
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show moregesundheitspolitik
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Rheinland-Pfalz
07.04.2026, 12:30 Uhr
Biotechnologische Arzneimittel: „Biosimilars“ ante portas
ULM (bf). Der Markt für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel boomt. Die Kosten für das Gesundheitswesen sind immens. Doch schon bald laufen zahlreiche Patente ab, der Weg für "Biogenerika", genauer gesagt "Biosimilars", wäre damit frei. Allerdings sind die Entwicklungskosten auch für generische biotechnologische Medikamente hoch, Produktionsprozess und Zulassungsprozedere weit komplexer und schwieriger als bei chemisch definierten Wirkstoffen. Wie bei einem von ratiopharm veranstalteten Pressegespräch am 8. März zu hören war, wird das Einsparpotenzial daher auf "lediglich" 15 bis 20 Prozent geschätzt.Angesichts der hohen Preise wäre das dennoch eine enorme finanzielle Entlastung.
Show more19.03.2006, 17:16 Uhr
45 Jahre Mutterpass: In der Schwangerenvorsorge ist Deutschland Spitze
BERLIN (ks). Vor 45 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der ältesten organisierten Präventionsmaßnahme: 1961 wurde in Deutschland der Mutterpass eingeführt. Neun von zehn Frauen nehmen heute das Angebot der Schwangerenvorsorge wahr Ų kein anderes Präventionsangebot trifft auf eine so breite Akzeptanz. Dieser Erfolg lässt sich auch messen: Im europäischen Vergleich belegt Deutschland mittlerweile einen Spitzenplatz, wenn es um die Prävention von Komplikationen während der Schwangerschaft geht.Show more19.03.2006, 17:16 Uhr
Insulinanaloga: IQWiG weist Vorwürfe zurück
BERLIN (ks). Die Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zu kurzwirksamen Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker steht nach wie vor in der Kritik. Das Institut beklagt nun, dass Patienten und Ärzte in manchen Medien-Berichten falsch informiert werden Ų unter anderem durch Aussagen industrienaher Experten. Daher hat es einen Katalog mit Fragen und Antworten erarbeitet, der Klarheit in den zentralen Aspekten schaffen soll.Show more19.03.2006, 17:16 Uhr
Hartmannbund ruft zum Ausstieg aus DMP-Verträgen auf
BERLIN (ks). Die Ärzteschaft protestiert weiterhin gegen die Gesundheitspolitik der großen Koalition. Der Vorsitzende des Hartmannbundes Dr. Kuno Winn hat die niedergelassenen Mediziner nun dazu aufgerufen, aus den Disease-Managment-Programmen (DMP) auszusteigen. Die Chroniker-Programme seien lediglich ein "Goldesel für die Kassen" Ų für die Ärzte bliebe nur ein immenser bürokratischer Aufwand. Im Bundesgesundheitsministerium (BMG) ist man empört: Der Aufruf sei "ein Versuch, das Wohl der chronisch Kranken der Interessenpolitik eines Verbandes unterzuordnen".Show more19.03.2006, 17:16 Uhr
Defizit der Pflegekassen wird kleiner
BERLIN (ks). Das Defizit der sozialen Pflegeversicherung ist im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft. Wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am 9. März bekannt gab, lag das Minus Ende 2005 bei 360 Mio. Euro. Im Vorjahr war es mit 820 Mio. Euro noch mehr als doppelt so hoch. Die Union bekräftigte, dass das vergleichsweise gute Finanzergebnis nicht über die Notwendigkeit einer Reform dieses Sozialversicherungszweiges hinwegtäuschen dürfe.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
Großbritannien: Ruf nach dem Apotheker
LONDON (jr). Im Bemühen, die Kosten des Gesundheitswesens zu senken, übertrug das britische Gesundheitsministerium die Versorgung von Patienten mit Medizinalsauerstoff von Apotheken auf Anbieter der freien Wirtschaft. Nach landesweiten Engpässen, die bereits Tote forderten, verlangen Patienten nun den Service aus der Apotheke zurück.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
Parlamentarischer Abend: Apotheker übernehmen ökonomische Verantwortung
BERLIN (ks). Die Apotheker sind für die steigenden Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel nicht verantwortlich. Sie sind jedoch bereit, mehr ökonomische Verantwortung für eine wirtschaftliche Arzneimittelversorgung zu übernehmen. Diese Botschaft übermittelten die Präsidenten des Landesapothekerverbandes (LAV) und der Landesapothekerkammer (LAK) Baden-Württemberg den Bundestagsabgeordneten, die am 8. März zu einem parlamentarischen Abend in Berlin erschienen waren.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
BMG weist Spekulationen um Reform-Eckpunkte zurück
BERLIN (ks). Im Bundesgesundheitsministerium (BMG) ist man verärgert: Seit dem vergangenen Wochenende berichten die Medien detailliert über ein Modell zur Reform der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).Danach sollen sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und ihre Berater auf ein Mischmodell aus Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie verständigt haben. Es sieht vor, dass die Versicherten künftig zusätzlich zu den Beiträgen eine "kleine Kopfpauschale" zu entrichten haben. Ministeriumssprecher Klaus Vater bezeichnete die Presseberichte am 13. März als "Vermutungen" und "Herumgerätsel" Ų was zu lesen ist, sei "im Wesentlichen falsch".
Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
GKV-Spitzenverbände schlagen neue Festbeträge vor
BERLIN (ks). Auch wenn das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) nicht planmäßig zum 1. April in Kraft treten kann: Die GKV-Spitzenverbände bereiten sich bereits aktiv auf seine Umsetzung vor. Am 13. März gaben sie bekannt, dass sie alle festgesetzten Festbeträge vor dem Hintergrund des Gesetzentwurfs überprüft haben. Die Spitzenverbände schlagen vor, bei 330 Festbetragsgruppen die Festbeträge anzupassen, um den neuen gesetzlichen Kriterien zur Festbetragshöhe zu genügen.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
Bundesrat bremst Arzneimittelspargesetz aus
BERLIN (ks). Der Bundesrat hat das Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG) vorerst gestoppt: Am 10. März beschloss die Mehrheit der unionsgeführten Bundesländer, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Die Ländervertreter verlangen zum einen, die so genannte Bonus-Malus-Regelung zu streichen. Zum anderen widersprechen sie den Neuregelungen bei den Festbeträgen. Der Bundestag kann das Gesetz zwar auch ohne die Zustimmung des Bundesrats beschließen Ų ein planmäßiges Inkrafttreten zum 1. April ist jedoch nicht mehr möglich.Show more12.03.2006, 17:16 Uhr
Schmerzatlas Deutschland: Schmerzen bleiben oftmals unbehandelt
NÜRNBERG (ks). Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens GfK HealthCare litten im vergangenen Jahr 56 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren jedenfalls zeitweise unter Schmerzen. Zwei Drittel von ihnen waren Frauen. Während Jüngere vor allem unter Kopfschmerzen litten, dominierten bei der Altersgruppe ab 50 Jahren Rücken- und Gelenkschmerzen. Lediglich zwei Drittel der Betroffenen ließen ihre Schmerzen behandeln.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Gesetzliche Krankenversicherung: GKV-System ist schuldenfrei
BERLIN (ks). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat die vorläufigen Finanzergebnisse der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2005 vorgelegt: Danach haben die Kassen im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 1,78 Mrd. Euro erzielt. Die Nettoverschuldung des GKV-Gesamtsystems konnte damit bis Ende 2005 vollständig abgebaut werden. Schmidt machte vor allem die Arzneimittelausgaben dafür verantwortlich, dass die Kassen nicht mehr an das Plus des Vorjahres anknüpfen konnten.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
VFA kritisiert Bewertungsmethoden des IQWiG
BERLIN (ks). Die Methoden, die das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln heranzieht, entsprechen aus Sicht der forschenden Arzneimittelhersteller nicht den internationalen Standards. Kurz nachdem das Institut seine erste Nutzenbewertung veröffentlicht hat, bekräftigte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) seine Kritik an der Studien-Auswahl des IQWiG: Das reine Abstellen auf randomisierte klinische Studien sei ein deutscher Sonderweg, bei dem viele andere wichtige Parameter unberücksichtigt blieben.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
Eckpunktepapier der Ärzteschaft: Ärzteverbände fordern Positivliste
Stuttgart (ks). Der Ärzteverband MEDI Deutschland und der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) haben ein gemeinsames Eckpunktepapier mit Vorschlägen für eine Gesundheitsreform erarbeitet. Darin sprechen sie sich unter anderem für die Einführung einer Positivliste für Arzneimittel aus. Das Papier ist auch mit dem Hartmannbund, dem NAV-Virchow-Bund und der Freien Ärzteschaft abgestimmt und wird von ihnen mitgetragen.Show more05.03.2006, 17:16 Uhr
BKKen erwirtschaften hohen Überschuss
BERLIN (ks). Die Betriebskrankenkassen (BKK) haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Überschuss der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im vergangenen Jahr nicht ganz so knapp ausfallen wird wie zuletzt vermutet. Während alle anderen Kassenarten zusammen ein Plus von rund 830 Mio. Euro erwirtschaftet haben, verzeichneten die BKKen einen Überschuss von 900 Mio. Euro.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Vogelgrippe – die Informationsflut hat Deutschland erreicht (Außenansicht
Als sich in den achtziger Jahren die Zwischenfälle und Katastrophen bei der großtechnischen Nutzung der Kernenergie und Chemie häuften, waren diese von einer Informationspolitik begleitet, die darin bestand, gerade nur so viel zuzugeben und verlauten zu lassen, wie unbedingt notwendig...Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Gesundheitsreform: Schmidt will auf Steuerzuschuss verzichten
BERLIN (ks). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) steht einer Steuerfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung reserviert gegenüber. Ihr Sprecher Klaus Vater betonte am 24. Februar in Berlin, dass eine etwaige Steuerfinanzierung nicht die Marschrichtung des Reformkonzepts sein wird, das die Ministerin Ende März vorlegen will.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Ärzteprotest: Empörung über Kassenrezept-Boykott
BERLIN (ks). Der Landesverband Westfalen-Lippe der Ärzte-Vereinigung NAV-Virchow-Bund hat am vergangenen Wochenende für Wirbel gesorgt: Er forderte Ärzte auf, künftig aus Protest gegen das Arzneimittelsparpaket (AVWG) nur noch Privatrezepte auszustellen. Die Versicherten müssten ihre Medikamente dann zunächst selbst bezahlen und anschließend mit ihrer Krankenkasse darüber verhandeln, was ersetzt wird und was nicht. Im Bundesgesundheitsministerium reagierte man empört über diesen Aufruf. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach sprach von einer "Erpressung der Patienten".Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
Diabetes-Aktionswoche: Apotheke als idealer Ort für Prävention
BERLIN (ks). Diabetes ist die bedeutendste Volkskrankheit in Deutschland. Rund vier Millionen Bundesbürger wissen von ihrer Erkrankung - die Dunkelziffer wird auf weitere zwei Millionen geschätzt. Dass Apotheken einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Früherkennung von Diabetes leisten können, zeigt ihre seit drei Jahren anlässlich des Weltdiabetestages durchgeführte Diabetes-Aktionswoche. Im vergangenen November dokumentierten die Apotheken die Blutzuckermessungen von 8678 Apothekenkunden. Unter den Getesteten, die bislang nicht als Diabetiker bekannt waren, wurden rund 1000 Personen mit erhöhten Werten ausgemacht.Show more26.02.2006, 17:23 Uhr
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