Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Was der neue AMTS-Aktionsplan in petto hat
Zum 1. April 2026 hat das Bundeskabinett einen neuen Aktionsplan für Arzneimitteltherapiesicherheit beschlossen. Insgesamt 20 Maßnahmen sollen dazu beitragen, die AMTS zu stärken. Von den Ideen ist noch nichts in Stein gemeißelt: Die Ansätze werden zunächst erarbeitet bzw. erprobt.Show morearzneimittel-und-therapie
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Arzneimitteltherapiesicherheit
22.04.2026, 15:50 Uhr
Diabetes Typ 2: Eidechsenhormon hilft Diabetikern
Das Inkretin-Mimetikum Exenatide ist seit April 2005 in den USA unter dem Handelsnamen ByettaTM als Zusatzbehandlung bei ungenügender Wirksamkeit einer Metformin- und/oder Sulfonylharnstofftherapie zugelassen, die europäische Zulassung wird in Kürze erwartet. Aktuelle Studienergebnisse weisen darauf hin, dass der Wirkstoff den HbA1c-Wert vergleichbar gut senken kann wie eine Insulintherapie.Show more01.10.2006, 16:20 Uhr
PZ-Innovationspreis: Erlotinib lässt Krebspatienten länger leben
Der von der Pharmazeutischen Zeitung gestiftete PZ-Innovationspreis 2006 wurde in diesem Jahr an die Firma Hoffmann-LaRoche für Erlotinib (Tarceva®) verliehen. Erlotinib ist zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) zugelassen und gehört zu den für die Auszeichnung in Frage kommenden18 neuen Arzneistoffen, die zwischen Juli 2005 und Juni 2006 auf den Markt kamen.Show more01.10.2006, 16:20 Uhr
Harnwegsinfekte: Die Widerstandskraft der Blase erhöhen
Brennen beim Wasserlassen, Ziehen in der Blase und das lästige Gefühl, ständig auf die Toilette zu müssen, obwohl nur wenige Tropfen kommen Ų in Deutschland erkranken jährlich mehr als vier Millionen Frauen an einer schmerzhaften Harnwegsinfektion, bei einigen Frauen treten sie ohne ersichtlichen Grund mehrmals im Jahr auf. Um die auslösenden Bakterien fernzuhalten, bedarf es einer intakten und widerstandsfähigen Blasenschleimhaut sowie eines starken Immunsystems.Show more01.10.2006, 16:20 Uhr
Verhütungspflaster: Erhöhtes Thromboserisiko nicht auszuschließen
Das in Europa unter dem Handelsnamen Evra® und in den USA unter Ortho Evra® vertriebene Norelgestromin/Ethinylestradiolhaltige Verhütungspflaster steht im Verdacht, häufiger als orale Kontrazeptiva zu venösen Thromboembolien zu führen. Trotz widersprüchlicher Studienergebnisse hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA eine Änderung der Fachinformation von Ortho Evra® verfügt, in der vor der Möglichkeit eines erhöhten Thromboserisikos gewarnt wird.Show more01.10.2006, 16:20 Uhr
Gebärmutterhalskrebs: Impfstoff gegen Papillomviren in Europa zugelassen
In den klinischen Studien, auf denen die Zulassung zur Prävention von Zervixkarzinomen basiert, schützte Gardasil® mit einer Wirksamkeit von bis zu 100% vor Gebärmutterhalskrebs, vor zervikalen, vulvären und vaginalen präkanzerösen Läsionen sowie vor Genitalwarzen, die durch die HPV-Typen 6, 11, 16 bzw. 18 hervorgerufen werden. Über die Dauer von fünf Jahren wurde eine hohe und beständige Wirksamkeit beobachtet.Show more01.10.2006, 16:20 Uhr
Behandlung starker Schmerzen: Neue Fixkombination verhindert Obstipation
Opioide sind für die Behandlung starker und sehr starker Schmerzen unverzichtbar. Unerwünschte Wirkungen, vor allem die opioidinduzierte Obstipation, führen jedoch häufig zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität unter der Therapie. Mit Targin® steht jetzt eine neu zugelassene Fixkombination aus Oxycodon und dem Opioid-Antagonisten Naloxon zur Verfügung, mit der diese Nebenwirkung unterbunden werden kann.Show more01.10.2006, 16:20 Uhr
Rotavirus-Durchfälle: Schluckimpfung steht zur Verfügung
Seit dem 15. September 2006 steht eine neue Schluckimpfung gegen Rotaviren (Rotateq®) zur Verfügung. Sie schützt Säuglinge ab einem Alter von sechs Wochen vor den fünf wichtigsten Virustypen, die für über 90% aller Rotavirus-Durchfälle innerhalb Europas verantwortlich sind. Ähnlich wie bei der Virus-Grippe, treten auch bei Rotaviren unterschiedliche Virus-Typen auf, die in verschiedenen Ländern und von Jahr zu Jahr wechseln.Show more24.09.2006, 16:20 Uhr
Entzündungshemmer: Bradykinin-Antagonist Icatibant
Das Peptidomimetikum Icatibant ist ein wirksamer und hochspezifischer Antagonist an Bradykinin-B2-Rezeptoren. Die Substanz wurde für die Behandlung von verschiedenen mit Brady–kinin zusammenhängenden Krankheiten entwickelt. Jetzt liegen die Ergebnisse aus zwei klinischen Studien der Phase III zur subkutanen Behandlung des hereditären Angioödems vor. Zum Ende des Jahres soll bei der US-Zulassungsbehörde FDA sowie der europäischen Behörde EMEA ein beschleunigtes Zulassungsverfahren beantragt werden.Show more24.09.2006, 16:20 Uhr
Angiogenesehemmung: Therapeutische Effekte auch beim Mammakarzinom
Gut dokumentiert ist die Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und auch der Gesamtüberlebenszeit bei Patienten mit kolorektalem Karzinom, die mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin®) behandelt werden. Nun deutet eine erste Studie an, dass sich vergleichbare Effekte wahrscheinlich auch beim Mammakarzinom erzielen lassen.Show more24.09.2006, 16:20 Uhr
Präventions-Studie: Diabetes medikamentös verhindern
Auf der 42. Jahrestagung der Europäischen Diabetes Gesellschaft EASD in Kopenhagen wurden vor wenigen Tagen die Ergebnisse der bisher größten Diabetes-Präventionsstudie präsentiert. Das Hauptresultat: der Insulin-Sensitizer Rosiglitazon verminderte das Risiko für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes um 62%.Show more24.09.2006, 16:20 Uhr
Kardioprotektion: Gleichzeitige Gabe von Ibuprofen und ASS vermeiden
Die gleichzeitige Gabe von 400 mg Ibuprofen mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) kann die gewünschte thrombozyten–aggregationshemmende und damit kardioprotektive Wirkung von ASS aufheben. Schon die zeitlich versetzte Einnahme von Ibuprofen 30 Minuten nach oder acht Stunden vor der ASS-Einnahme hilft, die unerwünschte Wechselwirkung zu vermeiden.Show more17.09.2006, 16:20 Uhr
Feuchte Makuladegeneration: Ranibizumab verbessert das Sehvermögen
Für das Antikörperfragment Ranibizumab (Lucentis®) wurde als erste europäische Zulassung in der Schweiz die Zulassung zur Behandlung der altersbedingten feuchten Makuladegeneration (feuchte AMD) erteilt, wie Novartis mitteilte. Novartis rechnet mit einer Zulassung in den anderen europäischen Ländern im ersten Halbjahr 2007. Die Entscheidung der Swissmedic für die Zulassung von Ranibizumab erfolgte kurz nach der Zulassung in den USA durch die amerikanische Behörde FDA im Juni 2006.Show more17.09.2006, 16:20 Uhr
Antirheumatika: Diclofenac mit kardiotoxischen Potenzial
Die Diskussion um eine Erhöhung des Herzinfarktrisikos durch eine Behandlung mit selektiven COX-2-Inhibitoren hatte die Frage aufgeworfen, ob auch ältere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) mit ebenfalls COX-2-hemmenden Eigenschaften das kardiovaskuläre Risiko erhöhen. Eine neue australische Metaanalyse zeigt, dass Diclofenac das kardiale Risiko in der gleichen Größenordnung erhöht wie Rofecoxib in einer Dosierung von bis zu 25 mg/Tag.Show more17.09.2006, 16:20 Uhr
Kieferosteonekrosen: Vor der Therapie mit Bisphosphonaten die Zähne sanieren
Unter einer Behandlung mit Bisphosphonaten sind bei Tumorpatienten Kieferosteonekrosen zwar eine sehr seltene, allerdings auch eine schwerwiegende Komplikation. Vorsichtshalber sollte bei den Patienten eine eingehende zahnärztliche Voruntersuchung erfolgen, ehe mit der Behandlung begonnen wird.Show more17.09.2006, 16:20 Uhr
Chronische Schmerzen: Retardiertes Hydromorphon als neue Therapiemöglichkeit
Vorteilhaft bei der Therapie mit Opioiden sind lang wirksame Substanzen, die ein gleichmäßiges analgetisches Niveau aufrechterhalten. Retardierte Opioidanalgetika verursachen bei langfristiger Anwendung keinen "Kick" und lösen keine psychische Abhängigkeit aus. Der Patient erfährt nicht primär die euphorisierende, sondern die analgetische Wirkung des Opioids. Mit Jurnista® steht seit Juli 2006 das semisynthetische Morphinderivat Hydromorphon in einer Retardformulierung zur Verfügung, die nur einmal am Tag eingenommen werden muss.Show more17.09.2006, 16:20 Uhr
Behandlung der Gicht: Neues Urikostatikum Febuxostat
Konkurrenz für Allopurinol? Mit Febuxostat befindet sich ein neuer selektiver Xanthinoxidase-Hemmer in der Entwicklung, der in einer multizentrischen Vergleichsstudie leichte Vorteile gegenüber Allopurinol aufwies. Febuxostat führte zu einer stärkeren Abnahme des Harnsäurespiegels; im Hinblick auf klinische Parameter wie dem Ausmaß der Gichtknoten oder der Häufigkeit von Gichtanfällen, wurde kein signifikanter Unterschied festgestellt.Show more17.09.2006, 16:20 Uhr
Interview: Wohin geht die Alzheimer-Forschung in der Zukunft?
Weltweit wird intensiv nach möglichen Angriffspunkten für eine gezielte, ursächliche Behandlung des Morbus Alzheimer geforscht, an der weltweit Millionen von Menschen erkrankt sind. Doch wird Alzheimer in absehbarer Zeit wirklich heilbar sein? Oder lässt sich der langsame Hirnverfall wenigstens aufhalten? Wir sprachen darüber mit Dr. med. Stefan Teipel, Stationsarzt des Alzheimer Gedächtniszentrums der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in München.Show more10.09.2006, 16:20 Uhr
R. SchlengerAlzheimer oder das Ende der Erinnerung
Als Professor Alois Alzheimer 1906 erstmals "Über eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde" referierte, taten seine Kollegen den Fall als exotisch ab. Die "Krankheit des Vergessens", wie ihr Entdecker sie nannte, passte in keine Schablone. Sie wurde noch Jahrzehnte als seltene Form von Altersschwachsinn verharmlost. Heute ist Alzheimer aktueller denn je. Morbus Alzheimer dreht die Entwicklung des Menschen zurück, beraubt ihn schleichend seiner Würde und Persönlichkeit. Die Zahl der Alzheimer-Kranken übertrifft heute die Zahl der Neugeburten, und sie wächst weiter. Derweil stecken Ansätze für kurative Therapien noch in den Kinderschuhen. Doch Fortschritte sind erkennbar.Show more10.09.2006, 16:20 Uhr
Koprostase und Obstipation: Jetzt auch aromafrei gegen die Verstopfung
Nicht nur Erwachsene, auch Kinder leiden häufig unter einer Obstipation. Sie brauchen rasche Hilfe, damit die Beschwerden nicht chronisch werden. Mittel der Wahl ist Polyethylenglykol, das jetzt speziell für Kinder auch aromafrei verfügbar ist.Show more10.09.2006, 16:20 Uhr
Therapie des Glaukoms: Neue Fixkombination senkt den Augeninnendruck
Zur Therapie des Glaukoms steht seit 1. September eine Fixkombination aus dem Prostamid Bimatoprost und dem Betablocker Timolol zur Verfügung, wie die Pharm Allergan GmbH mitteilte. Ganfort® Augentropfen sind indiziert zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit Offenwinkelglaukom und okulärer Hypertension, die auf die topische Anwendung von Betablockern oder Prostaglandin-Analoga nur unzureichend ansprechen.Show more10.09.2006, 16:20 Uhr
Psoriasis: Therapie mit Etanercept verbessert das Erscheinungsbild
Zur Therapie einer schweren Psoriasis stehen seit einigen Jahren so genannte Biologics zur Verfügung, die im Vergleich zu konventionellen Therapien einige Vorteile aufweisen. Zu diesen zählt das TNF-Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept (Enbrel®), durch das Haut- und Gelenksymptome günstig beeinflusst werden. Der Wirkmechanismus von Etanercept soll auf der kompetitiven Hemmung der Bindung von Tumornekrosefaktor (TNF) an seine Zelloberflächen-Rezeptoren beruhen, was zu einer Reduktion der biologischen Aktivität von TNF führt.Show more10.09.2006, 16:20 Uhr
Neues Analgetikum: Ziconotid: Schneckengift gegen den Schmerz
Das neue Analgetikum Ziconotid (Prialt®) ist ein N-Typ-Calciumkanalblocker. Es ist als nicht-opioides Schmerzmittel zur Behandlung von starken, chronischen Schmerzen bei Patienten angezeigt, die eine intrathekale Analgesie benötigen und auf andere stark wirksame Analgetika inklusive intrathekales Morphin nicht ausreichend ansprechen.Show more10.09.2006, 16:20 Uhr
Akute myeloische Leukämie: Kann ein molekularer Marker einen Rückfall vorhersa
Während der 42. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology wurde eine Studie vorgestellt, die sich mit der molekularen Diagnostik einer genetischen Veränderung beschäftigte, die mit der Entstehung einer akuten myeloischen Leukämie (AML) in Zusammenhang gebracht wird. Dieser Marker könnte genutzt werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls vorherzusagen.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Pflanzliche Beruhigungsmittel: Auf sanfte Art zur Ruhe kommen
Ein- und Durchschlafschwierigkeiten sind ein häufiges Gesundheitsproblem. Etwa 20 bis 30% der Bevölkerung in westlichen Industrienationen schlafen nicht so, wie sie es sich eigentlich wünschen. Vielfach ist Stress die Ursache des Problems Ų denn wer tagsüber ständig unter Strom steht, dem fällt es schwer, abends abzuschalten. Hilfreich kann in diesen Fällen der Einsatz pflanzlicher Beruhigungsmittel sein, wie eine Anwendungsbeobachtung mit der Kombination aus Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Passionsblumenkraut (Kytta-Sedativum® Dragees) belegt.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Koronare Herzkrankheit: Mit Adiponektin das Risiko für Herzinfarkt abschätzen
Heidelberger Mediziner fanden heraus, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Konzentration des Fettzellen-Hormons Adiponektin im Blut und dem Zustand der Herzkranzgefäße. Personen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) weisen deutlich niedrigere Spiegel des Botenstoffs auf als Personen, bei denen keine KHK besteht. Auch ist die Krankheit umso ausgeprägter, je niedriger der Wert ist.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Aids-Prävention: Hoffen auf Impfstoff
Der Weg zu einem Impfstoff gegen Aids ist lang und steinig. Derzeit wird in Deutschland, Belgien und Indien eine klinische Studie für den Impfstoff-Kandidaten tgAAC09 (AAV2) durchgeführt. Die ersten Zwischenergebnisse der klinischen Phase-1-Studie wurden am 30. August auf der AIDS-Impfstoffkonferenz in Amsterdam vorgestellt. Zwar erwies sich der Impfstoff als gut verträglich und sicher Ų eine Immunantwort war jedoch nur bei jenen Probanden zu beobachten, die mit der höchsten Dosierung geimpft wurden.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Multiple Sklerose: Langfristig die Neurodegeneration hemmen
Ziel der Behandlung der multiplen Sklerose (MS) ist es nicht nur, die entzündlichen Prozesse zurückzudrängen, sondern auch, die Neurodegeneration aufzuhalten. Möglich scheint dies mit Glatirameracetat (Copaxone®) zu sein, welches nach dem Ergebnis einer neuen Langzeitstudie über zehn Jahre die Schubrate nachhaltig verzögert und die Behinderungszunahme bei schubförmiger MS bremst.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
Neu in der Osteoporosetherapie: Rekombinantes Parathormon stimuliert Knochenaufb
Parathormon stellt ein medikamentöses Wirkprinzip in der Osteoporosetherapie dar, das erstmals den Knochenaufbau stimuliert. Denn die gebräuchlichen Bisphosphonate bremsen lediglich den Abbau vorhandener Knochensubstanz. Hingegen wirkt Parathormon bei intermittierender Gabe knochenaufbauend. Am 28. August 2006 wurde nun das erste rekombinante, langkettige, naturidentische Parathormon (PTH 1-84, Preotact®) eingeführt.Show more03.09.2006, 16:20 Uhr
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