Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show moreTriptane und Psychopharmaka
Viele Menschen leiden sowohl unter Migräne als auch unter Depressionen. Im Vordergrund der medikamentösen Therapie beider Erkrankungen stehen Arzneistoffe, die die Serotonin-Wirkung verstärken: Triptane und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bzw. Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI). Bei gleichzeitiger Anwendung muss zumindest aufgrund theoretischer Überlegungen von einem erhöhten Risiko für ein Serotonin-Syndrom ausgegangen werden. Doch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) gibt Entwarnung, das Risiko sei sehr gering.
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Parkinson-Therapie nach der Uhr
Parkinson-Patienten sind ähnlich wie Diabetiker darauf angewiesen, beeinträchtigte, reduzierte oder versiegte Steuerungsfunktionen des Körpers medikamentös zu substituieren. Die Nachahmung der physiologischen Neurotransmitter- oder Hormonausschüttung stellt dabei eine wesentliche Herausforderung in der Therapie der jeweiligen degenerativen Erkrankung dar. Patienten werden daher in Abhängigkeit ihres Krankheitsstadiums und ihrer Krankheitsaktivität individuell mit verschiedenen Wirkstoffen therapiert. Dabei ist die exakte und pünktliche Einnahme der Medikation entscheidend für den täglichen und langfristigen Therapieerfolg.
Show moreNahrungsmittelallergien nicht unterschätzen
Reaktionen auf Milch und Eier besonders häufig
Allergische Reaktionen auf spezielle Nahrungsmittel werden bei Kindern und Teenagern häufig nicht richtig ernst genommen. Das ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Beobachtungsstudie.Show more
Eine Parkinson-Patientin mit Sturzneigung
Hildegard P. ist 75 Jahre alt und verwitwet. Sie lebt allein und konnte sich trotz ihrer Erkrankungen bisher noch selbst versorgen. Als der Krankenhausapotheker sie kennenlernt, ist sie bereits seit zehn Tagen in der Klinik. Sie wurde von der Unfallchirurgie in die Akutgeriatrie verlegt. / Von Markus Zieglmeier, Hartmut Derendorf und Robert HermannShow more
Kampf gegen Malaria
Dihydroartemisinin-Piperaquin (Eurartesim ®) ist die erste Artemisinin-Kombinationstherapie für die Behandlung von unkomplizierter Malaria, die von der EMA zugelassen wurde.Show moreIn der Pipeline: SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin
Der in der klinischen Entwicklung befindliche SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin kann allein oder zusammen mit Metformin den HbA1c, den Nüchternblutzucker und das Körpergewicht über bis zu 90 Wochen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes reduzieren. Darüber informierten jetzt Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company.
Show moreHäufigkeit nosokomialer Infektionen unverändert
Die Vermeidung von Infektionen im Krankenhaus- und Pflegebereich erfordert wegen der mit dem Aufenthalt verbundenen erhöhten Applikation von Antibiotika und der möglichen Entwicklung von Resistenzen besondere Aufmerksamkeit. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat jetzt die Ergebnisse einer repräsentativen Prävalenz-Studie vorgelegt, die Teil einer europaweiten Erhebung ist. Danach ist die Häufigkeit nosokomialer Infektionen gegenüber einer ähnlichen Untersuchung von 1994 weitgehend unverändert, während der Anteil der mit Antibiotika behandelten Krankenhauspatienten deutlich gestiegen ist.
Show moreDabrafenib verlängert progressionsfreies Überleben
Der selektive BRAF-Kinase-Inhibitor Dabrafenib reduziert im Vergleich zur Dacarbazin-Standardtherapie bei metastasierten Melanomen das Progressionsrisiko um 70%. Außerdem weist Dabrafenib eine hohe Wirksamkeit bei Hirnmetastasen auf und führt zu weniger schweren Hauttoxizitäten als sein Vorgänger Vemurafenib. Mit Dabrafenib gibt es erstmals eine systemische Arzneimitteltherapie, die das Überleben von Melanompatienten mit multiplen Hirnmetastasen verlängern kann.Show moreBehandlung der medikamentenresistenten Tuberkulose
Die pädiatrische multi-medikamentenresistente (multidrug-resistant, MDR) Tuberkulose ist ein wachsendes Problem der öffentlichen Gesundheit, sie macht schätzungsweise etwa 15% aller weltweiten Fälle der MDR-Tuberkulose aus. In einer Studie wurde untersucht, ob die Behandlung der MDR-Tuberkulose bei Kindern erfolgreich ist.
Show moreBei Progress: Fortführen, abbrechen oder kombinieren?
Einer britischen Studie zufolge verlangsamt bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Erkrankung die kontinuierliche Einnahme von Donepezil das Fortschreiten der Demenz, wenn auch nur in geringem Ausmaß. Es erscheint also sinnvoll, die Therapie mit dem Cholinesterase-Hemmer weiterzuführen. Die Kombination mit Memantin – ein in den USA häufig gewähltes Regime – zeigte in der Studie keinen additiven Effekt.
Show moreSenkt Kaffee das Risiko für Basalzellkarzinome?
Etwa 171.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einem Basalzellkarzinom. Dieser "weiße Hautkrebs" tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Kaffee – vor allem aber das in ihm enthaltene Coffein – kann offensichtlich das Risiko für ein Basalzellkarzinom deutlich senken, wobei die präventive Wirkung von der Menge des Kaffeekonsums abhängig ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung von zwei großen Studien mit nahezu 113.000 Probanden aus dem Gesundheitswesen, deren Teilnehmer über mehr als 20 Jahre beobachtet wurden.
Show moreGemüse und Obst in der Prävention
Gemüse und Obst gelten gemeinhin als Inbegriff einer "gesunden Ernährung", liefern sie doch reichlich Vitamine und Mineralstoffe, lösliche Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Über diese Inhaltsstoffe modifizieren Gemüse und Obst eine Reihe physiologischer Abläufe, die mit der Entstehung von verschiedenen Krankheiten, u. a. Tumor- und Herz-Kreislauferkrankungen sowie Hypertonie in Zusammenhang stehen [5 – 7; 9; 1113]. Dennoch wird immer kontrovers diskutiert, welche Bedeutung Gemüse und Obst bei der Krankheitsvorbeugung zukommt. Wie es um die wissenschaftliche Datenbasis der bekannten Kampagne "5 Portionen Gemüse und Obst am Tag" bestellt ist, wurde jetzt von einer Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) systematisch evaluiert [2 – 3].
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Grapefruitsaft
Inhaltsstoffe von Grapefruitsaft bergen ein hohes Interaktionspotenzial und können damit die Arzneimitteltherapie-Sicherheit (AMTS) gefährden. Auf der Liste möglicher Interaktionspartner findet man neben Statinen, HIV-Proteasehemmern, Immunsuppressiva, Antihistaminika und psychotropen Substanzen auch namhafte Vertreter kardiovaskulärer Wirkstoffe. Sie stehen im Mittelpunkt dieses AMTS-Spezial-Beitrags.
Show moreEltrombopag stimuliert Knochenmark | QT-Zeitverlängerung unter Ondansetron | Zonisamid als Monotherapie bei Epilepsie
Dequaliniumchlorid und Clindamycin gleichwertig
Bakterielle Vaginosen sind bei Frauen im gebärfähigen Alter die häufigste Ursache für Störungen der Vaginalflora. Behandelt werden sie mit Metronidazol (oral oder intravaginal) oder Clindamycin in Form einer 2%igen Vaginalcreme. Alternativ dazu könnte zukünftig das bakterizid wirkende Chinolonderivat Dequaliniumchlorid empfohlen werden, da es in einer randomisierten Studie der Clindamycin-Behandlung nicht unterlegen war.Show morePotenzial supportiver und palliativer Therapien nutzen
Der diesjährige amerikanische Krebskongress ASCO befasste sich auch mit Studien zur Supportiv- und Palliativmedizin. Auf einer von der Deutschen Krebsgesellschaft und kooperierenden Gesellschaften organisierten Veranstaltung am 22. Juni 2012 in Frankfurt wurden wichtige Studien zur Palliativ- und Supportivmedizin referiert und kommentiert.Show moreGefährdete Kinder mit Gluten "impfen"
Zöliakie ist stark genetisch determiniert. Wie man gefährdete Säuglinge ernährt, nimmt großen Einfluss darauf, ob die Krankheit tatsächlich ausbricht. Nach den bisherigen Empfehlungen soll mindestens bis zum sechsten Monat gestillt werden. Aber wann darf Gluten in die Säuglingsnahrung eingeführt werden? Neue Studien deuten darauf hin, dass es ein enges Zeitfenster gibt.
Show moreMeningokokken im Visier
Zur Prävention invasiver Meningokokkenerkrankungen stehen bislang monovalente Impfstoffe gegen Meningokokken der Serogruppe C sowie tetravalente Impfstoffe gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y zur Verfügung. Konjugatimpfstoffe sind zu bevorzugen, insbesondere weil sie eine bessere und länger anhaltende Immunität auslösen. Noch immer auf sich warten lässt ein Impfstoff gegen B-Meningokokken. Mit Nimenrix™ ist nun der erste tetravalente Meningokokken-Konjugatimpfstoff gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y verfügbar, der bereits ab dem vollendeten zwölften Lebensmonat verimpft werden kann.Show moreIn der Pipeline: Crofelemer gegen Diarrhö
Crofelemer ist ein Substanzgemisch von Proanthocyanidin-Oligomeren. Es wird aus dem sogenannten Drachenblut gewonnen, dem Harz der südamerikanischen Pflanze Croton lechleri, einem Wolfsmilchgewächs. Es soll zur Behandlung von Diarrhöen bei Patienten mit einer HIV-Infektion eingesetzt werden.
Show moreDiabetes mellitus: Erhöhtes Risiko durch Psoriasis
In Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen an Psoriasis. Das häufigste Symptom der nicht ansteckenden Erkrankung sind schuppende, punktförmige bis handtellergroße, oft stark juckende Hautstellen sowie Veränderungen an den Nägeln. Die oft chronisch verlaufende Entzündungserkrankung erhöht aber nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für verschiedene Krebsarten des Verdauungstraktes. Eine amerikanische Megastudie zeigt jetzt zusätzlich ein erhöhtes, von der Schwere der Psoriasis abhängiges Diabetesrisiko.
Show moreWarum grüner Tee und roter Wein vor Krebs schützen
Ubiquitär kommen in der Pflanzenwelt bioaktive Stoffe mit krebspräventiver Wirkung vor. Nach neueren Erkenntnissen, die vor Kurzem bei einem vom Institut Danone veranstalteten Journalisten-Workshop vorgestellt wurden, entfalten sie Wirkungen aufs Epigenom. Auf diesem Weg kann eine gemüse- und obstreiche Ernährung unter günstigen Umständen "westlichen" Ernährungsfehlern Paroli bieten. Indes scheint am Prinzip "Weniger Essen ist Mehr" kein Weg vorbeizuführen.
Show moreEffektiv bei gastrointestinalen Stromatumoren
Das neue zielgerichtete orale Medikament Regorafenib vervierfacht das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren, die Resistenzen gegen andere verfügbare Therapieoptionen wie Imatinib und Sunitinib entwickelt haben. Das war das Ergebnis einer internationalen Phase-III-Studie, die Anfang Juni während der 48. Jahrestagung der US-amerikanischen Onkologen (ASCO) vorgestellt wurde.Show moreRisiko für Antibiotika-Versagen gesenkt
Wenn Säuglinge im Alter zwischen sieben und 120 Tagen an schweren Infektionen wie Pneumonie, Sepsis oder Meningitis leiden, kann eine orale Gabe von täglich 10 mg Zink das Risiko eines Versagens der Antibiotikatherapie um 40% senken. So das Ergebnis einer im Lancet publizierten Studie indischer Forscher.Show moreRechtliches
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