Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Wie wirksam ist eine Impfung gegen Pankreaskrebs?
Pankreaskrebs ist eine der tödlichsten Tumorerkrankungen. Meist zu spät erkannt ist sie für 9 von 10 Patienten selbst nach einer Operation tödlich. Die langfristigen Ergebnisse einer Phase-I-Studie mit personalisierten Impfstoffe auf Basis der mRNA-Technologie machen Betroffenen Hoffnung.Show morearzneimittel-und-therapie
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Personalisierte Therapie
05.05.2026, 08:00 Uhr
Prostanoide und Cyclooxygenasen
Prostanoide sind zentrale Mediatoren von Entzündungs- und Schmerzreaktionen sowie von Fieber. Für ihre Bildung ist die Metabolisierung der Arachidonsäure durch die beiden Cyclooxygenasen 1 und 2 (COX-1, COX-2) zu Prostaglandin-Vorstufen verantwortlich. Prostanoide sind aber auch als ständig gebildete Signalmoleküle essenziell für viele physiologische Prozesse. Die Kenntnis ihrer Bildung und Wirkungen ist die Grundlage zum Verständnis der klinischen Wirkungen der COX-Inhibitoren. Auch die Wirkungen von Paracetamol und Metamizol umfassen Komponenten der COX-Hemmung.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Nicht-steroidale Entzündungshemmer schwächen Wirkung
Nicht-steroidale Entzündungshemmer entfalten wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ihre Wirkung zumindest teilweise über eine Regulation des Zytokin-Stoffwechsels. Andererseits können auch bei Patienten mit einer Depression erhöhte Konzentrationen der beiden Zytokine TNF α oder INF γ im Serum nachgewiesen werden. US-amerikanische Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass eine Komedikation von NSAID und Antidepressiva möglicherweise bedenklich ist, da die Entzündungshemmer die antidepressive Wirkung mindern können.Show moreAntidepressiva
04.05.2011, 22:00 Uhr

Nichtsteroidale Analgetika
Die weltweite Verfügbarkeit von Schmerzmitteln wie von Cyclooxygenase-Hemmern, Paracetamol und Metamizol ist ein hohes zivilisatorisches Gut und ein wesentlicher Faktor für unsere Lebensqualität. Die Zugänglichkeit im Rahmen der Apothekenpflicht darf nicht über Risiken hinwegtäuschen, die sich jedoch durch bestimmungsgemäßen Gebrauch minimieren lassen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass eine unzureichende Schmerz- und Entzündungshemmung einen erheblichen Krankheitswert besitzt. |
Von Thomas Herdegen
Show moreVon Thomas Herdegen
Pharmako-logisch!
04.05.2011, 22:00 Uhr
Analgetika richtig anwenden
Die effektive Beseitigung der Schmerzen ist das erste Therapieziel. Danach erst stellt sich die Frage nach dem geringsten Risiko. Erst wenn das Nebenwirkungsrisiko bei einer effektiven analgetischen Therapie unvertretbar hoch ist, sollte auf wirkungsschwächere Arzneistoffe zurückgegriffen werden. Die Risiken einer inadäquaten Schmerz- und Entzündungstherapie sind nicht zu unterschätzen.Show more04.05.2011, 22:00 Uhr
Denosumab zweimal jährlich stärkt die Knochen
Denosumab (Prolia®) bindet das Zytokin RANK-Ligand und hemmt so den Osteoklasten-vermittelten Knochenabbau. In einer Studie kommt es unter dem monoklonalen Antikörper zu einem stärkeren Zuwachs an Knochendichte an relevanten Skelettlokalisationen als unter dem Bisphosphonat Alendronat. Eine Subanalyse zeigt einen günstigen Effekt nicht nur auf den trabekulären, sondern auch auf den kortikalen Knochen. Die zweimal jährliche subkutane Applikation sorgt für eine hohe Therapietreue.Show moreOsteoporose
27.04.2011, 22:00 Uhr
Pharmazeutische Betreuung verbessert Therapie
Chronische Atemwegserkrankungen werden nicht früh genug erkannt und nicht konsequent genug behandelt. Von einer umfassenden leitliniengerechten Langzeittherapie ist Deutschland nach Einschätzung der Deutschen Atemwegsliga noch weit entfernt. So sinken Morbidität und Mortalität bei den chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen seit Jahren nicht. Die Schlüsselrolle der pharmazeutischen Betreuung in der Apotheke zeigt sich umso deutlicher, wenn man die Kommunikationsprobleme zwischen Ärzten und Patienten betrachtet.Show moreAsthma und COPD
27.04.2011, 22:00 Uhr
Atypische Femurfrakturen unter allen Bisphosphonaten
Die European Medicines Agency (EMA) weist darauf hin, dass die Langzeiteinnahme der zur Therapie der Osteoporose eingesetzten Bisphosphonate möglicherweise mit dem Auftreten von atypischen Femurfrakturen assoziiert ist. Bereits 2008 war ein entsprechender Warnhinweis für die Packungsbeilagen Alendronsäure-haltiger Fertigarzneimittel vorgeschrieben worden, jetzt wird das Risiko als Klasseneffekt der gesamten Wirkstoffklasse angesehen. Die Gefahr steigt mit der Behandlungsdauer.Show moreWarnung der EMA
27.04.2011, 22:00 Uhr
Neuer Test für riskante HPV-Genotypen
Die US Food and Drug Administration (FDA) hat jetzt die Zulassung für den cobas® HPV-Test der Firma Roche erteilt. Der Test auf das humane Papillomavirus (HPV) identifiziert Frauen, bei denen ein hohes Risiko für ein Gebärmutterhalskarzinom besteht. Erhältlich ist der Test ab sofort in den USA und allen Ländern, die das CE-Zeichen anerkennen.Show moreGebärmutterhalskrebs
27.04.2011, 22:00 Uhr
Präventionsstudie mit Truvada® abgebrochen
Nachdem Studien eine erfolgreiche Präinfektionsprophylaxe gegen eine Ansteckung mit dem HI-Virus durch das Kombinationspräparat Truvada® (Emtricitabin plus Tenofovir) gezeigt hatten, wurde eine erneute Studie nach einer Zwischenauswertung jetzt abgebrochen. An der Studie nahmen nahezu 2000 Teilnehmerinnen teil. Sowohl in der Truvada® - als auch in der Placebo-Gruppe hatten sich bis Mitte Februar jeweils 28 Frauen mit dem HI-Virus infiziert. Auch war die Schwangerschaftsrate unter Verum erhöht, obwohl eine hormonelle Kontrazeption zu den Studienbedingungen gehörte.Show moreSchutz vor HIV
27.04.2011, 22:00 Uhr
Wer trägt die Kosten für medikamentöse Hilfen?
Rauchen ist unstrittig gesundheitsschädlich. Es fördert das Auftreten verschiedenster Erkrankungen. Umso erstaunlicher ist es, dass bislang keine Kostenübernahme für die medikamentöse Unterstützung der Rauchentwöhnung durch die gesetzlichen Krankenkassen erfolgt, hieß es beim 52. Deutschen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. in Dresden.Show moreRauchentwöhnung
27.04.2011, 22:00 Uhr
Vielversprechende Ergebnisse durch CEPT-Hemmung
Der CEPT-Inhibitor Anacetrapib führte in einer Phase-III-Studie zu einem erstaunlichen Anstieg der HDL-Werte. Ob sich dieser auch in einem langfristigen klinischen Benefit niederschlägt, soll in einer weiteren Studie geklärt werden.Show moreFettstoffwechselstörungen
27.04.2011, 22:00 Uhr
Neue Fixkombination aus Aliskiren und Amlodipin zugelassen
Die europäischen Behörden haben der Kombinationstablette aus dem direkten Renin Inhibitor Aliskiren und dem Calciumkanalblocker Amlodipin (RasilAmlo ® ) die Zulassung zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit Aliskiren oder Amlodipin allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann, erteilt.Show moreHypertoniebehandlung
27.04.2011, 22:00 Uhr
Möglicher neuer Therapieansatz bei Entzündungen
Auf einen potenziell schädlichen äußeren Reiz reagiert der Körper mit dem Ziel, diesen zu beseitigen, seine Ausbreitung zu unterbinden oder eingetretene Schäden zu reparieren. Eine Entzündung ist das manifeste Ergebnis der Aktivitäten, die vorwiegend vom Immunsystem gesteuert werden. Diese Abwehr kann jedoch zu erheblichen übersteigerten Reaktionen führen, die einer Therapie schwer zugänglich sind. Einen neuartigen Therapieansatz, der auf eine Steuerung des Immunsystems durch "Lenkmoleküle" zielt, zeigen Wissenschaftler der Berliner Charité auf.Show moreAus der Forschung
20.04.2011, 22:00 Uhr
Methylphenidat auch für Erwachsene zugelassen
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bei einigen Methylphenidat-haltigen Arzneimitteln einer Indikationserweiterung auf Erwachsene, die an der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, zugestimmt. Bisher war die Zulassung wegen unzureichender Studiendaten auf die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren begrenzt. In Deutschland war die Therapie mit Methylphenidat bei Erwachsenen nur off label möglich, in den USA war eine Altersbeschränkung bereits 2008 aufgehoben worden.Show moreADHS
20.04.2011, 22:00 Uhr
Positive Opinion für langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten
Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat für den langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten Exenatide 1 x wöchentlich (Bydureon®) die Positive Opinion ausgesprochen. Die Zulassung wurde zur Behandlung des Typ-2-Diabetes in Kombination mit Metformin und/oder einem Sulfonylharnstoff bzw. Metformin und/oder einem Glitazon eingereicht.Show moreDiabetes Typ 2
20.04.2011, 22:00 Uhr
Everolimus bei neuroendokrinen Tumoren
Everolimus ist ein mTOR-Inhibitor, der zur Behandlung neuroendokriner Tumoren entwickelt wird. Die Zulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA als Monotherapie und in Kombination mit Octreotid ist beantragt. Everolimus ist unter dem Handelsnamen Certican® bereits für die Prävention einer Organabstoßung bei Herz- und Nierentransplantationen zugelassen.Show moreOnkologie
20.04.2011, 22:00 Uhr
Differenzierter Einsatz der Fixkombinationen
Längst nicht alle Patienten mit Asthma erreichen eine vollständige Symptomkontrolle. Ursache ist oft, dass die Wirkstoffe bei der Inhalation nicht bis in die kleinen Atemwege gelangen. Voraussetzung hierfür sind eine adäquate Galenik mit extrafeiner Verteilung der Wirkstoffpartikel, wie sie bei der Fixkombination von Beclometason und Formoterol gegeben ist, sowie ein Inhalationssystem, das eine gute Lungendeposition fördert. Damit ist auch bei den Fixkombinationen eine differenzierte Therapie angezeigt.Show moreAsthmatherapie
20.04.2011, 22:00 Uhr
Trainingsapotheke und Virtuelles Praktikum
Praxisbezogene Ausbildung an der Universität Mainz
Von Marion Eberlin und Irene Krämer
Die Pharmaziestudierenden der Universität Mainz erwerben seit dem Wintersemester 2010/11 verstärkt Kenntnisse in der patientenorientierten Pharmazie. In einer Trainingsapotheke lernen sie, mithilfe von Computern, aktueller Apothekensoftware und elektronischen Datenbanken die wesentlichen Informationen zu Fertigarzneimitteln abzurufen. Zudem nehmen sie an einem Kommunikationstraining teil und üben in Rollenspielen, ihre Patienten über die korrekte Arzneimittelanwendung zu beraten (Tab. 1).Show more20.04.2011, 22:00 Uhr
Übergewicht erhöht Metastasenund Rezidivrisiko
Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen bei Frauen. Eine britische Studie zeigte vor einigen Jahren auch einen Zusammenhang zwischen einem hohen BMI und verschlechterten Überlebenschancen bei Frauen mit Mammakarzinom. Offensichtlich ist neben Übergewicht auch eine deutliche Gewichtszunahme während einer Brustkrebstherapie mit einer erhöhten Metastasen- und Rezidivrate verbunden. Vor allem Frauen mit einem vor der Diagnose nicht erhöhten BMI haben ein erhöhtes Risiko, erneut an einem Brustkrebs zu erkranken.Show moreMammakarzinom
20.04.2011, 22:00 Uhr
Die Wirkung von Vitamin D auf Gehirn und Nervenzellen
Über viele Jahrzehnte nahm man an, dass Vitamin D nur für den Knochenstoffwechsel von Bedeutung ist. Doch das Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist, wirkt auch in anderen Organen und Geweben, darunter im ZNS und im peripheren Nervensystem. Neueste Forschungsergebnisse belegen sogar, dass Vitamin D bei der Prävention von Erkrankungen wie multipler Sklerose, Depression, Demenz, Morbus Parkinson oder Schlaganfall eine Schlüsselfunktion einnehmen könnte.Show moreUpdate Vitamin D
20.04.2011, 22:00 Uhr
Tuberkulose-Impfstoff in Phase-I-Studie erfolgreich
Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes gegen die Tuberkulose hat sich als langwierig und kompliziert erwiesen. Der ursprünglich verwendete BCG-Impfstoff wird seit über zehn Jahren nicht mehr in Deutschland verwendet, da bei eingeschränkter Wirksamkeit erhebliche Impfkomplikationen auftreten können. Der gentechnisch weiterentwickelte Impfstoff VPM1002, der sich 2008 im Tiermodell als wirksam und sicher erwiesen hatte, hat jetzt auch die klinische Phase-I-Studie bestanden. Jetzt soll der Impfstoff in großen Studien auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft werden.Show moreInfektionskrankheiten
20.04.2011, 22:00 Uhr
Progesteron-Gel gegen Frühgeburten
Ein verkürzter Gebärmutterhals gilt als bedeutender Risikofaktor für eine Frühgeburt. Nach den Ergebnissen einer Multicenterstudie kann mithilfe eines Progesteron-Gels das Risiko für Frühgeburten bei Frauen mit kurzem Gebärmutterhals deutlich gesenkt werden. Auch die Häufigkeit von vorzeitigen Wehen wurde signifikant reduziert und ein deutlicher Effekt auf das Geburtsgewicht der Neugeborenen nachgewiesen. Ausmaß und Art der Nebenwirkungen durch die Applikation des Progesteron-Gels waren mit denen in der Placebo-Gruppe vergleichbar.Show moreSchwangerschaft
20.04.2011, 22:00 Uhr
Erfolg mit Dreier-Kombinationbei multiplem Myelom
Patienten mit einem neu diagnostizierten multiplen Myelom, die sich für eine autologe Stammzelltransplantation eignen, profitieren von einer Kombination aus Thalidomid, Bortezomib und Dexamethason. Im Vergleich zur Kombination aus Thalidomid und Dexamethason konnten durch die zusätzliche Gabe des Proteasom-Inhibitors Bortezomib die Ansprechraten nahezu verdreifacht werden – ein in der Onkologie seltenes Ergebnis. Show moreThalidomid, Bortezomib und Dexamethason
13.04.2011, 22:00 Uhr
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