

Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Irisches Gericht lässt EU-Kommunalabwasserrichtlinie prüfen
Die nächste Runde im Kampf um die Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie hat begonnen. Nach einer vorläufig gescheiterten Klage von Pharmaherstellern und einer ausstehenden Klage aus Polen, erhöht nun auch Irland auf EU-Ebene den Druck, um eine Überarbeitung der strittigen Richtlinie zu erwirken.Show morerecht
Vorabentscheidung des EuGH
27.05.2026, 12:00 Uhr


Zehntagesfrist gilt nur für Abrechnung
Das Bundessozialgericht (BSG) hat einen Schlussstrich unter die Meinungsverschiedenheiten zwischen Apothekern und Krankenkassen beim Apothekenabschlag 2009 gezogen: Die Zehntagesfrist, innerhalb der die Kassen von den Apotheken den gesetzlichen Abschlag erhalten, gilt nur für den Zeitpunkt der Rechnungserteilung – nicht jedoch, wenn die Schiedsstelle nachträglich entscheidet, dass der Pflichtrabatt rückwirkend geändert wird. Die Revision eines klagenden Apothekers wies das Gericht am Mittwoch ab (Az. B 3 KR 17/14 R), woraufhin acht weitere Apotheker ihre Revisionen zurücknahmen. Die Entscheidungsgründe liegen noch nicht vor. Show moreApothekenabschlag 2009
09.07.2015, 07:50 Uhr

Becker wehrt sich gegen Schadensersatzklage
Der Leipziger Abmahn-Anwalt Christoph Becker, der letzten Dezember tausende Apotheken in Aufregung versetzt hat, lässt sich nun selbst durch einen Rechtsanwalt vertreten – bezeichnenderweise von einem Fachanwalt für Strafrecht. Rechtsanwalt Daniel Luderer hat dem Landgericht München II seine Beauftragung angezeigt. Zugleich hat er beantragt, die vom Gesundheitsportal apotheken.de gegen seinen Mandanten und den „Brücken-Apotheker“ Hartmut Wagner erhobene Schadensersatzklage abzuweisen. Möglicherweise muss Becker nun allein für die Folgen des vorweihnachtlichen „Abmahn-Tsunamis“ einstehen. Wagner ist nämlich, wie jetzt bekannt wurde, bereits im Mai verstorben. Show more„Brücken-Apotheker“ Wagner verstorben
02.07.2015, 06:45 Uhr

Keine Bonuspunkte für Apotheken
Die Arzneimittelimporteure Kohlpharma und EurimPharm müssen ihre Bonus-Programme „Clever+Programm“ und „EurimSmiles® Plus“ für Apotheker einstellen – jedenfalls vorläufig. Grund sind zwei einstweilige Verfügungen, die Integritas, ein „Verband für lautere Heilmittelwerbung“, gegen die Unternehmen erwirkt hat. Dieser sieht durch die Programme das im Heilmittelwerbegesetz geregelte Zuwendungsverbot und die Vorgaben der Arzneimittelpreisverordnung verletzt. Betroffen sind den Unternehmen zufolge mehr als 8000 Eurim-Apothekenpartner und rund 4000 Kohlpharma-Partner – bei ihnen ist die Verärgerung groß. Show moreIntegritas stoppt Importeure
23.06.2015, 15:30 Uhr

Apotheker verliert wegen Tetrazepam Approbation
Ein niedersächsischer Apotheker muss seine Approbationsurkunde abgeben: Weil er in Absprache mit einem Heilpraktiker, der gar keine rezeptpflichtigen Arzneimittel verschreiben darf, Sedativa-Forte-Kapseln Tetrazepam beimischte und an Patienten abgab, ohne sie auf das enthaltene Benzodiazepin hinzuweisen, widerrief die Apothekerkammer Niedersachsen seine Approbation. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) bestätigte am 10. Juni die Entscheidung der Kammer, indem es den Antrag des Apothekers auf Zulassung der Berufung ablehnte (Az. 8 LA 114/14). Er habe in vielen Fällen „in gravierender Weise gegen berufliche Kernpflichten eines Apothekers verstoßen“. Show moreHomöopathie plus
23.06.2015, 10:45 Uhr

Keine GEMA-Pflicht für Musik in Praxen
Wenn Zahnärzte in ihren Praxen Musik zur Beruhigung der Patienten laufen lassen, müssen sie dafür keine Gebühren an die Verwertungsgesellschaft GEMA entrichten. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am 18. Juni 2015. Mit seiner Entscheidung (Az. I ZR 14/14) folgt der BGH einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom März 2012, der im Fall eines italienischen Zahnarztes im gleichen Sinne entschieden hatte. Show moreZahnarzt-Praxen
22.06.2015, 11:30 Uhr

Wettbewerbszentrale will Klarheit für alle
Die Wettbewerbszentrale will Klarheit für den gesamten Einzelhandel: Ist die Werbeaktion der Drogeriemarktkette Müller, in deren Rahmen auch Rabattgutscheine anderer Drogeriemärkte und Parfümerien bei Müller eingelöst werden können, tatsächlich wettbewerbsrechtlich zulässig? Das Landgericht Ulm hatte gegen die Aktion keine Einwände – am Donnerstag ist das Oberlandesgericht Stuttgart am Zuge, die Werbemaßnahme zu beurteilen. Show moreEinlösung fremder Rabatt-Gutscheine
15.06.2015, 13:55 Uhr

Keine Barauszahlung von Import-Guthaben
Berlin - Die Gutschrift, die einem Apotheker die Übererfüllung der Importquote eingebracht hat, kann nur verrechnet, nicht aber in bar ausgezahlt werden. Die Regelung des Rahmenvertrages über die Arzneimittelversorgung hierzu sei bereits hinsichtlich ihres Wortlauts eindeutig, finde aber zudem im gesetzlichen Hintergrund des Rahmenvertrages seine Bestätigung, heißt es in einem jetzt veröffentichten Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg. Show moreLandessozialgericht Berlin-Bandenburg
08.06.2015, 14:17 Uhr

Hohe Forderungen gegen Abmahnduo
Berlin - Das Abmahnduo Wagner/Becker, das Ende letzten Jahres tausende Apotheken in Aufregung versetzt hat, wird jetzt vor dem Landgericht München II wegen seiner rechtsmissbräuchlichen Abmahnungen zur Rechenschaft gezogen: Schadenersatz im sechsstelligen Euro-Bereich fordert die DAN Netzwerk Deutscher Apotheker GmbH – Betreiberin des Online-Portals apotheken.de – ein. Zudem macht sie Unterlassungsansprüche geltend, um zu verhindern, dass der Apotheker und der Anwalt nochmals auf diese Art vorgehen. Show moreFolgen der Massenabmahnungen
08.06.2015, 07:45 Uhr

Voller Sieg für Hamburger Apothekerverein
Berlin - Nach über einem Jahrzehnt Rechtstreit mit der früheren City BKK um die Rückerstattung des Apothekenabschlages hat sich der Hamburger Apothekerverein vollumfänglich durchgesetzt. Das Landessozialgericht Hamburg entschied jetzt, dass die Auffanggesellschaft der inzwischen insolventen City BKK 165.000 Euro Kassenabschlag zurückzahlen muss – zuzüglich Zinsen in Höhe von knapp 100.000 Euro. Show moreRechtsstreit um Apothekenabschlag
05.06.2015, 09:05 Uhr

BtM-Rezepte wurden zum Verhängnis
Husum - Vor dem Amtsgericht Husum ist gestern ein Apotheker aus Nordfriesland zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte Rezepte über Drogenersatzstoffe bedient, obwohl diese nicht korrekt ausgestellt waren. Laut der einstündigen mündlichen Urteilsbegründung ist ein Apotheker „nicht der Erfüllungsgehilfe des Arztes“, der sich auf seine ärztliche Therapiehoheit berufen könne, sondern Arzt und Apotheker bildeten eine „Behandlungsgemeinschaft“. Daraus ergebe sich für den Apotheker eine formale und auch eine inhaltliche Prüfungspflicht, bevor er Verordnungen – im konkreten Fall Betäubungsmittel-Rezepte – bedienen dürfe. Bei der Vorlage von Rezepten bestehe kein Kontrahierungszwang. Unmittelbar nach der Urteilsbegründung legte der Verteidiger des Apothekers bereits Rechtsmittel ein. Show moreFreiheitsstrafe für Apotheker
05.06.2015, 07:45 Uhr

Rezeptsammelbox-Verbot für Herner Apothekerin
Berlin – Das Unterhalten einer Rezeptsammelstelle ist nicht von der Erlaubnis zum Arzneimittelversand erfasst. Das hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) in einem aktuellen Verfahren klargestellt, in dem es um die Zulässigkeit einer Sammelbox für Rezepte im Eingangsbereich eines Lebensmittelmarktes ging, die eine Apothekerin aus Herne dort aufgestellt hatte. Damit verstoße sie gegen die Apothekenbetriebsordnung, befanden die OLG-Richter. Per einstweiliger Verfügung untersagten sie ihr den Betrieb. Show moreGenehmigung erforderlich
02.06.2015, 13:30 Uhr

Raucherentwöhnung bleibt Privatsache
Berlin – Arzneimittel zur Tabakentwöhnung bleiben weiterhin Privatsache. Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (LSG) hat vergangene Woche einen Schlusspunkt unter den Streit zwischen Gemeinsamem Bundesausschuss (G-BA) und Bundesgesundheitsministerium (BMG) gesetzt. Das BMG hatte einen Beschluss des G-BA beanstandet, demzufolge diese Mittel Teilnehmern der Disease-Management-Programme (DMP) Asthma oder COPD angeboten werden können. Show moreBMG setzt sich durch
01.06.2015, 09:05 Uhr

Phagro und AEP vergleichen sich
Berlin - Der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) und der Großhändler AEP haben heute in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Berlin einen Vergleich geschlossen. Danach dürfen der Phagro und sein Vorsitzender Dr. Thomas Trümper auch in Zukunft nicht behaupten, dass es unter dem Antikorruptionsgesetz eine rückwirkende Strafbarkeit von AEP-Kunden geben könnte. Auslöser des Rechtsstreits war ein Interview von Trümper mit der Apotheker Zeitung. Show moreZwist im Pharmagroßhandel
29.05.2015, 15:45 Uhr

BMG-Beanstandung war rechtswidrig
Berlin - Im Februar 2011 beanstandete das Bundesgesundheitsministerium (BMG), dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Verordnung von Gliniden bei Typ-2-Diabetes zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einschränken bzw. ausschließen wollte. Doch aus Sicht des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg (LSG) war diese Beanstandungsverfügung rechtswidrig – schon weil das Ministerium die geltende Frist von zwei Monaten überschritten hatte. Show moreG-BA-Beschluss zu Gliniden
28.05.2015, 14:15 Uhr

Jacutin Pedicul bald nicht mehr verordnungsfähig
Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen müssen das Läusemittel Jacutin® Pedicul Fluid (Dimeticon) von Almirall bald nicht mehr erstatten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte dem Medizinprodukt seine Verordnungsfähigkeit vor einigen Jahren aberkannt – der Hersteller wehrte sich gegen diesen Schritt. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat das Bundessozialgericht vergangene Woche entschieden, dass der G-BA zur Streichung berechtigt war (Az. B 6 KA 14/14 R). Show moreVon Ausnahmeliste gestrichen
22.05.2015, 10:05 Uhr

„Aktren Naproxen“ nicht irreführend
Berlin – Das Bayer-Schmerzmittel „Aleve“ mit dem Wirkstoff Naproxen-Natrium darf unter der Dachmarke „Aktren“ vertrieben werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) Ende April per Beschluss entschieden (Az. 3 B 29.14) und damit die Vorinstanz bestätigt. Eine Arzneimittelbezeichnung im Rahmen einer Dachmarkenstrategie kann danach unter Umständen zulässig sein, auch wenn es sich um ein wirkstoffverschiedenes Arzneimittel handelt. Show moreBVerwG bestätigt Dachmarken-Urteil
15.05.2015, 09:55 Uhr

Freispruch für Göttinger Transplantationsarzt
Berlin – Strafrechtlich war sein Vorgehen seinerzeit nicht relevant: Das Landgericht Göttingen hat den früheren Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Chirurgen wegen versuchten Totschlags in elf und vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge in drei Fällen angeklagt, weil er eigenmächtig entschied, welcher Patient eine Organspende verdiente. Das Gericht sah die Vorwürfe jedoch als nicht erwiesen an. Show moreOrganspende-Skandal
07.05.2015, 07:50 Uhr

20er-Packung Voltaren geht in Ordnung
Berlin – Gegen Novartis' Voltaren Dolo 25mg-Packungsgröße (Diclofenac) mit 20 Tabletten ist nichts einzuwenden. Das hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden und damit eine Auflage des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgehoben. Das Urteil wurde den Verfahrensbeteiligten heute zugestellt (Az. 7 K 6358/13). Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden. Show moreGericht hebt BfArM-Auflage auf
06.05.2015, 15:05 Uhr

Blutspende-Verbot für Schwule kann rechtens sein
Luxemburg/Berlin – Der Ausschluss von Männern, die sexuelle Beziehungen zu Männern hatten, von der Blutspende kann unter Umständen rechtens sein. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) heute in einem Urteil entschieden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein hohes Übertragungsrisiko für schwere Infektionskrankheiten wie HIV besteht und keine echte Alternative zur Sicherstellung eines hohen Gesundheitsschutzniveaus der Empfänger existiert. Show moreVorabentscheidung des EuGH
29.04.2015, 10:45 Uhr

Ursula Karven zu motivierend für DHU
Berlin – Die Schauspielerin Ursula Karven hat in der Werbung für Schüßler-Salze der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) nichts zu suchen: Sie verleihe der Kampagne nicht nur ein ansprechenderes Gesicht, sondern trete individuell als Gewährperson auf, befand das Oberlandesgericht Karlsruhe (Urteil vom 8. April 2015, Az. 6 U 66/13). Es bestätigte damit die Auffassung der Wettbewerbszentrale. Aus Sicht der Werbeadressaten hätten Karvens Äußerungen eine besonders motivierende Wirkung im Hinblick auf den Verbrauch von Schüßler-Salzen, heißt es im Urteil. Das OLG ließ die Revision nicht zu. Die DHU kann nun noch Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Show moreWerbung für Schüßler-Salze
27.04.2015, 14:30 Uhr
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