Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show moreBei Rückenschmerzen wirkungslos?
Laut gesetzlicher Krankenkassen stellen Rückenbeschwerden eine der häufigsten Gründe für Krankschreibungen dar. Etwa jeder dritte Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Paracetamol ist dabei ein gängiges Mittel, um leichte bis moderate akute Beschwerden zu lindern und ist dazu rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Neue Ergebnisse einer klinischen Studie aus Australien lassen jetzt jedoch Zweifel aufkommen, ob die leitlinienkonforme Therapie mit Paracetamol bei akuten Rückenschmerzen tatsächlich sinnvoll ist.Show more„Pille danach“ auch bei Übergewicht
ck | Die Europäische Arzneimittelagentur hat die Überprüfung Levonorgestrel- und Ulipristal-haltiger Notfallkontrazeptiva abgeschlossen. Untersucht wurde, ob ein erhöhtes Körpergewicht die Wirksamkeit bei der Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft beeinflusst. Das Resultat: Die Notfallkontrazeptiva können weiterhin von allen Frauen unabhängig vom Körpergewicht oder Body-Mass-Index (BMI) verwendet werden. Show moreCYP2C und CYP2E1
Von Kirstin Reinecke, Ruwen Böhm, Ingolf Cascorbi, Thomas Herdegen | Durch die Hemmung oder Aktivierung von Cytochrom-P450-Enzymen kommt etwa ein Drittel der gemeldeten Arzneimittelwechselwirkungen zustande. Während CYP3A4 und CYP2D6 zahlreiche Substrate haben und dementsprechend häufig an solchen Interaktionen beteiligt sind, weisen die CYP2C-Isoenzyme und CYP2E1 einen vergleichsweise kleinen Anteil am Arzneistoffmetabolismus auf und stellen häufig nur den sekundären Stoffwechselweg dar. Wichtige Substrate von CYP2C-Isoenzymen, deren Verstoffwechselung aufgrund von genetischen Polymorphismen und Arzneimittelinteraktionen relevant beeinträchtigt werden kann, sind insulinotrope Antidiabetika, Benzodiazepine, Vitamin-K-Antagonisten und Protonenpumpenhemmer (PPI). Da die PPI Omeprazol und Pantoprazol auch rezeptfrei erhältlich sind, bedarf ihre Anwendung in der Selbstmedikation einer fundierten Beratungskompetenz. Show moreTamoxifen-Metabolit als Gel
ck | In der Hormontherapie des Mammakarzinoms wurde in einer Phase-II-Studie bei Frauen mit nicht-invasivem Brustkrebs erfolgreich ein Gel eingesetzt, das mit 4-Hydroxy-Tamoxifen einen der aktiven Metaboliten von Tamoxifen enthält. Mit dem Gel konnte das Wachstum der Tumorzellen im gleichen Umfang reduziert werden wie mit oral appliziertem Tamoxifen. Unerwünschte Wirkungen wurden weniger beobachtet. Show moreVorreiter gegen Schmerzen und Fieber
rs | Vor genau 55 Jahren, 1959, führte eine kleine Münchner Firma ben-u-ron® ein – ein Paracetamol-Präparat, das heute als Klassiker gilt. Die Palette wurde seither kontinuierlich ausgebaut und führt mittlerweile – im Jahre 65 der Firmengründung – einige singuläre Paracetamol-Präparate. Und auch jenseits der Indikation Schmerzen und Fiebe ist die heutige bene-Arzneimittel GmbH aktiv.Show moreWeiterhin gefährlich
ck | Nachdem am 21. März 2014 das Gesundheitsministerium von Guinea die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über einen Ausbruch von Ebola informiert hatte, melden inzwischen auch einzelne Nachbarstaaten Ebola-Erkrankungen. Jetzt wird die Bevölkerung dringend vor dem Verzehr von Wildfleisch gewarnt. Show moreProbleme im und um den Po
Wenn es im Anal-Bereich juckt, nässt oder schmerzt, ist Wachsamkeit gefragt. Dahinter können anale Infektionen mit dem humanen Papilloma-Virus (HPV) stecken. Davon sind vor allem Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), betroffen, durchaus aber auch Frauen. Anal-Karzinome, in der Allgemeinbevölkerung eher selten, entwickeln sich bei Männern mit einer HIV-Infektion häufig. Grundsätzlich gilt: Bei Effloreszenzen im Anal-Bereich nicht zu lange abwarten, sondern frühzeitig eine Biopsie veranlassen, um maligne und prämaligne Veränderungen frühzeitig zu erkennen.Show moreDiskussion um Suizidgefahr
Befürchtungen, eine medikamentöse Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) könnte das Suizidrisiko erhöhen, wurden in einer schwedischen Studie nicht bestätigt. Im Gegenteil: Möglicherweise bietet die Einnahme stimulierender Wirkstoffe sogar einen gewissen Schutz vor suizidalen Handlungen. Show moreGürtelrose immer früher
In einer groß angelegten Fall-Kontroll-Studie waren verschiedene Erkrankungen mit einem erhöhten Risiko für eine Herpes-zoster-Infektion assoziiert. Das höchste Risiko zeigte sich bei Patienten, bei denen der zurzeit zugelassene Impfstoff kontraindiziert ist. Außerdem waren jüngere Patienten stärker betroffen. Experten empfehlen, die Präventionsstrategien für Herpes zoster zu überarbeiten.Show moreWas tun gegen die Angst
Nach sechsjährigem Entwicklungsprozess wurde die neue Fachdisziplin-übergreifende S3-Leitlinie [1] zur Behandlung von Angststörungen vorgestellt. Patienten sollen eine Pharmakotherapie und/oder Psychotherapie erhalten. Beide Therapieformen sind gleichberechtigt; der Wunsch des informierten Patienten soll beachtet werden. Damit eine Angststörung schneller erkannt wird, nennt die Leitlinie Beispiele für Fragen, die beim Verdacht auf das Vorliegen einer Angststörung gestellt werden können.Show more„Rosige“ Aussichten
LEVERKUSEN (hb) | Bayer braucht sich um die Zukunft des Konzerns offenbar keine Sorgen zu machen. Wie beim Jahresmedienmeeting von Bayer HealthCare Deutschland am 7. Juli 2014 in Leverkusen bekannt gegeben wurde, ist die Forschungspipeline mit 44 vielversprechenden Projekten gut gefüllt. Show more
Eine Patientin mit Morbus Crohn
Lisa Leidig ist eine recht blasse 18-jährige Patientin, die seit circa einem Jahr über abdominelle Beschwerden und Durchfälle klagt. Vom Hausarzt der Familie wurde ursprünglich ein Reizdarmsyndrom vermutet. Nachdem jedoch vor ungefähr sechs Monaten rektale Blutungen, Gewichtsverlust und Amenorrhö hinzugekommen sind, erhielt sie eine Überweisung zum Gastroenterologen. Dieser diagnostizierte Morbus Crohn und verordnete ein Prednisolon-Präparat. Ein Einnahmeplan wurde ausgehändigt. Die Beschwerden treten derzeit trotz Prednisolon-Therapie wieder verstärkt auf. Da in diesem Jahr Prüfungen für den Schulabschluss anstehen, möchte sie möglichst schnell die Beschwerden loswerden bzw. unter Kontrolle bekommen...
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