
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Warum leidet mehr als ein Drittel der Deutschen an Schlafstörungen?
Das Robert Koch-Institut veröffentlichte am gestrigen Mittwoch eine Studie, die die Häufigkeit von Ein- und Durchschlafstörungen in Deutschland untersucht. Laut den Autoren waren die Probleme so häufig wie nie zuvor. Dafür könnte es mehrere Gründe geben.Show moreZirkulierende Tumorzellen
Von Stefan Schuster und Katharina Pachmann | In den seltensten Fällen stellt der Primärtumor die Todesursache eines Krebspatienten dar, denn meistens führen die Metastasen zum Tod. Die Bildung von Metastasen im Organismus geschieht durch losgelöste Tumorzellen, die im Blut und in der Lymphe zirkulieren (hämatogene und lymphogene Metastasierung). Seit Jahren werden Methoden entwickelt, um zirkulierende Tumorzellen als diagnostische Marker und prognostische Faktoren zu nutzen. Show moreDrohender Verschluss
Von Clemens Bilharz | Bei drohendem Verschluss eines Koronargefäßes hat sich die Stentimplantation als lebensrettende Alternative zur Bypassoperation bewährt. Jedoch ist auch diese Methode nicht ohne Risiko. Insbesondere besteht die Gefahr einer tödlichen Stentthrombose, die sich vor allem bei arzneistofffreisetzenden Stents erst Monate oder Jahre nach der Implantation ereignen kann. Inwieweit Stents mit abbaubarer Polymerbeschichtung dieses Risiko verringern, wurde in mehreren aktuellen Studien untersucht.Show moreVerunreinigte Tees
Von Ralf Stahlmann | Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind in sehr vielen Pflanzen enthalten und können auch in Salaten und Tees vorkommen, wenn diese durch Wildkräuter verunreinigt sind. Sie sind hochgiftig, weil sie im Körper metabolisch aktiviert werden und dann bereits in niedrigen Konzentrationen hepatotoxisch und kanzerogen wirken. Die PA-Metaboliten stellen – ähnlich wie einige Zytostatika – bifunktionelle Alkylanzien dar, die mit Nucleinsäuren und Proteinen vor allem in den Endothelzellen der Lebervenen reagieren und Hämangiosarkome in der Leber verursachen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat mehrmals auf die Problematik von PA in Lebensmitteln hingewiesen, zuletzt im Zusammenhang mit PA-belasteten Kräutertees [1, 2]. Show moreSarkopenie und Frailty
Von Clemens Bilharz | Selbstständigkeit im höheren Lebensalter erfordert nicht nur kognitive, sondern auch motorische Fähigkeiten. Sarkopenie und Gebrechlichkeit (Frailty) sind zwei geriatrische Syndrome, die durch Abbau und Schwäche der Skelettmuskeln gekennzeichnet sind. Die Pathophysiologie ist komplex, wird aber oft unterschätzt, indem der Zustand als „altersentsprechend“ beurteilt wird. Präventiv und therapeutisch wichtig sind vor allem das konsequente Training der Muskulatur und die optimale Zufuhr von Eiweiß und Vitamin D.Show moreEin immer noch zu oft verschwiegenes Leiden
Von Clemens Bilharz | Aus falscher Scham wird die Harn- und vor allem die Stuhlinkontinenz des alten Menschen häufig tabuisiert. Je nach Ausprägung kann das Leiden eine massive Einschränkung der Lebensqualität bedeuten, und der demografische Wandel macht es zu einem wachsenden medizinischen und sozioökonomischen Problem. Erst wenn die Betroffenen ihre Inkontinenz eingestehen, können sie persönlich beraten und mit supportiven, medikamentösen und physiotherapeutischen Maßnahmen behandelt werden.Show moreEin lang bekanntes Herbizid in den aktuellen Schlagzeilen
Von Ralf Stahlmann | Glyphosat ist ein Analogon des Phosphoenolpyruvats. Es hemmt ein Schlüsselenzym der Synthese von aromatischen Aminosäuren in Pflanzen (5-Enolpyruvyl-shikimat-3‑phosphat-Synthase, EPSPS) und kann daher als unselektives Herbizid verwendet werden. Beim Anbau transgener, Glyphosat-resistenter Nutzpflanzen vernichtet es selektiv die nicht-transgenen Pflanzen. Dieses Konzept war in den vergangenen Jahren kommerziell sehr erfolgreich: Weltweit hat der Glyphosatverbrauch deutlich zugenommen. Zugleich gewinnen die Fragen nach möglichen toxischen Gefahren für den Menschen an Bedeutung. Die akute Toxizität von Glyphosat für den Menschen ist sehr gering. Auch zahlreiche, behördlich geforderte Studien mit chronischer Verabreichung der Verbindung bestätigten ihre geringe Toxizität. Im vergangenen Jahr wurden jedoch reproduktionstoxische Effekte beschrieben, die durch eine Beeinflussung des hormonellen Systems erklärt wurden; außerdem wurde eine kanzerogene Wirkung postuliert. Die zugrunde liegenden Studien weisen allerdings große Mängel auf und fanden unter Toxikologen viel Widerspruch.Show moreGinkgo-Extrakt mit kanzerogenem Potenzial?
Welche Schlüsse aus Nagetierversuchen zu ziehen sind
Ein Kommentar von Ralf Stahlmann | Toxikologische Studien aus dem National Toxicology Program (NTP) der USA weisen eine hohe Qualität in der Durchführung und Dokumentation auf. Dies gilt auch für die Untersuchung eines Extraktes aus Blättern von Ginkgo biloba, über die im März 2013 in einer fast 200 Seiten langen Veröffentlichung abschließend berichtet wurde [1]. In Deutschland, Frankreich, den USA und anderen Ländern werden Ginkgo-Präparate von Millionen Menschen eingenommen. Meldungen, dass die NTP-Studie Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial des Phytopharmakons ergeben hat, fanden daher große Beachtung. Zu Recht oder zu Unrecht?Show moreMehr als nur ein „Durchgangssyndrom“
Von Clemens Bilharz | Ein Delir ist ein akuter, reversibler Verwirrtheitszustand, der zu den häufigsten Komplikationen hospitalisierter älterer Patienten zählt. Es tritt keineswegs nur beim Alkoholentzug auf und darf auch nicht als reine Begleiterscheinung einer Demenz missverstanden werden, sondern kann verschiedene Ursachen haben. Vor allem die hypoaktive Form wird oft nicht als Delir erkannt. Die Therapie ist multimodal. Ebenso wichtig wie die Gabe von Neuroleptika sind die Behandlung auslösender Ursachen und nichtpharmakologische, vor allem pflegerische Maßnahmen.Show moreHarter Kampf gegen resistente Staphylokokken
Von Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Gegen Methicillin und andere Antibiotika resistente Staphylokokken (MRSA) stellen ein zunehmendes Problem dar, vor allem in Krankenhäusern. Eine Alternative zu den fehlenden MRSA-wirksamen Antibiotika könnte ein Impfstoff sein. Aber auch hier leistet Staphylococcus aureus erheblichen Widerstand. Erst kürzlich wurde eine große Phase-II/III-Impfstudie, in der knapp 8000 Patienten eingeschlossen waren, vorzeitig beendet, da sie nicht das erhoffte Ergebnis brachte. Ist gegen dieses Bakterium wirklich "kein Kraut gewachsen"?Show moreDepression im Alter
Durchaus keine normale Begleiterscheinung
Clemens Bilharz | Depressionen bei älteren Menschen kommen häufig vor. Dennoch werden sie in vielen Fällen nicht erkannt oder nicht ernst genommen und daher – wenn überhaupt – nicht adäquat behandelt. Damit dürfte die in der älteren Bevölkerung überdurchschnittlich hohe Suizidrate zusammenhängen. Typisch ist oft eine unterschwellige Depression, die von somatischen Beschwerden kaschiert wird. Grundsätzlich stehen bei alten Menschen dieselben antidepressiven Therapieoptionen zur Verfügung wie bei jüngeren. Im Gegensatz zu einem langjährigen Vorurteil ist inzwischen erwiesen, dass auch ältere Patienten von einer Psychotherapie profitieren können.Show moreBitte mehr Fett!
Makronährstoffe in der Ernährung von Krebspatienten
Ulrike Gonder | Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen wird häufig noch pauschal "Wunschkost" empfohlen oder eine fettarme, kohlenhydratbetonte Ernährung. Dies entspricht jedoch nicht mehr dem aktuellen Wissensstand. Um gesunde Zellen bestmöglich zu versorgen und gleichzeitig Krebszellen ihre Hauptenergiequelle zu entziehen, empfiehlt es sich, die Ernährung kohlenhydratärmer und dafür fett- und eiweißbetont zu gestalten. Einige Onkologen empfehlen ihren Krebspatienten zumindest zeitweise sogar eine strenge Variante der kohlenhydratarmen Kost: die ketogene Diät.Show moreDemenz im Alter
Wenn sich das Hirn davonschleicht
Clemens Bilharz | Das demenzielle Syndrom, das in der Mehrzahl der Fälle gleichbedeutend mit der Alzheimer-Krankheit ist, gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Die Betroffenen erfahren in der Regel eine drastische Einschränkung ihres Alltagslebens und werden pflegebedürftig. Durch Arzneimittel, die in das cholinerge System eingreifen, kann der kognitive Abbau derzeit allenfalls verzögert werden. Kausale Therapieoptionen zur Bekämpfung des neurodegenerativen Prozesses, etwa Antikörper gegen Amyloidplaques bei Alzheimer, sind Gegenstand intensiver Forschung. Zunehmend in den Fokus kommen Präventivmaßnahmen wie kognitives Training sowie die ergotherapeutische Reaktivierung von Alltagsfertigkeiten.Show moreGegen den Schwall
Annette Junker | Chemotherapie (CT)-induzierte Übelkeit und CT-induziertes Erbrechen waren ein großes Problem in den Anfängen der systemischen Chemotherapie. Inzwischen scheint dieses Problem vielen in der Onkologie beschäftigten Berufsgruppen durch potente Arzneimittel weitestgehend gelöst zu sein. Aber ein optimales Management in der Anwendung des zur Verfügung stehenden Arsenals an Medikamenten und weitere Fortschritte scheinen noch nicht überall und nachhaltig berücksichtigt zu werden. Die Problematik wird leider immer noch unterschätzt. Dabei schränken eine ständig zermürbende Übelkeit und das plötzliche schwallartige, kräftezehrende Erbrechen erheblich die Lebensqualität der Patienten ein und führen oft zum Abbrechen einer Chemotherapie.Show moreHören im Alter
Schwerhörigkeit kann sozial isolieren und die Demenz fördern
Clemens Bilharz | Mit steigendem Alter kommt es – multifaktoriell bedingt – zu einer Abnahme des Hörvermögens. Das reduzierte Sprachverständnis kann Störungen der Kommunikation und der sozialen Beziehungen zur Folge haben und der Entwicklung von Demenz und Depressionen Vorschub leisten. Doch gibt es heute effiziente therapeutische Möglichkeiten durch Hörsysteme, Cochlea-Implantate und Audiotherapie. Voraussetzung dafür ist nicht nur eine rechtzeitige und differenzierte Diagnostik, sondern auch die Akzeptanz durch die Betroffenen.Show moreHepatotoxizität von Arzneimitteln
Warum immer wieder unerwartete Leberschäden auftreten
Falko Partosch, Ralf Stahlmann | Im September 2012 wurden Ärzte und Apotheker in einem "Rote Hand Brief" über "neue schwerwiegende Nebenwirkungen" bei Anwendung von Tavanic® (Levofloxacin) informiert. Darin heißt es: "Unter Levofloxacin wurden Fälle von Lebernekrosen bis hin zum letalen Leberversagen berichtet […]. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie die Behandlung abbrechen und ihren Arzt konsultieren sollen, wenn sich Anzeichen und Symptome einer Lebererkrankung entwickeln (wie z. B. Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz oder Druckschmerz im Bauch)." Aus pharmakologischer Sicht ist diese Meldung auch deshalb bemerkenswert, weil Levofloxacin kaum metabolisiert wird und ganz überwiegend unverändert über die Niere ausgeschieden wird.Show moreDarmkrebs vorbeugen
Effekte von Makro- und Mikronährstoffen
Alexander Ströhle, Maike Wolters, Andreas Hahn | Etwa 55 % der kolorektalen Tumorerkrankungen, so die Schätzung der Epidemiologen, sind lebensstilbedingt und somit vermeidbar. In der DAZ von letzter Woche (Nr. 39, S. 80) [70] wurde der Einfluss des Rauch- und Bewegungsverhaltens sowie der Lebensmittelauswahl auf die Entstehung von Dickdarm- und Mastdarmkrebs beleuchtet. In dieser Ausgabe wird nun diskutiert, welche Nahrungsfaktoren in welchem Umfang zur Entstehung bzw. Prävention kolorektaler Tumoren beitragen können.Show moreRisiko Darmkrebs
Effekte von Rauchen, Adipositas, Ernährung und Lebensgewohnheiten
Alexander Ströhle, Maike Wolters, Andreas Hahn | Mit einer Inzidenz von jährlich etwa 1,2 Millionen Fällen zählen Krebserkrankungen des Dick- und Mastdarms (maligne kolorektale Tumoren) weltweit zu den dritthäufigsten Krebsformen [35]. Migrationsstudien hatten bereits Mitte des 20. Jahrhunderts darauf hingedeutet, dass ein erheblicher Anteil der Tumorerkrankungen auf Umwelteinflüsse zurückzuführen ist [72]. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht heute davon aus, dass die Ernährungsweise und andere Lebensstilfaktoren für etwa ein Drittel aller Kebserkrankungen verantwortlich zu machen sind [117]. Für kolorektale Tumoren wird der Anteil der lebensstilbedingten Erkrankungen auf 55 % geschätzt [85; 88]. Im folgenden Beitrag wird diskutiert, welche Lebensstilelemente in welchem Umfang zur Entstehung und Prävention von kolorektalen Tumoren beitragen können. In der kommenden DAZ steht dann der Einfluss einzelner Nahrungsfaktoren im Mittelpunkt.Show moreAnti-Drug-Antikörper
Wenn Antikörper gegen Arzneistoffe den Therapieerfolg gefährden
Ilse Zündorf und Theo Dingermann | Nachdem 1982 mit Insulin das erste gentechnisch hergestellte Medikament auf den Markt kam, sind in Deutschland mittlerweile 145 Arzneimittel mit 108 rekombinanten Wirkstoffen zugelassen, davon 13 Biosimilars (Stand August 2012, [1]). Bei etlichen Erkrankungen haben diese Wirkstoffe einen Durchbruch in der Therapie erzielt. Und dennoch ist die Freude über diese relativ neue Arzneistoffgruppe nicht ganz ungetrübt. Denn bei einer signifikanten Zahl der mit diesen Wirkstoffen behandelten Patienten bilden sich Antikörper, die diese Medikamente neutralisieren. Wie jetzt im vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) herausgegebenen "Bulletin zur Arzneimittelsicherheit" erwähnt [2], wird sich auch das Paul-Ehrlich-Institut im Forschungskonsortium ABIRISK (Anti-Biopharmaceutical Immunization: Prediction and analysis of clinical relevance to minimize the RISK) engagieren, um die klinische Relevanz dieser Antikörper mit dem Kürzel ADA (Anti-Drug-Antikörper) genauer aufzuklären.Show moreDas Auge im Alter
Physiologische Prozesse und Erkrankungen gefährden die Sehfähigkeit
Clemens Bilharz | Funktionale Einschränkungen des Sehens beeinträchtigen die Lebensqualität vieler älterer Menschen. Während es sich bei der Presbyopie um einen normalen Alterungsvorgang handelt, kann andererseits das Auge auch von Alterserkrankungen betroffen sein, deren Frühstadien subjektiv oft nicht bemerkt werden. Dazu zählen Makuladegeneration und Retinopathien, Glaukom und Katarakt. Irreversible Schäden bis hin zur Erblindung können die Folge sein. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind daher unerlässlich.Show more
Botulinumtoxine
Von der Wurstvergiftung zur ästhetischen Medizin
Ralf Stahlmann | Das grampositive, anaerobe Bakterium Clostridium botulinum bildet Neurotoxine, die bereits in extrem geringen Mengen tödlich wirken können. Der Erreger verursacht Wundinfektionen oder Lebensmittelvergiftungen, die als „Botulismus“ seit Langem bekannt sind (lat.: botulus, die Wurst). Bereits Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde der Wirkungsmechanismus des Botulinumtoxins als Hemmung der Acetylcholinfreisetzung aus den präsynaptischen Vesikeln des motorischen und vegetativen Nervensystems beschrieben. Bekanntlich haben viele Stoffe mit hoher biologischer Aktivität, die zunächst als „Gifte“ bekannt wurden, später auch eine Karriere als Arzneimittel gemacht. Die Toxin-verursachte Lähmung der Muskulatur wird seit den 1980er Jahren zur Behandlung diverser neurologischer und anderer Erkrankungen ausgenutzt, und seit etwa zwei Jahrzehnten steht die Anwendung zu kosmetischen Zwecken im Fokus. Schließlich muss erwähnt werden, dass sowohl der Mikroorganismus als auch seine Toxine als „Biowaffe“ eingesetzt werden können und auch unter diesem Aspekt große Aufmerksamkeit erhalten.Show moreTückisches Zervixkarzinom
Clemens Bilharz | Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich über viele Jahre und durchläuft mehrere Vorstufen. Am Anfang steht in der Regel eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus. Die vor fünf Jahren eingeführte Impfung gegen HPV bietet keinen vollständigen Schutz. Wünschenswert wäre daher, die auf konventioneller Zytologie beruhende Früherkennung zu optimieren, um Frauen mit hohem Progressionsrisiko zu identifizieren.
Show moreEnde des Superagonisten
Ilse Zündorf und Theo Dingermann | 2006 war er schon als neue Wunderwaffe für die Therapie von Autoimmunerkrankungen gehandelt worden: der Antikörper TGN1412 als Stimulator, also als Agonist für regulatorische T-Zellen. Doch die ersten Tests im Menschen machten alle Hoffnungen zunichte und stellten die Immunologen vor ein Rätsel. Wie konnte es zu einer solch massiven Fehleinschätzung der Wirkweise des Antikörpers kommen? Und vor allem, wie hatte das Immunsystem der Probanden genau reagiert, welche Immunreaktionen wurden dort angestoßen? Mittlerweile sind einige Fragen beantwortet, und die Behörden haben neue Standards für klinische Prüfungen gesetzt.Show more
Insektenstiche
Von "schmerzhaft" bis "lebensgefährlich"
Clemens Bilharz | In unseren Breiten führen Insektenstiche meistens zu einer schmerzhaften, aber harmlosen lokalen Hautreaktion. Bei Menschen jedoch, die vor allem gegen Bienen- oder Wespenstiche sensibilisiert sind, können sie schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen. Eine spezifische Immuntherapie schützt vor erneuten, potenziell lebensbedrohlichen Reaktionen.Show more
Arginin bei Atherosklerose
Diätetische Maßnahmen bei Atherosklerose – Stellenwert von L-Arginin
Teil 2: Vasoprotektive Effekte von L-Arginin

Arginin bei Atherosklerose
Diätetische Maßnahmen bei Atherosklerose – Stellenwert von L-Arginin,
Teil 1: Pathophysiologische Grundlagen und diätetische Ansatzpunkte
Rheuma und Ernährung
Ernährungstherapie bei entzündlichrheumatischen Erkrankungen
Teil 2: Klinische Evidenz und Empfehlungen
Das Hautkrebs-ABCDE
Screening + Selbstkontrolle steigern Heilungschancen
Einerseits nimmt der Hautkrebs in der hellhäutigen Bevölkerung weltweit zu, andererseits ist er früh erkannt in den meisten Fällen heilbar. Neben dem gesetzlichen Hautkrebsscreening alle zwei Jahre wird auch die regelmäßige Selbstuntersuchung empfohlen. Für die Entstehung von Hautkrebs spielt die UV-Exposition eine entscheidende Rolle. Da unnötig hohe UV-Strahlung und damit vor allem Sonnenbrände vermieden werden können, hat man damit eine wirkungsvolle Präventionsmaßnahme in Händen.Show more
Rheuma und Ernährung
Ernährungstherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen Teil 1: Hintergründe und Prinzipien
Janina Willers, Bärbel Mang, Gerhard Bach und Andreas Hahn | Die rheumatoide Arthritis ist weltweit eine der häufigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Zu dem heute üblichen multidisziplinären Behandlungsansatz gehören auch ergänzende, nutritive Maßnahmen im Sinne einer Modifikation der Fettsäurezufuhr oder der vermehrten Aufnahme von Antioxidanzien. Im nachfolgenden Artikel werden die pathogenetischen Zusammenhänge der rheumatoiden Arthritis dargestellt und aufgezeigt, wo sich Ansatzpunkte für diätetische Maßnahmen bieten. Welche Effekte die Gabe einzelner Nährstoffe bei Patienten mit rheumatoider Arthritis bewirkt und welche Ernährungsempfehlungen in der Beratungspraxis gegeben werden können, wird dann Gegenstand eines Beitrags in der kommenden DAZ sein.Show moreRechtliches
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