
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Wie geht’s denn nun weiter mit der Honorarerhöhung? Warken hat’s der FAZ verraten: Es soll erstmal über Bürokratieabbau geredet werden. Und dann schaun mer mal. Währenddessen rollt die Schließungswelle im Land weiter, das Apothekensterben wird zur Normalität. Und ja, Zweigapotheken hält das BMG für „geboten“. Aber gegen solche Vorhaben und für die Honorarerhöhung hat die Abda noch Pfeile im Köcher, sprich weitere Eskalationsstufen. Noch mehr Dampf macht dagegen das Ministerium bei der Digitalisierung, die Direktabrechnung ist das neue Zauberwort. Werden bald Rechenzentren überflüssig? Eher nicht. Und was hilft gegen die Online-Versender? Sollten wir da nicht mal über die Länderliste reden und die Niederlande streichen? Die Gerichte haben’s da nicht eilig. Wir wussten es ja, die Länderliste ist nicht mehr als ein Placebo. Ob die makabren Abda-Posts auf Insta gegen den Online-Handel helfen? Show moreChancen und Risiken für den Arzneimittelmarkt 2010
MÜNCHEN (rs). Wie wirkt sich die 15. AMG-Novelle aus? Welche Kostensteuerungsinstrumente – Rabattverträge, Festbeträge – werden überleben? Wie soll der angekündigte "Abbau von Überregulierung" und die "Neuordnung des Marktes nach mittelstandsfreundlichen Maßstäben" im Gesundheitssektor aussehen? Diese Fragen beschäftigte ein Symposium der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen (GRPG). Für Apotheker besonders interessant: Wie entwickelt sich die Arzneimittelversorgung?Show moreTeva und Pfizer ganz vorn im Rennen
FRANKFURT (tmb). Der israelische Generikariese Teva und Pfizer, der künftig größte Pharmakonzern der Welt, gelten als aussichtsreichste Kandidaten für den Kauf von Ratiopharm. Dies spekulierte das "Handelsblatt" am Dienstag. Dem schwedischen Finanzinvestor EQT werden nur noch geringe Chancen eingeräumt, andere Bieter sieht das "Handelsblatt" schon abgeschlagen. Die Entscheidung soll noch im ersten Quartal fallen.Show moreKassen bauen Präventionsangebote aus
BERLIN (ks). Knapp 340 Mio. Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2008 für Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung ausgegeben. Rund neun Millionen Menschen haben die Angebote der Kassen genutzt – damit wurde jeder achte gesetzlich Versicherte von den Maßnahmen der Kassen erreicht. Dies geht aus dem aktuellen Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenversicherung hervor.Show moreHaiti-Kinderhilfe e. V. bittet um Spenden
(daz/hkh). Ein zerstörtes Land steht vor nahezu unlösbaren Aufgaben. Ein guter Stern ist Haiti schon seit Langem nicht beschieden, doch bekamen wir vom gravierenden Elend vor Ort selten etwas mit. Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat uns auf erschütternde Weise gezeigt, wie es um dieses Land nach der Naturkatastrophe bestellt ist. Nun heißt es: Helfen!Show moreSeehofer: Länder werden gewichtiges Wort mitreden
BERLIN (lk). Die Bundesländer werden in der Regierungskommission zur Erarbeitung der Gesundheitsreform nicht mit eigenen Vertretern mitarbeiten. Das bestätigte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach dem Gipfeltreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und FDP-Parteichef Guido Westerwelle gegenüber der DAZ: "Das ist und bleibt eine Regierungskommission. Die CSU wird durch Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner vertreten sein."Show moreRösler ruft erfolgreich zu Spenden auf
BERLIN (ks). Angesichts der verheerenden Lage in Haiti hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die Verbände der Gesundheitswirtschaft um Spenden für die notleidende Bevölkerung gebeten. Die persönlichen Anrufe Röslers zeigten prompt Wirkung: Zahlreiche Verbände und Unternehmen der Pharma- und Medizinprodukte-Industrie hätten spontan ihre Unterstützung angekündigt, vermeldete das Ministerium am 15. Januar.Show moreApotheker ohne Grenzen e. V. sendet Apothekerin nach Haiti
(aog). Apothekerin Dr. Julia Micklinghoff ist am 18. Januar 2010 gemeinsam mit einem Team der Partnerorganisation humedica e.V. nach Haiti aufgebrochen. Im Krankenhaus der Organisation "Fondation pour les enfants d’Haiti" wurde sie bereits erwartet. Die Pharmazeutin wird die Abgabe der Medikamente vornehmen und die Lagerung der aus Deutschland gelieferten Arzneimittel koordinieren.Show moreCarola Reimann für Präventionsgesetz
STUTTGART (cae). Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, Carola Reimann (SPD), fordert eine Kosten-Nutzen-Bewertung teurer Medikamente und eine Diskussion über die Arzneimittelpreise. Zudem lobte sie in einem Interview im Südwestrundfunk (SWR) am 19. Januar im Hinblick auf den am selben Tag präsentierten Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes die Maßnahmen der Krankenkassen zur Gesundheitsförderung, weil sie die Therapiekosten senken. Dagegen sieht Reimann kein Einsparpotenzial darin, wenn die GKV ein neues Kostenerstattungsprinzip einführen würde, bei dem die Patienten zunächst in Vorkasse treten müssen.Show moreBesetzung von Spitzenposten im BMG löst Wirbel aus
Rösler holt PKV-Vize ins Ministerium – Opposition empörtBerlin (lk). Mit reflexartiger Empörung reagiert die SPD-Opposition auf den Wechsel des stellvertretenden PKV-Direktors Christian Weber als politischer Chefbeamter ins Bundesgesundheitsministerium (BMG). Aber auch Politiker beim Koalitionspartner CDU/CSU rümpfen die Nase.
Show moreSaarland: Apotheken sollen weiter Altarznei annehmen
Staatssekretär: Bisheriges Modell hat sich bewährtSaarbrücken (ks). Der saarländische Gesundheits-Staatssekretär Sebastian Pini (FDP) wendet sich mit der "dringlichen Bitte" an die Apotheken, weiterhin Altarzneimittel von ihren Kunden anzunehmen. Hintergrund ist, dass es seit letztem Sommer in Deutschland kein flächendeckendes System zur Entsorgung mehr gibt und die Verhandlungen zwischen ABDA und Pharmaindustrie für eine Nachfolgelösung vorerst gescheitert sind. Einige Apotheken nehmen daher keine Altarzneimittel mehr an.
Show moreLG Hamburg: Die Normgröße ist entscheidend
Auslegung der Aut-idem-Regel bleibt umstrittenBerlin (ks). Das Landgericht (LG) Hamburg bleibt dabei: Für die Abgabefähigkeit von Arzneimitteln im Rahmen von aut idem – insbesondere im Zusammenhang mit Rabattverträgen – soll es ausreichen, wenn die verordnete und die abgegebene Packung zur selben Kategorie nach der Packungsgrößenverordnung gehören. Die in § 129 Abs. 1 SGB V genannte "identische Packungsgröße" erfordere keine numerische Identität.
Show moreDeutliches Umsatzplus im letzten Quartal
Insight Health: Umsatzwachstum nur im Bereich der verschreibungspflichtigen ArzneimittelBerlin (ks). Zum Jahresende 2009 konnte der Apothekenmarkt starke Zuwächse verzeichnen: Nachdem das Umsatzplus nach dem ersten Halbjahr noch bei 1,4 Prozent lag, belief es sich im Gesamtjahr auf 3,7 Prozent. Das ist ein Zuwachs von knapp 900 Mio. auf rund 24,7 Mrd. Euro – Basis sind dabei die Abgabepreise der pharmazeutischen Unternehmer (ApU). Das Wachstum erreicht somit fast das Niveau der Vorjahre, in denen es bei 4,3 (2008) bzw. 4,4 Prozent (2007) lag.
Show moreAnzag: Mehr Umsatz dank Rückgang im Direktgeschäft
Pharmagroßhändler vermeldet UmsatzzuwächseBerlin (ks). Trotz Wirtschaftskrise vermeldet die Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2010 eine Steigerung ihres Konzernumsatzes um 6,4 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro. Insbesondere freut sich der Pharmagroßhändler über einen Rückgang der Direktbelieferungen der Apotheken durch die Industrie.
Show moreRabattverträge bestens umgesetzt
Hohe Erfüllungsquote in HamburgHAMBURG (tmb). Die Apotheken sind sehr erfolgreich in ihren Bemühungen zur Umsetzung der Rabattverträge. Dies zeigt eine Erhebung der Rabatterfüllungsquote anhand einer Stichprobe von 373 Hamburger Apotheken für den Oktober 2009. Demnach erreichen 90 Prozent der Apotheken eine Rabatterfüllungsquote von mindestens 85 Prozent.
Show moreAnalgetika-Großpackungen auf Rezept?
Sachverständigenausschuss will nur noch Analgetika-Kleinpackungen für die SelbstmedikationStuttgart (du). Geht es nach den Vorstellungen des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht, dann werden rezeptfrei erhältliche Großpackungen für Analgetika wie Aspirin bald der Vergangenheit angehören. Unter der Maßgabe, die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen und das Risikobewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen, könnten ab dem 1. Juli 2010 viele Analgetika nur noch in Kleinpackungen von maximal 20 Tabletten erhältlich sein. Voraussetzung ist jedoch, dass der Gesetzgeber die Arzneimittelverschreibungsverordnung entsprechend der Empfehlung ändert und die Änderungsverordnung den Bundesrat passiert.
Show moreKartellrecht: Kommission prüft Absprachen
Patentvergleichsvereinbarungen zwischen Pharmaunternehmen unter der LupeBerlin (ks). Die Europäische Kommission will Vereinbarungen nachgehen, in denen Originalpräparatehersteller Generikaunternehmen eine Entschädigung zusagen, wenn diese die Markteinführung eines Generikums verschieben. Dazu hat sie sich am 12. Januar mit entsprechenden Auskunftsverlangen an verschiedene Pharmafirmen gewandt.
Show moreAusschluss von Insulinanaloga rechtens
Sozialgericht Berlin weist Klagen gegen Richtlinien-Beschluss des G-BA zurück
Berlin (ks). Nach zwei Urteilen des Sozialgerichts (SG) Berlin ist es nicht zu beanstanden, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seinen Arzneimittelrichtlinien einen Verordnungsausschluss für kurzwirksame Insulinanaloga zur Behandlung von Typ 2-Diabetikern vorgenommen hat. Das Gericht wies die Klagen zweier betroffener Hersteller – Sanofi-Aventis und Lilly Pharma – damit nun auch im Hauptsacheverfahren zurück.
(Urteile vom 12. Januar, Az.: S 83 KA 588/07; S 83 KA 221/08)
Bekenntnis zu Beratungskompetenz und Qualität
Hamburger Erklärung unterzeichnetHAMBURG (tmb). Die Hamburger Apotheker bekennen sich zu einer qualitativ hochwertigen, unabhängigen Beratung – und die Politik des Stadtstaates erkennt die große Bedeutung dieser Leistung an. Dies sind die beiden zentralen Inhalte der "Hamburger Erklärung zur Beratung in Apotheken", die am 13. Januar in der Hansestadt unterzeichnet wurde.
Show moreNeue Vertragsgrundlage für Spezialrezepturen
BERLIN (tmb). Für die Neufassung der Anlage 3 zur Hilfstaxe, die die Preisbildung für parenterale Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln regelt, wurde das Unterschriftsverfahren eingeleitet. Der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband hatten sich kurz vor Weihnachten auf eine Neuregelung geeinigt (siehe DAZ Nr. 1, 2010, S. 20), aber wegen der Feiertage noch keine Unterschriften geleistet. Der Vertrag soll nun ohne Übergangsregelung rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten.Show moreKBV wirbt erneut für Wirkstoffverordnung
BERLIN (ks). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) macht sich für eine bessere Arbeitsteilung zwischen Ärzten und Apothekern in der Arzneimittelverordnung stark. Diese Woche legte sie ihre gesundheitspolitischen Vorschläge zur Neuausrichtung der ambulanten medizinischen Versorgung vor. Darin plädiert die KBV erneut für Wirkstoffverordnungen, bei denen dem Apotheker die Auswahl des Arzneimittels überlassen bleibt.Show moreRösler holt PKV-Vize Weber ins Gesundheitsministerium
BERLIN (lk). PKV-Vize Christian Weber wechselt an die Schaltstelle des Bundesgesundheitsministeriums: Als Leiter der Grundsatzabteilung erhält der 53-jährige bisherige stellvertretende Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) damit maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der geplanten Gesundheitsreform. Gut zwei Monate nach Amtsantritt schließt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) mit dieser Personalie den Umbau des Ministeriums ab.Show moreIfH kritisiert Sachverständigenrat
KÖLN (ral). Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland hat in seinem Jahresgutachten 2009/2010 das Fremd- und Mehrbesitzverbot von Apotheken kritisiert. Nach Ansicht der Sachverständigen würden Apothekenketten den Wettbewerb bei der Distribution von Arzneimitteln stimulieren und so zur Effizienzsteigerung beitragen. Das Institut für Handelsforschung (IfH) ist anderer Meinung.Show moreStatistik: Was Krankheiten kosten
BERLIN (ks). Im Jahr 2006 wurden für die Gesundheit der Deutschen pro Kopf durchschnittlich 2870 Euro ausgegeben – das entspricht einer Summe von insgesamt 236 Mrd. Euro. Zudem gingen bei der erwerbstätigen Bevölkerung im Alter zwischen 15 bis 64 Jahren rund vier Millionen Erwerbstätigkeitsjahre durch Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder vorzeitigen Tod verloren. Dies geht aus der aktuellen Gesundheitsberichterstattung des Bundes hervor.Show moreRechtliches
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