Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko ohne erhöhte Blutungsgefahr
Der Faktor XIa-Hemmer Asundexian verringerte in der Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE erneute ischämische Schlaganfälle um 26% – ohne das Risiko für schwere Blutungen zu erhöhen. Das macht Asundexian zu einem starken Kandidaten für die Sekundärprävention bei nicht-kardioembolischen Schlaganfällen.Show moreLänger leben mit Vitamin D?
Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und der allgemeinen Mortalität gibt, wird kontrovers diskutiert. 2013 gab eine Metaanalyse Hinweise darauf, dass eine langfristige Supplementierung von Vitamin D die Sterblichkeit verringern könnte. Dies bestätigt nun eine Metaanalyse von 32 Studien.Show moreVitamin D – wichtig für die Prävention
BADEN-BADEN (rei) | Wie ein Mangel von Vitamin D die Entstehung von Krankheiten beeinflusst, wie das Vitamin beim Sonnenbaden gebildet wird und wem eine Unterversorgung droht, diskutierten Experten auf einem Vitamin D-Symposium, das im Rahmen der medizinischen Woche in Baden-Baden von Wörwag Pharma veranstaltet wurde.Show moreTabletten und Kapseln einfach schlucken
Von Sarah Katzemich | Bei der Einnahme von Kapseln oder Tabletten haben viele Menschen Probleme. Die richtige Auswahl des Arzneimittels kann oft weiterhelfen. Teilbare oder dispergierbare Präparate können die Lösung sein, müssen aber korrekt gehandhabt werden. Stehen solche Möglichkeiten nicht zur Verfügung, können viele Medikamente auch mit Apfelmus oder Joghurt eingenommen werden. Hierbei ist auf Interaktionen zu achten. Vor Kurzem stellte die Universität Heidelberg fest, dass es auch auf die richtige Technik ankommt. Die „Pop-Bottle-“ und die „Vorwärts-Neige-Technik vereinfachen die Einnahme von großen Tabletten und Kapseln für den Großteil der Probanden.Show more
Schmerztherapie-Wüste Deutschland
Von Verena Stahl | Patienten mit Kreuzschmerzen versuchen sich meist erst einmal selbst zu helfen. Dagegen ist bei harmlosen Kreuzschmerzen nichts einzuwenden und das Repertoire an Hausmitteln und das Angebot an rezeptfreien Analgetika ist groß. Bei anhaltenden Beschwerden wird oft zunächst der Hausarzt konsultiert. Dieser kann in den meisten Fällen die Therapie erfolgreich durchführen. Es wäre jedoch ratsam, bestimmte Patienten gezielt von Schmerztherapeuten behandeln zu lassen. Gerade die in der Leitlinie Kreuzschmerz geforderte multimodale Behandlung ist nur unter schmerztherapeutischer Expertise möglich. Ihre Umsetzung findet derzeit zulasten des Patientenwohls häufig zu spät oder gar nicht statt.Show moreGefährlicher „Blutverdünner“ Dabigatran?
Dabigatran zeigte sich in der zulassungsrelevanten RE-LY Studie als gleichermaßen sicher in der Prävention von Schlaganfällen oder Thromboembolien wie Warfarin. Eine neu veröffentlichte Studie verweist nun jedoch auf ein erhöhtes Blutungsrisiko unter dem oral verfügbaren direkten Antikoagulans hin.Show moreNicht immer gleich ein Antibiotikum
BADEN-BADEN (ral) | Harnwegsinfektionen zählen zu den häufigsten bakteriellen Infektionen im ambulanten Bereich und sind für einen Großteil der ambulanten Antibiotikaverschreibungen verantwortlich. Bei schweren Krankheitsverläufen ist dieses Vorgehen auch gerechtfertigt. Bei leichten Infektionen sollte allerdings zunächst eine symptomatische Therapie mit pflanzlichen Wirkstoffen empfohlen werden, statt gleich zum Antibiotikum zu greifen. Das war das Fazit eines im Rahmen der 48. Medizinischen Woche in Baden-Baden veranstalteten Expertengesprächs.Show more
Ein Patient mit Rückenschmerzen
Alfred Eiserfeld (AE) ist ein 73-jähriger Patient, der seit einiger Zeit unregelmäßig bei Ihnen in der Apotheke Rezepte einlöst. In der Patientendatei ist er nicht gespeichert. Er kommt mit einem Rezept über Carmen® (Lercanidipin) 10 mg. Außerdem möchte er noch Diclofenac-Gel. Auf die Frage, wie hoch denn sein Blutdruck im Moment sei, berichtet er, dass die Lercanidipin-Dosis von 10 mg morgens auf je 10 mg morgens und abends erhöht wurde, da seine Werte seit einigen Wochen zu hoch sind. Ebenfalls seit ein paar Wochen leidet er unter Rückenschmerzen. Dafür möchte er auch das Diclofenac-Gel kaufen. Er habe in der Werbung gesehen, dass es gut gegen Rückenschmerzen sei. Wegen der Schmerzen könne er sich nur wenig bewegen, obwohl er sich doch sehr schone. Außerdem gibt er an, seit einigen Wochen unter Sodbrennen zu leiden. Da ihn die Schmerzen bei der Pflege seiner Ehefrau belasten, ist er insgesamt mit seiner gesundheitlichen Situation nicht zufrieden.
Show moreAndrogenentzug schädigt krankes Herz
Die Androgenentzugstherapie (androgen-deprivation therapy, ADT) gilt als wichtige Therapieoption zur adjuvanten Behandlung des Prostatakarzinoms. Einige Studien verwiesen jedoch auf ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Anwendung der ADT. Jetzt liegen die Ergebnisse einer retrospektiven Analyse zu diesem Risiko für Männer mit Prostatakrebs vor.Show moreVernarbte Nieren nach kindlichen Harnwegsinfekten
Harnwegsinfekte bei Kindern kommen häufig vor. Im Extremfall können sie zur Vernarbung der Nieren führen. Welche Parameter und Methoden sich eignen, um vorherzusagen, wann Kinder besonders gefährdet sind, konnte nun im Rahmen einer Metaanalyse gezeigt werden.Show moreWelche Diät ist die beste?
Wer abnehmen möchte, sucht sich meistens eine Diät aus, die möglichst innerhalb kurzer Zeit die meisten Pfunde purzeln lässt. Doch die Wahl fällt nicht leicht angesichts der vielen Produkte und Empfehlungen mit vollmundigen Werbeversprechen. Nach den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten amerikanischen Metaanalyse –basierend auf einer Datenbankrecherche – sind die Unterschiede zwischen den Diäten gar nicht so groß sind. Das Wichtigste scheint zu sein, möglichst lange „durchzuhalten“.Show moreRechtliches
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