Pharmazie
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Atogepant jetzt auch zur akuten Migränebehandlung zugelassen
Seit 2023 ist der orale Calcitonin Gene-Related-Peptide (CGRP)-Rezeptorantagonist für die Migräneprophylaxe zugelassen. Nun erfolgte eine Zulassungserweiterung für die Akuttherapie.Show moreTrennen und Zusammenführen
Von Gerald Bauer | Die Spagyrik definiert Gesundheit als Harmonie von Körper, Geist und Seele; Krankheit dagegen wird als ein Ausdruck des Ungleichgewichts dieser drei Prinzipien betrachtet. Die zunehmende Zahl an Zivilisations- und psychosomatischen Krankheiten wird als Folge dieses Ungleichgewichts betrachtet. Die Medizin reagiert darauf monokausal, meist wird nicht der Mensch, sondern ein Syndrom behandelt. Das spagyrische Prinzip dagegen ist ganzheitlicher. Die Präparate werden nicht nur für akute Erkältungskrankheiten, zur Ausleitung und Regeneration sondern auch für die Heilung in der Gefühlswelt eingesetzt. Show moreNährstoffe für die Nerven
rei | Zerstörte Nervenzellen regenerieren sich nicht. Es kommt also darauf an, Nervenschäden vorbeugend zu verhindern. Wie Nerven, Gehirn und Psyche vor einem Mangel an Biofaktoren geschützt werden können, diskutierten Experten bei einem Symposium der Gesellschaft für Biofaktoren Anfang November 2015 in Berlin.Show moreTherapie der Depression auf dem neuesten Stand
Die aktualisierte Version der Nationalen Versorgungsleitlinie „Unipolare Depression“ sieht Neuerungen in der Pharmakotherapie und bei psychotherapeutischen Verfahren vor. Auch bei den Empfehlungen für die Therapie von Frauen in der Peripartalzeit und zum Einsatz von Antidepressiva bei älteren Patienten gab es Änderungen. Neu aufgenommen ist ein Kapitel zum Umgang mit Patienten mit Migrationshintergrund. Show moreAufklären und überwachen
Die SPRINT-Studie rüttelt am Fundament der Blutdrucktherapie und stellt alle Studienergebnisse und Leitlinien der letzten Jahre infrage. Wie sind die neuen Daten zu bewerten? Welche Implikationen ergeben sich daraus für die Kardiologie und die Pharmakotherapie? Die DAZ bat Dr. Christian Fechtrup und Olaf Rose, Pharm.D., um eine Experteneinschätzung.Show more„Paradigmenwechsel in der Bluthochdrucktherapie!“
DAZ/DHL® | Blutdruck runter unter 120 mmHg – das kann bei einer bestimmten Patientengruppe die Gesamtsterblichkeit im Vergleich zu einer weniger starken Blutdrucksenkung hochsignifikant reduzieren. Das ist das Ergebnis der schon vor der vollständigen Veröffentlichung für Schlagzeilen sorgenden Systolic Blood Pressure Intervention Trial, kurz SPRINT-Studie (s. a. 120 mmHg für alle? DAZ 2015, Nr. 39, S. 30). Sie wurde soeben im New England Journal of Medicine vollständig publiziert [1]. Die Deutsche Hochdruckliga e. V. (DHL®) stuft die SPRINT-Studie als Schlüsselstudie ein, die nicht ohne Einfluss auf die weiteren Empfehlungen zur Hochdruckbehandlung bleiben wird, und hat umgehend eine Stellungnahme dazu veröffentlicht [2]. Wir geben sie im Folgenden im Wortlaut wieder.Show moreVom Wundermittel zum Placebo?
Aktuelle Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie aus den USA ernüchtern: Vitamin-D-Gaben bewirkten bei postmenopausalen Frauen nichts außer höheren Vitamin-D-Spiegeln; selbst eine Hochdosis-Intervention mit Vitamin D steigerte kaum die Calcium-Resorption. Günstige Effekte auf Knochendichte, die Muskelkraft und Sturzprävention blieben aus. Nichts spricht aus Sicht der Autoren dafür, Vitamin-D-Blutspiegel oberhalb der derzeit empfohlenen Referenzwerte von 20 ng/ml anzustreben.Show more
Schlaflos oder abhängig?
Benzodiazepine und verwandte Wirkstoffe gelten als wichtige und sichere Arzneimittel und sind weit verbreitet. Zahlreiche Untersuchungen belegen jedoch, dass sie bei einer sehr großen Anzahl an Patienten nicht Leitlinien-konform länger als acht Wochen verordnet werden. Bei langfristiger Einnahme führen sie zu Abhängigkeit und schwerwiegenden Nebenwirkungen, von denen insbesondere alte Menschen betroffen sind. Qualifizierte pharmazeutische Beratung in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt kann wesentlich zu einer verbesserten Arzneimitteltherapiesicherheit und gesteigerter Lebensqualität betroffener und gefährdeter Patienten beitragen.
Von Ernst Pallenbach

Eine Patientin mit Schlafstörungen
L.N., eine 47-jährige Patientin, leidet an starken Schlafstörungen. Sie
berichtet, dass sie während der Woche fast gar nicht schlafen kann,
Probleme mit dem Einschlafen hat und nachts auch mehrmals aufwacht. Sie
schaut sich oft bis spät in die Nacht hinein Sendungen im Fernsehen an.
Am Wochenende versucht sie den Schlaf nachzuholen und schläft dann auch
tagsüber viel. Seit ca. zwei Monaten nimmt sie regelmäßig Temazepam
gegen die Schlafstörungen ein. Erst kürzlich wurde die Dosierung von
10 mg auf 20 mg erhöht. Sie leidet zudem an Depressionen, COPD, Migräne,
Sodbrennen und allergischer Rhinitis. Im Gespräch fällt auf, dass sie
häufig die Einnahme ihrer Medikamente vergisst. L.N. raucht täglich etwa
fünf Zigaretten und trinkt sechs bis acht Tassen Kaffee über den Tag
verteilt.
Von Ina Richling, Frank Richling, Olaf Rose und Hartmut Derendorf
Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung