Initiative gestartet

DHU: „Jeder sollte sich für die Methode seiner Wahl entscheiden dürfen!“

Stuttgart - 26.04.2018, 16:15 Uhr

„Homöopathie. Natürlich. Meine Entscheidung!“ ist das Motto einer  Initiative der DHU, die am 25. April 2018 gestartet ist. .(Foto: flashpics / stock.adobe.com)                                     

„Homöopathie. Natürlich. Meine Entscheidung!“ ist das Motto einer  Initiative der DHU, die am 25. April 2018 gestartet ist. .(Foto: flashpics / stock.adobe.com)                                     


Unter dem Motto: „Homöopathie. Natürlich. Meine Entscheidung!“ hat die DHU am gestrigen Mittwoch eine Initiative gestartet. Sie wolle damit Transparenz schaffen und die Homöopathie hinsichtlich der Fakten und Erfolge realistisch darstellen, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem setze man sich für den Erhalt von Therapievielfalt und Therapiefreiheit in der Medizin ein. Homöopathische Arzneimittel waren in letzter Zeit vermehrt in die Kritik geraten. 

Jeder sollte sich für Arzneimittel und Methode seiner Wahl entscheiden dürfen, findet die DHU, Deutschlands größter Hersteller homöopathischer Einzelmittel und Schüßler-Salze. Daher sei die Therapiefreiheit der DHU das wichtigste in dieser Initiative. Sie komme im Slogan „Homöopathie. Natürlich. Meine Entscheidung!“ mit „Meine Entscheidung“ zum Ausdruck, erklärt Peter Braun, Geschäftsführer des in Karlsruhe ansässigen Unternehmens. Die Initiative ist am gestrigen Dienstag gestartet.  

Neben der Wahlfreiheit geht es der DHU darum, ihren Standpunkt zu vermitteln, dass sie Homöopathie als eine unverzichtbare Bereicherung für die Medizin erachtet. Das Credo der Firma: „Konventionelle und komplementäre Verfahren wie Schulmedizin und Homöopathie müssen zum Wohle des Patienten Hand in Hand gehen. In keiner Art und Weise ist eine Entscheidung für die Homöopathie eine Entscheidung gegen die Schulmedizin. Beides hat seine Berechtigung und ergänzt sich in vielen Fällen. 75 Prozent der Deutschen begrüßen dieses Konzept, wie eine aktuelle Studie zeigt. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen ihre bevorzugte Therapie frei wählen können.“

Initiative soll Homöopathie realistisch darstellen

Weiter heißt es, die Studie zeige auch, dass 56 Prozent der Deutschen Homöopathie-Anwender seien. Der Bedarf an guter Information sei also sehr groß. Die Initiative stelle die Homöopathie deshalb realistisch dar, vor allem aus Sicht von Anwendern und Experten, die ihre Erfahrungen schildern, erklärt die DHU. Es gehe um therapeutische Möglichkeiten, aber auch um Grenzen. Zu behaupten, Homöopathie könne nichts sei gleichermaßen falsch wie zu sagen, Homöopathie könne alles.



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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2 Kommentare

Gefährliches Quacksalbertum

von John R. am 26.04.2018 um 23:29 Uhr

Es ist höchste Zeit, dass diesem gefährlichen Quacksalbertum Einhalt geboten wird. Apotheker dürfen sich nicht von den Esoterikern vereinnahmen lassen, sonst leidet unser Ansehen und Ruf.

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Erwachsene Menschen?

von Ludger am 26.04.2018 um 18:23 Uhr

Ich bin bisschen irritiert, wie sich erwachsene Menschen über die Wirksamkeit von Zuckerperlen streiten können. Das ist vollkommen absurd.

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