Pharmazie

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Vier Wirkstoffe sollen bei Long/Post-COVID erstattungsfähig werden
Für Menschen, die an Long- oder Post-COVID erkrankt sind, gibt es gute Nachrichten: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Weg für die standardmäßige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für vier Arzneimittel frei gemacht. Show morearzneimittel-und-therapie
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Ivabradin, Metformin, Agomelatin und Voriotexin
02.04.2026, 15:30 Uhr
„ARNI“ – die neue Wunderwaffe?
jb | ARNI steht für Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor und damit für ein neues Therapieprinzip bei Herzinsuffizienz. Die Substanz, die derzeit noch unter der Bezeichnung LCZ696 firmiert, ist eine Kombination aus dem AT1-Rezeptorblocker Valsartan und dem Neprilysin-Inhibitor Sacubitril (AHU377). Eine Studie zum klinischen Nutzen der Pharmakotherapie bei systolischer Herzinsuffizienz – die größte, die es bislang gab – war vorzeitig gestoppt worden, da sich LCZ696 dem bisherigen Standard Enalapril klar überlegen gezeigt hatte. Show more04.09.2014, 00:00 Uhr

Immunmodulatoren
Hemmung von Interleukinen und Chemokinen, Blockade von Antigen-Antikörper-Reaktionen, Unterdrückung der Proliferation von Immunzellen, zytotoxische Zerstörung: Vielfältig lassen sich Immunreaktionen beeinflussen. Die Bedeutung von Immunmodulatoren bzw. Immunsuppressiva gegen Auto-Immunerkrankungen, Tumoren oder Abstoßungsreaktionen von Transplantaten steigt stetig. Pharmako-logisch! gibt Einblicke in die Welt des Immunsystems und zeigt Chancen wie Risiken der Immunmodulatoren auf.
Von Thomas Herdegen
Pharmako-logisch!
04.09.2014, 00:00 Uhr
Das Immunsystem und seine Angriffspunkte
Mit den Steroiden, COX-Inhibitoren und Basistherapeutika für rheumatische Erkrankungen wurden in Pharmako-logisch! bereits drei Gruppen von Wirkstoffen vorgestellt, die auch als Immunmodulatoren wirken und die sehr häufig verordnet und oft in der Apotheke abgegeben werden. Trotz ihrer Wirkungen auf Immunzellen und Immunreaktionen werden COX-Inhibitoren und Glucocorticoide nicht oder nicht immer als typische Immunmodulatoren wahrgenommen. Dies liegt auch daran, dass die Bezeichnungen für jene Wirkstoffe unscharf sind, die nur oder auch Immunfunktionen verändern. Erschwert wird eine solche Präzisierung durch die variablen Bezeichnungen der zugrunde liegenden pathophysiologischen Prozesse. Wann sollen beispielsweise Entzündungen als Störungen oder Fehlleistungen des Immunsystems bezeichnet werden? Sollten wir Antiphlogistika als Hemmstoffe von Immunreaktionen bezeichnen? Wann sind Glucocorticoide Immunsuppressiva? Sind die pathophysiologischen Effekte von TNF-α beim metabolischen Syndrom automatisch eine Störung des Immunsystems? Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Analoga versus Human-Insulin
Insulin-Analoga wurden unter anderem entwickelt, um das Hypoglykämie-Risiko von Diabetikern zu senken, die auf Insulin angewiesen sind. Dennoch ist ihr Effekt auf das Auftreten von Hypoglykämien bei Typ-1-Diabetikern bisher nur unzureichend untersucht worden. In einer aktuellen Studie wurden nun Insulin-Analoga mit Human-Insulin hinsichtlich des Auftretens von schweren Hypoglykämien verglichen. Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Weniger ist mehr!
Nalmefen ist ein bereits aus den 70er Jahren bekannter Opioid-Antagonist, den man früher zur Behandlung einer Opiatvergiftung verwendet hat. Nun wurde es als Selincro® zur Trinkmengenreduktion bei erwachsenen Alkoholabhängigen eingeführt, deren Konsum sich auf einem hohen Risikoniveau befindet. Nalmefen sollte nur in Verbindung mit kontinuierlicher psychosozialer Unterstützung verordnet werden. Neu ist, dass ab September alle Kassen das Medikament erstatten.Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Neue Nebenwirkungen von Voriconazol
Das Breitspektrum-Antimykotikum Voriconazol (Vfend®) kann, wenn es mehrere Wochen eingenommen wird, zu Haarverlust und Nagelveränderungen führen. Diese Effekte wurden erstmals im Zusammenhang mit der systemischen antimykotischen Therapie bei Patienten beobachetet, die sich eine Pilzinfektion zugezogen hatten, nachdem ihnen kontaminierte Arzneimittel verabreicht worden waren. Show more04.09.2014, 00:00 Uhr
Kreuzweiser Impfschutz gegen Rotaviren
Seit acht Jahren wird weltweit gegen Rotaviren geimpft, mit zwei Vakzinen, die sehr unterschiedliche Erregerstämme enthalten. In ihrer Wirksamkeit bleiben die Konkurrenten bisher gleich – dank Kreuzprotektion. Erregerstämme haben sich verschoben, bislang aber ohne klare Muster oder gravierende Folgen, ergab eine aktuelle Studie. Frühzeitige Impfung vorausgesetzt, bleibt auch das Invaginationsrisiko gering.Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
Kurze Therapie – lange Wirkung
rs | Patienten mit Aktinischer (solarer) Keratose, deren Läsionen auf die Behandlung mit Ingenolmebutat-Gel (Picato®) ansprechen, haben eine hohe Chance auf Heilung. Eine Nachbeobachtung von Patienten aus den Zulassungsstudien hat gezeigt, dass die Läsionen nach zwölf Monaten noch immer um rund 87 Prozent verringert waren. Erfreulich war in der Untersuchung, dass sich der langfristige Erfolg nach nur zwei- bis dreimaligem Auftragen des Gels einstellte.Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
Typisch für Atypika?
Bei über 65-Jährigen besteht offenbar ein höheres Risiko für akutes Nierenversagen, wenn sie vom Haus- oder Facharzt neu auf eines der drei atypischen Neuroleptika Olanzapin, Quetiapin oder Risperidon eingestellt wurden. Dies fanden Wissenschaftler im Rahmen einer retrospektiven, Bevölkerungs-basierten Kohortenstudie heraus. Daher sollte dieser unerwünschten Wirkung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.Show more28.08.2014, 00:00 Uhr
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