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Politik

Aufklärungskampagne der LAK Baden-Württemberg

Gegen Vorurteile wie "Apotheken sind zu teuer"

Stuttgart - „Apotheken sind zu teuer“, „Es gibt zu viele Apotheken“ – das sind nur zwei von vielen Vorurteilen, die in den Medien und der Öffentlichkeit präsent sind, wenn von Apotheken die Rede ist. Eine neue Kampagne der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg will solchen Vorurteilen nun mit Fakten entgegentreten. Auffälliges Zeichen der Kampagne: Personen mit Pinocchios langer Nase sollen schon auf den ersten Blick klar machen, dass solche Aussagen und Vorurteile falsch sind.

So wie dem kleinen Pinocchio immer eine lange Nase wächst, wenn er eine Lüge oder etwas Falsches von sich gibt, so sollen die abgebildeten Personen mit langer Nase zeigen, dass sie falsche Aussagen machen, wenn sie meinen, „weniger Apotheken kosten weniger Geld“. 

Nach Aussage von Stefan Möbius, Pressesprecher der LAK Baden-Württemberg, soll die Kampagne Anlass geben, die Patienten durch Gespräche und mithilfe einer Broschüre über die Fakten zu Deutschlands Apotheken zu informieren. Die Broschüren (Auflage 180.000) greifen die Kampagnenmotive auf und erläutern und entkräften die Falschaussagen durch belegbare Fakten. Die Broschüren werden in diesen Tagen an alle Apotheken Baden-Württembergs verschickt zur Abgabe an Kunden und Patienten. 

Darüber hinaus verweist die Kampagne auch auf die eigens eingerichtete Website, die zum Kampagnenstart am 9. Februar unter www.apotheken-informieren.de online gehen wird. Als Streuartikel bekommen alle Apotheken in Baden-Württemberg außerdem Aufkleber, die das stilisierte Kampagnenmotiv mit der Internetadresse und den Claim „Wir stoßen Sie mit der Nase drauf“ zeigen. Der Gedanke und das Motiv der Kampagne sollen so weiter verbreitet werden. 
Umgesetzt wurde die Kampagne von der Schwarz & Bold Werbeagentur GmbH, Karlsruhe.

 

Peter Ditzel / 01.02.2012, 12:21 Uhr

Kommentare:

Günter sagt:
03.02.2012 17:54

@ Ried: "Wer Premium verkaufen will, thematisiert nicht den Preis, sondern das Leistungsplus."
Insider wissen, warum es für Schizophrenie kein schöneres Beispiel gibt!

Christiane Patzelt sagt:
02.02.2012 19:39

Ihr Lieben,
eure Sorgen sind hier gut aufgehoben:
www.apothekerprotest.de
Es warten schon über 100 Apotheker, die alle eure Sorgen teilen!!

miwin sagt:
02.02.2012 16:40

Herr im Himmel,

kann man den für das viele Geld das wir zwangsweise zahlen nicht mal EINE professionelle Werbekampagne verlangen ??

Reinhard Rodiger sagt:
02.02.2012 12:48

War etwa Frau Nahles geistige Mutter des Pinocchio-Bildes,das eben
statt für Wulff für unsere Kunden verwendet wird?Ich finde diese
Analogie höchst gefährlich.Die Botschaft ist missverständlich.
Trotzdem ist es eine Aktion einer Kammer!Und das ist im Prinzip gut so.
Kammern müssen tätig werden,wenn die Lebensfähigkeit gefährdet ist.
Allerdings lieber vorher!Leider ist es genauso eine Verteidigungshaltung
wie das permanent geübte Schlechtmachen der eigenen Leute.Wir müssen
besser werden etc.Wir sind gut! Wo bleiben die Antworten auf die
Frechheiten der AOK ?

Sven Larisch sagt:
02.02.2012 11:30

Geiz ist doch bekanntlich geil.
Natürlich denken die Menschen, das Apotheken teuer sind, da sie in anderen Geschäften Rabatte bis 70%! bekommen (freiwilliger Winerschlußverkauf) und davon ausgehen das auch Apotheken solch utopische Aufschläge haben und daher solche Rabatte fahren können. Das die meisten Aufschläge bei den frei kalkulierbaren ARtikeln, den Einzelbestellungen etc. viel weiter darunter liegen sehen sie nicht. Genauso denken die Menschen teilweise das Apotheken alle zu einer Kette gehören. Das wir Einzelkaufleute sind und Pharmazeuten wird nicht immer klar. Da machen es auch Kollegen die Angebote unter EK+MWSt. anbieten nicht besser.
Das in Apotheken Fachpersonal arbeitet ist auch weitestgehend unbekannt. Ich kenne Bewerbungen von BäckereifachverkäuferInnen auf den mehr...

Jensen sagt:
02.02.2012 11:11

Kollege Ried hat definitiv nicht unrecht. Leider ist dies nicht so einfach umzusetzen, da sich auch nicht jeder ein Premium-Fahrzeug leisten kann. Zudem gilt: “Beim Auto muss es jeder Schnickschnack sein, aber bei der Gesundheit, da ist man geizig...“

GeBo sagt:
02.02.2012 10:49

Endlich!

Schon vor 15 Jahren habe ich mehrfach versucht eine Plakat-Serie anzuregen: "Die Lebenslügen der Gesundheitspolitik"... aber man wollte ja die Politik nicht verärgern.... und wo stehen wir heute??

Es sollten Alle mitmachen, wir haben 20.000 Schaufenster!!!

Wir brauchen uns nicht zu verstecken, aber wir brauchen fundierte Broschüren mit abgesicherten Zahlen (und die gibt es ja genug) zum mitgeben, denn nur mündlich glaubt es uns keiner...

Lesenswert ist z.B. das Buch "Lügen mit Zahlen" von Bosbach/Korff, dort wird ausführlich dargelegt, wie im Gesundheitsbereich die Statistiken manipulativ dargestellt werden und dass es eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen nicht gegeben hat....

....selbst Fachfremde mehr...

Tumo Ried sagt:
02.02.2012 10:38

Marketingtechnischer Super-Gau!
Wer es bisher noch nicht wußte, der bekommt es jetzt von uns gesagt:
Apotheken sind zu teuer!
Würde ein anderer Premium-Anbieter wie AUDI, MERCEDES, BMW, PORSCHE so eine Kampagne fahren? Wohl kaum.
Wer Premium verkaufen will, thematisiert nicht den Preis, sondern das Leistungsplus.
Minusargumente zu thematisieren, darauf muss man erst mal kommen.
Diese Kampagne gehört in den Abfalleimer.
Gruß aus Ulm
Timo Ried
Apotheker und Dipl. Exportwirt (FH)

Gunnar Müller / Detmold sagt:
01.02.2012 17:27

Find'ich gut !

Apotheker B sagt:
01.02.2012 15:04

Zitat vom 31.01.2012 20:00 eines DAZ-Online Besuchers:
"Was würde sich denn ändern, wenn die e-Zigarette als Arzneimittel in Apotheken verkauft würde? Richtig, nur der Preis. Also Gewinne für die Apotheker, vermutlich Steuern für Vater Staat und viele "reumütige" Rückkehrer für die Tabaklobby, weil ihnen der Preis zu hoch wird."

Ich habe ironischer Weise darauf geantwortet:
"Ja natürlich steigt insbesondere der Preis der E-Schnuller, aber dafür gibt es als kleines Schmankerl ein Feuerzeug gratis dazu."

-weil ich denke, daß solch eine verbohrte und festgefahrene Meinung nur mit aller größter Mühe, und dann auch nur aus den wenigsten Köpfen wieder heraus zu bringen ist.

Und wie hat es ein Kollege mal so schön mehr...

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