Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Plozasiran bei familiärem Chylomikronämie-Syndrom zugelassen
Auf die Zulassungsempfehlung im April folgte nun die Zulassung: Wie Hersteller Arrowhead Pharmaceuticals mitteilt, ist das Plozasiran-haltige Arzneimittel Redemplo® jetzt für Erwachsene mit der Erkrankung Familiäres Chylomikronämie-Syndrom (FCS) zugelassen.Show moreWenn die Psyche das Herz stresst
FRANKFURT/MAIN (rei) | Wie sich Stress auf das Herz auswirkt, war Thema einer von Trommsdorff Arzneimittel veranstalteten Pressekonferenz. Dabei wurde deutlich, dass Herzklopfen, Herzstolpern und Herzrasen häufig die Folge psychischer und/oder sozialer Belastungen sind. An vorderer Stelle steht Stress, wie eine auf der Pressekonferenz vorgestellte Umfrage unter Betroffenen ergab.Show more
Clozapin und PPI – wirklich (k)eine Interaktion?
Von Markus Zieglmeier | Das Interaktionsmodul der ABDA-Datenbank weist die Kombination des atypischen Neuroleptikums Clozapin mit Protonenpumpenhemmern (PPI) wegen des Risikos von Agranulozytosen als kontraindiziert aus. Die hinter dieser Meldung stehenden Fakten gelten ebenso für weitere Kombinationen von Clozapin, u. a. mit Betalactam-Antibiotika, die bei entsprechenden (z. T. vitalen) Indikationen kaum durch andere Substanzen ersetzt werden können. Andere Interaktionsdatenbanken ignorieren diese Wechselwirkungen, obwohl sie in den Clozapin-Fachinformationen stehen. Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass die Risiken der therapeutischen Alternativen das Risiko der Clozapin-Kombinationen in vielen Fällen übersteigen. Die Interpretation der Datenbankmeldung wird damit zu einem Lehrbeispiel für die kritische Bewertung von Informationen in der patientenorientierten Pharmazie.Show moreACE-Hemmer verzögern Progression und fördern Regression
Durch eine medikamentöse Blockade des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) kann das Risiko für die Entwicklung einer diabetischen Retinopathie verringert und die Wahrscheinlichkeit einer Rückbildung erhöht werden, wobei ACE-Hemmer wahrscheinlich besser wirksam sind als Sartane, so das Fazit einer aktuellen Metaanalyse.Show more
Morbus diureticus
Der weit verbreitete Einsatz von Diuretika in den Indikationsgruppen arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen betrifft vor allem die älteren Bevölkerungsschichten. Nebenwirkungen einer Diuretika-Therapie haben aber gerade bei geriatrischen Patienten gravierende Auswirkungen, weshalb Mediziner der Klinischen Pharmakologie Mannheim vom „Morbus diureticus“ sprechen.
Von Verena Stahl

Ein Patient mit Hypertonie
Der Patient Herr Kopp ist 52 Jahre alt. Er geht zu einem Routinebesuch
zu seinem Hausarzt. Er ist in Behandlung wegen seines neu
einzustellenden Hypertonus Grad 2. Neuerdings berichtet er von
depressiver Stimmung, Interessenverlust, Antriebslosigkeit und klagt
über massive Schlafstörungen, da er mehrmals in der Nacht zur Toilette
gehen muss. Seine Hypertonie wird seit ungefähr zwei Monaten mit
Metoprolol und Hydrochlorothiazid (HCT) behandelt. Wegen eines
Bandscheibenvorfalls vor einem Jahr ist er in seiner Beweglichkeit
deutlich eingeschränkt. Er hat viele Schmerzmittel einnehmen müssen und
hat seither auch Magenbeschwerden.
Von Martina Hahn, Christian Fechtrup, Olaf Rose und Hartmut Derendorf
Verwirrte besser schützen
Akute Verwirrtheitszustände können negative Folgen wie beispielsweise Stürze oder sogar Klinikeinweisungen haben, doch lassen sie sich häufig bereits mit nicht-pharmakologischen Maßnahmen verhindern. Nachgewiesen wurde dies im Rahmen einer Metaanalyse mit im Durchschnitt 80 Jahre alten Patienten. Durch spezifische Präventionsprogramme sank die Häufigkeit von Delirien um mehr als die Hälfte, die Sturzhäufigkeit nahm um etwa zwei Drittel ab.Show moreWann starten und wie tief senken?
In einer Metaanalyse wurde untersucht, welchen Zusammenhang es zwischen blutdrucksenkender Behandlung und dem Outcome von vaskulären Erkrankungen bei Typ-2-Diabetikern gibt. Die Autoren diskutieren, ob Empfehlungen für blutdrucksenkende Behandlung bei Diabetes mellitus Typ 2 in aktuellen Leitlinien revidiert werden sollten. Show moreOTC-Sparte – ein Wachstumstreiber
OTC-Produkte der Johnson & Johnson GmbH nehmen in vielen Kategorien Spitzenpositionen ein. Für das Neusser Unternehmen ist der OTC-Geschäftsbereich von besonders großer strategischer Bedeutung. Ein wichtiges Anliegen der Johnson & Johnson GmbH ist es daher auch, das pharmazeutische Fachpersonal in seiner Tätigkeit kompetent zu unterstützen. So soll eine neue Trainingsdatenbank Apothekern und PTA ermöglichen, sich optimal im Bereich Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten fortzubilden und ihre Beratungssicherheit auszubauen.Show moreGänsefingerkraut – Wohltat für Magen und Darm
Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) gehört eher zu den seltener verwendeten Heilpflanzen. Sie verdient aber als traditionelle Arzneipflanze, die bei Magen-Darm-Beschwerden, bei dysmenorrhoischen Beschwerden und auch bei Blasenentzündungen eingesetzt werden kann, durchaus Beachtung. Aktuell wird ihre traditionelle Anwendung bei gastrointestinalen Beschwerden durch wissenschaftliche Untersuchungen an der Pflanze und ihren Inhaltsstoffen untermauert.Show morePimecrolimus für junge Atopiker
Zur Behandlung der atopischen Dermatitis gelten lokal aufgetragene Cortison-Präparate als Mittel der Wahl. Da die Compliance gegenüber Glucocorticoiden oft gering ist, wird vermehrt nach anderen Optionen gesucht. In einer Studie wurde nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Pimecrolimus bei Kindern untersucht. Show moreRechtliches
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