
Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Hoher Blutdruck trotz Behandlung
Etwa 1,4 Milliarden Menschen weltweit litten im Jahr 2024 an Bluthochdruck. Betroffen sind vor allem Einwohner von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, nur etwa jeder fünfte erhält eine adäquate Behandlung. In Deutschland sind rund 20 Millionen Erwachsene zwischen 30 und 79 Jahren von Bluthochdruck betroffen, bei nur etwa der Hälfte davon ist die Erkrankung unter Kontrolle. Welche Ursachen gibt es für eine resistente Hypertonie und was kann man dagegen tun?Show more

Etikettenschwindel, Knebelverträge und sexistische Zulassungsbehörden
Die Aufregung um das eHealth-Gesetz bzw. um die Rolle, die die Apotheker darin spielen sollen, dauert an. Was Schmidt, Kiefer und Co. dazu sagen, lesen Sie diese Woche in der DAZ Wochenschau. Außerdem erfahren Sie, warum Aktivisten der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA Sexismus vorwerfen und das Wichtigste zum Aus der Inkontinenzversorgung im Saarland für Versicherte der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Show more
FDA empfiehlt Zulassung für „Pink Viagra“
New York - In den USA könnte bald ein „Viagra für Frauen“ auf den Markt kommen. Das Präparat namens Flibanserin soll Frauen helfen, die unter medizinisch begründeter Unlust auf Sex leiden. Ein Ausschuss der amerikanischen Arzneibehörde FDA empfahl am Donnerstag mit 18 zu 6 Stimmen, die „Pink Viagra“ genannte Pille zuzulassen. Allerdings sollten vorerst noch mehr mögliche Nebenwirkungen erforscht werden. Show more
Schizophrenie und Neuroleptika
Die Verordnungen der Neuroleptika nehmen kontinuierlich zu, unter anderem bedingt durch einen vermehrten Einsatz bei affektiven Störungen wie zur Augmentation der unipolaren Depression und bei bipolaren Störungen sowie bei älteren Patienten im Zusammenhang mit Schlafstörungen, psychomotorischer Unruhe, Agitation und Wahn. Dadurch steigt auch der Beratungsbedarf in der Apotheke. In den letzten Jahren haben große Metaanalysen detaillierte und vergleichende Einsichten über Vor- und Nachteile von konventionellen und atypischen Neuroleptika erbracht. Das hat Folgen für den Evidenz-basierten Umgang mit Neuroleptika, dem in diesem Pharmako-logisch! update Rechnung getragen wird. Darüber hinaus will dieser Beitrag helfen, die Relevanz von Nebenwirkungen (QT-Zeit-Verlängerung) und Arzneimittelinteraktionen (zum Beispiel mit Antidepressiva) richtig einzuordnen.
Von Thomas Herdegen

Substitution peroraler Zytostatika?
Für eine ganze Reihe von Wirkstoffen ist wegen ihrer engen therapeutischen Breite mittlerweile unumstritten, dass ein Austausch zum Beispiel aufgrund eines Rabattvertrags nicht vertretbar ist. Diesem Umstand wurde zum Teil mit der Substitutionsausschlussliste Rechnung getragen. Als Apotheker ist man hier die Verantwortung los, aber auch jeglichen Handlungsspielraumes beraubt. Anders ist die Sachlage allerdings bei Wirkstoffen, die objektiv zwar austauschbar sind, der Austausch aber einzelnen Patienten nicht zuzumuten ist. Hier ist der Apotheker weiterhin gefragt. Wie das ablaufen kann, zeigt der folgende Fall. Show moreSafinamid hilft bei Parkinson
ck | Nach wie vor stellt die Therapie des Parkinson-Syndroms eine symptomatische Behandlung dar, eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Aber mit Safinamid (Xadago®) wurde im Mai eine weitere Option eingeführt, die die dopaminerge Funktion stimuliert und eine gesteigerte Glutamat-Freisetzung reduziert. Gerade für die Langzeitanwendung erscheint der Wirkstoff interessant, um motorische Komplikationen zu kontrollieren sowie die Wirksamkeit von Levodopa zu erhöhen. Show moreMehr als nur ähnlich
Nach wie vor herrscht vor allem unter den Ärzten eine große Unsicherheit dahingehend, wie Biosimilars tatsächlich einzuschätzen sind. Der Grund liegt darin, dass die Zulassungssystematik für Biosimilars eine völlig andere ist, als die Zulassungssystematik, wie man sie für innovative Arzneimittel gewohnt ist. Einer der entscheidenden Unterschiede besteht darin, dass bei den Biosimilars die Evidenz für die Wirksamkeit und Verträglichkeit primär aus dem Labor und nicht aus der Klinik kommt, obwohl alle Biosimilars auch klinisch getestet werden.Show moreLäusealarm
jb | Die gesetzlichen Krankenkassen müssen das Läusemittel Jacutin® Pedicul Fluid (Dimeticon) von Almirall bald nicht mehr erstatten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte dem Medizinprodukt seine Verordnungsfähigkeit vor einigen Jahren aberkannt – der Hersteller wehrte sich dagegen. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat das Bundessozialgericht vergangene Woche entschieden, dass der G-BA zur Streichung berechtigt war. Sobald die Änderung im Bundesanzeiger veröffentlicht wird, ist der Bescheid rechtskräftig. Eine Versorgungslücke entsteht allerdings nicht, es gibt ausreichend verordnungsfähige Alternativen.Show moreInsektenschutz – durchdacht bis ins Detail
Während der Sommermonate gibt es wohl kaum eine Sichtwahl, in der Soventol® nicht platziert ist – also auch dieses Jahr wieder alles wie gehabt? Nein! Denn die Produktfamilie hat Zuwachs bekommen. Mit Soventol® PROTECT stehen ab sofort apothekenexklusive Repellenzien zur Verfügung, die nicht nur aufgrund ihres naturbasierten Wirkstoffs eine Empfehlung wert sind, sondern auch durch clevere Details neue Standards in Sachen Insektenschutz setzen sollen.Show moreFür mehr Gelassenheit
BERLIN (gmc) | Stress belastet Millionen von Menschen. Bei dauerhafter Belastung treten deutlich häufiger Depressionen, Schlafstörungen oder Burnout-Symptomatiken auf. Chronischer Stress ist somit ein Gesundheitsrisiko und ein Thema von hoher Public-Health-Relevanz. Das pflanzliche Arzneimittel Vitango® mit Rosenwurz-Spezialextrakt WS® 1375 soll die Anpassungsfähigkeit des Organismus an außerordentliche Belastungen erhöhen und darüber die mentale Leistungsfähigkeit verbessern.Show moreSchwere Infektionen unter Biologicals
Patienten mit rheumatoider Arthritis weisen krankheitsbedingt ein erhöhtes Risiko auf, an schweren Infektionen zu erkranken. Ob und in welchem Ausmaß dieses Risiko durch die Gabe von Biologicals beeinflusst wird, wird unterschiedlich beurteilt. Daher nahm sich eine Arbeitsgruppe erneut dieser Fragestellung an. Ihr Fazit: Das Risiko hängt von der Dosis und den Vortherapien ab, was bei der individuellen Behandlung berücksichtigt werden sollte.Show moreRechtliches
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