
Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Tecovirimat Siga bei Mpox nicht mehr zugelassen
Menschen mit Mpox dürfen Tecovirimat künftig nicht mehr erhalten, die Zulassung wird beschränkt. Grund ist eine fehlende Wirksamkeit. Bei Pocken und Kuhpocken bleibt das Virostatikum weiter zugelassen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Rote-Hand-Brief
18.05.2026, 11:00 Uhr

Suizidgefahr unter der Therapie mit Ziconotid
Der Wirkstoff Ziconotid (Prialt®), das synthetisch hergestellte Gift der Meeresschnecke Conus magus, wurde bei seiner Einführung 2006 als sichere Alternative zu Morphin gefeiert. Jetzt gerät es zunehmend in Verdacht, bei Patienten Suizide auszulösen. Ziconotid ist zur Behandlung von starken, chronischen Schmerzen bei Erwachsenen angezeigt, die eine intrathekale Analgesie benötigen.Show moreAnalgetika
01.12.2010, 23:00 Uhr

Hypertonie
Fortschritte in der Hypertonie-Behandlung liefern neue Fixkombinationen, die den Blutdruck effektiv senken bei im Vergleich zu den Monotherapien gleichen oder sogar verminderten Nebenwirkungen. Je länger Medikamente auf dem Markt sind, desto mehr Hinweise auf Nebenwirkungen werden in retrospektiven Analysen erhoben wie ein leicht erhöhtes Krebsrisiko unter den als sehr gut verträglich geltenden AT1-Blockern (Sartanen). Die Frage der klinischen Relevanz und der Konsequenzen für den täglichen Einsatz muss wie so oft offen bleiben. Bedeutsame klinische Verbesserungen lassen sich erfreulicherweise für die Therapie der pulmonalen Hypertonie vermelden.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr

Schlaganfall
In den letzten zwei Jahren haben sich die Möglichkeiten der Prophylaxe von kardialen thromboembolischen Ereignissen, die zu einer zerebralen Ischämie führen können, wesent-lich erweitert. Die Möglichkeiten der oralen Antikoagulation durch Vitamin-K-Antagonisten werden durch die oralen direkten Hemmstoffe der Faktoren X und II erweitert; am Herzen gibt es neue Therapieoptionen für die Frequenzkontrolle bei chronischem Vorhofflimmern.Show more
Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Enzymprofil ist wichtiger als Art des Nahrungsfetts
Zellmembranen sind zum Großteil aus Fettsäuremolekülen aufgebaut. Dies gilt auch für die Membranen der roten Blutkörperchen. Wie Wissenschaftler um Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) nun gezeigt haben, lässt sich anhand des Fettsäureprofils der roten Blutzellen das Typ-2-Diabetes-Risiko einer Person bestimmen. Derzeit ist allerdings noch unklar, ob eine solche Untersuchung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen einsetzbar ist.Show moreDiabetes-Risiko
24.11.2010, 23:00 Uhr
Therapie starker Regelblutungen
Für das orale Kontrazeptivum Qlaira® wurde die Zulassung auf die Behandlung starker Menstruationsblutungen ohne organische Ursache bei Frauen, die eine orale Kontrazeption wünschen, erweitert. Das Präparat enthält als Östrogen Estradiolvalerat, die veresterte Form des körpereigenen Estradiols. Weiterer Bestandteil ist das synthetische Gestagen Dienogest.Show moreZulassungserweiterung
24.11.2010, 23:00 Uhr
FSH-Rezeptoren als universelle Tumormarker?
Das follikelstimulierende Hormon (FSH), ein Glykoprotein und Sexualhormon (Gonadotropin), wird bei beiden Geschlechtern im Vorderlappen der Adenohypophyse gebildet. Rezeptoren für das Hormon kommen bei gesunden Erwachsenen nur in Hoden und Eierstöcken vor. Mit spezifischen Antikörpern konnten diese Proteine jetzt in den Blutgefäßwänden ganz unterschiedlicher Tumorarten nachgewiesen werden. Als universelle Tumormarker könnten die FSH-Rezeptoren neue Diagnostik- und Therapieoptionen eröffnen.Show moreAus der Forschung
24.11.2010, 23:00 Uhr
Schätzungsweise 500 Tote durch Appetitzügler Benfluorex
Benfluorex (Mediator ®), das unter anderem in Frankreich zur Gewichtsreduktion eingesetzt worden ist, könnte dort in den vergangenen 30 Jahren nach Schätzungen der französischen Arzneimittelbehörde Afssaps für mindestens 500 Todesfälle verantwortlich gewesen sein. In Deutschland waren Benfluorex-haltige Präparate nie im Handel.Show moreFrankreich
24.11.2010, 23:00 Uhr
Asthmarisiko bei Kindern abhängig von Gen-Varianten der Mutter?
Nach wie vor gibt es lediglich Hinweise, jedoch keine Beweise, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen haben, ein erhöhtes Allergie- und Asthma-Risiko haben. In einer britischen Studie wurde jetzt die Beobachtung gemacht, dass Paracetamol in der Schwangerschaft das Asthmarisiko der Kinder erhöht, deren Mütter spezifische Variationen von Antioxidans-Genen aufweisen.Show moreParacetamol in der Schwangerschaft
24.11.2010, 23:00 Uhr
Nur genaue Anamnese hilft, Allergen zu meiden
Nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie ist eine allergische Erkrankung, sondern steht häufig als "Platzhalter" für andere Beschwerden. Wie die sachgerechte Diagnostik erfolgt und welche Nahrungsmittel häufig Allergien hervorrufen, erläuterte Prof. Dr. Tilo Biedermann, Tübingen, beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress.Show moreNahrungsmittelallergien
24.11.2010, 23:00 Uhr
Bei Reizhusten für Ruhe sorgen
In den Herbst- und Wintermonaten rollt die Erkältungswelle mit Virusinfektionen der oberen Atemwege wieder an. Ein dabei auftretender Husten kann sehr quälend sein und sich über Wochen hinziehen. Der Apotheker kann mit der richtigen Auswahl des Wirkstoffs und einer geeigneten Arzneiform die Behandlung des Hustens wirkungsvoll unterstützen.Show moreAntitussiva
24.11.2010, 23:00 Uhr
Aktuelle Husten-Leitlinie: möglichst kausal therapieren
Husten ist ein wichtiger Schutzreflex der Atemwege, Husten ist aber auch gemeinsames Symptom nahezu aller bronchopulmonaler und zusätzlich einiger extrapulmonaler Erkrankungen. Seit Anfang dieses Jahres liegt eine überarbeitete Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Hustens vor. Ein Kapitel ist der medikamentösen Therapie erwachsener Patienten gewidmet. Aufgrund der insgesamt mäßigen Datenlage spricht die Leitlinie allerdings nur verhaltene Empfehlungen aus.Show moreAkuter und chronischer Husten
24.11.2010, 23:00 Uhr
Eribulin erhält Zulassung in den USA
Das Zytostatikum Eribulin-Mesylat (vorgesehener Handelsname Halaven®) hat jetzt die Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Sie gilt für die Behandlung von Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs im Spätstadium, die bereits mindestens zwei Chemotherapien einschließlich einer Anthracyclin- und Taxan-basierten Therapie erhalten haben.Show moreOnkologie
24.11.2010, 23:00 Uhr
Früher Therapiebeginn bringt keine Vorteile
Erleiden Patientinnen mit Eierstockkrebs ein Rezidiv, dann steigt die Konzentration des Tumormarkers CA-125 oft schon mehrere Monate vor dem Auftreten klinischer Symptome an. Nach den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Studie bringt eine bereits zu diesem Zeitpunkt begonnene Chemotherapie jedoch keine Vorteile bezüglich Überlebensrate oder Lebensqualität.Show moreOvarialkarzinom
24.11.2010, 23:00 Uhr
Prävention schon mit der Babynahrung?
Erste Ergebnisse einer internationalen Studie lassen vermuten, dass hypoallergene Säuglingsnahrung bei Kindern die Bildung von Diabetes-Antikörpern und damit das frühe Auftreten einer Zuckererkrankung verhindern kann. Endgültige Gewissheit wird jedoch erst in einigen Jahren nach Abschluss der Studie bestehen.Show moreDiabetes mellitus
24.11.2010, 23:00 Uhr
Veränderte Hämagglutinin-Proteine ermöglichen Influenzaviren den Angriff an bewimperten Zellen
Der Austausch eines einzigen Proteinbausteins genügt, damit das Influenzavirus H1N1 neue Zielzellen befällt und Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Das haben Wissenschaftler aus Marburg und London herausgefunden. Die mutierten Viren infizieren bevorzugt bewimperte Zellen in Lunge und Bronchien.Show more"Neue Grippe"
24.11.2010, 23:00 Uhr
Mindestens 3% der Verkehrsunfälle durch Medikamente
In Frankreich wurde untersucht, wie häufig verschreibungspflichtige Medikamente für Verkehrsunfälle verantwortlich sind und unter welchen Medikamenten das Risiko besonders steigt. Das Ergebnis: mindestens 3% aller Verkehrsunfälle lassen sich auf die Anwendung verschreibungspflichtiger Medikamente zurückführen und zwar auf solche, von denen bekannt ist, dass sie die Fahrtauglichkeit besonders einschränken.Show moreFrankreich
24.11.2010, 23:00 Uhr
RG7204 bei malignem Melanom
RG7204 ist ein kleines Molekül, das oral verabreicht wird und selektiv eine krebserzeugende mutierte Form des BRAF-Proteins hemmen soll, die bei etwa der Hälfte aller metastasierenden Melanom-Tumoren auftritt. Jetzt wurden neue Studienergebnisse zur Wirkung beim fortgeschrittenen Melanom veröffentlicht. Die Daten zeigen eine vielversprechende klinische Aktivität bei bereits behandelten Patienten mit einem die BRAF-V600E-Mutation aufweisenden metastasierenden Melanom.Show moreSchwarzer Hautkrebs
17.11.2010, 23:00 Uhr
Studie mit Buprenorphin-haltigem Implantat
In einer US-Studie wurde bei drogenabhängigen Probanden ein Buprenorphin-haltiges Implantat eingesetzt. Im Vergleich mit einem Placebo-Implantat konnten dadurch die Einnahme illegaler Drogen verringert und die Entzugssymptomatik gelindert werden.Show moreSubstitution
17.11.2010, 23:00 Uhr
ACC-haltige Schleimlöser nur in Frankreich kontraindiziert
Mit schleimlösenden Wirkstoffen wie Acetylcystein (ACC) soll auch Kindern das Abhusten erleichtert werden. In Frankreich sind allerdings inzwischen entsprechende Mukolytika für Kinder unter zwei Jahren kontraindiziert, weil sich die Meldungen über Komplikationen in dieser Altersgruppe gehäuft haben. Viele der betroffenen Kinder mussten wegen respiratorischer Probleme ins Krankenhaus eingewiesen werden. Mit diesen Beobachtungen steht Frankreich jedoch allein da, sie sollen in keinem anderen Land der EU gemacht worden sein.Show moreKinder unter zwei Jahren
17.11.2010, 23:00 Uhr
Vitamin D3 verbessert die Wirksamkeit von Atorvastatin
Ein Mangel an Vitamin D3 hat nicht nur negative Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel, sondern ist aktuellen Studien zufolge an der Entstehung und Progression zahlreicher Krankheiten beteiligt. Andererseits beeinflusst der Vitamin-D-Status die Wirksamkeit verschiedener Arzneimittel (z. B. Bisphosphonate). Die Ergebnisse einer aktuellen Studie geben Hinweise darauf, dass ein guter Vitamin-D-Status auch die Lipidspiegel-modulierende Wirkung der Statine verbessern kann.Show moreAktuell und Kompakt
17.11.2010, 23:00 Uhr
Moderate Reduktionskost für adipöse Schwangere
Dicke Mutter, dicke Kinder – ein Teufelskreis? Epidemiologische Daten legen das nahe: Frauen sind heute häufiger übergewichtig und nehmen im Verlauf der Schwangerschaft stärker zu als früher. Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen steigen, das Gewicht der geborenen Kinder ebenso. Diese neigen selbst zu Übergewicht und Diabetes. Der Circulus vitiosus lässt sich durch Lebensstilveränderungen durchbrechen. Übergewichtige Frauen mit Kinderwunsch sollten sich vor einer Schwangerschaft beraten lassen, wie sie ihr Körpergewicht normalisieren können. In der Schwangerschaft selbst ist für adipöse Frauen eine moderate Reduktionskost empfehlenswert.Show moreErnährung in der Schwangerschaft
17.11.2010, 23:00 Uhr
Cholera-Epidemie in Haiti breitet sich aus
Die Cholera-Epidemie in Haiti hat bislang etwa 900 Tote gefordert, mehr als 12.000 Menschen sind infiziert. Die Vereinten Nationen gehen von 200.000 Infizierten in den kommenden Wochen aus. Die Sterberate lag anfangs bei 10%, bis jetzt konnte sie auf 6% gesenkt werden, normalerweise liegt sie bei etwa 1%. Allein diese Zahlen belegen schon die Hauptursachen der Epidemie: katastrophale hygienische Verhältnisse, unter denen die Ärmsten der Armen leben müssen, in Verbindung mit einer völlig unzureichenden medizinischen Versorgung.Show moreInfektionskrankheiten
17.11.2010, 23:00 Uhr
Tesamorelin verringert Bauchfett bei HIV-Patienten
Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) hat jetzt die Zulassung für Tesamorelin zur Injektion (vorgesehener Handelsname Egrifta®) zur Verringerung überschüssigen Bauchfetts bei HIV-infizierten Patienten mit Lipodystrophie (abdominaler Lipohypertrophie) erteilt.Show moreFDA-Zulassung
17.11.2010, 23:00 Uhr
Anti-TNF-Therapie erhöht Risiko für Gürtelrose
TNF-alpha-Blocker wie Etanercept (Enbrel®), Certolizumab (Cimzia®), Adalimumab (Humira®) und Infliximab (Remicade®) sollen bei rheumatoider Arthritis Entzündungsprozesse unterdrücken. Gleichzeitig schwächen sie die Immunabwehr des Körpers, was sich unter anderem in einer erhöhten Anfälligkeit für Varizella-Zoster-Infektionen widerspiegelt.Show moreRheumatoide Arthritis
17.11.2010, 23:00 Uhr
Stress kann zur Entstehung von Parkinson führen
Die Entstehung zahlreicher Erkrankungen lässt sich auf oxidativen Stress zurückführen. US-amerikanische Wissenschaftler konnten dies jetzt auch für den Morbus Parkinson zeigen. Bei dieser neurologischen degenerativen Erkrankung werden spezifische Neuronen im Gehirn zerstört, während andere relativ unbeschadet bleiben. Der Vorgang ließ sich im Tierversuch experimentell nachvollziehen, konnte aber durch das Antihypertonikum Isradipin eingeschränkt werden. Die Ergebnisse eröffnen neue Therapiemöglichkeiten zumindest für bestimmte Parkinson-Patienten.Show moreAus der Forschung
17.11.2010, 23:00 Uhr
Tamoxifen: Interaktionen mit CYP2D6-Inhibitoren beachten
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist darauf hin, dass die gleichzeitige Anwendung von Tamoxifen und starken Inhibitoren von Cytochrom P450 2D6 möglichst vermieden werden sollte, da eine reduzierte Wirksamkeit von Tamoxifen nicht ausgeschlossen werden kann. Sowohl die mögliche Interaktion mit starken CYP2D6-Inhibitoren, als auch die Informationen zu Genvarianten von CYP2D6 sollen in die Fachinformationen von Tamoxifen aufgenommen werden. Das BfArM plant, in Kürze ein Stufenplanverfahren einzuleiten.Show moreMammakarzinom
10.11.2010, 23:00 Uhr
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