Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Eplerenon reduziert kardiovaskuläre Mortalität
Der Aldosteron-Antagonist Eplerenon (Inspra®) ist zur Behandlung der Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt und als Co-Therapeutikum einer Standardtherapie bei Patienten mit einer linksventrikulären Dysfunktion zugelassen, um das Risiko der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität zu verringern. In einer neuen Studie konnte nun ein positiver Effekt von Eplerenon bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienzsymptomatik gezeigt werden.Show moreHerzinsuffizienz
02.03.2011, 23:00 Uhr

Schlafstörungen und Angst
Endlich wieder einmal gut und erholsam schlafen können, endlich die innere Unruhe und Angst verlieren – dafür werden millionenfach Schlaf- und Beruhigungsmittel verordnet. Dem legitimen Wunsch nach einer "Guten Nacht!" stehen die Gefahr von Medikamentenabhängigkeit und anderer Risiken entgegen, die eine längere Einnahme limitieren. Bei der Bewertung von Schlafstörungen ist zu beachten, dass es sich um wesentliche, behandlungsbedürftige Kofaktoren zahlreicher psychischer und organischer Krankheiten handeln kann. | Von Thomas Herdegen
Show morePharmako-Logisch!
02.03.2011, 23:00 Uhr
Bitte mehr Vitamin D
US-amerikanische Wissenschaftler schreiben in der Fachzeitschrift "Anticancer Research", dass im Hinblick auf die Prävention von Krebs die Vitamin-D-Aufnahme in der Bevölkerung deutlich gesteigert werden sollte. Auch anderen Erkrankungen ließe sich den Forschern zufolge dadurch vorbeugen.Show moreKrebsprävention
02.03.2011, 23:00 Uhr
Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen
Die wirkungsstarken Hypnotika binden entweder an GABA-A- oder H1 -Rezeptoren, was Nebenwirkungen aus entsprechenden pharmakodynamischen Interaktionen und der Dämpfung der (Tages-)Aktivität erklärt. Gerade bei Patienten mit Schlaf- und Angststörungen muss darüber hinaus mit komplexen psychischen Reaktionen gerechnet werden. Rebound und Entzugssymptome erschweren das Absetzen. Das Risiko der Gewöhnung, die Entwicklung einer Abhängigkeit sowie die Sturzgefahr im Alter steigen mit der Verordnungsdauer. Trotzdem ist die Einnahme entsprechender Hypnotika über einen langen Zeitraum nicht immer zu vermeiden. Schließlich sind bei den Antidepressiva und Neuroleptika die bereits bekannten vegetativen Nebenwirkungen zu beachten.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Wundermittel gegen Haarausfall?
Auch Stress wird als einer der möglichen Gründe für den Verlust des Haares immer wieder diskutiert. Eher zufällig haben US-Wissenschaftler während ihrer Untersuchungen zur Wirkung des Stresshormons Corticotropin (ACTH) und eines Antihormons bei gastrointestinalen Störungen, eine überraschende Entdeckung gemacht. Der synthetische Hemmstoff Astressin B erwies sich im Tierversuch als potentes, langfristig wirksames Haarwuchsmittel.Show moreAus der Forschung
02.03.2011, 23:00 Uhr
Hypertonietherapie mit nur einer Tablette täglich
Der organ- und gefäßprotektive Nutzen einer Blutdrucksenkung bei Hypertonikern ist unumstritten. Obwohl eine Vielzahl antihypertensiv wirksamer Medikamente zur Verfügung steht, erreichen sehr viele Patienten nach wie vor nicht den angestrebten Zielblutdruck. Zu den wichtigsten Gründen für das Therapieversagen zählt die mangelnde Adhärenz seitens der Patienten, die mit steigender Tablettenzahl immer mehr zum Problem wird. Während Fixkombinationen aus zwei antihypertensiven Wirkstoffen mittlerweile zur Routine gehören, sollen in Zukunft Dreifach-Fixkombinationen einen Ausweg aus dem Dilemma verschaffen.Show moreHypertoniebehandlung
02.03.2011, 23:00 Uhr
Impfstoff aus Vero-Zellkultur überzeugt in Phase-III-Studie
Die meisten Impfstoffe werden nach wie vor mithilfe von Hühnerembryonen hergestellt. Dieses Verfahren ist jedoch komplex und zeitaufwendig; im Falle einer Pandemie kann der richtige Impfstoff nicht unmittelbar verfügbar sein. Jetzt wurden Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Phase-III-Studie mit einem Grippeimpfstoff aus einer Vero-Zellkultur veröffentlicht, die in der Saison 2008/09 in 36 US-amerikanischen Zentren durchgeführt wurde. Dieser Impfstoff war danach genauso sicher, immunogen und wirksam wie traditionelle Grippeimpfstoffe.Show moreGrippeimpfstoffe
02.03.2011, 23:00 Uhr
Medikamentöse Therapie
Schlaf- und Beruhigungsmittel sind wirkungsvolle Medikamente, die Ausgeglichenheit und Entspannung herbeiführen sowie das Bewusstsein bis zur Narkose dämpfen können. Die größte und wichtigste Gruppe der Hypnotika bilden die Benzodiazepine und Z-Substanzen, die ausnahmslos über die Stimulation des GABA-A-Rezeptors wirken. Weitere Sedativa bzw. Hypnotika sind außerdem Hemmstoffe des H1-Rezeptors und Melatonin-Rezeptor-Agonisten. Der Vollständigkeit halber werden hier noch die Barbiturate rekapituliert.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Entzugssymptome und EPS-Symptome bei Neugeborenen
Eine Therapie mit Antipsychotika kann mit zahlreichen unerwünschten Wirkungen verbunden sein. Offensichtlich kann die Einnahme entsprechender Medikamente in den letzten Monaten einer Schwangerschaft auch zu Bewegungsstörungen (EPS-Symptomen) und Entzugssymptomen bei Neugeborenen führen. Nachdem in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Fälle bekannt wurden, lässt die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA diese Warnung jetzt in die Fachinformationen aller Wirkstoffe einfügen.Show moreNeuroleptika
02.03.2011, 23:00 Uhr
Quadrupel-Therapie gegen Helicobacter pylori
Helicobacter pylori ist ein Krankheitserreger, der sich in der Magenschleimhaut einnistet und dort zu Entzündungen führen kann. Bestimmte Stämme des Bakteriums produzieren unterschiedliche Pathogenitätsfaktoren, die das Risiko für Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm sowie für Magenkrebs erhöhen. Zunehmende Resistenzen gegen das Antibiotikum Clarithromycin führen mittlerweile häufig zu Therapie-Misserfolgen. Mit einer neuen Therapie ist es möglich, das Magenbakterium Helicobacter pylori auch dann noch zu beseitigen, wenn es gegenüber dem Antibiotikum Clarithromycin resistent ist.Show moreInfektionskrankheiten
02.03.2011, 23:00 Uhr
Therapeutisches Vorgehen
Ernste Schlafstörungen sowie Angststörungen erfordern einen Behandlungsplan. Bei den Schlafstörungen können neben einer optimierten Umgebung entspannende und auch ritualisierende Abendstrukturen hilfreich sein. Bei den Angststörungen muss die Pharmakotherapie in psychotherapeutische Hilfen eingebunden sein. In keinem Fall wirkt die Pharmakotherapie kausal, sie kann aber sehr wirksam die Symptome beseitigen. Alternativ zu den GABAergen Wirkstoffen sind sedierende Antidepressiva und Neuroleptika bei Schlafstörungen sowie bei Angststörungen indiziert.Show more
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Sumatriptan – ein bewährter Wirkstoff im neuen Gewand
Das Präparat Sumavel® DosePro® hat für Deutschland die Zulassung erhalten und ist seit dem 1. Februar 2011 in den Apotheken verfügbar. Es handelt sich um einen nadelfreien Pen für die subkutane Selbstanwendung, der den Wirkstoff Sumatriptan mit Hochdruck direkt ins Gewebe appliziert. Anwendungsgebiete sind akute Migräneattacken mit oder ohne Aura sowie akute Cluster-Kopfschmerzen bei Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren.Show moreMigränetherapie
02.03.2011, 23:00 Uhr
Literaturverzeichnis "Pharmako-logisch: Schlafstörungen und Angst"
Schlafstörungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Schlaf, Schlafstörungen und Angst
Etwa 15 bis 35% der Bevölkerung leiden unter leichten bis schweren Schlafstörungen. Die Prävalenz wird mit 3 bis 8% angegeben, bei Älteren steigt sie auf bis zu 30%. In Deutschland sollen insgesamt 10% der Bevölkerung an Schlafstörungen leiden; diese Zahl wird plausibel, wenn man allein die 800.000 Patienten bedenkt, die an Schlafapnoe leiden. Die Nicht-Diagnose und entsprechend die Nicht-Behandlung verursacht indirekte Kosten in Milliardenhöhe inklusive der vermeidbaren Frühberentungen.Show moreVerlust der inneren Ruhe
02.03.2011, 23:00 Uhr
Teriparatid baut Kieferknochen auf
In einer kleinen Pilotstudie konnte durch Teriparatid der Kieferknochenverlust bei einer schweren Parodontitis verringert werden. Ob sich dieses Vorgehen in der Praxis umsetzen lässt, müssen weitere Studien zeigen.Show moreParodontalerkrankungen
02.03.2011, 23:00 Uhr
Kein Beweis für Asthma durch Paracetamol
Die Pharmakovigilance Working Party (PhVWP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) sieht bislang keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft oder der frühen Kindheit und dem Auftreten von Asthma bei Kindern. Regulatorische Maßnahmen werden nicht für erforderlich gehalten.Show morePharmakovigilanz-Gruppe der EMA
02.03.2011, 23:00 Uhr
Niedrige Vitamin-D-Spiegel – höheres Allergierisiko
Eine Studie mit mehr als 3000 Kindern hat aktuell gezeigt, dass niedrige Vitamin-D-Blutspiegel mit einem erhöhten Allergierisiko einhergehen. Bei Kindern sollte den Studienautoren zufolge daher verstärkt auf eine ausreichende Vitamin-D-Aufnahme geachtet werden.Show morePädiatrie
02.03.2011, 23:00 Uhr
Wirkung von Ginseng unzureichend nachgewiesen
Seit vielen Jahren wird Ginseng vor allem in der chinesischen und Alternativmedizin zur Bekämpfung von Krankheiten und Alterserscheinungen eingesetzt. Ob Ginseng wirklich kognitive Fähigkeiten verbessern kann, ist bisher nicht belegt. In einem Cochrane-Review wurde jetzt die derzeitige Studienlage zusammengefasst. Nur fünf Studien genügten den Ansprüchen der Auswertung. Die Autoren sehen Hinweise auf einen positiven Effekt für die kognitive Funktion, das Verhalten und die Lebensqualität.Show moreCochrane Review
23.02.2011, 23:00 Uhr
Neue Behandlungsstrategien gegen Prostatakarzinome
Die vielfach eingesetzte Hormontherapie zur Behandlung des Prostatakarzinoms ist häufig nur begrenzt erfolgreich, da die Krebszellen den Androgenrezeptor nach einer bestimmten Zeit über den Botenstoff Interleukin 6 (IL-6) dennoch aktivieren können. Eine neue Therapiestrategie besteht darin, die Aktivität von Interleukin 6 direkt auszuschalten. In einer Phase-I-Studie konnte die Aktivität des Botenstoffs mit dem Interleukin-6-Antikörper Siltuximab herunterreguliert und die Apoptose so erhöht werden.Show moreAus der Forschung
23.02.2011, 23:00 Uhr
Durchblutungsfördernde Creme als sinnvolle Therapieoption
Durchblutungsfördernde Tiefenwärme stellt eine wirkungsvolle ergänzende Behandlungsmöglichkeit bei unspezifischen Rückenschmerzen dar. Eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln konnte kürzlich die Tiefenwirksamkeit einer hyperämisierenden Creme mit der Kombination aus Nonivamid und Nicoboxil zeigen.Show moreRückenschmerzen
23.02.2011, 23:00 Uhr
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