Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Kann man Levothyroxin bei über Sechzigjährigen absetzen?
Levothyroxin verbinden viele mit einer lebenslangen Einnahme. Doch ist ein Absetzen des Schilddrüsenhormons möglich? Das untersuchten Forschende nun an über Sechzigjährigen. Show morearzneimittel-und-therapie
pharmazie
Hypothyreose
08.04.2026, 07:00 Uhr
Tamoxifen nicht zusammen mit Paroxetin einsetzen
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V. (DPhG) warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor gleichzeitiger Paroxetin- und Tamoxifen-Einnahme. Anlass sind die Ergebnisse einer im British Medical Journal veröffentlichten Kohortenstudie, nach der bei Brustkrebspatientinnen unter gleichzeitiger Paroxetin- und Tamoxifen-Einnahme die Sterblichkeitsrate höher lag als bei anderen Antidepressiva.Show moreStellungnahme der AMK und der DPhG
03.03.2010, 23:00 Uhr
Impfstoffe durch Zucker tropentauglich und preisgünstiger
Britische Wissenschaftler haben eine effektive und preiswerte Technik entwickelt, Impfstoffe gegen hohe Temperaturen widerstandsfähig zu machen: Lebende Impfviren werden in eine Zuckerlösung gegeben und dann langsam auf einem Filter getrocknet. Als Testorganismen wurden ein Adenovirus und ein Vaccinia-Virus eingesetzt. Der Impfstoff kann nach Rehydration verwendet werden; die Testviren überlebten mehrere Monate bei Temperaturen von 45 °C. Klinische Studien müssen nun Sicherheit und Wirksamkeit der temperaturstabilen Impfstoffe belegen.Show moreTechnologie
03.03.2010, 23:00 Uhr
Zu intensive Behandlung erhöht das Mortalitätsrisiko
In jüngster Zeit mehren sich Untersuchungen, die die These stützen, dass unter bestimmten Umständen eine strenge HbA1c-Einstellung in Nähe des Normwertes bei Typ-2-Diabetikern mit einer höheren Mortalität assoziiert ist, als eine konventionelle Therapie. Eine retrospektive Kohortenstudie, die die Daten von fast 50.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes analysierte, bestätigte nun diese Vermutung.Show moreTyp-2-Diabetes
03.03.2010, 23:00 Uhr
Generalprobe für eine Pandemie
Nochmal Glück gehabt? Im Rückblick stellt sich der bisherige Verlauf der Neuen Grippe (umgangssprachlich Schweinegrippe) wie eine Probe für den wirklichen Ernstfall dar: Eine Pandemie war es mit Blick auf die weltweite Ausbreitung des A(H1N1)-Virus von Mensch zu Mensch. Aber, dank der schwachen Pathogenität des Virus, kein Vergleich zu den Katastrophen früherer globaler Influenzawellen. Für die Impfstoffproduktion und die Wirksamkeit zieht der Hersteller eine positive Bilanz. Doch bleiben hier auch Fragen offen, die auf einem Symposium diskutiert wurden.Show moreNeue Grippe
03.03.2010, 23:00 Uhr
Schwerhörig durch Schmerzmittel?
Acetylsalicylsäure, Paracetamol und nicht-steroidale Antirheumatika scheinen vor allem bei Jüngeren zu einem Verlust des Hörvermögens zu führen. Besonders gefährdet sind nach einer Auswertung der Health Professionals Follow-up-Study unter 50-jährige Männer, die regelmäßig Paracetamol einnehmen.Show moreAnalgetika
03.03.2010, 23:00 Uhr
Erhöhtes Diabetesrisiko unter Statinen?
Eine aktuelle Metaanalyse zeigt einen Zusammenhang zwischen einer Statintherapie und dem vermehrten Auftreten von Diabetes. Da aber das diabetogene Risiko der Statine als gering eingestuft wird, erscheint derzeit keine Intervention bei mit Statinen behandelten Patienten erforderlich. Der Nutzen der Statine wird höher eingeschätzt als ihr vergleichsweise geringer Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.Show moreCholesterinsenker
24.02.2010, 23:00 Uhr
Immunglobulin zur Reinfektionsprophylaxe
Das Hepatitis-B-Immunglobulin Zutectra® ist seit Ende 2009 in Europa zur HBV-Reinfektionsprophylaxe bei erwachsenen, HBV-DNA-negativen Patienten ab dem sechsten Monat nach einer Lebertransplantation zugelassen. Es wird subkutan injiziert und ist seit 15. Februar 2010 in Deutschland verfügbar.Show moreNeues Hepatitis-B-Immunglobulin
24.02.2010, 23:00 Uhr
Kieselalgen als Hoffnungsträger für Leukämietherapie
Eine Arbeitsgruppe der norwegischen Universität Bergen untersuchte Extrakte aus verschiedenen Kieselalgen (Diatomeen) in Screeningversuchen auf ihre Wirksamkeit an Leukämiezelllinien. Die Ergebnisse zeigen ermutigende zelltoxische Eigenschaften. Sogar Zellklone mit bekannter Resistenz gegen Zytostatika wurden von den Einzellerextrakten in die Knie gezwungen.Show moreMarine Wirkstoffforschung
24.02.2010, 23:00 Uhr
US-Gutachter fordern Marktrücknahme von Rosiglitazon
In den USA werden Forderungen laut, Rosiglitazon wegen seiner Kardiotoxizität vom Markt zu nehmen. Das ist der New York Times vom 20. Februar 2010 zu entnehmen, die sich auf einen vertraulichen Regierungsbericht beruft. Allein im dritten Quartal 2009 sollen der FDA 304 Todesfälle unter dem Glitazon gemeldet worden sein. Die Gutachter des Berichts sehen in Pioglitazon eine wesentlich risikoärmere Alternative: Pro Monat könnten rund 500 Herzinfarkte und 300 Fälle von Herzinsuffizienz verhindert werden, wenn auf Rosiglitazon zugunsten von Pioglitazon verzichtet würde, so die Hochrechnung.Show moreGefahr für Typ-2-Diabetiker?
24.02.2010, 23:00 Uhr
Erhöhtes Mortalitätsrisiko bei Lungenkrebs
Eine Post-hoc-Analyse der Women’s Health Initiative (WHI) kommt zum Schluss, dass die postmenopausale Estrogen- und Progesterongabe das Risiko für die Sterblichkeit an Lungenkrebs erhöht. Dieses Ergebnis gesellt sich zu den bereits bekannten unerwünschten Wirkungen einer Hormonersatztherapie und wird von einem Kommentator als "weiterer Sargnagel der postmenopausalen Hormongabe" bezeichnet.Show moreHormonersatztherapie
24.02.2010, 23:00 Uhr
Moderater Sport tut Herzkranken gut
Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nehmen seltener als andere Herzkranke an Rehabilitationsmaßnahmen teil. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass spezielle Trainingsprogramme ihre Belastbarkeit erhöhen und die Lebensqualität steigern können.Show moreChronische Herzinsuffizienz
24.02.2010, 23:00 Uhr
Multimodale Behandlung als neues Therapiekonzept
Wie Trendforscher prognostizieren, werden die Gesellschaften in Ländern mit hoher Lebenserwartung schon bald mit erheblichen Herausforderungen durch die hohe Anzahl kognitiv beeinträchtig-ter Menschen zu kämpfen haben, wenn es keine effektive Therapien zur Verhinderung oder Behandlung von Alzheimer und verwandten Demenzen gibt. Nach Schätzungen werden sich die Demenz-Prävalenzraten innerhalb eines Geburtenjahrgangs ab dem 65. Lebensjahr alle fünf Jahre verdoppeln. Neue und innovative Konzepte für die Demenztherapie sind daher unabdingbar.Show moreDemenz-Erkrankungen
24.02.2010, 23:00 Uhr
Wie sich Mikroorganismen zu Biofilmen zusammenrotten
Bestimmte Mikroorganismen können von einer Lebensform als bewegliche Einzelgänger zur sesshaften Koloniebildung übergehen. Dieser als Biofilm bezeichnete Zustand verhilft ihnen zu einem größeren Widerstand gegen widrige Umweltbedingungen. So wird die Resistenz gegen Antibiotika erhöht, aber auch die Fähigkeit, durch Interaktion im Biofilm Infektionen auszulösen. Wissenschaftler haben jetzt für Cholera-Vibrionen entscheidende Komponenten des Signalwegs zur Biofilm-Bildung aufgeklärt. Damit eröffnen sich auch Optionen für neue Therapieansätze.Show moreInfektionskrankheiten
24.02.2010, 23:00 Uhr
Kommt der Impfstoff gegen Helicobacter pylori?
Mit weltweit nahezu einer Million Neuerkrankungen pro Jahr ist das Magenkarzinom die zweithäufigste maligne Erkrankung und hat zudem bei begrenzten therapeutischen Optionen eine sehr schlechte Prognose. Ein zentraler Faktor in der Pathogenese der Erkrankung ist das gramnegative Bakterium Helicobacter pylori. Seit etwa 20 Jahren wird an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Erreger von Magengeschwüren geforscht, bislang erfolglos. Jetzt zeigte eine klinische Studie von Magdeburger Medizinern, die einen Impfstoff mit einer neuartigen Zusammensetzung testeten, positive Ergebnisse.Show moreAus der Forschung
17.02.2010, 23:00 Uhr
Bluthochdruck wirkungsvoll senken
Ein erhöhter Blutdruck erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Als hyperton und damit behandlungsbedürftig gelten heute Blutdruckwerte von über 140/90 mmHg, die mehrfach in Ruhe gemessen wurden. Heute stehen eine Vielzahl von Wirkstoffen und Therapieprinzipien zur Verfügung. Die meisten Patienten benötigen für eine effektive Blutdruckkontrolle eine individuell abgestimmte, komplexe Kombinationstherapie.Show moreRisikofaktoren
17.02.2010, 23:00 Uhr
Rasches Handeln ist nötig
Ein akuter Herzinfarkt erfordert rasches Handeln. Wenn die verstopften Herzkranzgefäße schnell wieder durchgängig gemacht werden, können Gewebeschäden verhindert werden. Ziel ist es, durch den möglichst frühen Einsatz kathetergestützter Interventionen und den Einsatz von Thrombozytenaggregationshemmern das Ausmaß der Myokardschäden zu reduzieren und die Restenoseraten deutlich zu senken.Show moreAkuter Herzinfarkt
17.02.2010, 23:00 Uhr
Atherosklerose: besiegbar, aber nicht besiegt
Auf dem diesjährigen Pharmacon Davos sorgten die Vorträge zur Atherosklerose-Entstehung und zur Bedeutung der Risikofaktoren für Diskussionsstoff. Seit Jahren vertritt Prof. Dr Sucharit Bhakdi die Hypothese, dass die Entstehung der Atherosklerose nur eine Ursache hat: eine Überlastung des Abtransports von Cholesterin aus der Gefäßwand. Danach werden Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes mellitus erst dann gefährlich, wenn zuviel LDL in die Gefäßwand eindringt und nicht mehr über HDL entsorgt werden kann (DAZ 2010, Nr. 5, S. 98).Show moreMainzer Hypothese
17.02.2010, 23:00 Uhr
Paroxetin lässt Brustkrebssterblichkeit steigen
Werden Brustkrebspatientinnen mit Tamoxifen und parallel dazu mit dem Antidepressivum Paroxetin behandelt, wird die Umwandlung von Tamoxifen in seine aktiven Metaboliten eingeschränkt. Als Folge dieser Wechselwirkung steigt die Brustkrebssterblichkeit bei den betroffenen Patientinnen. Das hat eine im British Medical Journal veröffentlichte Kohortenstudie gezeigt.Show moreWechselwirkung mit Tamoxifen
17.02.2010, 23:00 Uhr
Vorsicht beim Austausch retardierter Arzneistoffe
Durch eine Retardierung können viele Therapieziele besser erreicht werden: die Wirksamkeit kann erhöht und das zu schnelle Anfluten von Antihypertensiva vermieden werden. Doch gerade bei retardierten Arzneistoffen sollten Einnahmehinweise beachtet und die Austauschbarkeit immer wieder hinterfragt werden.Show moreEinnahmehinweise beachten
17.02.2010, 23:00 Uhr
Den Herzrhythmus wieder herstellen
Vorhofflimmern ist vor allem eine Erkrankung älterer Menschen. So muss jeder vierte heute 40-jährige damit rechnen, eines Tages daran zu erkranken. Die größte Gefahr des Vorhofflimmerns ist der Schlaganfall. Eine weitere Folge ist die Herzinsuffizienz.Show moreVorhofflimmern
17.02.2010, 23:00 Uhr
Darusentan bei therapierefraktärer Hypertonie?
Bereits die Definition der Deutschen Hochdruckliga einer therapieresistenten Hypertonie wirft die Frage auf, ob drei verwendete Antihypertensiva als Grenze zur Therapieresistenz noch zeitgemäß sind? Eine angemessene Behandlung des Bluthochdrucks ist schwierig. Der sich in der Entwicklung befindliche selektive Endothelin-Typ-A-Antagonist Darusentan könnte das therapeutische Arsenal sinnvoll erweitern. Von Bedeutung ist dabei die notwendige begleitende Diuretikatherapie, da das Risiko einer Flüssigkeitsretention unter Darusentan erhöht wird.Show moreEndothelin-Blockade
10.02.2010, 23:00 Uhr
Abatacept für Kinder mit polyartikulärer Arthritis
Der selektive Kostimulationsmodulator zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis Abatacept (Orencia®) hat von den europäischen Behörden eine Zulassungserweiterung erhalten und ist nun in Kombination mit Methotrexat für die Behandlung von mäßiger bis schwerer aktiver polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis (pJIA) bei Kindern ab sechs Jahren zugelassen, wenn diese unzureichend auf andere DMARDS (Disease modifying antirheumatic drugs), inklusive mindestens eines TNF-Inhibitors angesprochen haben.Show moreZulassungserweiterung
10.02.2010, 23:00 Uhr
Erythropoietin hilft Frühchen mit Hirnblutung
Das körpereigene Hormon Erythropoietin (EPO) hat als verbotenes Dopingmittel eher einen schlechten Ruf. Das Mittel wird aber auch erfolgreich vorwiegend zur Behandlung verschiedener Formen der Anämie eingesetzt. Ein weiteres positives Ergebnis für den Einsatz von EPO zeigte jetzt eine niedersächsische Langzeitstudie mit Frühgeborenen, die nach einer Hirnblutung mit dem Mittel behandelt wurden. Zehn Jahre später zeigten deutlich mehr Kinder eine normale Entwicklung als solche, die nicht mit dem Medikament behandelt worden waren.Show moreWachstumsfaktor
10.02.2010, 23:00 Uhr
Ältere Krebspatienten oft untertherapiert
Aufgrund demografischer Veränderungen und einer steigenden Lebenserwartung werden onkologische Erkrankungen bei betagten Menschen zunehmen und innerhalb eines Jahrzehnts die Mortalitätsstatistik dieser Altersgruppe anführen, so Prof. Dr. Gerald Kolb beim 18. NZW in Hamburg. Dennoch wird den Tumorerkrankungen alter Menschen noch immer zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und manche Vorurteile verhindern eine effektive oder zumindest lindernde Therapie.Show moreGeriatrische Onkologie
10.02.2010, 23:00 Uhr
Serotonin-Rezeptoragonist Prucaloprid aktiviert den Darm
Prucaloprid (Resolor®) ist ein Serotonin(5-HT4 -)-Rezeptoragonist, der die Motilität des Darms erhöht und zur Behandlung der Obstipation eingesetzt wird. Prucaloprid führt zu einer Steigerung der Darmmotilität und verstärkt die motorische Aktivität des Darms. Als Folge kommt es zu einem physiologischen peristaltischen Reflex und einer beschleunigten Darmpassage, die Bewegung des Darminhalts im Dickdarm und dessen Entleerung werden gefördert.Show moreNeues Laxans
10.02.2010, 23:00 Uhr
Meistgelesen
Deutscher Apotheker Verlag Logo
Rechtliches
© 2026 Deutsche Apotheker Zeitung