Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
US-Leitlinie bei Dyslipidämie: Paradigmenwechsel mit Ansage
Mit der neu veröffentlichten US-Leitlinie zur Dyslipidämie wird ein deutlicher Paradigmenwechsel sichtbar. Während frühere Leitlinien stark LDL-Cholesterol-zentriert waren, verfolgen die Autoren der aktuellen Version einen deutlich breiteren, stärker individualisierten Ansatz der kardiovaskulären Risikobewertung und Therapie.Show moreGut durch die Wechseljahre
Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen können Frauen während der Wechseljahre das Leben schwer machen. Eine schonende Behandlungsmöglichkeit bietet ihnen isopropanolischer Cimicifuga-racemosa-Spezialextrakt (iCR, in Remifemin® und Remifemin® plus). Eine aktuelle Analyse der klinischen Datenlage zur Wirksamkeit und Sicherheit hat nun dessen Effektivität bestätigt [1]. Neue Untersuchungen sprechen dem iCR-Spezialextrakt neben den bereits bekannten Wirkungen zudem weitere Effekte zu.Show more
Blutung oder Stentthrombose?
Durch eine erfolgreiche Stentimplantation nach akutem Koronarsyndrom (ACS) wird viel dazu beigetragen, den Patienten vor künftigen kardiovaskulären Ereignissen zu schützen. Um Stentthrombosen (ST) zu vermeiden, die die Gesundheit und das Leben gefährden, wird eine duale Antiplättchentherapie (DAPT, Dual Antiplatelet Therapy) eingesetzt. Diese ist allerdings mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden. Die Angst vor potenziell lebensbedrohlichen Blutungen veranlasst viele Mediziner, die duale Plättchenhemmung vor operativen Eingriffen abzusetzen. Ergebnisse einer aktuellen italienischen Studie hinterfragen nun diese Vorgehensweise.
Von Verena Stahl

Eine Patientin nach Herzinfarkt
Elisabeth Elfering ist eine 73-jährige adipöse Patientin. Sie fühlt sich in letzter Zeit sehr kraftlos und müde. Zudem hat sie gelegentlich Schmerzen in der Brust und war deshalb mehrfach in ihrer Stamm-Apotheke und bei ihrem behandelnden Hausarzt vorstellig. Frau Elfering leidet seit vielen Jahren an Typ-2-Diabetes, Dyslipidämie und Bluthochdruck. Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen eines Hinterwand-Herzinfarktes in 2012 hat sie deutlich abgebaut. Sie hat schon oft ihre Ängste mitgeteilt, da ihr Vater sehr früh an einem Herzinfarkt verstorben ist und auch ihre Mutter an einer – allerdings unbekannten – Herzkrankheit litt.
Von Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut Derendorf
Show moreSchutz durch Bisphosphonate
Bisphosphonate werden wegen ihrer hemmenden Wirkung auf die Osteoklastenaktivität bei Osteoporose eingesetzt. Darüber hinaus inhibieren sie die Adhäsion, Proliferation und Invasion von Tumorzellen. Inwiefern Bisphosphonate protektiv auf die Entwicklung eines Endometriumkarzinoms wirken, wurde in einer prospektiven Studie untersucht. Frauen, die jemals ein Stickstoff-haltiges Bisphosphonat eingenommen hatten, erkrankten seltener an einem Endometriumkarzinom. Show moreGibt es ein metabolisches Gedächtnis?
In einer Beobachtungsstudie wurden verfolgt, welchen Einfluss die Umstellung von konventioneller auf intensivierte Insulin-Therapie bei Typ-1-Diabetikern hat. Auch 20 Jahre nach der Umstellung auf eine intensivierte Therapie ereigneten sich in der vormals konventionell behandelten Gruppe mehr Todesfälle. Show moreVom Maschinenbauer zum Lösungsanbieter
1996 mit dem Ziel gegründet, die Prozesse in der Apotheke mithilfe von Kommissioniersystemen zu erleichtern und zu verbessern, hat sich Rowa, mittlerweile Teil des amerikanischen Medizintechnik-Unternehmens CareFusion, in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem Lösungsanbieter rund um das Medikamentenmanagement entwickelt. Auch wenn das Kerngeschäft nach wie vor das automatisierte Warenhandling in der Apotheke ist und bereits über 5500 „Rowas“ weltweit installiert wurden, bieten zahlreiche Add-Ons darüber hinaus Hilfe und Erleichterung im Apothekenalltag.Show more
AMTS – was ist das?
Von Verena Stahl | Was versteckt sich hinter dem etwas sperrigen Begriff Arzneimitteltherapiesicherheit? Ist AMTS, wie der Begriff gerne abgekürzt wird, mehr oder weniger als eine Medikationsanalyse oder ein Medikationsmanagement? Um trockene Begriffsdefinitionen (siehe Glossar auf Seite 44) mit Leben zu füllen, soll im nachfolgenden Beitrag anhand von Beispielen veranschaulicht werden, wo Arzneimitteltherapierisiken lauern und welche Herausforderungen sich bei der Arzneimitteltherapie ergeben. Show moreDie HPV-Impfung ist sicher
Die Impfung gegen das humane Papillomvirus (HPV) steht im Verdacht, die Entstehung demyelinisierender Krankheiten zu fördern. In einer Kohortenstudie konnte nun gezeigt werden, dass das Risiko entzündlicher Nervenerkrankungen wie multipler Sklerose durch die Anwendung von tetravalenten HPV-Vakzinen nicht erhöht ist.Show moreGrippe trotz Impfung
Jedes Jahr gibt es einen neuen „Aufreger“ zur Grippe-Impfung. Diesmal wirkt der Impfstoff nicht so, wie er soll. Die US-amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC entschuldigt sich sogar dafür – warum eigentlich? Und ein Seniorenheim macht Schlagzeilen mit einem besonders ansteckenden A/H3-Virustyp. Show moreAntibiotika gegen Rückenschmerzen
Diese Studie hatte für einige Aufregung gesorgt, und zahlreiche kritische Leserbriefe erreichten den Herausgeber der Zeitschrift European Spine Journal: Eine dänische Arbeitsgruppe hatte die Hypothese publiziert, dass Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und einer bestimmten Form des Bandscheibenvorfalls (Modic-Typ 1) von einer Antibiotika-Behandlung profitieren könnten – was sich in einer doppelblinden placebokontrollierten Untersuchung auch bestätigen ließ.Show moreRechtliches
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