Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Sollte man ASS 100, DOAK und Co. bei Blutungen absetzen?
Treten gastrointestinale Blutungen bei Patientinnen und Patienten mit antithrombotischer Therapie auf, ist eine Frage zentral: Sollen die Wirkstoffe zunächst abgesetzt, oder weiter eingenommen werden?Show moreAsthma bronchiale – Grundlagen der chronisch entzündlichen Atemwegerkrankung
Das Asthma bronchiale ist eine sehr häufige chronisch-entzündliche obstruktive Erkrankung der Atemwege mit anfallsweise auftretender Atemnot infolge einer eingeschränkten Ausatmung. Im Zentrum der Pharmakotherapie steht die Kontrolle der inflammatorischen beziehungsweise allergischen Pathogenese.Show moreNeue S2-Leitlinie „Psychosoziales und Diabetes“
Die Behandlung des Diabetes kann nur erfolgreich verlaufen, wenn der Erkrankte die Therapiemaßnahmen dauerhaft und eigenständig durchführt. Die adäquate Umsetzung der Diabetestherapie wird durch psychosoziale Probleme und psychische Erkrankungen erschwert. Es resultiert eine schlechtere Blutzuckereinstellung, wodurch das Risiko für Folgeerkrankungen gesteigert wird und es zu einer Verringerung der Lebensqualität und Lebenserwartung kommt.Show more
Asthma und COPD
Asthma bronchiale und die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sind schwere Atemwegserkrankungen, die mit einer eingeschränkten Lebenserwartung einhergehen und deren Häufigkeit weltweit zunimmt. Therapeutisch genutzt werden inhalative oder systemisch wirksame Arzneistoffe, die die Bronchialmuskulatur relaxieren, die Bronchien dilatieren und die zugrunde liegenden inflammatorisch-destruktiven Prozesse abschwächen.
Von Thomas Herdegen
COPD – Grundlagen der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung
Die COPD (chronic obstructive pulmonary disease) muss sorgfältig vom Asthma getrennt werden. Pathogenese und Pharmakotherapie, trotz fast identischer indizierter Wirkstoffe, unterscheiden sich deutlich. Typisch für die COPD ist die Zerstörung der Bronchien mit übermäßiger Schleimproduktion und Husten sowie Atemnot. Die COPD gehört zu den großen medizinischen Herausforderungen der Gegenwart, ihre Inzidenz steigt dramatisch. Die häufigste Ursache ist nach wie vor das Rauchen, das weltweit mit den schwierigen sozialen Verhältnissen zunimmt. Noch immer ist die Therapie rein symptomatisch. Anticholinergika und Sauerstoff sind die wirksamsten Maßnahmen, bei den die Mortalität bestimmenden Exazerbationen sind Glucocorticoide und Sauerstoff die letzte mäßig wirksame Rettung.Show more
Therapie des Asthma bronchiale
Die Unterdrückung der Entzündung (Entzündungshemmung) und die Beseitigung der Bronchokonstriktion (Bronchodilatation) sind die primären Therapieziele bei Asthma bronchiale. Es gibt keinen Grund, sich vor dem Einsatz von Glucocorticoiden zu fürchten.Show moreLaparoskopische Fundoplikatio bessert Reflux
Für die Therapie einer chronischen Refluxösophagitis stehen medikamentöse sowie chirurgische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben der langfristigen Symptomkontrolle mittels Protonenpumpeninhibitoren gilt die laparoskopische Fundoplikatio als risikoarme und wirksame Alternative. Die REFLUX-Studie bestätigt nun erstmals einen Langzeitnutzen der Operation bei chronischer Refluxkrankheit mit unbefriedigender Symptomkontrolle.Show moreBlutdruck senken = geringeres Schlaganfallrisiko
Dass die Senkung des Blutdrucks das Schlaganfallrisiko verhindern kann, ist bekannt. Aber auf welchen Wert soll der Blutdruck gesenkt werden? Dieser Frage ging eine internationale Forschergruppe nach. Obwohl die Ergebnisse nicht ganz eindeutig sind, wird ein systolischer Zielblutdruck von 130 mmHg empfohlen.Show moreVierfach-Power gegen Aids
Für die Behandlung einer HIV-1-Infektion bei nicht vorbehandelten Erwachsenen ohne Virusmutationen hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA Ende Mai 2013 die Viererkombination Stribild® zugelassen. Sie besteht aus dem HIV-Integrase-Strangtransfer-Inhibitor Elvitegravir, dem nicht antiviral wirksamen Booster-Wirkstoff Cobicistat, der den Elvitegravir-Abbau hemmt, dem nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor Emtricitabin und dem nukleotidanalogen Hemmstoff der Reversen Transkriptase Tenofovir-Disoproxilfumarat. Stribild® muss nur einmal täglich eingenommen werden, wovon man sich eine Erhöhung der Adhärenz erhofft. Das Arzneimittel ist seit 17. Juni 2013 in Deutschland verfügbar.Show moreTherapien zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis im Vergleich
In einer amerikanischen Studie wurden verschiedene Regime zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis verglichen. Dabei zeigte sich, dass Biological-haltige Therapien keine bessere klinische Wirksamkeit zeigten als Kombinationen aus Basistherapeutika.Show moreStudie gibt Hinweise auf Wirksamkeit von Ginkgo
"Personnes âgées quid", kurz PAQUID, französisch für "Was ist mit den Älteren", lautet der Titel einer französischen Beobachtungsstudie, die im Jahre 1988 initiiert wurde und sich über einen Beobachtungszeitraum von 20 Jahren erstreckte. Ziel der Studie war es, Erkenntnisse zum Einfluss verschiedener Faktoren auf die Demenzentwicklung zu gewinnen.Show moreVom kardiovaskulären und gastrointestinalen Risiko der NSAR
Eine Metaanalyse, die das Ziel hatte, das kardiovaskuläre Risiko der NSAR zu beurteilen, zeigt, dass bei längerer Einnahme hoher Dosen Diclofenac und Ibuprofen das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall in ähnlichem Ausmaß steigern wie Coxibe. Naproxen scheint dagegen das Risiko nicht zu erhöhen.Show moreDie Kehrseite der modernen Antidiabetika?
Die subkutan-injizierbaren Glucagon-Like Peptide-1 (GLP-1)-Analoga sowie die oralen Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren (DPP-4-Hemmer, Gliptine) haben die Therapie des Typ-2-Diabetes in den letzten Jahren wesentlich bereichert. Sie erzielen eine gute Senkung des HbA1c bei nur geringem Hypoglykämie-Risiko. Besonders in Kombination mit Metformin werden sie häufig eingesetzt und etablieren sich zunehmend in der Therapie. Zudem führen sie nicht zu Gewichtszunahme oder wirken sogar gewichtssenkend. Nun stehen sie erneut im Verdacht, Pankreatitis oder sogar Pankreaskarzinome zu begünstigen.Show moreGenetischer Polymorphismus ist gefährlich für Kinder
Berichte über Todesfälle und lebensbedrohliche Atemdepressionen nach Einnahme von Codein bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren führte zu einer umfangreichen retrospektiven Analyse der Therapiesicherheit von Codein. Nun bestätigte sich ein Zusammenhang zwischen dem genetischen Polymorphismus in CYP2D6 und dem Risiko einer Opioid-Intoxikation. Die FDA und EMA beschränken daher den Einsatz von Codein als postoperatives Analgetikum für Kinder und weitere Risikogruppen.Show more
Ein Alzheimer-Patient
Frau B. kommt zu Ihnen in die Apotheke und schildert folgendes Problem: Ihr Vater Aloys Braumann ist vor drei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Seit gestern leidet der 82-Jährige unter Durchfällen und Übelkeit. | Von Isabell Waltering, Tilman Fey, Robert Hermann und Hartmut Derendorf

Gefährliche Komedikation
Von Verena Stahl | Die medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz ist vielschichtigen Herausforderungen ausgesetzt. Die meisten Alzheimerpatienten leiden an mehreren chronischen Erkrankungen gleichzeitig, so dass Polymedikation eher die Regel als die Ausnahme ist. Es ist dabei wahrscheinlich, dass sie Wirkstoffe mit anticholinergen (parasympatholytischen) Eigenschaften erhalten, da diese in vielen Arzneistoffgruppen vertreten sind, wie Antidepressiva, Antiparkinsonmittel und urologischen Spasmolytika. Dabei ist die Gabe von Arzneistoffen mit anticholinerger Wirkung bei Alzheimer-Patienten in vielerlei Hinsicht nicht ratsam.
Show moreAktuelle Informationen vom BfArM
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert seit April 2013 über etwaige Lieferengpässe von Arzneimitteln. In dem Register werden aktuelle Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland auf der Basis freiwilliger Informationen der Zulassungsinhaber in einer Übersicht zusammengestellt - siehe Tabelle unten.Show moreStudie zu Antibiotika-Verordnungen für Kinder
Jeffrey Garber und seine Mitarbeiter vom Children’s Hospital of Philadelphia wollen niedergelassene Kinderärzte dazu bewegen, Antibiotika bei akuten Atemwegsinfektionen leitlinienkonformer zu verordnen. In einer randomisierten Studie erreichten sie durch eine einstündige Schulung und regelmäßige Überprüfungen und Feedbacks nahezu eine Halbierung der Verordnungszahlen von nicht-leitliniengerechten Breitbandantibiotika.Show moreImpfung für chronische Schmerzen verantwortlich?
Während noch vor kurzem Australien über Erfolge seines nationalen Impfprogramms im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs berichtet hat, setzt nun Japan überraschend die Empfehlung für eine HPV-Impfung im Rahmen des Japan´s Preventive Vaccination Law aus. Hintergrund sind Berichte über das Auftreten von schweren chronischen Schmerzzuständen in zeitlichem Zusammenhang mit einer HPV-Impfung.Show moreBlutdrucksenkung mit allen Mitteln?
Gefährliche Kombinationen vermeiden
Ein Mechanismus zur Senkung des Blutdrucks ist die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Dazu stehen verschiedene Arzneistoffgruppen zur Verfügung. Die Hypothese, dass durch eine Kombination dieser Arzneistoffe bessere Therapieerfolge zu erzielen wären, wurde in aktuellen Studien widerlegt – ganz im Gegenteil: Es traten teils gravierende Nebenwirkungen auf. Nun hat sich die Europäische Arzneimittelbehörde EMA der Sache angenommen.Show more
Tief Luft holen
Von Verena Stahl | Die Erkrankung cystische Fibrose ist bislang nicht heilbar, jedoch lassen sich ihre Symptome und ihr Verlauf durch viele therapeutische Maßnahmen positiv beeinflussen. Zu den wesentlichen Bausteinen des Gesamtkonzeptes gehört dabei die Inhalationstherapie. Diese (mehrmals) täglich durchzuführende Maßnahme verlangt den Patienten jedoch lebenslang viel Disziplin und Zeit ab. Neben der von anderen respiratorischen Erkrankungen bekannten Trockeninhalation setzen Mukoviszidose-Patienten insbesondere die Feuchtinhalation von Inhalationslösungen mithilfe spezieller Geräte ein.Show moreKohortenstudie belegt erhöhtes Risiko bei Männern
Netzhautablösungen, Achillessehnen-Rupturen, Leberschäden – zur Wirkstoffgruppe der Fluorochinolone gab es in den vergangenen Jahren mehrere Berichte über unerwünschte Wirkungen. Ganz aktuell zeigte eine Untersuchung ein zweifach erhöhtes Risiko für akutes Nierenversagen bei Männern im Alter zwischen 40 und 85 Jahren, die Fluorochinolone oral einnahmen. Bei gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers oder eines Sartans kam es sogar zu einer mehr als vierfachen Risikoerhöhung.Show moreFDA-Zulassung für Kombination Ezetimib/Atorvastatin | Erstes Glitazar in Indien zugelassen
Reduzierte Mortalitätsrate bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz
Den meisten Menschen ist Coenzym Q10 als Radikalfänger in Anti-Aging-Mitteln bekannt. Doch mittlerweile zeigt auch die Wissenschaft ernsthaftes Interesse an dem vielgepriesenen "Wundermittel". Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass die Gabe von Coenzym Q10 die Mortalitätsrate bei schwerer Herzinsuffizienz nahezu halbiert.Show moreRechtliches
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