Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Eisenmangelanämie: Fraktur-Risiko Ferricarboxymaltose?
Intravenös verabreichte Eisenpräparate werden vor allem dann eingesetzt, wenn eine orale Therapie nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder eine rasche Behandlung der Eisenmangelanämie erforderlich ist. Eine retrospektive Kohortenstudie zeigt nun, dass zwei häufig eingesetzte Eisenkomplexe den Knochenstoffwechsel unterschiedlich beeinflussen können.Show moreHausärztliche Leitlinie „Multimedikation“ gibt Tipps
Medikationsmanagement ist schwer im Kommen. Mithilfe des Medikationsmanagements soll gewährleistet werden, dass jeder Patient notwendige Medikamente zum richtigen Zeitpunkt in adäquater Dosierung und geeigneter Darreichungsform erhält. Inhalte des Medikationsmanagements haben jetzt auch Eingang in die Hausärztliche Leitlinie gefunden, die Empfehlungen zum Umgang mit Multimedikation bei Erwachsenen und geriatrischen Patienten gibt.Show moreSchwarzes Dreieck für Arzneimittel | Keine neue Diätpille für Europa | EMA empfiehlt Indikationserweiterungen
Vitamin D und das Allergierisiko
Weltweit hat die Prävalenz allergischer Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen [1]. Bereits in den ersten Lebensjahren können sich allergische Erkrankungen als Nahrungsmittelallergie oder als atopische Dermatitis manifestieren. Später werden sie oft von respiratorischen Allergien mit Rhinitis allergica und/oder Asthma bronchiale abgelöst [2]. Umweltfaktoren und der jeweilige Lebensstil scheinen das individuelle Erkrankungsrisiko bedeutend zu beeinflussen. Seit Ende der 1990er Jahre wird auch über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und Allergien diskutiert [3, 4].Show moreRevival für Nalmefen zur Behandlung Alkoholabhängiger
Abstinenz ist für viele Alkoholabhängige ein sehr hoch, häufig zu hoch, gestecktes Ziel. Nun soll der Opioid-Rezeptormodulator Nalmefen, ein alter Wirkstoff mit neuer Indikation, Süchtigen helfen, den Alkoholkonsum lediglich zu reduzieren. Ende Februar hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für Nalmefen (Selincro®) zur Behandlung der Alkoholabhängigkeit erteilt. Die Markteinführung in Europa ist für Herbst dieses Jahres geplant.Show moreTyp-2-Diabetiker können gleich nach dem Spritzen essen
Insulinpflichtige Diabetiker halten normalerweise einen Spritz-Ess-Abstand: Bisher wurde darauf hingewiesen, nach der Insulinspritze eine Pause von 20 bis 30 Minuten einzuhalten, bevor etwas gegessen werden kann. Eine neue Studie des Universitätsklinikums Jena (UKJ) widerlegt diese These und zeigt, dass Patienten direkt nach dem Spritzen von Normalinsulin essen können, ohne dass der Blutzuckerspiegel zu stark ansteigt.Show morePositive Corticoid-Effekte sind nur von kurzer Dauer
Schmerzen aufgrund einer lateralen Epicondylitis werden durch Corticoid-Injektionen rasch behoben, allerdings kehrt der Schmerz nach kurzer Zeit wieder zurück. Physiotherapeutische Maßnahmen führen hingegen zu einem längerfristigen Erfolg, so das Ergebnis einer australischen Studie.Show more
Blutdruck runter, Blutzucker rauf
Von Verena Stahl | Bis zu 90% der Typ-2-Diabetiker leiden unter Hypertonie [1] und hypertone Diabetiker zeigen eine ausgeprägte Erhöhung ihres gesamten kardiovaskulären Risikos. Einer gut abgestimmten Therapie beider Erkrankungen inklusive der Einhaltung bestimmter Zielwerte kommt daher eine große Bedeutung zu. Jedoch gibt es auch antihypertensive Wirkstoffe, die diabetogen wirken und daher bei hypertonen Diabetikern vermieden werden sollten.Show more

Eine Patientin mit Juckreiz und Ödemen
Die 89-jährige Frau K. lebt seit Jahren in einem Seniorenwohnheim. Sie ist verwitwet und war früher Lehrerin. Nach einem leichten Schlaganfall im Jahr 2010 hat sich ihr Zustand verschlechtert. | Von Gabriele Baumgärtner, Markus Zieglmeier, Robert Hermann und Hartmut Derendorf
Show moreBritische Studie spricht von kausaler Assoziation
Seit 2010 besteht der Verdacht, dass zwischen der Pandemrix®-Impfung und dem Auftreten einer Narkolepsie ein Zusammenhang besteht. In mehreren europäischen Studien wurde dieser Frage nachgegangen, die jüngste Untersuchung hierzu wurde Ende Februar 2013 publiziert. Die Autoren sprechen von einer kausalen Assoziation zwischen der A/H1N1-Impfung und einer Narkolepsie, halten sich aber mit einer konkreten Einschätzung des Risikos zurück.Show moreHochdosiertes Calcium ohne Risiko für Frauen?
In einer breit angelegten US-amerikanischen Studie wurde der Zusammenhang zwischen regelmäßiger Calcium-Einnahme und dem Auftreten von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Das erstaunliche Ergebnis: Die Einnahme von hochdosiertem Calcium erhöht das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben – allerdings überraschenderweise nur bei Männern. Frauen waren davon nicht betroffen.Show moreErster Vergleich antibiotischer Therapien bei akuten bakteriellen Hautinfektionen
Mit Tedizolid befindet sich eine Alternative zur Behandlung akuter bakterieller Hautinfektionen zum seit 2001 eingesetzen Linezolid in klinischer Prüfung. Beide Oxazolidinon-Antibiotika führen zu vergleichbaren klinischen Ansprechraten. Allerdings gibt es Hinweise auf leichte Vorteile von Tedezolid bei der Therapiesicherheit. Außerdem ist die Therapiedauer unter der neuen Substanz kürzer. Die ESTABLIH-1 Studie soll zeigen dass Tedizolid dem etablierten Linezolid nicht unterlegen ist.Show moreNeuer IL5-Antikörper Mepolizumab bei Asthma
Die Blockade von Interleukin 5 durch den monoklonalen Antikörper Mepolizumab senkt das Exazerbationsrisiko von Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma.Show moreMancher Bandwurm folgt dem Floh
Was tun gegen Parasiten bei Haustieren
Von Stefan Pachnicke | Eine regelmäßige Entwurmung von Hund und Katze alle drei Monate und dann noch zusätzliche Bandwurmkuren? Wenn diese Empfehlung des Apothekers manchen Kunden befremden sollte, ist Aufklärung wichtig: Über Übertragungswege von Bandwürmern auf Haustiere und über Gesundheitsgefahren durch eingeschleppte Bandwürmer für den Menschen.Show moreEvidenzlage und Nebenwirkungen der Cholesterinsenker-Therapie
Von Olaf Rose | Cholesterin-Senker vom Typ HMG-Co-A-Reduktase-Hemmer gehören zu den weltweit mit am häufigsten eingesetzten Medikamenten. Dank ausgezeichneter Evidenzlage setzen viele Leitlinien wie der Third Report of the National Cholesterol Education Program (NCEP) seit über 10 Jahren auf Statine als Standard in der Therapie erhöhter Cholesterin-Werte. Die bekannteste Nebenwirkung ist spätestens seit dem Skandal um Lipobay® der gefürchtete Muskelabbau, die Rhabdomyolyse. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen niedrigen Coenzym Q10-Spiegeln, bedingt durch den Wirkmechanismus der Statine, und unerwünschten Wirkungen auf die Muskulatur wird diskutiert.Show moreEssen für starke Knochen
Auf die Calcium-Zufuhr in allen Lebensabschnitten achten
Von Katja Aue | Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung. Dabei sind jährlich rund 300.000 Personen von Knochenbrüchen betroffen, die auf eine Osteoporose zurückzuführen sind. Die tatsächliche Prävalenz dürfte jedoch wesentlich höher sein. Wie stark die Knochendichte und Qualität sich verschlechtern, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine zentrale Rolle für Prävention und Therapie spielt dabei die Ernährung von Geburt an.Show more
Diabetes mellitus Typ 2
Seit dem ersten Pharmakologisch-Beitrag zu Diabetes mit dem Titel "Diabetes mellitus Typ 2– die Spinne im Netz des metabolischen Syndroms" (DAZ 5/2009, 424 – 443) hat sich im Bereich der Diabetes-Therapie eine der großen "Revolutionen" der Pharmakotherapie vollzogen: die oralen insulinotropen Sulfonylharnstoffe und Glinide werden durch Inkretin-Mimetika und Gliptine verdrängt. Dazu kommt noch mit den SGLT-2-Hemmstoffen ein weiteres neues Prinzip, nämlich die Förderung der Glucose-Ausscheidung mit dem Harn.
Von Thomas Herdegen
Cochrane Review bewertet topische Corticosteroide
Eine chronische Rhinosinusitis, die mit Nasenpolypen einhergeht, ist die Folge entzündlicher Schleimhautveränderungen in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Es kommt zur Verengung der Luftwege, der oft mit einer Nasennebenhöhlen-Operation begegnet wird. Zudem gehören topische Corticosteroide zur Therapie der ersten Wahl. In einem Cochrane-Review wurde untersucht, welchen Stellenwert sie im Zusammenhang mit einer Operation haben.Show moreVereinzelte Todesfälle sorgen für Unruhe
In den letzten Tagen überschlugen sich wieder einmal die Meldungen zu einem angeblich "neuen Coronavirus", das neuerdings sein Unwesen treiben soll. "Gefährlicher Erreger: Neues Coronavirus umgeht Immunabwehr..." titelt der Focus. Der Spiegel weckt Neugier mit der Überschrift "Großbritannien: Patient stirbt nach Coronavirus-Infektion". Und die Welt überschreibt ihren Bericht mit "Neues Coronavirus trickst Immunsystem leicht aus". Was ist dran an diesen Meldungen, und wie hat man sie unaufgeregt zu werten?Show moreTherapieoptionen bei aktinischer Keratose im Vergleich
Aus einer aktinischen Keratose kann sich ein Plattenepithelkarzinom entwickeln, daher sollte sie grundsätzlich behandelt werden. Erfreulicherweise gibt es eine Vielzahl wirksamer Therapieoptionen, wie ein kürzlich veröffentlichter Cochrane-Review zeigt.Show moreSo wirken Notfallkontrazeptiva
Letzte Woche haben die deutschen Bischöfe entschieden, die "Pille danach" für vergewaltigte Frauen zu erlauben. Allerdings nur, wenn sie die Befruchtung verhindere, nicht aber zum Abort der befruchteten Eizelle führe. Aber wie wirken die in Deutschland auf dem Markt befindlichen Präparate zur Notfallkontrazeption eigentlich? Welche Unterschiede gibt es zwischen dem etablierten Levonorgestrel und dem neueren Ulipristalacetat und für wen eignet sich welches Präparat?Show moreLungenkarzinom überholt Mammakarzinom
In wenigen Jahren wird Lungenkrebs in Europa die häufigste Krebstodesursache bei Frauen sein und damit das Mammakarzinom überholen. Das zeigen neue epidemiologische Daten, die von italienischen und Schweizer Wissenschaftlern publiziert worden sind.Show moreWenn‘s trieft und juckt - was wirkt wann bei wem?
Sabine Werner | Obwohl weite Teile Deutschlands noch unter einer Schneedecke liegen, melden Pollenflugvorhersagedienste bereits jetzt die ersten Pollen von Gräsern und Frühblühern. Die Heuschnupfensaison mit tränenden Augen und laufenden Nasen beginnt und treibt wie jedes Jahr viele Allergiegeplagte in die Apotheken. Im Folgenden soll ein Überblick über die aktuell für die Selbstmedikation zur Verfügung stehenden Antiallergika und ihre Darreichungsformen gegeben werden.Show more
Tiefe Hirnstimulation auch in frühen Stadien
Die EARLYSTIM-Forschungsgruppe um Prof. Dr. Günther Deuschl von der Neurologie der Uni-Klinik Schleswig-Holstein in Kiel hat am 14. Februar eine viel beachtete Studie im New England Journal of Medicine zur frühzeitigen tiefen Hirnstimulation veröffentlicht. Sie könnte zu einem Paradigmenwechsel in der Parkinsonbehandlung führen und eine Option auch in wesentlich früheren Krankheitsstadien werden.Show moreRechtliches
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