Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eigenbrauer-Syndrom: Kein Alkohol konsumiert, aber trotzdem betrunken?
„Herr Polizist, ich habe keinen Tropfen getrunken, auch wenn das Messgerät 2,1 Promille anzeigt.“ Was nach schlechter Ausrede klingt, ist tatsächlich möglich. Menschen, die unter dem Eigenbrauer-Syndrom leiden, werden betrunken, ohne Alkohol zu konsumieren. Er wird von ihrem eigenen Körper produziert.Show morepharmazie
Körper produziert selbst
05.05.2026, 15:30 Uhr
Serotonin-Syndrom unter Linezolid und Methylenblau
Sowohl das Antibiotikum Linezolid (Zyvox®) als auch das bei verschiedenen diagnostischen Methoden und Vergiftungen eingesetzte Methylenblau können zusammen mit serotonergen Psychopharmaka das gefürchtete Serotonin-Syndrom auslösen. Die FDA fordert daher, auf den Einsatz von Linezolid und Methylenblau zu verzichten, wenn Patienten mit serotonergen Psychopharmaka behandelt werden.Show moreSerotonerge Psychopharmaka
03.08.2011, 22:00 Uhr
Keine Zulassungsempfehlung für Dapagliflozin
Eine neuartige Klasse von Antidiabetika, die Gliflozine, zeigte in klinischen Studien vielversprechende Ergebnisse. Der Blutzucker wird über eine Senkung der Glucoseschwelle in den Nieren gesenkt, und die Patienten verlieren ebenfalls Energie. Es ist daher auch gleichzeitig eine Reduktion des Körpergewichts zu erwarten. Auf die Einführung des SGLT-2-Hemmers Dapagliflozin hofften die Hersteller noch in diesem Jahr. Jetzt haben sich externe FDA-Gutachter wegen eines möglichen Krebsrisikos gegen eine Zulassung des Antidiabetikums ausgesprochen.Show moreAntidiabetika
27.07.2011, 22:00 Uhr
Erster oraler Proteaseinhibitor bei HCV-Infektion zugelassen
Mit Boceprevir (Victrelis®) kommt der erste orale Proteaseinhibitor für die Behandlung der chronischen Hepatitis C auf den Markt. Er ist zugelassen bei therapienaiven und vorbehandelten Patienten mit einer chronischen Hepatitis C vom Genotyp 1 in Kombination mit der bisherigen Standardtherapie und erhöht die Heilungsraten erheblich. Etwa die Hälfte der Patienten entwickelt eine Anämie, die direkt mit dem Ansprechen auf die Behandlung korreliert.Show moreChronische Hepatitis C
27.07.2011, 22:00 Uhr
Bockshornkleesamen
Vorsicht vor falschen Versprechungen!
Von Susanne Alban
In den letzten Jahren hat in Apotheken eine vermehrte Nachfrage nach Bockshornkleesamen eingesetzt, nicht nur zur Verwendung als Gewürz, sondern auch zur ergänzenden Behandlung eines Diabetes oder zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels. Dies ist Anlass, die traditionsreiche Arzneidroge etwas näher unter die Lupe zu nehmen.Show more27.07.2011, 22:00 Uhr
Vareniclin-Nutzen größer als kardiovaskuläres Risiko
Das Raucherentwöhnungsmittel Vareniclin (Champix®) erhöht möglicherweise das kardiovaskuläre Risiko. Das hatte zumindest eine Anfang Juli publizierte Metaanalyse nahegelegt. Nun hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) diese Publikation analysiert und kommt zu dem Schluss, dass der Nutzen einer Raucherentwöhnung mit Vareniclin trotz möglicher Nebenwirkungen an Herz und Blutgefäßen überwiegt.Show moreRaucherentwöhnung
27.07.2011, 22:00 Uhr
Chronische Niereninsuffizienz der Katze
Weniger Phosphat für ein längeres Leben
Von Annette Locher
Tiergesundheit in der Apotheke – das ist oft gleichbedeutend mit dem Vorhalten von Parasitenschutz- und Pflegeprodukten. Es geht also meist um Prävention und Gesundheitsunterstützung. Lebensbedrohliche Erkrankungen von Hund und Katze spielen hier kaum eine Rolle. Eine Ausnahme gibt es jedoch: die chronische Niereninsuffizienz bei der Katze.Show more27.07.2011, 22:00 Uhr
Asthma erhöht Präeklampsierisiko bei Schwangeren
Die Präeklampsie ist eine zumeist in der zweiten Schwangerschaftshälfte auftretende Erkrankung, die sich in etwa 5 bis 7% aller Schwangerschaften entwickelt. Sie ist gekennzeichnet durch die Leitsymptome Hypertonie, vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme). Nach einer jetzt erschienenen Metaanalyse, in der 40 Kohortenstudien mit mehr als 1,6 Millionen Teilnehmerinnen ausgewertet wurden, erkranken Asthmapatientinnen in der Schwangerschaft mehr als 50% häufiger an einer Präeklampsie.Show moreSchwangerschaft
27.07.2011, 22:00 Uhr
Tocilizumab – erstes Biologikum beim Still-Syndrom
Als erstes Biologikum wurde jetzt Tocilizumab (Roactemra®) für die Behandlung der systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis zugelassen. Mit dem Interleukin-6-Inhibitor können Kinder ab zwei Jahren behandelt werden. Der Wirkstoff zeigt eine rasche Wirksamkeit und bessert sowohl die Arthritis wie auch die systemischen Manifestationen der sJIA. Er könnte nach Experteneinschätzung rasch zu einem neuen Therapiestandard bei der schwer zu behandelnden und für die betroffenen Kinder und deren Familien enorm belastenden Erkrankung werden.Show moreSystemische juvenile idiopathische Arthritis
27.07.2011, 22:00 Uhr
EMA bewertet Pioglitazon weiter positiv
Die Diskussion um ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko unter dem Antidiabetikum Pioglitazon hatte zu der Empfehlung des BfArM geführt, auf Neueinstellungen mit Pioglitazon zu verzichten. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA sieht jedoch nach wie vor ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für eine Gruppe von Diabetikern, die mit anderen Therapieoptionen nicht optimal zu behandeln sind. Das Risiko für Blasenkrebs lasse sich minimieren.Show moreBlasenkrebsrisiko
27.07.2011, 22:00 Uhr
Wie Retinoidsäure das Wachstum von Nervenzellen fördert
Wissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) am Universitätsklinikum Tübingen haben einen bisher unbekannten molekularen Mechanismus aufgeklärt, der an der Wirkung der Retinoidsäure bei Verletzungen des zentralen Nervensystems (ZNS) beteiligt ist.Show moreAus der Forschung
27.07.2011, 22:00 Uhr
Dronedaron: EMA prüft kardiovaskuläres Risiko
Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat angekündigt, im Rahmen einer laufenden Nutzen-Risiko-Bewertung auch das kardiovaskuläre Risiko des Antiarrhythmikums Dronedaron (Multaq®) zu überprüfen. Hintergrund ist der Stopp der PALLAS-Studie durch die Herstellerfirma Sanofi Aventis. Sie wurde wegen eines im Vergleich zu Placebo erhöhten kardiovaskulären Risikos unter Dronedaron abgebrochen.Show moreVorhofflimmern
20.07.2011, 22:00 Uhr
Künstlich induzierte Malaria-Immunität
Niederländische Wissenschaftler überprüften in einer kleinen Studie einen neuen immunologischen Ansatz, um einen Schutz gegen Malaria aufzubauen. Die Probanden wurden mit dem Malaria-Erreger Plasmodium falciparum infiziert und erhielten gleichzeitig eine Chloroquin-Prophylaxe. Die so erzeugte Immunität hält mindestens zweieinhalb Jahre an und ist somit wesentlich länger als eine natürlich erworbene Immunität.Show moreMalaria
20.07.2011, 22:00 Uhr
Denosumab verhindert skelettbezogene Komplikationen
Der RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab steht als Xgeva® [gesprochen: eksdʒiwa] zur Prävention von skelettbezogenen Komplikationen bei Erwachsenen mit Knochenmetastasen aufgrund solider Tumoren ab 15. August 2011 zur Verfügung. Die europäischen Behörden haben eine entsprechende Zulassung erteilt und gewähren Denosumab ein zusätzliches Jahr der Daten- und Marktexklusivität in der EU, da sie für dieses Anwendungsgebiet im Vergleich zu bestehenden Therapiemöglichkeiten einen deutlichen klinischen Nutzen sehen.Show moreOnkologie
20.07.2011, 22:00 Uhr
EU-Lebensmittelinformations-Verordnung verabschiedet
Drei Jahre hat das Verfahren gedauert: Am 6. Juli 2011 hat das Europäische Parlament nun in zweiter Lesung dem hart umkämpften Kompromisstext der europäischen Lebensmittelinformations-Verordnung zugestimmt. Das Ziel: Verbraucher sollen umfangreichere und besser lesbare Informationen auf den Etiketten verpackter Lebensmittel vorfinden – und zwar einheitlich für alle EU-Mitgliedstaaten. Und auch lose Ware soll besser gekennzeichnet werden.Show moreLebensmittelkennzeichnung
20.07.2011, 22:00 Uhr
Vorhofflimmern durch Schmerzmittel?
Unselektive und selektive COX-Inhibitoren können das Risiko für Vorhofflimmern geringfügig erhöhen, aber in einigen Subgruppen sogar erniedrigen (s. Abb.). Das ist das Ergebnis einer dänischen Fall-Kontrollstudie mit über 32.000 Patienten, die wegen Vorhofflimmern oder -flattern in eine Klinik eingewiesen werden mussten.Show moreDänische Fall-Kontrollstudie
20.07.2011, 22:00 Uhr
Kinder früh beim pädiatrischen Gastroenterologen vorstellen
Chronische Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes und der Leber können durchaus bereits im Kindes- und sogar im Kleinkindalter auftreten. Das Hauptproblem in solchen Fällen besteht darin, dass bei unspezifischen Bauchschmerzen oder anderen Beschwerden oft nicht an die Möglichkeit einer gravierenden Erkrankung gedacht und die richtige Diagnose erst mit erheblicher Verzögerung gestellt wird. Bleiben Symptome hartnäckig bestehen und ist eine plausible Ursache nicht in adäquater Zeit zu finden, so sollten die Kinder unbedingt einem pädiatrischen Gastroenterologen vorgestellt werden.Show moreErkrankungen der Leber und Galle
20.07.2011, 22:00 Uhr
Junge Erwachsene als besondere Herausforderung
Während der Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie standen junge Patienten mit malignen Erkrankungen im Mittelpunkt. Für sie gilt es ganz besonders in der Psychoonkologie, neue Wege zu beschreiten.Show moreOnkologie
20.07.2011, 22:00 Uhr
Medikamentöse Präexpositions-Prophylaxe bremst HIV
Die vorbeugende Einnahme von Tenofovir oder seiner Kombination mit Emtricitabin senkt das HIV-Risiko des nichtinfizierten Partners in einer heterosexuellen Beziehung mit einem HIV-positiven Partner. Dies ergaben zwei aktuelle Studien zur Präexpositionsprophylaxe bei solchen diskordanten Paaren. In einer Studie wurde angesichts des Therapieerfolgs der Placeboarm abgebrochen.Show moreAids
20.07.2011, 22:00 Uhr
DNA-Chip für zielgerichtete Diagnostik
Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie (FH) sind durch frühzeitiges Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen gefährdet. Da die Krankheit oft gar nicht oder erst sehr spät diagnostiziert wird, kann die Arteriosklerose jahrzehntelang "stumm" fortschreiten. Mit dem DNA-Chip Lipochip® ist es möglich, die familiäre Hypercholesterinämie in nur einem Analyseschritt zu erkennen.Show moreFamiliäre Hypercholesterinämie
13.07.2011, 22:00 Uhr
COX-2-Hemmer zur Lungenkrebs-Prophylaxe?
Trotz Fortschritte bei der Therapie von Bronchialkarzinomen ist Lungenkrebs weltweit nach wie vor die häufigste mit einer Krebserkrankung assoziierte Todesursache. Entscheidende und erfolgreiche Komponenten der Strategie zur Reduzierung von Lungenkrebserkrankungen sind Rauchprävention und Rauchstopp. Dennoch bleibt Rauchen auch nach einer Entwöhnung ein hochsignifikanter Risikofaktor für frühere Raucher. Wie eine aktuelle Studie zeigt, reduziert der COX-2-Inhibitor Celecoxib (Celebrex®) offensichtlich signifikant das Lungenkrebsrisiko bei früheren Rauchern.Show moreRaucherentwöhnung
13.07.2011, 22:00 Uhr
Fehlerquelle schlechte Koordination und Kommunikation
Medikationsfehler sind eine ernsthafte Gefahr für die Patientensicherheit und belasten durch ihre Folgen die Ressourcen im Gesundheitswesen. Das größte Risiko für Medikationsfehler entsteht durch eine schlechte Koordination der Behandlung von Patienten. Das fanden die Autoren einer Studie heraus, die die möglichen Ursachen von Medikationsfehlern in sieben Ländern untersuchten. Dazu gehören auch patientenspezifische Faktoren wie die Behandlung durch zwei oder mehr Spezialisten, Multimorbidität, Krankenhausaufenthalte oder multiple Notaufnahmen.Show morePatienten melden Medikationsfehler
13.07.2011, 22:00 Uhr
Pitavastatin senkt Blutfettwerte
Pitavastatin (Livazo®) ist ein weiteres Statin zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen. Der neue Wirkstoff ist indiziert zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin- und LDL-Werte bei erwachsenen Patienten mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich der heterozygoten familiären Hypercholesterinämie, und kombinierter gemischter Dyslipidämie, wenn sich mit diätetischen und sonstigen nicht-medikamentösen Maßnahmen kein ausreichendes Ansprechen erzielen lässt.Show moreNeues Statin
13.07.2011, 22:00 Uhr
Therapeutische Angiogenese enttäuschend
Mithilfe eines Gen-Transfer-Präparates kann im menschlichen Organismus ein Fibroblasten-Wachstumsfaktor gebildet werden, der die Angiogenese stimuliert und zur Bildung neuer Kapillaren führt. Erste Erfolge bei ausgeprägten Beinischämien konnten aber in einer größeren Studie nicht wiederholt werden.Show moreKritische Beinischämie
13.07.2011, 22:00 Uhr
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