
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Folgenschwere Sparpläne
Das geplante GKV-Spargesetz trifft die Apotheken durch den erhöhten Kassenabschlag direkt. Es wird sich aber auch mittelbar auf sie auswirken – unter anderem durch die erhöhten Zuzahlungen. Diese beflügeln niederländische Versender und könnten sogar die Honorardebatte erschweren, meint DAZ-Chefredakteurin Julia Borsch.Show moreÄnderung der Rechtsvorschriften beschlossen
BERLIN (ral). Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung medizinprodukterechtlicher Vorschriften beschlossen. Der Gesetzentwurf dient unter anderem der Umsetzung europarechtlicher Vorgaben. Außerdem soll die Patientensicherheit bei der Anwendung von Medizinprodukten weiter optimiert werden.Show moreSachsen „kauft“ Medizinernachwuchs
BERLIN (tw). Um der medizinischen Unterversorgung in strukturschwachen Regionen entgegenzuwirken, wurde in Sachsen ein Programm zur "Studienbeihilfe" für Medizinstudenten an deutschen Universitäten entwickelt. Das Programm startet rückwirkend zum 1. Oktober 2008 und sieht eine finanzielle Förderung von bis zu 50 Studierenden vor, die sich im Gegenzug dazu verpflichten, für einen bestimmten Zeitraum als Hausarzt in strukturschwachen Gebieten zu arbeiten.Show moreMilliardenschäden durch Betrug im Gesundheitswesen
KKH deckt 2008 über 1000 Fälle auf
Hannover (ks). Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) sieht beim Kampf gegen Betrug und Manipulation im Gesundheitswesen weiterhin großen Handlungsbedarf. "Gerade auch angesichts steigender Kosten im Gesundheitswesen ist es alarmierend, dass die Krankenkassen jährlich um Milliarden Euro betrogen und dadurch ihre Versicherten unnötig belastet werden", sagte Vorstandschef Ingo Kailuweit am 18. Februar anlässlich einer KKH-Fachtagung zum Betrug im Gesundheitswesen in Hannover. Schätzungen zufolge führt kriminelles Fehlverhalten bei den Kassen zu jährlichen Schäden zwischen sechs und 20 Mrd. Euro.Show moreDas Warten auf die AOK-Rabattverträge
Der Ernst der neuen AOK-Rabattverträge beginnt für Apotheken voraussichtlich im Mai
Berlin (ks). Der 1. März rückt näher – doch dass die neuen AOK-Rabattverträge wie geplant zu diesem Stichtag sämtlich wirksam werden, ist mittlerweile ausgeschlossen. Das bestätigte Karl-Heinz Schönbach vom AOK-Bundesverband am 18. Februar in Berlin. Zugleich stellte er klar, dass die AOK um einen vertrauensvollen Umgang und einen kontinuierlichen Dialog mit allen Beteiligten – insbesondere den Apothekern – bemüht ist. Das ist auch nötig, denn auf die Apotheken kommt mit dem Start der Verträge erneut viel unbezahlte Erklärungsarbeit zu.Show moreCheckliste zur Kassenwahl
BMG und Verbraucherschützer wollen Wettbewerb anregen
Berlin (ks). Das Bundesgesundheitsministerium hat zusammen mit der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine Informationskampagne zum Servicewettbewerb der Krankenkassen gestartet. Im Mittelpunkt steht dabei eine Karte im Format eines Personalausweises. Auf dieser finden sich aus Sicht der Initiatoren wichtige Kriterien zum Service- und Leistungswettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen.Show moreAnzag behauptet sich
Großhändler zählt auf selbstständige Apotheken
Frankfurt (az). Die Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) hat sich trotz Wirtschaftskrise und schwieriger Marktverhältnisse im Geschäftsjahr 2008 als einer der führenden Pharmagroßhändler in Deutschland behauptet. Dies erklärte der Anzag-Vorstandsvorsitzende Thomas Trümper auf der Hauptversammlung am 17. Februar in Frankfurt. Gegenüber dem Vorjahr habe das Unternehmen seinen Konzernumsatz um 3,5 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro steigern können. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist allerdings von 30,9 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro gesunken.
Show moreZwei neue Wirkstoffe im Zweitmeinungsverfahren
Kostensenkungsinstrument kommt nur langsam in Fahrt
Berlin (ks). Die Verordnung der Wirkstoffe Ambrisentan und Treprostinil zur Behandlung verschiedener Formen des Lungengefäßhochdrucks (pulmonal arterielle Hypertonie, PAH) zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung ist künftig von der zusätzlichen ärztlichen Bewertung von hierfür besonders qualifizierten Ärzten abhängig. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 18. Februar in Berlin.Show moreÄrzte starten Faxaktion gegen E-Card
In der Rollout-Startregion lässt der Widerstand nicht nach
BERLIN (tw). In Nordrhein formiert sich ärztlicher Widerstand gegen den Basisrollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Die Initiative "Stoppt die E-Card" hat eine Faxaktion gestartet, in der niedergelassene Mediziner gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, dem nordrhein-westfälischen und dem Bundesgesundheitsministerium ihren vorläufigen Verzicht auf ein onlinefähiges Lesegerät für die Karte erklärten. Show moreZukunftsvision Bundes-AOK
Rheinland-pfälzischer AOK-Chef fordert mittelfristig die Fusion aller Ortskrankenkassen
Berlin (tw). Unter dem Druck des Gesundheitsfonds kommt es zunehmend zu Fusionen insbesondere kleinerer Betriebskrankenkassen. In einem Interview mit der Rhein-Zeitung befürwortete der Landeschef der AOK in Rheinland-Pfalz, Walter Bockemühl, auch für die AOK eine Fusion zur Bundeskasse. Show moreApobank sieht sich gut aufgestellt
Genossenschaftsbank gewinnt Mitglieder und trotzt der Krise
Düsseldorf (ks). Trotz der anhaltenden Finanzkrise sieht sich die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) gut aufgestellt. Wie die Bank am 18. Februar bekannt gab, erzielte sie nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr einen Bilanzgewinn von 60 Mio. Euro, im Vorjahr waren es allerdings noch 113 Mio. Euro. Die Dividende, die an die mehr als 100.000 Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet wird, bleibt mit 6% auf Vorjahresniveau.Show moreKassenbeiträge werden besser absetzbar
Berlin (ks). Ab 1. Januar 2010 sollen Versicherte ihre Aufwendungen zur Kranken- und Pflegeversicherung in einem größeren Umfang als bisher steuerlich absetzen können. Dafür soll das sogenannte Bürgerentlastungsgesetz sorgen, dessen Entwurf das Bundeskabinett am 18. Februar beschlossen hat. Die Bürger sollen so um rund 9,3 Milliarden Euro jährlich entlastet werden. Show moreNoch überwiegt die Zufriedenheit
BERLIN (ks). Zwei von fünf Deutschen meinen, dass die Qualität der Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren schlechter geworden ist. Dennoch sind die Bürgerinnen und Bürger überwiegend zufrieden mit dem bestehenden System: 85 Prozent beurteilen die Gesundheitsversorgung in ihrer Region mit mindestens "gut", jeder Vierte hält sie sogar für "sehr gut". Allerdings fühlen Privatpatienten sich besser betreut als Kassenpatienten.Show more„DocMorris hat sich gelohnt“
BERLIN (ks). Nach 21 Jahren Wachstum muss der Stuttgarter Pharmahandelskonzern Celesio für 2008 mit einem Gewinnrückgang rechnen. Vorstandschef Fritz Oesterle gibt sich dennoch zuversichtlich. Er ist auch knapp zwei Jahre nach der Übernahme der holländischen Versandapotheke DocMorris überzeugt, dass sich dieser Kauf gelohnt hat – selbst wenn die von ihm stets beschworene Liberalisierung auf dem deutschen Apothekenmarkt nicht kommen sollte.Show moreMehr Geld für Kliniken
BERLIN (ks). Die deutschen Krankenhäuser sollen nach langem politischen Ringen um die Krankenhausfinanzierungsreform nun mehr Geld bekommen. Der Bundesrat hat am 13. Februar grünes Licht für das vom Bundestag bereits beschlossene Gesetz gegeben. Es sieht zusätzliche Mittel für neues Pflegepersonal und gestiegene Lohnkosten vor. Insgesamt sollen 2009 rund 3,5 Mrd. Euro mehr in die Krankenhäuser fließen.Show moreSchmidt droht Ärzten mit Zulassungsentzug
BERLIN (ks). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat zwar ein gewisses Verständnis dafür, dass manche Ärzte die Auswirkungen der jüngsten Honorarreform kritisieren. Dieses hört jedoch auf, wenn sie drohen, Patienten nur noch gegen Vorkasse zu behandeln. Ihnen drohte die Ministerin nun mit dem Entzug ihrer Zulassung.Show moreZeitgleicher Startschuss zum 1. März unwahrscheinlich
BERLIN (ks). Es ist mittlerweile kaum noch zu erwarten, dass sämtliche neuen AOK-Rabattverträge pünktlich zum 1. März starten können. Zwar kann die AOK vor den Vergabekammern und Landessozialgerichten immer wieder Erfolge verbuchen – doch die Verhandlungen und Entscheidungen in den Nachprüfungsverfahren kommen scheibchenweise und werden sich noch in den März hineinziehen.Show moreIndividualerlaubnis für Bezug von Cannabis-Blüten
BONN (ral). Die Bundesopiumstelle in Bonn hat erstmals Patienten eine Ausnahmegenehmigung für den Bezug von Cannabis-Blüten erteilt. Seit Mitte Februar erhalten sie über autorisierte Apotheken aus den Niederlanden importierte "Medizinal-Cannabis-Blüten". Wie die Bundesopiumstelle auf Nachfrage der DAZ mitteilte, war Voraussetzung für die Genehmigung, dass den Patienten zur Behandlung ihrer schweren Krankheit ein zugelassenes Arzneimittel nicht zur Verfügung steht, eine Behandlung mit dem Cannabis-Präparat Dronabinol von den Kassen nicht erstattet wird oder nachgewiesener Maßen nicht wirkt und auch ein standardisierter Cannabis-Extrakt keine ausreichende Wirkung zeigt.Show moreAlte Fehler nicht neu auflegen!
DAVOS (ck). Die Gesundheitsvorsorge sollte oberste Priorität vor der Warenverkehrsfreiheit haben, so die Forderung von Dr. Hans-Jürgen Seitz, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – ABDA in der berufspolitischen Diskussion, die am 12. Februar im Rahmen des Fortbildungskongresses der Bundesapothekerkammer in Davos stattfand. Für die Apotheker bedeute dies, ihr Handeln mit Kompetenz und pharmazeutischem Fachwissen konsequent auf Stärkung des freien Heilberufs auszurichten und das Vertrauen der Patienten in den Berufsstand nicht zu enttäuschen.Show moreKabinettsentwurf zur 15. AMG-Novelle vorgelegt
BERLIN (ks). Die 15. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) schreitet voran. Das Bundeskabinett sollte den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegten Kabinettsentwurf am 18. Februar beschließen (nach Redaktionsschluss der DAZ). Eine Vorabfassung dieses Entwurfs wurde vergangene Woche bekannt. Regelungen für Arzneimittel-Pick-up-Stellen, wie sie zwischen ABDA und BMG verhandelt wurden, sind nun doch nicht in den Entwurf eingeflossen. Festgehalten wurde – trotz aller Kritik der Pharmaindustrie – an den neuen Bestimmungen für den pharmazeutischen Großhandel. Zudem gab es in einigen Details Änderungen am Referentenentwurf sowie präzisierte Formulierungen.Show moreRatiopharm entlässt 600 Mitarbeiter
Reaktion auf steigenden Druck im Generikamarkt
Ulm (ks). Der Ulmer Generikahersteller Ratiopharm will seine Kosten um dauerhaft rund 100 Millionen Euro senken. Im Rahmen seines Sanierungsprogrammes "One ratiopharm" ist dabei auch die Entlassung von weltweit 600 Ratiopharm-Mitarbeitern vorgesehen. Allein in Deutschland sollen etwa 200 Stellen wegfallen.Show moreRechtliches
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