Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show moreNeue Therapieoption gegen multiresistente Tuberkulose
Delamanid in Phase-II-Studie erfolgreich
Delamanid ist ein potenzielles neues Antituberkulotikum, das auch gegen resistente Stämme von Mycobacterium tuberculosis wirksam ist. In einer Phase II-Studie war es in zwei Dosierungen Placebo signifikant überlegen.
Show moreImpfung gegen Parkinson
Hoffen auf α-Synuclein-Antikörper
Immer wieder lassen neue, theoretisch sehr plausible Therapieansätze Parkinson-Patienten und ihre Angehörigen hoffen. Und immer wieder werden solche Hoffnungen enttäuscht, wie das Beispiel Stammzelltherapie lehrt. Jetzt lässt der Start einer Phase-I-Studie mit einen α-Synuclein-Antikörper aufhorchen.
Show moreNeues Kombinationspräparat gegen Magenkarzinom
Fixkombination aus Tegafur, Gimeracil und Oteracil
Mit Teysuno® ist seit Anfang Juli ein neues oral einsetzbares Kombinationspräparat zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom auf dem Markt. Es ist in Kombination mit Cisplatin zugelassen. Teysuno® enthält das Zytostatikum Tegafur sowie Gimeracil und Oteracil. Gimeracil und Oteracil sorgen dafür, dass das Zytostatikum Tegafur bereits bei niedrigerer Dosierung wirksam und sicher ist und dass weniger Nebenwirkungen auftreten, als unter der Therapie mit Tegafur allein.Show moreUmstrittener Volumenersatz
Ringer-Lösung ist HES bei schwerer Sepsis überlegen
Die Volumenersatztherapie mit Hydroxyethylstärke (HES) ist wieder in die Schlagzeilen geraten. Hintergrund ist eine neue randomisierte Multicenterstudie, in der HES 130/0.42 mit Ringer-Acetat-Lösung bei Intensivpatienten mit schwerer Sepsis verglichen worden ist. Das Ergebnis: in der HES 130/0.42-Gruppe verstarben mehr Patienten und eine Nierenersatztherapie war häufiger notwendig als in der Ringer-Acetat-Gruppe.Show moreEindeutiger Trend zur personalisierten Medizin
Neues vom amerikanischen Krebskongress ASCO
„Die personalisierte Medizin führt zu ermutigenden Therapieerfolgen, allerdings kann derzeit nur eine Minderheit davon profitieren“ – so können die Ergebnisse des diesjährigen amerikanischen Krebskongresses ASCO zusammengefasst werden. Im Folgenden werden einige Studien zur medikamentösen Therapie einzelner Tumorarten vorgestellt.Show moreKombitherapie auch gegen resistente Tuberkuloseerreger
Ergebnisse mit neuen Wirkstoffen vielversprechend
Die Therapie selbst der unkomplizierten Tuberkulose ist aufwendig. Nach den derzeitigen Leitlinien der WHO besteht sie aus einer über zwei Monate applizierten Kombination von vier Antituberkulotika, die Therapie wird anschließend für weitere vier Monate mit zwei dieser Präparate fortgesetzt. Wissenschaftler der unabhängigen südafrikanischen Tbc-Alliance haben die vorläufigen Ergebnisse einer Phase-IIA-Studie mit einer neuen Kombinationstherapie vorgestellt, die ohne die zur Zeit eingesetzten Arzneimittel auch gegen multiresistente Erreger eingesetzt werden könnte.Show moreNeue Impfempfehlungen der STIKO veröffentlicht
Bei unbekanntem Impfstatus nachimpfen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert. Es wurden bei der Mumpsimpfung die berufliche Indikation sowie bei den tetravalenten Meningokokkenimpfstoffen die erweiterte Zulassung auf Kinder ab einem Jahr berücksichtigt. Darüber hinaus wird erstmals die Empfehlung zu Nachholimpfungen bei unvollständigem oder unbekanntem Impfstatus umfassend dargestellt.Show moreNeues Zytostatikum Pixantron
Befristete Zulassung bei Non-Hodgkin-Lymphomen
Pixantronmaleat (Pixuvri®) ist ein zytotoxisches Aza-Anthracendion. Es ist in der EU zur Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit mehrfach rezidivierten oder therapierefraktären aggressiven Non-Hodgkin-B-Zell-Lymphomen (NHL) zugelassen.Show moreErhöhen zentrale Stimulanzien das kardiovaskuläre Risiko?
Studie zur Sicherheit der ADHS-Therapie
In den letzten Jahren gab es einige klinische und politische Debatten über potenzielle kardiovaskuläre Risiken durch die Therapie mit Stimulanzien des zentralen Nervensystems, die bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden. Der Mangel an evidenzbasierten Daten zur kardiologischen Sicherheit dieser Arzneimittel hat zu großer Unsicherheit der Zulassungsbehörden geführt. Eine aktuelle Studie sorgte nun für Entwarnung, da die Therapie mit zentralen Stimulanzien hier bei den Kindern nicht zu einem erhöhten Risiko schwerer kardialer Ereignisse führte.Show moreArzneimittel und Therapie
Fortschritte bei der Behandlung der Hämophilie?
Rekombinante Technologien erlauben wahrscheinlich in absehbarer Zukunft die Entwicklung von Gerinnungsfaktoren mit verlängerter Halbwertszeit. Das könnte zu weiteren Fortschritten bei der Behandlung der Hämophilie beitragen und die Lebensqualität von Patienten mit Hämophilie A und B entscheidend verbessern.Show moreApremilast bei Psoriasis
Erfolge mit erstem oralen PDE-4-Hemmer
Patienten mit moderater und schwerer Plaque-Psoriasis haben einen hohen Leidensdruck. Trotz einiger Substanzen, die bei dieser Indikation erfolgreich eingesetzt werden können, geht die Suche nach gut wirksamen, verträglichen und möglichst oral verabreichbaren Wirkstoffen weiter. Der Phosphodiesterase-4-Hemmer Apremilast, ein small molecule, war in einer Phase-II-Studie in zwei Dosierungen Placebo signifikant überlegen.Show moreHIV-Prävention mit Truvada®
„Pille davor“ ist teuer und schützt nur bedingt
Was von vielen Medien als medizinische Sensation gefeiert wird, entpuppt sich beim zweiten Hinsehen als ein umstrittenes Unterfangen: Die Zulassung des antiretroviralen Kombinationspräparates Truvada® zur Aids-Prävention in den USA. Denn anders als manche Schlagzeile vermuten lässt, schützt die Einnahme nur bedingt vor einer HIV-Infektion. Im Gespräch mit der DAZ verweist Dr. Annette Haberl, Sekretärin für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Aids-Gesellschaft, darauf, dass es eine hocheffektive medikamentöse Prävention bereits gibt: die antiretrovirale Therapie von HIV-Infizierten. Sie reduziert das HIV-Infektionsrisiko nicht infizierter Partner um 96%.
Show moreKurz gemeldet: Erstmals Zulassung für Gentherapie empfohlen | Calcitonin nur kurz anwenden | FDA-Zulassung für Carfilzomib
Ultra-Langzeitinsulin Degludec
Hoffen auf seltenere nächtliche Hypoglykämien
Das neue ultra-langwirksame Basalinsulin Insulindegludec wurde in zwei Phase-III-Studien mit einem herkömmlichen Basalinsulin verglichen. Bei diesem Vergleich erwies sich Insulindegludec als ebenso wirksam wie Insulinglargin. Ein Pluspunkt für Insulindegludec ist das leicht reduzierte nächtliche Hypoglykämierisiko.
Show moreMariendistelextrakt wirkungslos bei Hepatitis C?
Orales Silymarin in Studie erfolglos
Über 400.000 Menschen sind in Deutschland von einer Hepatitis C betroffen. Die Infektionskrankheit zeichnet sich durch eine hohe Chronifizierungsrate aus, die zu schweren Leberschädigungen führen kann. Da einige Patienten auf die Standardtherapie nicht ansprechen, wurde ein Silymarin-Extrakt eingesetzt, der in einer Pilotstudie vielversprechende Resultate geliefert hatte. Eine aktuelle randomisierte kontrollierte US-Studie zeigt jetzt die Wirkungslosigkeit des Präparats Legalon forte® bei chronischer Hepatitis C.
Show moreGut versorgt in der Kürze
Ernährungstherapie bei Kurzdarmsyndrom (Ernährungs-Update 2012)
Wenn Teile des Darms fehlen oder in ihrer Funktion eingeschränkt sind, hat dies natürlich Konsequenzen für die Nährstoffversorgung. Bei Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom stehen ernährungsmedizinische Maßnahmen daher ganz oben auf dem Therapieplan. Das Ziel: eine orale Ernährungsweise, mit der der Patient optimal mit allen Nährstoffen versorgt ist.Show moreVon der WHO zugelassene Antimalariamittel wirkungslos
Zu geringer Wirkstoffgehalt durch Produktionsmängel
Auf die Gefährlichkeit von gefälschten und gepanschten Arzneimitteln gegen Malaria und die Bedeutung für die Zunahme von Resistenzbildungen bei Plasmodium-Stämmen ist kürzlich hingewiesen worden. Wie eine amerikanische Studie jetzt zeigt, enthielten etwa 10% der von der WHO zugelassenen Antimalaria-Medikamente nicht die geforderte Menge an Wirkstoff. In einer weiteren Studie wurden ebenfalls von der WHO zugelassene Präparate gegen Tuberkulose und andere bakterielle Infektionen untersucht, auch fast 7% dieser Produkte wurden als mangelhaft eingestuft.Show moreErster bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz
„Jeder soll wissen, was bei Schmerzen zu tun ist“
Schmerzpatienten sind in Deutschland noch immer unterversorgt. Es fehlen bis zu 2500 schmerztherapeutische Einrichtungen. Kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen und andere psychotherapeutische Verfahren werden zu selten genutzt. Darauf wiesen Schmerzexperten auf dem ersten bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz in München hin. Sie fordern eine bessere Aufklärung der Patienten, mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit und individuelle multimodale Therapiekonzepte.
Show moreMethylphenidat bei Parkinson
Im Anfangsstadium sind Parkinson-Patienten gut mit einer Dopamin-Substitutionstherapie zu behandeln. Doch bei Fortschreiten der Erkrankung stößt diese Therapie an Grenzen. Eine Möglichkeit bei noch bestehendem Ansprechen auf L-Dopa ist die tiefe Hirnstimulation. Wenn auch hier ein befriedigender Erfolg ausbleibt, könnte die Gabe des für die ADHS-Behandlung zugelassenen Psychoanaleptikums Methylphenidat eine Option sein.
Show moreAbspecken mithilfe eines Schwangerschaftshormons?
Bedenklicher Diättrend aus den USA
Der Wunsch nach einer schnellen und vor allem bequemen Gewichtsreduktion treibt immer wieder seltsame Blüten. Ein bedenklicher Diättrend kommt aktuell aus den USA: Abspecken mithilfe des Schwangerschaftshormons HCG (humanes Choriongonadotropin), das unter die Haut injiziert wird.Show moreNeues Antiepileptikum Perampanel
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur hat Ende Mai eine positive Stellungnahme zum Einsatz von Perampanel (vorgesehener Handelsname Fycompa®, Firma Eisai) zur Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab zwölf Jahren abgegeben. Perampanel soll in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.
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