Ernüchterndes Ergebnis der ORIGIN-Studie

Insulin glargin und Omega-3-Fettsäuren schützen Typ-2-Diabetiker nicht vor kardiovaskulären Risiken

Kardiovaskuläre Ereignisse zu reduzieren muss das Ziel jeder Diabetestherapie sein. Mit Spannung erwartet wurden deshalb die Ergebnisse der Origin-Studie, die am 11. Juni 2012 auf dem Kongress der ADA in Philadelphia präsentiert wurden. Doch sie waren enttäuschend: Weder die frühe Therapie mit dem Basalinsulin Insulin glargin noch die Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren konnten Patienten mit Typ-2-Diabetes oder dessen Vorstufen vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen.
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20.06.2012, 22:00 Uhr

Orexin-Rezeptor-Antagonist Suvorexant in der Pipeline

Phase-III-Studien erfolgreich abgeschlossen

Suvorexant ist ein neuer Orexin-Rezeptor-Antagonist, der zur Behandlung der Schlaflosigkeit entwickelt wird.
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20.06.2012, 22:00 Uhr

Orale Therapie der multiplen Sklerose

Immunmodulator Laquinimod verringert Schubrate

Die zweijährige Einnahme von Laquinimod führte bei Patienten mit einer schubförmigen multiplen Sklerose zu einer Verringerung der Schubhäufigkeit und einem verlangsamten Fortschreiten der Behinderung. Langzeitergebnisse fehlen noch, dem jetzigen Kenntnisstand zufolge ist die Therapie mit keinen schweren Nebenwirkungen behaftet.
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13.06.2012, 22:00 Uhr

Auch auf das Auge achten!

Bei Diabetes regelmäßig zum Augenarzt gehen

Diabetische Retinopathie und Makulopathie gehören zu den mikrovaskulären Komplikationen des Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Das Risiko lässt sich durch eine möglichst gute Blutzuckereinstellung reduzieren. Um Netzhautveränderungen möglichst früh zu erkennen, werden regelmäßige augenärztliche Kontrollen empfohlen. Die Therapie stützt sich im Wesentlichen auf die Laserkoagulation und, bei Visusbeeinträchtigungen durch ein diabetisches Makulaödem, auf die intravitreale Applikation eines VGF-Inhibitors.
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Diabetes
13.06.2012, 22:00 Uhr

Erhöhtes Blasenkrebsrisiko unter Pioglitazon

Verdacht gegen das orale Antidiabetikum bestätigt

Die aktuelle Auswertung der britischen General Practice Research Database (GPRD) zum Blasenkrebsrisiko unter einer Therapie mit Pioglitazon wird sicherlich erneut für Diskussionen sorgen. Bereits seit längerem steht das Antidiabetikum im Verdacht, die Entstehung von Blasenkrebs deutlich zu begünstigen. Frühere Studien hatten zu unterschiedlichen Entscheidungen einzelner Arzneibehörden geführt, die später zum Teil auch wieder rückgängig gemacht wurden. In Deutschland sind Pioglitazon-haltige Arzneimittel bei strenger Indikationsstellung weiter als Reservemedikament zugelassen.
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13.06.2012, 22:00 Uhr

Gliflozine als neue antidiabetische Hoffnungsträger?

Sie senken den Blutzucker – sind sie auch sicher?

Der erste Vertreter der antidiabetischen Gliflozine, Dapagliflozin (Forxiga®), steht in Europa vor der Zulassung. Gliflozine hemmen selektiv den Glucosetransporter SGLT-2, sie senken den Blutzucker durch vermehrte renale Glucoseausscheidung. Dies führt auch zu Kalorien- und Gewichtsverlust, und dies ohne Gefahr der Unterzuckerung. Das positive Bild trüben Berichte über Infektionen und gravierendere Nebenwirkungen. Der Stellenwert der Gliflozine wurde kontrovers diskutiert beim diesjährigen Hauptkongress der Deutschen Diabetes-Gesellschaft.
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13.06.2012, 22:00 Uhr

Pertuzumab: FDA-Zulassung | CT-Aufnahmen: Leukämie bei Kindern? | Parkinson-Impfstoff | Biologika-Therapie begünstigt Gürtelrose | Migräne: Genetische Risikofaktoren

Kurz gemeldet
13.06.2012, 22:00 Uhr

Osteoporose

Osteoporose verändert die Knochen und damit die Körpergestalt, sie führt zu Frakturen und Schmerzen mit dramatischen Folgen wie Pflegebedürftigkeit bis hin zum Tod. Ein frühzeitiger Eingriff in den bei Osteoporose gesteigerten Knochenabbau kann helfen, solche Folgen in Grenzen zu halten. Medikamentös werden hierzu eine Basismedikation bestehend aus Calcium und Vitamin D sowie Anti-Osteoporotika – vor allem Bisphosphonate – eingesetzt.

Von Thomas Herdegen 

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06.06.2012, 22:00 Uhr

Klassifizierung der COPD wird komplexer: Körperliche Belastbarkeit und Exazerbationen werden berücksichtigt

Entscheidend bei der GOLD-Klassifikation der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) war bislang die Einschränkung der Lungenfunktion. Das Komitee der "Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease" (GOLD) hat nun ein Update mit neuen Kriterien der Klassifizierung vorgelegt. Diese tragen, so hieß es beim Pneumologenkongress in Nürnberg, der Komplexität der Erkrankung weit besser Rechnung als die bisherige Einteilung.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Warnung vor Weichmachern

Phthalate in Medizinprodukten als Diabetes-Risiko?

Bestimmte Weichmacher in Kunststoffen können offenbar die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2 fördern. Einer schwedischen Studie zufolge sind Menschen mit Diabetes auffällig mit Phthalaten belastet. Weichmacher finden sich in Verpackungen und vielen Kosmetikartikeln, aber auch in Medizinprodukten wie Kathetern oder Blutbeuteln. Frühere Untersuchungen ergaben, dass bestimmte Phthalate Männer unfruchtbar machen oder zu genitalen Fehlbildungen bei Kindern führen können. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) fordert, diese Weichmacher zu ersetzen.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Therapie der Osteoporose

Die Basis einer wirksamen Osteoporose-Therapie sind gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung, Supplementierung von Calcium und Vitamin D sowie die Gabe von Anti-Osteoporotika. Therapeutika der ersten Wahl sind Bisphosphonate und RANKL-Antikörper gefolgt von SERM und Strontium. Für spezifische Indikationen stehen noch Parathormon und Calcitonin zur Verfügung.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Osteoporose

Wenn der Knochen nicht mehr trägt

Osteoporose ist nicht nur die Abnahme an Knochensubstanz. Mit verminderter Knochendichte erhöhen sich die Gangunsicherheit und das Frakturrisiko, verändert sich die Körpergestalt und nehmen muskuloskelettale Schmerzen zu. Da Frakturen bei Älteren die Mortalität um 20% erhöhen und die Fähigkeit zur Selbstversorgung begrenzen, stellt die Prophylaxe von Frakturen eine wesentliche Sicherung der Lebensqualität dar.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Pharmako-logisch! – auf einen Blick

06.06.2012, 22:00 Uhr

Anti-Osteoporotika

Wirkstoffe gegen den Knochenschwund

Zahlreiche Wirkstoffe können die Entstehung und den Verlauf einer Osteoporose günstig beeinflussen. Besonders vertebrale, also die Wirbelsäule betreffende Frakturen profitieren davon. Therapeutika der 1. Wahl sind die Bisphosphonate, die sich in Zukunft gegenüber RANKL-Antikörpern und Cathepsin-K-Inhibitoren bewähren müssen.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Das Knochensystem: ein lebendiges Organ

Unser Knochensystem ist nicht starr, sondern ein höchst lebendiges Organ, das einem ständigen Umbau unterliegt. Der Knochen ist neben Körperstütze auch Sitz der Blutstammzellen, der wichtigste Speicher von Mineralstoffen sowie Ziel und/oder Quelle von Hormonen, Zytokinen und Akteuren des Intermediärstoffwechsels.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Hautkrebs seltener unter Therapie mit NSAID? Fall-Kontroll-Studie mit überraschenden Ergebnissen

In Deutschland erkranken mehr als 170.000 Menschen jährlich an weißem Hautkrebs. Von etwa 24.000 Patienten, die am schwarzen Hautkrebs erkranken, sterben 3000 pro Jahr. Eine aktuelle dänische Fall-Kontroll-Studie, die die Verordnungsdaten von mehr als 18.500 Hautkrebspatienten auswertete, kommt zu unerwarteten Ergebnissen. Verglichen mit Kontrollen, bekamen Hautkrebspatienten seltener nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID). Die Patienten mit Gelenkbeschwerden oder anderen Erkrankungen erhielten nicht-selektive NSAID oder selektive COX-2-Inhibitoren.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Lebensqualität vor Blutzuckersenkung: Therapie beim hochalten Diabetiker individualisieren

Diabetische Therapie-Standards wie das Senken von Blutzucker und Körpergewicht können bei geriatrischen Patienten genau die falsche Therapie sein. Im Alter werden Erhalt von Lebensqualität und Wohlbefinden und die Ausdehnung der behinderungsfreien Lebenszeit wichtiger. An diesen übergeordneten Therapiezielen hat sich auch die Medikation zu orientieren.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Nebenwirkungen und Arzneimittelinteraktionen

Generell sind Anti-Osteoporotika sichere Wirkstoffe mit einem geringen Potenzial für Arzneimittelinteraktionen. Alltagsrelevante Probleme sind Interaktionen mit Calcium-haltigen Wirkstoffen oder Calcium-haltiger Nahrung, Akute-Phase-Reaktionen bei Bisphosphonaten sowie Estrogen-vermittelte Effekte bei den SERM.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Therapie der Mukoviszidose: Inhalation mit Mannitol verbessert die Lungenfunktion

Therapien, die die Abnahme der Lungenfunktion bei Mukoviszidose-Patienten hinauszögern, haben ganz wesentlich zu einem Anstieg der Lebenserwartung der Betroffenen geführt. Ein neuer Baustein im Bereich der Sekretolyse ist inhalatives Mannitol (Bronchitol®), das die Lungen-Clearance verbessert und ergänzend zur Standardtherapie eingesetzt werden kann.
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06.06.2012, 22:00 Uhr

Leitlinien-gerechte Therapie

06.06.2012, 22:00 Uhr

Verschreibungspflicht für Ketoprofen | Interleukin 7: Zulassungsempfehlung | Online-Datenbank zu Nebenwirkungen

Kurz gemeldet
06.06.2012, 22:00 Uhr

Hoher Blutzucker bei Pneumonie erhöht Sterberate

Auch milde akute Hyperglykämie ist gefährlich

Leicht erhöhte Blutzuckerwerte galten bislang als eher günstig für Patienten auf Intensivstationen, da man von einer Verbesserung der Glucoseverfügbarkeit für das Gehirn ausging. Die Auswertung der Daten einer multizentrischen prospektiven Kohortenstudie zeigt jetzt eine deutlich erhöhte Mortalität von Personen, die wegen einer ambulant erworbenen Pneumonie hospitalisiert wurden, auch wenn bei diesen nur milde oder moderate Erhöhungen des Blutzuckerwerte nachgewiesen wurden.
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06.06.2012, 22:00 Uhr