Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eigenbrauer-Syndrom: Kein Alkohol konsumiert, aber trotzdem betrunken?
„Herr Polizist, ich habe keinen Tropfen getrunken, auch wenn das Messgerät 2,1 Promille anzeigt.“ Was nach schlechter Ausrede klingt, ist tatsächlich möglich. Menschen, die unter dem Eigenbrauer-Syndrom leiden, werden betrunken, ohne Alkohol zu konsumieren. Er wird von ihrem eigenen Körper produziert.Show morepharmazie
Körper produziert selbst
05.05.2026, 15:30 Uhr
Update zum androgenetisch bedingten Haarausfall
Die androgenetische Alopezie ist bei beiden Geschlechtern die häufigste Ursache für den Verlust des Haupthaares. Sie betrifft bis zu 80% der Männer und fast 20% der Frauen. Durch genaue Diagnostik in der Haarsprechstunde kann eine effektive Behandlung ausgewählt werden. Erster Ansprechpartner ist aber meist nicht der Dermatologe sondern der Apotheker, der auf ein breites Sortiment rezeptfreier Präparate zurückgreifen kann. Minoxidil, aufgrund guter Wirksamkeit und Verträglichkeit als Lösung ein Mittel der ersten Wahl, wird voraussichtlich im nächsten Jahr auch als Schaum-Zubereitung zur einmal täglichen Anwendung erhältlich sein.Show moreAlopezie
13.07.2011, 22:00 Uhr
"Nasses" Brot für Patienten mit Mundtrockenheit
Mundtrockenheit ist ein weit verbreitetes Problem. Insbesondere ältere Menschen sind häufig davon betroffen oder auch Patienten, die bestimmte Arzneimittel einnehmen müssen. Um ihnen Brot wieder "schmackhaft" zu machen, hat der Lebensmitteltechnologe Prof. Dr. Bernd Senge nun eine spezielle Brotsorte entwickelt, die bis zu 20 Prozent mehr Wasser als übliches Brot enthält.Show moreLebensmitteltechnologie
13.07.2011, 22:00 Uhr
Venenleiden auf dem Vormarsch
Venenerkrankungen schreiten mit der Zeit fort. Um Entzündungen entgegenzuwirken, sollten sie frühzeitig und konsequent behandelt werden. Mit dem Einsatz von Flavonoiden aus dem Extrakt des roten Weinlaubs kann es gelingen, eine signifikante Reduktion der Beinschwellung und der Schmerzen zu erreichen, wie eine Untersuchung bei 240 Patienten mit chronischer venöser Insuffizienz zeigen konnte.Show moreVarikosis
13.07.2011, 22:00 Uhr
Biomarker-Diagnostik nur in spezialisierten Zentren
Erst kürzlich hatte das US-National Institute on Aging (NIA) neue Leitlinien für die Klassifikation von Morbus Alzheimer veröffentlicht, die eine sicherere Frühdiagnose ermöglichen sollen. Sie zeigen allerdings lediglich Perspektiven auf, wie verschiedene Biomarker künftig eine Diagnostik im Stadium der symptomatischen prädemenziellen Phase erleichtern könnten. Nach Ansicht einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern sollte diese Diagnostik jedoch derzeit auf klinische Expertenzentren beschränkt sein, die über entsprechende Erfahrungen verfügen.Show moreMorbus Alzheimer
13.07.2011, 22:00 Uhr
Sativex® Spray bei MS-induzierter Spastik
Ab sofort steht für Patienten zur Behandlung von MS-induzierter Spastik ein Cannabis-haltiges Oromukosalspray zur Verfügung.Show moreErstes Cannabis-Präparat erhältlich
06.07.2011, 22:00 Uhr
Austausch starker Opioide ist problematisch
Eine Schmerztherapie mit starken Opioiden erfordert eine intensive Beratung der Patienten. Neben dem Arzt kommt hier dem Apotheker die entscheidende Rolle zu."Es sollte aktiv nachgefragt werden, wie vertraut der Patient mit der Anwendung des verordneten Opioids ist, insbesondere bei der Erstverschreibung", betonte Dr. rer. nat. Axel Vogelreuter, Apotheker in Köln. Eine Substitution von starken Opioiden hält er für höchst problematisch.Show more
Pharmazeutische Bedenken
06.07.2011, 22:00 Uhr
Erstes Methylphenidat-Präparat für Erwachsene mit ADHS
Die Kernsymptomatik besteht in allen Lebensaltern aus Aufmerksamkeitsstörungen, Überaktivität und Impulsivität. Dass viele Patienten Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ins Erwachsenenalter mitnehmen, ist bekannt. Aber auch die ADHS-Therapie mit Methylphenidat wird "erwachsen". Wurde das Amphetaminderivat jenseits der 18 Jahre bislang off label verordnet, steht seit Juli 2011 in Deutschland ein zur Behandlung von Erwachsenen-ADHS zugelassenes Präparat zur Verfügung. Die Verschreibung der Höchstmenge muss auf Btm-Rezept mit einem "A" gekennzeichnet sein.Show moreADHS
06.07.2011, 22:00 Uhr
Bardoxolon zur Prävention chronischer Niereninsuffizienz
Nach der Diagnosestellung entwickelt jeder fünfte Diabetiker im Durchschnitt zehn bis 15 Jahre später eine Nierenschädigung. Unbehandelt kann diese diabetische Nephropathie bei etwa einem Drittel der Betroffenen zum Nierenversagen führen. Die chronische Niereninsuffizienz (CKD) ist in den Industrienationen die häufigste Ursache für eine Dialyse und Nierentransplantation als Nierenersatztherapie. In einer Phase-II-Studie konnte das Fortschreiten der Erkrankung bei Typ-2-Diabetikern durch den neuen Wirkstoff Bardoxolon verlangsamt werden.Show moreAus der Forschung
06.07.2011, 22:00 Uhr
Kann eine hochdosierte Statintherapie Diabetes auslösen?
Eine Therapie mit Statinen reduziert im Vergleich zu Placebo signifikant das kardiovaskuläre Risiko, sowohl bei Patienten mit als auch ohne Diabetes. Außerdem kann mit hoch dosierten Statinen das kardiovaskuläre Risiko noch mehr gesenkt werden, als mit moderat dosierten. Nun hat aber eine Metaanalyse von fünf Studien gezeigt, dass Statin-Therapien, und ganz besonders "aggressive" hoch dosierte Statin-Therapien, das Risiko des Beginns einer Diabetes-Erkrankung erhöhen können.Show moreMetaanalyse
06.07.2011, 22:00 Uhr
Überschüssiges Collagen mit Collagenasen auflösen
Die Dupuytren'sche Kontraktur wird bislang vor allem chirurgisch behandelt. Mit Xiapex® steht nun eine mikrobielle Collagenase zur Verfügung, die nach Injektion die krankhafte Verdickung des Gewebes in der Aponeurose der Handinnenflächen und Finger auflöst. Ein Dupuytren’scher Strang besteht zum größten Teil aus interstitiellem Collagen vom Typ I und III und kann daher enzymatisch durch die Collagenasen hydrolytisch lokal begrenzt abgebaut werden.Show moreDupuytren'sche Kontraktur
06.07.2011, 22:00 Uhr
Zur aktuellen EHEC-Situation
Bislang sind dem Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 4047 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden. Einen entscheidenden Hinweis zur bislang ungeklärten Herkunft des Erregers könnte jetzt die Analyse eines kleinen Ausbruchs in Frankreich geben. In Bègles erkrankten 15 Personen an einer blutigen Diarrhö, die zuvor Bockshornkleesprossen verzehrt hatten. Der von den Sprossen isolierte Erreger ist mit dem in Deutschland nachgewiesenen Stamm identisch. Auch wurden zwischenzeitlich weitere Kenntnisse zur Virulenz des Stammes Escherichia coli O104:H4 gewonnen.Show moreEHEC-Infektionen
06.07.2011, 22:00 Uhr
Fünf- und zehntägige Ceftriaxon-Therapie gleichwertig
In Entwicklungsländern zählt die bakterielle (eitrige) Meningitis zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern. Zur Dauer der Antibiotika-Behandlung existieren keine einheitlichen Empfehlungen; tendenziell wird eher länger therapiert, auch um Komplikationen zu verhindern. Diese Herangehensweise erhöht jedoch – möglicherweise unnötig – die Nebenwirkungsrate und die Kosten. Eine randomisierte placebokontrollierte Studie hat erstmalig in einer großen Patientengruppe untersucht, ob eine fünftägige Ceftriaxon-Therapie genauso effektiv ist wie eine zehntägige.Show moreMeningitis bei Kindern
06.07.2011, 22:00 Uhr
Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban zur Thromboseprophylaxe
Apixaban (Eliquis®) ist ein neues orales Antikoagulanz zur Prophylaxe venöser Thromboembolien nach elektiven Knie- und Hüftgelenkersatzoperationen. In mehreren Studien war der Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban der derzeitigen Standardtherapie mit Enoxaparin überlegen und im Hinblick auf das Blutungsrisiko gleich sicher.Show moreNeues orales Antikoagulanz
29.06.2011, 22:00 Uhr
Basistherapeutika könnten Diabetesrisiko senken
Der Therapieerfolg bei Rheuma ist individuell sehr unterschiedlich und hängt im Wesentlichen von einem frühzeitigen Therapiebeginn, aber auch von der spezifischen Medikation ab. Vielfach empfohlen werden Medikamente, die den Krankheitsprozess beeinflussen können. Diese als DMARD (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs) bezeichneten Basistherapeutika führen zu einer Verbesserung der Beschwerden, aber nicht zu einer Heilung. Wie eine retrospektive Kohortenstudie jetzt zeigt, könnte diese Basistherapie Patienten mit rheumatoider Arthritis und Psoriasis vor einem Diabetes schützen.Show moreRheumatische Erkrankungen
29.06.2011, 22:00 Uhr
Wenn Babys kein Vitamin D vertragen
Eigentlich soll es Wachstumsstörungen der Knochen vorbeugen. In seltenen Fällen aber vertragen Säuglinge das Vitamin D nicht, das ihnen zur Vermeidung von Rachitis verabreicht wird. Forscher der Universität Münster konnten nun in Zusammenarbeit mit einem kanadischen Wissenschaftlerteam den Grund dafür nachweisen.Show moreGendefekte
29.06.2011, 22:00 Uhr
Midazolam-Buccaltablette auch für Kinder
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat in seiner Sitzung vom 20. bis 23. Juni 2011 eine Vielzahl von Empfehlungen für Indikationserweiterungen und Zulassungen ausgesprochen.Show moreEmpfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel
29.06.2011, 22:00 Uhr
Exemestan zur Prävention
Auf dem diesjährigen amerikanischen Krebskongress wurde eine Studie zur Primärprävention des Mammakarzinoms mit dem Aromatasehemmer Exemestan vorgestellt. Ihr Fazit: Die Primärprävention mit Exemestan reduziert bei postmenopausalen Frauen mit hohem Risiko das Auftreten invasiver Karzinome.Show moreMammakarzinom
29.06.2011, 22:00 Uhr
Erhöhtes Fieberkrampfrisiko nach MMRV-Vierfachimpfung
Seit 2006 sind in Deutschland zwei kombinierte Lebendimpfstoffe zur Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV) zugelassen. Die STIKO empfiehlt zwei Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen zwischen dem 11. und 23. Monat nach der Geburt. Die Auswertung zweier großer Studien in den USA zeigt ein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe wenige Tage nach der ersten Impfung mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff im Vergleich zur getrennten Verabreichung von MMR- und Varizellenimpfstoff. Möglicher Auslöser ist die Masernviruskomponente.Show moreBulletin für Arzneimittelsicherheit
29.06.2011, 22:00 Uhr
Exenatide zur einmal wöchentlichen Applikation
Die europäische Gesundheitsbehörde European Medicines Agency (EMA) hat am 21. Juni 2011 dem lang wirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten Exenatide 1 x wöchentlich (Bydureon®) die Zulassung erteilt. Indiziert ist das Präparat zur Behandlung des Typ-2-Diabetes in Kombination mit Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff bzw. Metformin und/oder einem Glitazon, wenn Metformin allein nicht mehr ausreicht. Nach Angaben des Herstellers Lilly wird Bydureon® in Deutschland ab 1. September 2011 verfügbar sein.Show moreBehandlung des Typ-2-Diabetes
29.06.2011, 22:00 Uhr
Nutzen und Risiko individuell abwägen
Hormon(ersatz)therapie im Klimakterium und nach der Menopause
Von Beate Fessler
Die Hormontherapie ist die effektivste therapeutische Option bei Hitzewallungen und vaginaler Atrophie in der Peri- und Postmenopause. Mit der Veröffentlichung der Daten aus der WHI (Women's Health Initiative)-Studie 2002 ist sie allerdings in die Schlagzeilen geraten, insbesondere wegen einer Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Als Reaktion darauf wurde von den relevanten Fachgesellschaften eine interdisziplinäre S3-Leitlinie entwickelt und 2009 publiziert. Dort wird deutlich, was eine Hormonersatztherapie (HRT) leisten kann, wann sie indiziert ist und welche Risiken sie birgt. Fazit: Im Mittelpunkt der Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie muss immer die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung stehen, die jede Frau gemeinsam mit ihrem Frauenarzt treffen muss.Show more29.06.2011, 22:00 Uhr
Morbus Cushing bei Hund und Pferd
Lebenslange Behandlung mit Medikamenten ist notwendig
Von Sabine Wanderburg
Sowohl bei Hunden als auch bei Pferden gehört der spontane Hyperadrenocortizismus, der auch als Cushing-Syndrom bezeichnet wird, zu den häufigsten Endokrinopathien. Die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten des Equinen Cushing Syndroms unterscheiden sich deutlich von denen des Cushing Syndroms beim Hund. Bei beiden wird die Erkrankung immer noch unterdiagnostiziert. Sie ist aber recht gut mit – allerdings unterschiedlichen – Medikamenten zu behandeln. Die Dosiseinstellung erfordert engmaschige Kontrollen und wird sehr individuell vorgenommen.Show more29.06.2011, 22:00 Uhr
Radionuklidtherapie gegen kleine Tumore und Metastasen
Zur Behandlung vor allem von Krebserkrankungen stehen verschiedene Radionuklidtherapien zur Verfügung, bei denen den Patienten radioaktive Substanzen verabreicht werden. Diese reichern sich im Tumorgewebe an und sollen dort die Krebszellen zerstören. Aufbauend auf dem Radionuklid Terbium-161 haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) eine neue Therapie entwickelt, mit der vielleicht schon bald kleinere Tumore und Metastasen gezielter behandelt werden können.Show moreAus der Forschung
22.06.2011, 22:00 Uhr
Neuer C1-Esterase-Inhibitor zugelassen
Die Europäische Kommission hat dem C1-Esterase-Inhibitor Cinryze® die Zulassung erteilt, wie ViroPharma mitteilte. Das aus humanem Blutplasma gewonnene C1-Inhibitor-Produkt ist indiziert für die Behandlung von Angioödem-Attacken bei Erwachsenen und Jugendlichen mit hereditärem Angioödem (HAE). Show moreHereditäres Angioödem
22.06.2011, 22:00 Uhr
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