Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wie man Nierensteinen vorbeugen kann
Nierensteine neigen zum Rezidiv, und wer einmal einen Nierenstein hatte, muss mit weiteren rechnen. Für viele Betroffene stellt sich daher die Frage, wie sie erneuten Nephrolithen vorbeugen können. Der Stellenwert diätetischer und pharmakotherapeutischer Interventionen wurde in einem systematischen Review untersucht. Show moreParacetamol bei Grippe ohne Wirkung?
Die Einnahme von Antipyretika zur Symptomlinderung bei einer Grippe ist weit verbreitet. Internationale Leitlinien sind indes von deren Wirksamkeit nicht vollständig überzeugt und sprechen fiebersenkenden Mitteln lediglich einen möglichen Nutzen bei fehlenden negativen Auswirkungen zu. Eine aktuelle kleine Studie findet weder positive noch negative Effekte einer Paracetamol-Einnahme bei Grippe. Show moreRivaroxaban zeigt sich alltagstauglich
Da die pharmakologischen Daten zu den neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) zumeist aus klinisch-kontrollierten Studien stammen, fehlen bislang weitreichende Analysen zur Anwendung im Praxis-alltag. Nun verglich eine nicht-interventionelle Phase-IV-Studie die Wirksamkeit von Rivaroxaban gegenüber einer antikoagulatorischen Standardtherapie bei tiefen Venenthrombosen unter Alltagsbedingungen.Show moreKeine Bedenken mehr gegen Rosiglitazon
bk | Die FDA hat Rosiglitazon aus der Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS) entlassen. Aufgrund der aktuellen Datenlage zum kardiovaskulären Risiko des Antidiabetikums sei eine strenge Überwachung der Rosiglitazon-Verschreibungen nicht mehr nötig. Show moreErhöht Entresto® das Alzheimer-Risiko?
Die fixe Kombination aus Valsartan und dem Neprilysin-Inhibitor Sacubitril (Entresto®) erhielt vor Kurzem die EU-weite Zulassung zur Therapie der Herzinsuffizienz. Da Neprilysin jedoch auch am Abbau von β-Amyloiden beteiligt ist, sehen Experten hier ein theoretisch erhöhtes Risiko für die Entstehung von Alzheimer-Demenz sowie altersabhängiger Makuladegeneration. Show morePharmazeutische Intervention lohnt sich
In einer retrospektiven Beobachtungsstudie konnte gezeigt werden, dass Patienten, deren Blutzucker um die Operation herum durch Apotheker intensiv kontrolliert wurde, bessere Blutzuckerwerte aufwiesen und seltener unter Komplikationen litten als Probanden, die in diesem Zeitraum nicht pharmazeutisch betreut wurden.Show more
Eine multimorbide Patientin mit Herzinsuffizienz
Frau T.S. ist eine 72-jährige adipöse Patientin mit chronisch
obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), globaler Herzinsuffizienz NYHA
III, Hypertonie, Hypercholesterolämie und Diabetes Typ 2. Infolge des
Diabetes leidet sie an Polyneuropathie. Das Hüftgelenk auf der rechten
Seite wurde vor vier Jahren durch eine Endoprothese ersetzt. Aktuell
fühle sie sich dauerhaft müde und antriebslos und sei nur eingeschränkt
belastbar. Es sei „alles so sinnlos“, sagt sie. Sie leide unter ihrem
Übergewicht und moderaten bis starken Rückenschmerzen. Wegen
Schwindelattacken ist sie früher bereits gestürzt. Aus der Angst heraus,
dass sie wieder stürzen könnte, bewegt sie sich wenig. Sie neigt zur
Ödembildung in den Extremitäten.
Von Dorothee C. Dartsch, Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut Derendorf
Show more
Dreifacher Herzschutz
Von Olaf Rose | Die Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten Spironolacton und Eplerenon bilden neben Betablockern und ACE-Hemmern bzw. Sartanen eine wichtige Säule in der Therapie der Herzinsuffizienz. Doch sie können unterschiedliche Probleme verursachen, die im Rahmen von Medikationsanalyse und -management zu beachten sind.Show moreNicht zu viel und nicht zu wenig
Bei Kindern ist die Dosisfindung für Antibiotika besonders komplex. In der Praxis werden jedoch schnell anwendbare Strategien gebraucht. Deshalb wird üblicherweise nach Gewicht, Gewichtsklasse oder Alter dosiert. Eine englische Forschergruppe untersuchte am Beispiel von Aminopenicillinen, inwieweit diese Dosierungsstrategien den Dosis-Zielbereich treffen und wie praktikabel sie sind. Da sich keine Methode als universell anwendbar erwies, müssen individuelle Aspekte zusätzlich berücksichtigt werden.Show moreInformation von Orifarm: 2016 mit neuem Außendienst von Jade.team
Mexiko lässt Dengue-Impfstoff zu
Wenn nach einem Moskitostich im Urlaub in den Tropen nach einigen Tagen Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Hautausschläge auftreten, können diese von einer Vielzahl von Erregern ausgelöst werden. Besteht die Hoffnung, dass eine Impfung bald vor einer der möglichen Ursachen schützen kann? Der weltweit erste Impfstoff gegen das Knochenbrecherfieber Dengue, Dengvaxia® von Sanofi Pasteur, wurde jetzt in Mexiko zuge-lassen.Show moreSensible Substanzen
Proteinwirkstoffe wie Insuline, Hormone, Enzyme, monoklonale Antikörper und Impfstoffe sind heute aus der Prophylaxe und Therapie akuter wie chronischer Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Ihre Herstellung und Formulierung ist jedoch sehr aufwändig und kostenintensiv. Es besteht daher ein großes Interesse daran zu verhindern, dass durch ungünstige Transport- oder Lagerungsbedingungen, Fehler bei der gegebenenfalls notwendigen Rekonstitution oder der Applikation die Wirksamkeit leidet. Was gibt es vonseiten der Hersteller, der Apotheken und der Anwender zu beachten?Show moreUnnötige Neuralrohrdefekte
Laut einer aktuellen Studie mit über neun Millionen Schwangeren in Europa traten in einem Zeitraum von elf Jahren 8400 Fälle von Neuralrohrdefekten auf. Mit einer ausreichenden Versorgung der Schwangeren mit Folsäure hätten die meisten Fälle verhindert werden können. Die Studienautoren bemängeln daher die in ganz Europa fehlende Pflicht, Grundnahrungsmittel mit Folsäure anzureichern.Show moreStrategien für erfolgreiche Apotheken
Steigende Bürokratisierung, der Versandhandel und geänderte Skonti-Regelungen stellen Apotheker immer wieder vor neue Herausforderungen. Und auch die Änderungen der Apothekenbetriebsordnung belasten die Apotheken nachhaltig. Wie kann man sich unter diesen Bedingungen mit seiner Apotheke behaupten? Unter dem Motto „Apotheke 2020 – Perspektiven, Chancen und Risiken“ gab das 2. Küstengespräch von TAD Pharma Mitte November den Teilnehmern Antwort auf diese Frage.Show moreNicotinamid kann vor weißem Hautkrebs schützen
Den Ergebnissen einer australischen Präventionsstudie zufolge reduziert die regelmäßige Einnahme von Nicotinamid die Gefahr, an einem nicht-melanozytären Hautkrebs zu erkranken. Diese Aussage gilt vorerst nur für Risikopatienten.Für einen breiten, präventiven Einsatz von Nicotinamid fehlen derzeit weitere Studien.Show moreRechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung