
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Folgenschwere Sparpläne
Das geplante GKV-Spargesetz trifft die Apotheken durch den erhöhten Kassenabschlag direkt. Es wird sich aber auch mittelbar auf sie auswirken – unter anderem durch die erhöhten Zuzahlungen. Diese beflügeln niederländische Versender und könnten sogar die Honorardebatte erschweren, meint DAZ-Chefredakteurin Julia Borsch.Show morepolitik
Das Editorial der DAZ Nr. 17
23.04.2026, 11:00 Uhr
Gesundheitsministerium: Rürup-Kommission nicht repräsentativ
BONN (im). Die Verbändelandschaft im Gesundheitswesen ist so vielfältig, dass sie gar nicht repräsentativ in der Rürup-Kommission abbildbar gewesen wäre. Daher seien in das Gremium Einzelpersönlichkeiten "aus allen Bereichen unseres Landes" berufen worden. Dies antwortete der Parlamentarische Staatssekretär Franz Thönnes (SPD) vor kurzem auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Dr. Hans Georg Faust (CDU) in Berlin. Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Protest gegen die Berliner Sparpläne: Apotheker gehen auf die Straße
SIEGEN (lub). Für Apotheker Wolfgang Jung ist die Sache klar: "Wir haben nichts mehr zu verlieren!", sagt der Inhaber der "Markt-Apotheke", die Sparpläne der rot-grünen Bundesregierung bringen den Pharmazeuten ab 1. Januar Einkommensverluste von bis zu 40 Prozent, nun müsse gehandelt werden.Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Vorschaltgesetz: Auf die Barrikaden
MAINZ (av/daz). Mit einer Demonstration vor dem Mainzer Landtag machten die Apothekerinnen und Apotheker des Landes zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 17. Dezember auf die verheerenden Auswirkungen des Beitragssatzsicherungsgesetzes aufmerksam.Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Lutz Bäucker: Hoffnung für Schwarzseher
Zuerst gingen die Lichter bei uns aus. Dann wurden die Türen verrammelt (siehe Bericht über Aktion der Siegener Kollegen!). Und vorgestern nun sahen viele unserer Kunden buchstäblich schwarz: Deutschlands Apotheken auf dem drastischen Trip. Tausende Apothekenschaufenster verhängt mit schwarzen Tüchern Ų der Protest gegen die unausgewogenen Sparpläne der Bundesregierung nimmt Gestalt an.Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Koch-Brief an hessische Apotheker – Schmidt: „Populistischer Aufruf“
WIESBADEN/BERLIN (ks). Der hessische Ministerpräsident und Wahlkämpfer Roland Koch (CDU) hat in der vergangenen Woche die Apothekerinnen und Apotheker seines Bundeslandes in einem Brief aufgefordert, "mit ihren jeweiligen Abgeordneten der Regierungskoalition unverzüglich Gespräche aufzunehmen". Da der Bundesrat das zustimmungsfreie Beitragssatzsicherungsgesetz nicht mehr stoppen kann, liege es nun ganz in der Hand der einzelnen Abgeordneten, "ob diese katastrophale Entwicklung für das Gesundheitswesen so eingeleitet wird oder nicht". Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt warf Koch vor, sich durch seinen Aufforderung zum "Oberlobbyisten" zu machen.Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Na endlich! (Kommentar)
Der deutsche Apotheker Ų er zeichnet sich nicht nur durch einen weißen Kittel, die Angst vor der Konkurrenz und unendliche Geduld mit seinen Standesvertretern aus, nein: er erträgt auch klaglos den staatlichen Reglementierungswahnsinn und schluckt jede Verschlechterung seiner Situation.Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Sozialversicherungssysteme: Schmidts Rürup-Kommission
BERLIN (ks). Die Rürup-Kommission ist am 13. Dezember in Berlin zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Das 26-köpfige Gremium soll unter dem Vorsitz des Darmstädter Ökonomen und Wirtschaftsweisen Bert Rürup bis zum kommenden Herbst Lösungsvorschläge erarbeiten, wie die deutschen Sozialversicherungssysteme nachhaltig finanziert werden können. Bundessozialministerin Ulla Schmidt eröffnete die erste Sitzung der Kommission und beließ es dabei, eine grobe Grundrichtung vorzugeben: Die solidarische Absicherung individueller Lebensrisiken als "besondere Errungenschaft des Sozialstaats" müsse grundsätzlich erhalten bleiben, jedoch "neu justiert" werden.Show more15.12.2002, 16:47 Uhr
Notfallkontrazeptivum Levonorgestrel: DPV für „kontrollierte Freigabe“
(dpv/daz). Momentan steht die Freigabe des Notfallkontrazeptivums Levonorgestrel 750 (in Deutschland im Handel unter dem Spezialitätennamen Duofem 750) zur Diskussion. Der Vorstand des Deutschen Pharmazeutinnen Verbandes (DPV) hat sich mit dieser Problematik ausführlich auseinandergesetzt, da es sich hier um ein Medikament handelt, das sowohl ausschließlich von Frauen angewandt wird als auch diese in ihren ureigensten Interessen betrifft. Der DPV bittet daher um nachfolgende Veröffentlichung.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Kassenärzte: „Dienst nach Vorschrift“
BERLIN (ks). Die Kassenärzte machten der Ministerin in den vergangenen Tagen zu schaffen. Einen "Dienst nach Vorschrift" hatten sie am 5. Dezember angekündigt. Zwei Tage später rief der Erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Manfred Richter-Reichhelm, auf einer Mitgliederversammlung die Kassenärzte auf, nur noch Leistungen zu erbringen, die das Budget erlaubt.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Pharmazeutinnen-Verband: DPV: „Politikerin vernichtet Frauenarbeitsplätze“
STUTTGART (dpv/daz). Der Deutsche Pharmazeutinnen Verband (DPV) kritisiert das Beitragssatzsicherungsgesetz (BSSichG) von Ulla Schmidt scharf. Vor allem Frauen, die sich heute noch für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzen, werden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren, heißt es in einer Presseinformation des Pharmazeutinnen-Verbands. Dies stimme absolut nicht mit den Aussagen im Koalitionsvertrag überein, wonach selbstständige als auch angestellte Frauen in der Arbeitswelt gefördert und nicht benachteiligt werden sollen.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
VFA-Prognose 2003: Forschende Arzneimittelhersteller erwarten Arbeitsplatzabbau
BERLIN (ks). Noch nie waren die Erwartungen der forschenden Arzneimittelhersteller für ein neues Jahr so negativ: Über 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) planen 2003 einen Abbau von Arbeitsplätzen Ų lediglich sieben Prozent sehen die Möglichkeit, Arbeitsplätze neu zu schaffen.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Beitragssatzsicherungsgesetz: Eindringlicher Appell an den Kanzler
FRANKFURT/MAIN. In einem ganzseitigen Zeitungsinserat, das vor kurzem in Tageszeitungen veröffentlicht wurde, wendet sich die Pharmagroßhandlung Anzag, Frankfurt/Main, in der Form eines offenen Briefes an Gerhard Schröder. Der Großhändler appelliert an den Bundeskanzler, die handwerklichen Fehler im jetzigen Entwurf des Beitragssatzsicherungsgesetzes zu beheben. Denn: "Wenn der Gesetzentwurf Wirklichkeit wird, werden Großhandel und Apotheken wirtschaftlich vernichtet." Hier der Wortlaut des Briefes:Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Kassenrabatte ab 1. Januar 2003: Pharmagroßhandel stellt Abrechnungskonzept vor
BERLIN (ks/phagro). Nachdem das Beitragssatzsicherungsgesetz (BSSichG) den Vermittlungsausschuss passiert hat, wird es aller Voraussicht nach zum 1. Januar 2003 in Kraft treten. Das ist auch der Beginn des Abschlagsverfahrens, das Zwangsrabatte von Apotheken, pharmazeutischen Großhändlern und Arzneimittelherstellern zugunsten der gesetzlichen Krankenversicherung einfordert. Der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) hat nunmehr ein Konzept zur Abwicklung des Industrieabschlages vorgestellt.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Beitragssatzsicherungsgesetz: Apotheker kündigen Verfassungsbeschwerde an
BERLIN (abda/diz). Der Deutsche Apothekerverband (DAV) wird seine Mitglieder bei Verfassungsbeschwerden gegen das Beitragssatzsicherungsgesetz (BSSichG) unterstützen. Dies kündigte Hermann Stefan Keller, der Vorsitzende des DAV, am 6. Dezember in Berlin an.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Hilfe für den Regenwald: Mikroskope und anderes gesucht
Der Deutsche Apotheker Verlag unterstützt ein Projekt der internationalen Umweltstiftung Euronatur sowie der Universität Hohenheim zur Wiederbepflanzung früher abgeholzter Regenwaldflächen auf der Philippineninsel Leyte. Dort geht es darum, schwerste Erosionsschäden Ų die in den vergangenen Jahren viele tausend Todesopfer gefordert haben Ų zu verhindern.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Streit um TK-Selbstbehalt-Tarif: Neue Ideen in der GKV unerwünscht?
BERLIN (ks). Der vergangene Woche bekannt gewordene Vorstoß der Techniker Krankenkasse (TK), einen Selbstbehalt-Tarif einzuführen, erntet von vielen Seiten Zuspruch Ų aber auch viel Ablehnung. Während die gesundheitspolitischen Sprecher von Union, FDP und Grünen das Modellvorhaben grundsätzlich begrüßen, hält Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wenig von der Idee: "Wir werden ganz genau gucken, wie wir das rückgängig machen können", sagte die Ministerin am 7. Dezember in Berlin. Die TK will ihr Projekt dennoch zum 1. Januar starten Ų eine notfalls gerichtliche Auseinandersetzung scheut die Kasse nicht.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Europäischer Gerichtshof verhandelt über deutsches Versandhandelsverbot
LUXEMBURG/BERLIN (bmgs/ks). Am 10. Dezember fand vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg die mündliche Verhandlung im Rechtstreit um das deutsche Versandhandelsverbot für apothekenpflichtige Arzneimittel statt. Die Regierung legte dabei die Gründe für das in Deutschland bestehende Versandhandelsverbot dar. Zugleich wies sie aber auch darauf hin, dass sie angesichts der neuen Möglichkeiten der Informationstechnologie die Wirtschaftlichkeit und Verbraucherfreundlichkeit stärken und den Versandhandel mit Arzneimitteln liberalisieren will.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
parmapharm: Auch in Zukunft nicht mutlos
(tmb). Die aktuelle gesundheitspolitische Diskussion zwingt die Apothekerschaft zu klaren Stellungnahmen und fordert tragfähige Zukunftskonzepte. Auch der Sprecher der parmapharm, Wolf-Peter Krause, Löwen-Apotheke Preetz, ging mit einer Erklärung unter dem Motto "Mutlosigkeit führen wir nicht im Sortiment" auf die Herausforderungen ein.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
DPhG: Erhebliche Mängel bei der Positivliste
Nachfolgend eine Stellungnahme der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) zur Wiedervorlage der Positivliste im Rahmen des Referentenentwurfs zum Gesetz über die Verordnungsfähigkeit von Arzneimitteln in der Vertragsärztlichen Versorgung:Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
TK-Gesundheitsreport: Arzneimittelverbrauch unabhängig vom Krankenstand
BERLIN (ks). Unterschiedliche Berufsgruppen weisen häufig auch unterschiedliche Krankenstände auf. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass z. B. Bauarbeiter oder Gärtner häufiger wegen Rückenproblemen arbeitsunfähig sind als etwa Beschäftigte in der IT-Branche. Interessant ist allerdings, dass ein hoher Arzneimittelverbrauch offenbar vom ausgeübten Beruf unabhängig ist. Über die Branchen hinweg stehen bei Männern Blutdruck senkende Medikamente, bei Frauen Hormonpräparate auf Platz eins der am häufigsten verordneten Arzneimittel. Dies ist eine der zentralen Feststellungen des neuen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK), der am 4. Dezember in Berlin vorgestellt wurde.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Wegweisende Kanzlerrede (Glosse)
Wie erst jetzt bekannt wurde, knallten nach der Regierungserklärung des Bundeskanzlers vom 4. Dezember 2002 in vielen deutschen Apotheken die Sektkorken. Anlass war die richtungweisende Passage in der Kanzlerrede, wonach die Apotheken künftig den gleichen Wettbewerbsbedingungen wie Drogerien unterworfen sein sollen. Während nach außen noch die letzten Abwehrschlachten gegen die angeblich existenzvernichtenden Rabattregelungen im geplanten Beitragssatzsicherungsgesetz geführt werden, frohlocken Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker bereits heimlich.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Reformen im Gesundheitswesen: Schmidt will Strukturreform noch vor Ostern ins Pa
BERLIN (ks). Selbst die SPD-Gesundheitspolitiker aus den verschiedenen Landesverbänden hatten so ihre Probleme mit dem Vorschaltgesetz: "War eine Sofortbremse mitten in der Kurve wirklich notwendig?" fragte der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Martin Pfaff Ministerin Ulla Schmidt bei einer ASG-Bundeskonferenz am 7. Dezember in Berlin. Auch die Einsetzung der Rürup-Kommission, insbesondere die Einberufung einiger ihrer Mitglieder, blieb so manchem Genossen verschlossen. Doch nach einer Stunde Redezeit für Schmidt schienen alle Unstimmigkeiten aus der Welt geschafft Ų auch wenn die ASG sich weiterhin als zugleich kritischer und loyaler Partner der Ministerin verstanden wissen will.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
Beitragssatzsicherungsgesetz: Auf welchen Rabatt-Abwicklungsweg soll man sich fe
STUTTGART (whi). Die Verbände der Marktbeteiligten (Industrie, Großhandel und Apotheken) ringen zur Zeit darum, wie eine für alle Beteiligten angemessene Abwicklung der Herstellerrabatte aussehen kann. Neben Sachzwängen und teilweise zweideutigen Regelungen im Gesetzentwurf scheinen hierbei angesichts der bevorstehenden Veränderungen in der Arzneimittelversorgung auch Überlegungen bei den Beteiligten, wie man die Informationen aus der Rabattabrechnung für die eigene strategische Positionierung nutzen kann, eine Rolle zu spielen und damit die Lösungsfindung nicht zu erleichtern.Show more08.12.2002, 16:47 Uhr
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