Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Wirkung von Schmerzmitteln hängt von der Erwartung ab
In der Schmerzforschung ist der Placebo-Effekt bereits gut untersucht, da Schmerzen experimentell relativ einfach von außen zugefügt und entsprechende Reaktionen nachgewiesen werden können. Beeindruckend sind jetzt Ergebnisse einer Untersuchung mit Remifentanil. Auch die Wirkung des starken Opioids hängt entscheidend von der individuellen Erwartungshaltung des Probanden ab. Es war sowohl ein eindeutiger Placebo- als auch ein Nocebo-Effekt nachweisbar: die Magnetresonanztomographie zeigte eine Aktivierung unterschiedlicher Hirnregionen.Show moreSchmerztherapie
23.02.2011, 23:00 Uhr
Kombination senkt Blutdruck stärker als Monotherapien
Bei vielen Hypertonikern reicht eine Monotherapie nicht aus, um den Zielblutdruckwert zu erreichen. In einer im Lancet veröffentlichten Studie testete man eine – in Deutschland noch nicht zugelassene – Kombination aus dem Renininhibitor Aliskiren und Amlodipin zunächst gegen die jeweiligen Monotherapien; nach 16 Wochen wurde die Kombibehandlung dann allen Studienteilnehmern zuteil. Besonders stark profitierten diejenigen Patienten, die von Anfang an mit der Kombination behandelt worden waren.Show moreHypertonietherapie
23.02.2011, 23:00 Uhr
Kein präventiver Nutzen durch Fischöl
Ist Fischöl zur Sekundärprävention von Vorhofflimmern geeignet? Eine aktuelle Studie verneint diese Frage, nachdem eine mehrmonatige Supplementation hoch dosierter Omega-3-Fettsäuren das erneute Auftreten von Arrhythmien nicht verhindern konnte.Show moreVorhofflimmern
23.02.2011, 23:00 Uhr
Immunbiologische Effekte von Mikronährstoffen
Teil 1: Überblick mit Fokus auf Vitamin C
Von Alexander Ströhle, Maike Wolters und Andreas Hahn
Als Elemente des antioxidativen Systems, Cofaktoren von Enzymen, Bestandteile von Transkriptionsfaktoren und epigenetischen Modulatoren, beeinflussen Mikronährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente verschiedene Stoffwechselbereiche, die unmittelbar mit den Immunfunktionen in Beziehung stehen. Aus ernährungsimmunologischer Sicht sind insbesondere die Vitamine C (Ascorbinsäure) und D (Calciferol) von Interesse, da diese sowohl über redoxabhängige als auch über transkriptional gesteuerte subzelluläre Prozesse sowohl die Phagocytoseaktivität als auch die T-Zell-Funktion beeinflussen. Ausgehend von einem Überblick zu den immunologischen Funktionen ausgewählter Mikronährstoffe soll in diesem ersten Teil des Beitrags der Fokus auf den Immuneffekten von Vitamin C liegen. Dabei wird u. a. die Frage von Interesse sein, inwieweit Vitamin C für die Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten relevant ist.Show moreMikronährstoffe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Direktvergleich von Candesartan und Losartan
Die Analyse von Daten eines großen schwedischen Herzinsuffizienz-Registers ergab, dass unter einer Behandlung mit Candesartan signifikant mehr Patienten ein bzw. fünf Jahre überlebten als unter einer Behandlung mit Losartan. Die Relevanz dieser Ergebnisse wird kontrovers diskutiert, da derartige Beobachtungsstudien nicht die Aussagekraft randomisierter kontrollierter Studien besitzen.Show moreHerzinsuffizienz
23.02.2011, 23:00 Uhr
EMA fehlt Beweis für Narkolepsie durch Pandemrix
Unerwartet viele Berichte zum Auftreten einer Narkolepsie nach Impfung mit dem Pandemieimpfstoff Pandemrix® in Finnland und Schweden beschäftigen die Überwachungsbehörden. Während das finnische Gesundheitsinstitut THL einen Zusammenhang zwischen Impfung und Narkolepsie für wahrscheinlich hält, fehlen dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bislang die Beweise für einen ursächlichen Zusammenhang, so das Fazit des CHMP auf seiner Februarsitzung.Show moreImpfung gegen Neue Grippe
23.02.2011, 23:00 Uhr
Apotheken könnten mehr UAW melden
"Tonnen-Ideologie ist nicht das, was wir brauchen"
Von Anne Paschke
Die Apotheker als Heilberufler könnten nicht nur erheblich zu einer Vermehrung der Melderaten an unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) beitragen, es gilt auch: Klasse statt Masse. Es fehlt vor allem an qualitativ hochwertigen UAW-Meldungen, um die Arzneimittelsicherheit in Deutschland zu verbessern. Dieser Auffassung ist Dr. Ulrich Hagemann, bis Ende 2010 Leiter der Abteilung "Pharmakovigilanz" im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). In einem Gespräch im letzten Jahr mit dem Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit Nordrhein-Westfalen gab er einen Einblick in seine Tätigkeit.Show morePharmakovigilanz
23.02.2011, 23:00 Uhr
Enzymdefekt als Ursache der fortgeschrittenen AMD
Die Mehrheit der an einer Makuladegeneration Erkrankten ist von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) betroffen. Die atrophe (trockene) Form macht etwa 80% der Fälle aus. Sie beginnt zunächst mit der Ablagerung von Alterspigmenten (Lipofuszinen). In fortgeschrittenem Stadium kann sie dann in einen flächigen Zelltod des retinalen Pigmentepithels übergehen. Dies ist möglicherweise auf die rückläufige Leistung eines spezifischen Enzyms zurückzuführen, das toxische Genprodukte aus der Netzhaut entfernt. Im Mausmodell zeigten sich bereits erfolgreiche Therapieansätze.Show moreAus der Forschung
16.02.2011, 23:00 Uhr
Biologika rollen die Therapie von hinten auf
Die Therapie von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa folgt in aktuellen Leitlinien einem Stufenschema. Am Ende der Treppe stehen als ultima ratio TNF-alpha-Antikörper, die auch bei refraktären Verläufen noch eine Remission erzielen können. Das Step-up-Schema der Therapie wird in neueren Studien auf den Kopf gestellt. Die kostenintensive Top-down-Strategie mit vorgezogenem Einsatz von Biologika eignet sich aber nur bei bestimmten (Crohn)-Patienten. Nebenwirkungen und Kosten steigen. Zur Auswahl geeigneter Patienten und zur Therapiesteuerung könnten zukünftig die endoskopische Mukosaheilung und die Bestimmung der Biologika-Talspiegel dienen.Show moreChronisch-entzündliche Darmerkrankungen
16.02.2011, 23:00 Uhr
FDA: Hydroxyprogesteron zur Prävention von Frühgeburten
Seit Langem laufen Studien zur Prävention von Frühgeburten durch eine Progesteron-Therapie. Obwohl zahlreiche Untersuchungen positive Ergebnisse zeigten, scheiterte die Einführung eines Präparats bislang an offenen Fragen wie einer optimalen Lösung für eine Rezeptur, den Verabreichungsweg, Zeitpunkt und Indikation. Jetzt hat die FDA das Präparat Makena® mit dem Wirkstoff 17-Hydroxyprogesteron zur intramuskulären Injektion unter der Auflage zugelassen, dass weitere Studien zur Wirksamkeit nachgereicht werden.Show moreGestagentherapie
16.02.2011, 23:00 Uhr
Nitrat für die Muskeln
Durch einen Kommafehler galt Eisen fälschlich lange Zeit als der Kraftstoff in Popeyes grünem Lieblingsgemüse. Der Fehler ist mittlerweile bekannt, schwedische Forscher konnten nun zeigen, warum Spinat dennoch zur Steigerung der Muskelkraft beitragen kann. Die enthaltenen Nitrate sorgen für eine Leistungssteigerung der Muskeln.Show moreZellstoffwechsel
16.02.2011, 23:00 Uhr
Bei ADHS die Ernährung umstellen?
Ob sich das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) durch Veränderungen in der Ernährung beeinflussen lässt, wird seit Langem kontrovers diskutiert. In einer aktuell im "Lancet" veröffentlichten Studie linderte eine Diät mit wenigen oligoantigenen Lebensmitteln die Symptome – allerdings nicht bei allen Kindern.Show moreOligoantigene Diät
16.02.2011, 23:00 Uhr
Jährlich fast 60.000 neu erworbene Infektionen
Nosokomiale Infektionen stellen in Deutschland nach wie vor ein erhebliches Problem dar. Hochrechnungen ergeben eine Häufigkeit von jährlich fast 60.000 neu erworbenen Infektionen auf Intensivstationen. Das Instrument für die Qualitätssicherung in Krankenhäusern KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System), das unterschiedliche Infektionen, aber auch das Auftreten einer Infektion mit ausgewählten multiresistenten Erregern (MRE) erfasst, zeigt allerdings deutliche Veränderungen in den vergangenen Jahren auf.Show moreKrankenhausinfektionen
16.02.2011, 23:00 Uhr
Escitalopram verringert Hitzewallungen in der Menopause
Die Einnahme des selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers Escitalopram führt bei Frauen in den Wechseljahren zu einer deutlichen Reduktion der Hitzewallungen. Dieses Ergebnis ist unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit der betroffenen Frau.Show moreWechseljahresbeschwerden
16.02.2011, 23:00 Uhr
Maserneliminierung bis 2015 als Ziel
Am 8. und 9. Februar 2011 fand in Stuttgart die 2. Nationale Impfkonferenz statt. In zahlreichen Vorträgen wurden unterschiedliche Aspekte des Impfens sowie Möglichkeiten zur Erhöhung der Impfraten erörtert. Ein wichtiges Ziel ist die Eliminierung der Masern, die in Europa bis 2015 ausgerottet sein sollen.Show moreNationale Impfkonferenz
16.02.2011, 23:00 Uhr
Schnellerer Therapieerfolg durch Vitamin-D-Gabe?
Eine randomisierte Studie hat den klinischen Nutzen einer Vitamin-D3-Substitution begleitend zu einer Therapie mit Antituberkulotika untersucht. Es zeigte sich, dass nur Patienten mit einem speziellen Genotyp des polymorphen Vitamin-D3-Rezeptorgens von dieser Behandlung profitierten.Show moreTuberkulosetherapie
16.02.2011, 23:00 Uhr
Noch unsicher: Rifaximin beim Reizdarmsyndrom
In einer aktuellen Veröffentlichung im New England Journal of Medicine wurde die Wirkung von Rifaximin (Xifaxan®) auf die Symptomatik des Reizdarmsyndroms mit Diarrhö nach zweiwöchiger Therapie vorgestellt. Die Ergebnisse der beiden gepoolten Studien zeigen eine signifikante Besserung der Symptome der Verumgruppe gegenüber Placebo. Dennoch ist eine Empfehlung zur Behandlung noch kritisch zu sehen.Show moreIrritables Kolonsyndrom
09.02.2011, 23:00 Uhr
Neuer Bluttest auf Prionen
Britische Prionenforscher haben einen neuen Test für die Creutzfeldt-Jakob Erkrankung (vCJD) entwickelt. Er soll die auslösenden Prionen 100.000-fach besser nachweisen als frühere Assays. Eine Studie im Lancet weist auf eine hohe Spezifität hin, ob die Empfindlichkeit ausreichend ist, wird diskutiert.Show moreCreutzfeldt-Jakob Erkrankung
09.02.2011, 23:00 Uhr
Heidelberger Wissenschaftler entdecken neues Krankheitsbild
Zahlreiche Funktionen der muskarinischen Acetylcholin-Rezeptoren sind bekannt. Dennoch war bislang kein klinisches Syndrom bekannt, das auf eine Dysfunktion dieser Rezeptoren zurückzuführen ist. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Tübingen haben jetzt ein neues Krankheitsbild identifiziert, dessen Ursache eine Defizienz des muskarinergen Rezeptors Subtyp 3 ist. Die bei einem Patienten beobachtete Symptomkombination ermöglicht erstmalig eine präzise Einschätzung der funktionellen Bedeutung dieses Proteins.Show moreAus der Forschung
09.02.2011, 23:00 Uhr
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