Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
Reaktivierung des Enzyms Telomerase verjüngt Mäuse
Forever young? Das Enzym Telomerase stellt die Endstücke der Chromosomen, die Telomere, wieder her. Bei vielen Zellen geht im Alter auch die Fähigkeit verloren, die Telomerase zu bilden. Dieser Verlust ist mit zahlreichen altersbedingten Erkrankungen in Verbindung gebracht worden. US-Wissenschaftler haben in genetisch manipulierten Mäusen das entsprechende Gen zunächst abgeschaltet, anschließend die Telomerase dann reaktiviert [1]. Der Alterungsprozess der Tiere wurde dadurch nicht nur gestoppt, sondern sogar altersbedingte Veränderungen rückgängig gemacht.Show moreAus der Forschung
08.12.2010, 23:00 Uhr
Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Trizyklika
Im Gegensatz zu neueren Antidepressiva wie den Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRIs) scheinen ältere, trizyklische Antidepressiva das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu erhöhen. Darauf deutet eine prospektive schottische Beobachtungsstudie hin.Show moreAntidepressiva
08.12.2010, 23:00 Uhr
Mängel in Packungsbeilagen verhindern korrekte Dosierung
In der Laien- und Fachpresse sorgt derzeit eine amerikanische Studie für Aufmerksamkeit, die rezeptfreie flüssige Arzneimittel zur Anwendung bei Kindern hinsichtlich der Angaben der Beipackzettel und der beigelegten Dosierhilfen untersucht hat. Das ernüchternde Fazit: in fast 100 Prozent der untersuchten Fälle fand man widersprüchliche oder verwirrende Angaben, sodass fraglich ist, ob diese Medikamente damit korrekt dosiert werden können.Show moreKinderarzneimittel
08.12.2010, 23:00 Uhr

Kardiale Erkrankungen
In den letzten beiden Jahren waren es neue Antiarrhythmika wie Dronedaron, Ranolazin oder Vernakalant, die Aussicht auf frischen Wind in die Therapie kardialer und kardiovaskulärer Erkrankungen gebracht haben. So wie Hemmstoffe der Blutgerinnung mit der "Einstands-Indikation" Prophylaxe von post-operativen venösen Thromboembolien auf ihre klinische Tauglichkeit geprüft werden, so ist es das Vorhofflimmern, bei dem sich neue Antarrhythmika zunächst bewähren können.Show more
Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Welche Dosis von Clopidogrel und ASS bei einer PCI?
Eine aktuelle Studie untersucht, ob bei einer perkutanen Koronarintervention (PCI) durch eine Verdoppelung der Clopidogrel- bzw. Acetylsalicylsäure-Dosis bessere kardiovaskuläre Ergebnisse erzielt werden können. Dabei zeigte sich kein überzeugender Vorteil zugunsten der höheren Dosen.Show moreAkutes Koronarsyndrom
01.12.2010, 23:00 Uhr
Kein Einfluss auf kognitive Entwicklung von Säuglingen
Kinder epilepsiekranker Mütter haben doppelt so häufig Fehlbildungen wie Kinder von Frauen ohne Epilepsie. Ob hauptsächlich die Medikation das Fehlbildungsrisiko erhöht oder aber die epileptischen Anfälle selbst, ist nicht eindeutig geklärt. Auffällig ist jedoch eine Zunahme an Fehlbildungen nach einer Kombitherapie oder einer Monotherapie mit bestimmten Antiepileptika. Stillen hat jedoch keinen Einfluss auf die kognitive Entwicklung der Säuglinge. Zu diesem Ergebnis kommt eine vergleichende Studie an Babys, deren epilepsiekranke Mütter bei unterschiedlicher Medikation stillten.Show moreAntiepileptika
01.12.2010, 23:00 Uhr
Allergische Hautreaktionen: von harmlos bis tödlich
Allergische Reaktionen auf Arzneimittel treten bevorzugt an der Haut auf. Die häufigsten Manifestationen sind Ekzeme und Urtikaria; schwere Ereignisse wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse sind sehr selten. Prof. Dr. Hans Merk, Aachen, und Prof. Dr. Johannes Weiss, Ulm, erläuterten beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress pathophysiologische Grundlagen und Krankheitsbilder allergischer Reaktionen.Show moreAllergische Reaktionen auf Arzneimittel
01.12.2010, 23:00 Uhr
Behandlung von Asthmatikern mit Tiotropium untersucht
Das lang wirksame Anticholinergikum Tiotropiumbromid (Spiriva®) ist in Deutschland zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Kürzlich hat eine amerikanische Studie untersucht, ob sein Einsatz auch Asthmapatienten, deren Erkrankung unter inhalativen Steroiden allein nur unzureichend kontrolliert ist, Vorteile bringen kann.Show moreAsthmatherapie
01.12.2010, 23:00 Uhr

Blutgerinnungsstörungen
Die "Revolution" der plasmatischen Gerinnungshemmung ist in vollem Gange: orale direkte Hemmstoffe von Thrombin (F-II) oder Faktor X (F-X) werden auf ihre Wirksamkeit und Überlegenheit gegenüber Heparinen und Vitamin-K-Antagonisten in großen Studien getestet. Welche Vorteile sind zu erwarten? Bei den Hemmstoffen der Thrombozytenaggregation deutet sich ein Kommen und Gehen an. Mit Prasugrel und Ticagrelor stehen Alternativen zu Clopidogrel zur Verfügung, während die Wirkung von Dipyridamol als wenig nutzvoll gesehen wird.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr

Update
Die Serie Pharmako-logisch! ist seit fast zwei Jahren fester Bestandteil der DAZ. Ziel dieser Serie war und ist es, aktuelles pharmakologisches Hintergrundwissen auf dem neuesten Stand anzubieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein Update der ersten sechs Folgen erstellt. Dabei werden neue Entwicklungen und Diskussionen zu Arzneistoffen und Therapien aufgegriffen, die bei Diabetes mellitus, Hypertonie, Atherosklerose, Adipositas, Blutgerinnungsstörungen, kardialen Erkrankungen und Schlaganfall von Bedeutung sind. | Von Thomas Herdegen
Show morePharmako– logisch!
01.12.2010, 23:00 Uhr
Pioglitazon ab April 2011 nicht mehr für Kassenpatienten
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) will bekanntlich Glitazone und Glinide zur Behandlung des Typ-2-Diabetes von der Verordnungsfähigkeit zulasten der gesetzlichen Krankenkassen ausschließen. Zwar hatte das Bundesministerium für Gesundheit noch um ergänzende Stellungnahmen gebeten, doch nun wird das nach der Marktrücknahme von Rosiglitazon einzige verbliebene Glitazon, das Pioglitazon (Actos ®), zum 1. April 2011 nur noch in begründeten Einzelfällen von der GKV erstattet werden.Show moreTyp-2-Diabetes
01.12.2010, 23:00 Uhr
Protein-„Superklebstoff“ Sororin stabilisiert Chromosomen
Fehlerhafte Zellteilungen können zu Chromosomenschäden, Fehlgeburten oder Tumoren führen. Während der Replikation der DNA werden die beiden Schwesterchromatide mit einem Eiweiß, dem Cohesin, aneinander gebunden. Ein weiteres Protein, das Sororin, ist essenziell für eine stabile Cohesin-Bindung an die DNA. Wissenschaftler vom Institut für Molekulare Pathologie in Wien zeigten jetzt die Funktion und Wirkungsweise des Sororins auf, die auch das steigende Risiko für Trisomien bei Kindern älterer Mütter erklärt.Show moreAus der Forschung
01.12.2010, 23:00 Uhr

Adipositas und Atherosklerose
Die Diskussion der sinnvollen und adäquaten Senkung der Blutfette stellt immer wieder die Frage nach den geeigneten Messparametern (LDL, CRP, Dicke der Gefäßintima) sowie nach dem Nutzen von weiteren Lipidsenkern wie Ezetimib und Nicotinsäure als ergänzende Komedikatoren zu den Statinen. Zudem gibt die Pleiotropie der Statine immer wieder Anlass, neue Indikationen wie den Einsatz gegen Krebs zu erforschen.Show moreUpdate
01.12.2010, 23:00 Uhr

Diabetes mellitus
Die aktuelle Diskussion einer modernen Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 beschäftigt sich mit zwei größeren Themenkomplexen: der Wirksamkeit der neuen Inkretin-Mimetika bzw. Gliptine und der optimalen Einstellung des Blutzuckers bzw. der Definition von Untergruppen, die von einem straff eingestellten Blutzucker profitieren.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Suizidgefahr unter der Therapie mit Ziconotid
Der Wirkstoff Ziconotid (Prialt®), das synthetisch hergestellte Gift der Meeresschnecke Conus magus, wurde bei seiner Einführung 2006 als sichere Alternative zu Morphin gefeiert. Jetzt gerät es zunehmend in Verdacht, bei Patienten Suizide auszulösen. Ziconotid ist zur Behandlung von starken, chronischen Schmerzen bei Erwachsenen angezeigt, die eine intrathekale Analgesie benötigen.Show moreAnalgetika
01.12.2010, 23:00 Uhr

Hypertonie
Fortschritte in der Hypertonie-Behandlung liefern neue Fixkombinationen, die den Blutdruck effektiv senken bei im Vergleich zu den Monotherapien gleichen oder sogar verminderten Nebenwirkungen. Je länger Medikamente auf dem Markt sind, desto mehr Hinweise auf Nebenwirkungen werden in retrospektiven Analysen erhoben wie ein leicht erhöhtes Krebsrisiko unter den als sehr gut verträglich geltenden AT1-Blockern (Sartanen). Die Frage der klinischen Relevanz und der Konsequenzen für den täglichen Einsatz muss wie so oft offen bleiben. Bedeutsame klinische Verbesserungen lassen sich erfreulicherweise für die Therapie der pulmonalen Hypertonie vermelden.Update
01.12.2010, 23:00 Uhr

Schlaganfall
In den letzten zwei Jahren haben sich die Möglichkeiten der Prophylaxe von kardialen thromboembolischen Ereignissen, die zu einer zerebralen Ischämie führen können, wesent-lich erweitert. Die Möglichkeiten der oralen Antikoagulation durch Vitamin-K-Antagonisten werden durch die oralen direkten Hemmstoffe der Faktoren X und II erweitert; am Herzen gibt es neue Therapieoptionen für die Frequenzkontrolle bei chronischem Vorhofflimmern.Show more
Update
01.12.2010, 23:00 Uhr
Therapie starker Regelblutungen
Für das orale Kontrazeptivum Qlaira® wurde die Zulassung auf die Behandlung starker Menstruationsblutungen ohne organische Ursache bei Frauen, die eine orale Kontrazeption wünschen, erweitert. Das Präparat enthält als Östrogen Estradiolvalerat, die veresterte Form des körpereigenen Estradiols. Weiterer Bestandteil ist das synthetische Gestagen Dienogest.Show moreZulassungserweiterung
24.11.2010, 23:00 Uhr
FSH-Rezeptoren als universelle Tumormarker?
Das follikelstimulierende Hormon (FSH), ein Glykoprotein und Sexualhormon (Gonadotropin), wird bei beiden Geschlechtern im Vorderlappen der Adenohypophyse gebildet. Rezeptoren für das Hormon kommen bei gesunden Erwachsenen nur in Hoden und Eierstöcken vor. Mit spezifischen Antikörpern konnten diese Proteine jetzt in den Blutgefäßwänden ganz unterschiedlicher Tumorarten nachgewiesen werden. Als universelle Tumormarker könnten die FSH-Rezeptoren neue Diagnostik- und Therapieoptionen eröffnen.Show moreAus der Forschung
24.11.2010, 23:00 Uhr
Schätzungsweise 500 Tote durch Appetitzügler Benfluorex
Benfluorex (Mediator ®), das unter anderem in Frankreich zur Gewichtsreduktion eingesetzt worden ist, könnte dort in den vergangenen 30 Jahren nach Schätzungen der französischen Arzneimittelbehörde Afssaps für mindestens 500 Todesfälle verantwortlich gewesen sein. In Deutschland waren Benfluorex-haltige Präparate nie im Handel.Show moreFrankreich
24.11.2010, 23:00 Uhr
Asthmarisiko bei Kindern abhängig von Gen-Varianten der Mutter?
Nach wie vor gibt es lediglich Hinweise, jedoch keine Beweise, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen haben, ein erhöhtes Allergie- und Asthma-Risiko haben. In einer britischen Studie wurde jetzt die Beobachtung gemacht, dass Paracetamol in der Schwangerschaft das Asthmarisiko der Kinder erhöht, deren Mütter spezifische Variationen von Antioxidans-Genen aufweisen.Show moreParacetamol in der Schwangerschaft
24.11.2010, 23:00 Uhr
Nur genaue Anamnese hilft, Allergen zu meiden
Nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie ist eine allergische Erkrankung, sondern steht häufig als "Platzhalter" für andere Beschwerden. Wie die sachgerechte Diagnostik erfolgt und welche Nahrungsmittel häufig Allergien hervorrufen, erläuterte Prof. Dr. Tilo Biedermann, Tübingen, beim diesjährigen Heidelberger Herbstkongress.Show moreNahrungsmittelallergien
24.11.2010, 23:00 Uhr
Eribulin erhält Zulassung in den USA
Das Zytostatikum Eribulin-Mesylat (vorgesehener Handelsname Halaven®) hat jetzt die Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Sie gilt für die Behandlung von Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs im Spätstadium, die bereits mindestens zwei Chemotherapien einschließlich einer Anthracyclin- und Taxan-basierten Therapie erhalten haben.Show moreOnkologie
24.11.2010, 23:00 Uhr
Früher Therapiebeginn bringt keine Vorteile
Erleiden Patientinnen mit Eierstockkrebs ein Rezidiv, dann steigt die Konzentration des Tumormarkers CA-125 oft schon mehrere Monate vor dem Auftreten klinischer Symptome an. Nach den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Studie bringt eine bereits zu diesem Zeitpunkt begonnene Chemotherapie jedoch keine Vorteile bezüglich Überlebensrate oder Lebensqualität.Show moreOvarialkarzinom
24.11.2010, 23:00 Uhr
Veränderte Hämagglutinin-Proteine ermöglichen Influenzaviren den Angriff an bewimperten Zellen
Der Austausch eines einzigen Proteinbausteins genügt, damit das Influenzavirus H1N1 neue Zielzellen befällt und Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Das haben Wissenschaftler aus Marburg und London herausgefunden. Die mutierten Viren infizieren bevorzugt bewimperte Zellen in Lunge und Bronchien.Show more"Neue Grippe"
24.11.2010, 23:00 Uhr
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