Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Orale Tumortherapie: Es gibt nichts, was nicht schiefgehen kann
Orale Chemotherapie verlagert Hochrisiko-Arzneistoffe aus der Klinik in das häusliche Setting, wobei ihre Wirksamkeit und Sicherheit entscheidend von der korrekten Einnahme abhängen. Strukturierte Beratung – unabhängig von einer pDL – darf bei keiner Abgabe fehlen. Doch worauf kommt es an?Show morearzneimittel-und-therapie
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Von Diarrhö bis Mineralwasser
09.04.2026, 15:00 Uhr
Panenzephalitis häufiger als angenommen
Masern treten in Deutschland wieder vermehrt auf. So wurde die Zahl der 2012 gemeldeten Masernfälle von 166 in diesem Jahr bisher bereits um ein Mehrfaches übertroffen. Noch Jahre nach einer Maserninfektion kann mit der subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) eine Spätkomplikation auftreten, die durch Veränderungen der Persönlichkeit bis hin zu massiven und häufigen Myoklonien und Krampfanfällen charakterisiert ist.Show moreVorsicht Masern!
24.07.2013, 22:00 Uhr
Nepafenac soll Schmerzen, Entzündungen und Makulaödemen vorbeugen
Um das Risiko okulärer Entzündungskomplikationen nach Operationen am Auge zu reduzieren, wurde ein neues nicht-steroidales Antiphlogistikum eingeführt: Nepafenac ist ein Prodrug, das im Augengewebe rasch in die Wirkform Amfenac umgewandelt wird. Zugelassen wurde der Wirkstoff zwar schon 2007, aber erst jetzt wurde zum 1. Juli 2013 in Deutschland mit Nevanac® ein entsprechendes Präparat eingeführt. Show moreNeues NSAR für das Auge
24.07.2013, 22:00 Uhr
Aktualisierte S3-Leitlinie rät zur Vorsorge
In der aktualisierten S3-Leitlinie "Kolorektales Karzinom" wurden vor allem die Themen Diagnostik, Prävention, Risikogruppen, Screening sowie Therapie und Nachsorge überarbeitet. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) rät, die angebotenen Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs dringend wahrzunehmen.Show moreDarmkrebs früh erkennen!
17.07.2013, 22:00 Uhr
Dirofilaria repens in Brandenburger Mücken gefunden
Bisher waren Infektionen mit dem "Hundehautwurm" Dirofilaria repens typischerweise ein Problem für Hunde auf Reisen in süd- und osteuropäische Länder. Doch die Erkrankung scheint sich nun auch in Deutschland zu etablieren. Wissenschaftler des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) haben erstmals Larven des Wurms in Stechmücken aus Brandenburg nachgewiesen. Der Stich infizierter Mücken kann in erster Linie bei Hunden zu einer Erkrankung führen, doch auch Menschen können als Fehlwirte betroffen sein.Show moreHundehautwurm: vom Exoten zur heimischen Infektion
17.07.2013, 22:00 Uhr
Neuroleptikum Loxapin zur Inhalation für agitierte Patienten
Von Julia Borsch | 25. Februar 1975 – so lautet das Datum der Erstzulassung des Neuroleptikums Loxapin. Noch nie davon gehört? Nicht verwunderlich, denn in Deutschland spielt die Substanz bislang keine Rolle. In den USA und einigen anderen Ländern wird Loxapin zur Behandlung der Schizophrenie zwar eingesetzt, aber das Nebenwirkungsprofil ist im Verhältnis zur Wirksamkeit relativ ungünstig. Nun könnte die Substanz eine Renaissance bei der Kontrolle leichter bis mittelschwerer Agitiertheit erleben. Ein innovativer Inhalator macht es möglich. Das neue System könnte auch für andere Wirkstoffe interessant sein, da es, anders als andere Inhalatoren, unabhängig von der Inhalationstechnik eine hohe Wirkstoffdeposition in der Lunge ermöglicht.Show moreDurchatmen
17.07.2013, 22:00 Uhr

Eine Patientin mit Herzinsuffizienz
Patientin Beata Boran (B. B.) ist 64 Jahre alt und leidet unter zunehmender Atemnot bei Belastung. Sie berichtet, dass sich ihre Dyspnoe in den letzten Tagen sehr verschlechtert habe, sie kaum noch schlafen könne und sie sich wie benommen fühle. | Von Olaf Rose, Christian Fechtrup und Hartmut DerendorfShow moreDer 16. POP-Fall
17.07.2013, 22:00 Uhr

Risiko Spironolacton
Von Verena Stahl | Elektrolytdysbalancen sind bei Patienten mit der Diagnose Herzinsuffizienz besonders häufig zu beobachten. Darunter ist die potenziell lebensbedrohliche Hyperkaliämie besonders problematisch. Ihr Auftreten wird durch viele Risikofaktoren in dieser Patientengruppe begünstigt. Einer davon kann die Therapie mit dem Aldosteronantagonisten Spironolacton sein.Show moreAMTS-Spezial
17.07.2013, 22:00 Uhr
Arsentrioxid bei akuter Promyelozytenleukämie ist Chemotherapie nicht unterlegen
"Allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei." Das hatte Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus, schon im 16. Jahrhundert erkannt. So ist beispielsweise Arsen einerseits ein tödliches Mittel, andererseits ein wirksames Medikament – vorausgesetzt, man dosiert es richtig. Das Element mit dem Symbol As wird heute bei akuter Promyelozytenleukämie (APL) als Second-line-Therapie eingesetzt. Nun gibt es Hinweise, dass Arsen bei APL die konventionelle Chemotherapie ganz ersetzen könnte.Show moreTödliches Gift rettet Leben
17.07.2013, 22:00 Uhr
Diabetiker profitieren auch noch nach 30 Jahren
Die Ergebnisse der 1983 begonnenen zehnjährigen DCCT-Studie (Diabetes Interventions and Complications) gelten als Durchbruch für die intensivierte Insulintherapie. Unter strenger Stoffwechselführung erlitten die Typ-1-Diabetiker im Studienzeitraum signifikant weniger mikroangiopathische und neuropathische Komplikationen als die konventionell behandelten Patienten. Noch heute sind die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen im Komplikationsrisiko sowie beim kardiovaskulären Endpunkt statistisch signifikant.Show moreIntensivierte Insulintherapie nutzt Jahrzehnte
17.07.2013, 22:00 Uhr
Endokrine Therapie des Mammakarzinoms
In zwei aktuellen Studien und einer Metaanalyse wurde untersucht, ob eine mehr als fünfjährige Tamoxifen-Einnahme mit einem weiteren rezidivfreien Überlebensvorteil für die Brustkrebspatientin einhergeht. Da die Ergebnisse nicht einheitlich sind, sollte derzeit über eine längere Einnahmedauer individuell entschieden werden.Show moreLängere Tamoxifen-Einnahme = längeres Überleben?
17.07.2013, 22:00 Uhr
Neue Hochdruck-Leitlinie wertet Blutdruck-Selbstmessung und Lebensstilmaßnahmen auf
Apotheken tun ihren Hochdruckpatienten Gutes mit dem Angebot von Blutdruckmessungen und -messgeräten. Denn die Selbstmessung stellt eine wertvolle Ergänzung für Diagnose und Therapie dar. Allerdings sollten Prozedur und Gerät definierten Ansprüchen genügen, wie sie die aktuell vorgestellte Hochdruck-Leitlinie der Europäischen Gesellschaften für Hypertension bzw. für Kardiologie (ESH/ESC) beschreibt. Wesentliche Neuerungen der zuletzt 2007 aktualisierten Leitlinie betreffen die Blutdruckzielwerte. Außerdem werden Lebensstilmaßnahmen aufgewertet.Show more140/90 mmHg für Alle
17.07.2013, 22:00 Uhr
Schwere Sprue-ähnliche Durchfälle als UAW
Der zur Behandlung des Bluthochdrucks eingesetzte Angiotensin-II-Rezeptorblocker Olmesartan (u. a. enthalten in Belzar®, Olmetec®, Sevikar®, Votum®, Vocado®) kann schwere Durchfälle verursachen, die mit einem substanziellen Gewichtsverlust einhergehen. Darauf weist die FDA im Rahmen ihrer Drug Safety Communications hin.Show moreFDA warnt vor Olmesartan
10.07.2013, 22:00 Uhr
Antioxidans reduziert oxidativen Stress
Laut einer kürzlich im British Medical Journal veröffentlichten Metaanalyse könnte Vitamin C in der Lage sein, die belastungsinduzierte Bronchokonstriktion bei Asthma zu lindern.Show moreVitamin C bei Belastungsasthma
10.07.2013, 22:00 Uhr
Inzidenz arzneimittelinduzierter Leberschäden höher als angenommen
Arzneimittel verursachen weit häufiger einen Leberschaden als bislang angenommen. Eine aktuelle Studie kommt auf eine jährliche Inzidenz von 19,1 pro 100.000 Einwohner. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) warnt deshalb vor Leberschäden durch Medikamente und mahnt an, sie nicht zu übersehen. Da sie häufig aufgrund von Überdosierungen auftreten, wird dringend geraten, die Einnahme-Empfehlungen zu beachten. Als häufigste Auslöser wurden in der Studie Amoxicillin/Clavulansäure, Diclofenac, Infliximab, Azathioprin und Nitrofurantoin identifiziert.Show moreAchtung Leberschaden!
10.07.2013, 22:00 Uhr
Weniger Diarrhöen dank Probiotika?
Ein Cochrane Review geht der Frage nach, ob Probiotika Clostridium-difficile-assoziierte Durchfälle unter einer Antibiotikatherapie verhindern oder abschwächen können. Das Fazit der Autoren: Probiotika haben einen protektiven Effekt – die Evidenz hierfür ist allerdings nur moderat.Show moreNur moderate Evidenz ist belegt
10.07.2013, 22:00 Uhr
Phosphatgepufferte Augentropfen können die Hornhaut schädigen
Eine seltene, jedoch gravierende unerwünschte Nebenwirkung nach Applikation phosphatgepufferter ophthalmologischer Lokaltherapeutika ist die irreversible Ausfällung von schwerlöslichem Calciumphosphat in der Hornhaut. Eine europäische Nutzen-Risiko-Bewertung phosphathaltiger Augenarzneien ergab nun, dass Patienten mit prädisponierten Hornhautschädigungen phosphatfreie Alternativen empfohlen werden sollten.Show moreGetrübte Sicht
10.07.2013, 22:00 Uhr
Bei HIV-Infektion Therapie früh beginnen
Bei einer Infektion mit HIV soll nach neuen Empfehlungen der WHO deutlich früher mit der Therapie begonnen werden als bisher. Damit könnten nach Angaben der WHO bis 2025 drei Millionen Todesfälle und 3,5 Millionen Ansteckungen verhindert werden.Show moreNeue Empfehlungen der WHO
10.07.2013, 22:00 Uhr
Antikörper kündigen Typ-1-Diabetes an
In welchem Alter bei einem Kind ein Diabetes mellitus Typ 1 ausbricht, lässt sich jetzt erstmals abschätzen. Das fanden Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München in der größten internationalen Studie dieser Art heraus.Show morePrävention
10.07.2013, 22:00 Uhr
Dennoch sollen übergewichtige Diabetiker abnehmen
In keiner modernen Diabetes-Leitlinie fehlt der Hinweis auf Lebensstilmaßnahmen als Basis jedweder Therapie. Für diese Forderung fehlte bisher Evidenz aus langfristigen Studien. Eine prospektive Langzeitstudie ergab nun, dass Abnehmen und mehr Aktivität das Herz-Kreislauf-Risiko nach knapp zehn Jahren nicht signifikant senken. Bei näherer Betrachtung bleibt ein Nutzen von Lebensstilmaßnahmen aber bestehen, kommentiert das New England Journal of Medicine die Studie.Show moreLebensstiländerung wird überschätzt
10.07.2013, 22:00 Uhr
Jüngere mit milden Schlaganfall-Symptomen profitieren
Eine Thrombolyse mit dem rekombinanten Plasminogen-Aktivator Alteplase (rt-PA, Actilyse®) ist bei ausgewählten Patienten mit ischämischem Schlaganfall offenbar auch noch bis zu sechs Stunden nach Symptombeginn effektiv.Show moreLyse auch nach bis zu sechs Stunden erfolgreich
03.07.2013, 22:00 Uhr
Controller und Reliever – Wirkstoffe gegen Asthma und COPD
Die Arzneistoffe gegen Asthma unterdrücken entweder die Entzündung (sog. Controller) wie
die Glucocorticoide oder sie beseitigen als Dilatatoren die Bronchokonstriktion (Reliever) wie die β-Sympathomimetika. Die wichtigste Rolle spielen dabei die inhalativen oder – falls erforderlich – die systemischen Glucocorticoide. Die meisten Wirkstoffe werden unter der Indikation Asthma beschrieben. Am Ende dieses Abschnittes werden auch die Arzneistoffe gegen COPD vorgestellt.
03.07.2013, 22:00 Uhr
Additive Effekte von Osteoanabolika und Antiresorptiva
Bei postmenopausalen Frauen, die an einer Osteoporose erkrankt sind, führte die Kombinationstherapie mit Denosumab plus Teriparatid zu besseren klinischen Ergebnissen als die jeweiligen Monotherapien. Diese vielversprechenden Ergebnisse einer kleineren Untersuchung müssen nun in größeren Studien verifiziert werden.Show moreKombination erhöht die Knochendichte
03.07.2013, 22:00 Uhr
Lisdexamfetamin bessert ADHS-Symptome
Seit 1. Juni 2013 steht eine weitere Option in der Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zur Verfügung. Lisdexamfetamindimesilat (Elvanse®) ist zugelassen für die Behandlung der ADHS von Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren, wenn das Ansprechen auf eine Behandlung mit Methylphenidat als klinisch unzureichend angesehen wird. Lisdexamfetamindimesilat ist ein inaktives Prodrug. Nach oraler Gabe wird es im Magen-Darm-Trakt rasch zu wirksamem Dexamfetamin hydrolysiert.Show moreWeitere Option für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit
03.07.2013, 22:00 Uhr
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