wie Angiotensin-1-Antagonisten (Sartane) in der Hypertonietherapie wirksam und haben sich bewährt. Aber ACE-Hemmer werden von etwa 20% aller Patienten mit kardiovaskulärem Risiko nicht toleriert. Eine große Studie kam zu dem Schluss, dass diese Patienten von einem Therapiewechsel auf Angiotensin-Rezeptor-Inhibitoren profitieren könnten.Show moreKardiovaskuläre Risikopatienten
11.02.2009, 23:00 Uhr
Brustkrebsrisiko sinkt nach Hormonersatztherapie
Die soeben veröffentlichten Ergebnisse der WHI-Beobachtungsstudie bestätigen erneut einen Zusammenhang zwischen Hormonersatztherapie und Brustkrebs. Sie zeigen, dass durch Absetzen der Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko schnell gesenkt wird, unabhängig davon, wie häufig eine Mammographie durchgeführt wurde.Show moreWHI-Beobachtungsstudie
11.02.2009, 23:00 Uhr
Die Top-Five bei Beschwerden von Hals und Rachen
Betrachtet man den Verlauf von akuten Infekten über das Jahr hin, so kann man feststellen, dass gerade zu dieser Jahreszeit, wenn das Wetter den baldigen Frühjahrsbeginn schon ankündigt, wieder erkältungsbedingte Infekte auftreten. Auffallend dabei ist, dass der Einzelne häufig mit seiner ganz individuellen "Schwachstelle" reagiert: Das kann bei einem die akute Entzündung im Hals- und Rachenbereich sein, dem anderen verschlägt es die Sprache. Und bei einem Dritten meldet sich die Nase mitsamt ihren Nebenhöhlen.Show moreHomöopathie
11.02.2009, 23:00 Uhr
Klinische Relevanz der Galenik nicht unterschätzen
Depressionen bedürfen als chronisch-rezidivierende Erkrankungen in der Regel einer langfristigen Therapie. Jede Veränderung im Therapieregime kann erhebliche Irritationen beim Patienten hervorrufen: abweichender Produktname, andere Verpackung, ungewohnte Farbe und Form der Tablette können dazu führen, dass die medikamentöse Therapie nur widerwillig oder gar nicht fortgeführt wird. Um die Compliance nicht zu gefährden, sollte ein wirksames und vom Patienten akzeptiertes Arzneimittel nach Möglichkeit nicht ausgetauscht werden – auch nicht gegen ein wirkstoffgleiches Generikum.Show moreDepression
11.02.2009, 23:00 Uhr
Abatacept bei jugendlicher idiopathischer Arthritis
Einige Kinder mit juveniler idiopathischer Arthritis sprechen auf eine Behandlung mit Basistherapeutika (DMARDs, Disease modifying antirheumatic drugs) einschließlich der modernen TNF-Blocker nicht an oder vertragen diese nicht. Eine internationale Forschergruppe untersuchte daher nun erstmals den bei Erwachsenen bereits erfolgreich getesteten T-Zell-Kostimulationmodulator Abatacept (Orencia®) an Kindern, bei denen andere Therapieoptionen nicht erfolgreich waren.Show moreRheumatherapie
11.02.2009, 23:00 Uhr
Micafungin gegen invasive Candida-Infektionen
Micafungin (Mycamine®) ist ein neues Antimykotikum, das seit April 2008 in Europa zugelassen ist und jetzt bei uns auf den Markt kommt. Das Echinocandin wird intravenös zur Prophylaxe und Therapie schwerer Candida-Infektionen eingesetzt. Da Micafungin Lebertumore auslösen kann, sollte es nur angewendet werden, wenn andere Antimykotika nicht geeignet sind.Show moreNeues Echinocandin
11.02.2009, 23:00 Uhr
Kommt die Anti-Aids-Pille?
Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde hat jetzt damit begonnen, eine groß angelegte klinische Studie vorzubereiten, die die Möglichkeit einer Präexpositionsprophylaxe (PrEP) vor einer Infektion mit dem Aids-Erreger HIV untersuchen soll. Die "Pille gegen Aids" wird in zwei Varianten getestet: eine enthält den Wirkstoff Tenofovir, ein Nukleosidanalogon, das die viruseigene Reverse Transkriptase hemmt, die zweite zusätzlich Emtricitabin, ebenfalls ein Nukleosidanalogon. Das Projekt ist nicht unumstritten.Show moreAus der Forschung
11.02.2009, 23:00 Uhr
Gut ernährt durch die Pubertät
Der Übergang vom Kind zum Erwachsenen stellt in vielerlei Hinsicht eine schwierige Phase dar. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist während der Pubertät vor allem der Wachstumsschub von Bedeutung. Daneben verändert sich auch die Körperzusammensetzung und viele Organsysteme des Körpers vergrößern sich [1]. Was das für die Ernährung bedeutet, können Sie in dieser Folge unserer Serie "Basiswissen Kinderernährung" lesen.Show moreBasiswissen Kinderernährung (Folge 4)
11.02.2009, 23:00 Uhr
Grüner Tee antagonisiert die Wirkung von Bortezomib
Eigentlich werden dem im Grüner Tee enthaltenen Epigallocatechingallat antikarzinogene Wirkungen zugeschrieben: Am Tier wurde eine Aktivität gegen Leukämie sowie gegen solide Tumoren beobachtet. Dieser positive Effekt wird mit dem Angriff auf einen Schutzmechanismus von Tumorzellen erklärt, der diese vor einer Apoptose schützt. Theoretisch sollte daher Epigallocatechingallat die Wirkung einer Chemotherapie verstärken, besonders wenn sie eine Apoptose induziert. Stattdessen gingen antikarzinogene Effekte von Bortezomib (Velcade®) in vitro und in Experimenten an der Maus vollständig verloren.Show moreOnkologie
11.02.2009, 23:00 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung