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Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko ohne erhöhte Blutungsgefahr
Der Faktor XIa-Hemmer Asundexian verringerte in der Phase-3-Studie OCEANIC-STROKE erneute ischämische Schlaganfälle um 26% – ohne das Risiko für schwere Blutungen zu erhöhen. Das macht Asundexian zu einem starken Kandidaten für die Sekundärprävention bei nicht-kardioembolischen Schlaganfällen.Show morearzneimittel-und-therapie
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Sekundärprävention
16.04.2026, 15:30 Uhr
Das Immunsystem und seine Angriffspunkte
Mit den Steroiden, COX-Inhibitoren und Basistherapeutika für rheumatische Erkrankungen wurden in Pharmako-logisch! bereits drei Gruppen von Wirkstoffen vorgestellt, die auch als Immunmodulatoren wirken und die sehr häufig verordnet und oft in der Apotheke abgegeben werden. Trotz ihrer Wirkungen auf Immunzellen und Immunreaktionen werden COX-Inhibitoren und Glucocorticoide nicht oder nicht immer als typische Immunmodulatoren wahrgenommen. Dies liegt auch daran, dass die Bezeichnungen für jene Wirkstoffe unscharf sind, die nur oder auch Immunfunktionen verändern. Erschwert wird eine solche Präzisierung durch die variablen Bezeichnungen der zugrunde liegenden pathophysiologischen Prozesse. Wann sollen beispielsweise Entzündungen als Störungen oder Fehlleistungen des Immunsystems bezeichnet werden? Sollten wir Antiphlogistika als Hemmstoffe von Immunreaktionen bezeichnen? Wann sind Glucocorticoide Immunsuppressiva? Sind die pathophysiologischen Effekte von TNF-α beim metabolischen Syndrom automatisch eine Störung des Immunsystems? Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Analoga versus Human-Insulin
Insulin-Analoga wurden unter anderem entwickelt, um das Hypoglykämie-Risiko von Diabetikern zu senken, die auf Insulin angewiesen sind. Dennoch ist ihr Effekt auf das Auftreten von Hypoglykämien bei Typ-1-Diabetikern bisher nur unzureichend untersucht worden. In einer aktuellen Studie wurden nun Insulin-Analoga mit Human-Insulin hinsichtlich des Auftretens von schweren Hypoglykämien verglichen. Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Weniger ist mehr!
Nalmefen ist ein bereits aus den 70er Jahren bekannter Opioid-Antagonist, den man früher zur Behandlung einer Opiatvergiftung verwendet hat. Nun wurde es als Selincro® zur Trinkmengenreduktion bei erwachsenen Alkoholabhängigen eingeführt, deren Konsum sich auf einem hohen Risikoniveau befindet. Nalmefen sollte nur in Verbindung mit kontinuierlicher psychosozialer Unterstützung verordnet werden. Neu ist, dass ab September alle Kassen das Medikament erstatten.Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Neue Nebenwirkungen von Voriconazol
Das Breitspektrum-Antimykotikum Voriconazol (Vfend®) kann, wenn es mehrere Wochen eingenommen wird, zu Haarverlust und Nagelveränderungen führen. Diese Effekte wurden erstmals im Zusammenhang mit der systemischen antimykotischen Therapie bei Patienten beobachetet, die sich eine Pilzinfektion zugezogen hatten, nachdem ihnen kontaminierte Arzneimittel verabreicht worden waren. Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Kreuzweiser Impfschutz gegen Rotaviren
Seit acht Jahren wird weltweit gegen Rotaviren geimpft, mit zwei Vakzinen, die sehr unterschiedliche Erregerstämme enthalten. In ihrer Wirksamkeit bleiben die Konkurrenten bisher gleich – dank Kreuzprotektion. Erregerstämme haben sich verschoben, bislang aber ohne klare Muster oder gravierende Folgen, ergab eine aktuelle Studie. Frühzeitige Impfung vorausgesetzt, bleibt auch das Invaginationsrisiko gering.Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
Kurze Therapie – lange Wirkung
rs | Patienten mit Aktinischer (solarer) Keratose, deren Läsionen auf die Behandlung mit Ingenolmebutat-Gel (Picato®) ansprechen, haben eine hohe Chance auf Heilung. Eine Nachbeobachtung von Patienten aus den Zulassungsstudien hat gezeigt, dass die Läsionen nach zwölf Monaten noch immer um rund 87 Prozent verringert waren. Erfreulich war in der Untersuchung, dass sich der langfristige Erfolg nach nur zwei- bis dreimaligem Auftragen des Gels einstellte.Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
Typisch für Atypika?
Bei über 65-Jährigen besteht offenbar ein höheres Risiko für akutes Nierenversagen, wenn sie vom Haus- oder Facharzt neu auf eines der drei atypischen Neuroleptika Olanzapin, Quetiapin oder Risperidon eingestellt wurden. Dies fanden Wissenschaftler im Rahmen einer retrospektiven, Bevölkerungs-basierten Kohortenstudie heraus. Daher sollte dieser unerwünschten Wirkung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
HPV-Impfung jetzt ab neun Jahren
ks | Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht. Wichtigste Änderung ist die Herabsetzung des Impfalters für die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). Ab sofort sollen Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren die HPV-Impfung bekommen. Außerdem wurden die Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung überarbeitet. Zu einer generellen Empfehlung für den Impfstoff gegen Meningokokken B konnte sich die STIKO noch nicht durchringen. Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
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