
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show moreBundesversicherungsamt: Keine Pleitewelle bei Kassen
BERLIN (lk). Trotz der explosionsartig gestiegenen Zahl von abwandernden Versicherten stehen vom Mitgliederschwund betroffene gesetzliche Krankenkassen nicht vor der Insolvenz. Das Bundesversicherungsamt hat entsprechende Spekulationen zurückgewiesen. Zwar sei es seit der jüngsten Gesundheitsreform rein formal möglich, dass auch Krankenkassen Insolvenz anmelden müssten. "Doch das wäre das allerletzte Mittel", sagte eine Sprecherin des Bundesversicherungsamts. "Bevor das passiert, würden die Kassen gezwungen, mit anderen Anbietern zu fusionieren."Show moreMüller (CDU): Kein Geld für Kopfpauschale vorhanden
BERLIN (lk). Erneut hat sich mit dem saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) ein führender CDU-Politiker klar gegen die Einführung einer Kopfpauschale ausgesprochen: Wegen der riesigen Haushaltslöcher sei die Einführung von Kopfpauschalen in der Krankenversicherung derzeit nicht finanzierbar.Show more„Das Apothekenpersonal ist der Warenveredler“
BERLIN (ks). Wer behauptet, unter Apotheken herrscht kein Wettbewerb, täuscht sich gewaltig. Zumeist sind die, die derartige Kritik äußern auch jene, die zu viele Apotheken beklagen. Doch was ist es anderes als Wettbewerb, wenn in einer Geschäftsstraße zehn oder mehr Apotheken zu finden sind? Hier ist Profil gefordert, um Kunden für sich zu gewinnen und zu halten. Welche Strategien und Konzepte nötig und möglich sind, um auch in Zukunft zu bestehen, zeigte Dr. Andreas Kaapke vom Institut für Handelsforschung (IfH) am 25. März bei einem berufspolitischen Dialog der Apothekerkammer Berlin auf.Show moreNeue Rabattverträge starten am 1. April
BERLIN (ks). Zum 1. April läuft die vierte Staffel der AOK-Rabattverträge an: 80 weitere Wirkstoffe füllen nun das Rabattkontingent der Ortskrankenkassen auf – darunter die Blockbuster Fentanyl, Glibenclamid und Pantoprazol. Die neuen Verträge mit 26 Unternehmen laufen bis Ende März 2012. Zusammen mit der im Juni 2009 gestarteten dritten Tranche sind nunmehr 143 Wirkstoffe rabattiert und damit der generische Markt im Wesentlichen abgedeckt. Grund genug für die AOK, erneut die Erfolgsgeschichte der Rabattverträge zu beschwören.Show moreBecker: Umsetzung der Rabattverträge gefährdet
STUTTGART (lav/diz). Unmittelbar vor dem Start der neuen AOK-Rabattverträge über 80 weitere Wirkstoffe zum 1. April hat die AOK Baden-Württemberg rund 2000 Apothekenleiter angeschrieben und ihnen vorgeworfen, die bisherigen Rabattverträge nur unzureichend erfüllt zu haben. Angemahnt wurden durch die AOK unter anderem auch viele Apotheken, bei denen die Umsetzungsquoten zwischen 70 und 90 Prozent lagen, (siehe hierzu auch den Beitrag in der AZ 13/14 vom 29. März).Show moreGesundheitsökonomische Herausforderungen
BERLIN (tmb). Die aktuellen gesundheitsökonomischen Entwicklungen führen zu großen Herausforderungen bei der Nutzenbewertung dermatologischer Produkte. Zudem bleibt es dringend, die Anerkennung topischer Dermatika als nicht austauschbare Solitärprodukte zu erreichen, doch fachfremde politische Entscheider können diesen speziellen Sonderfall oft nicht nachvollziehen.Show moreApotheker für Leistungswettbewerb
DAMP (tmb). Am 27. und 28. März veranstaltete die Apothekerkammer Schleswig-Holstein erstmals einen Apothekertag. Bereits in vielen Jahren zuvor fand in Damp der bewährte Fortbildungskongress der Kammer statt, der diesmal um einen politischen Teil erweitert wurde. Zentrale politische Aussagen des ersten Schleswig-Holsteinischen Apothekertages waren ein Bekenntnis des Kammerpräsidenten für Wettbewerb in der Leistung und ein auffallend deutliches Votum für die Apotheke vor Ort durch den Vorsitzenden des Patientenombudsvereins. Die anerkennenden und aufmunternden Worte des Patientenschützers trugen wesentlich zur guten Stimmung bei der Veranstaltung bei.Show moreApotheker und Ärzte gemeinsam gegen Darmkrebs
DÜSSELDORF (avnr/ral). Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Jährlich erkranken über 73.000 Menschen daran, rund 26.000 sterben. Die Krankheit könnte durch gezielte Früherkennung oft verhindert werden. Leider nehmen zu wenige Menschen das Angebot der Früherkennung wahr. Der Apothekerverband Nordrhein e.V., die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Stiftung Lebensblicke – Früherkennung Darmkrebs wollen die Situation verbessern und haben eine gemeinsame Aufklärungs- und Informationskampagne zur Darmkrebsfrüherkennung gestartet. Plakate und Flyer in den 12.500 Arztpraxen und 2300 Apotheken in Nordrhein machen auf die Aktion aufmerksam.Show morePKV auf der Suche nach mehr Effizienz
BERLIN (ks). Nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen klagen über steigende Arzneimittelkosten – den privaten Versicherern geht es nicht viel besser. Allerdings war hier bislang die Datenlage rar; detailliert nach Leistungsbereichen aufgeschlüsselte Ausgaben ließen sich kaum finden. Nun hat das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) eine Publikation zur Arzneimittelversorgung Privatversicherter 2008 vorgelegt. Die Erkenntnis: Kein anderer Posten steigt in der PKV so stark wie der Arzneimittelbereich – die Privaten sind gefragt, sich zu überlegen, wo sie Einsparpotenziale finden und nutzen können.Show moreKoalition einigt sich auf Eckpunkte
BERLIN (ks). Während die Regierungskoalition bei der künftigen Finanzierung der GKV noch um eine gemeinsame Linie ringt, ist sie sich bei den im Koalitionsvertrag angekündigten Änderungen in der Arzneimittelversorgung bereits über Eckpunkte einig. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und Vertreter der Fraktionen von Union und FDP präsentierten am 26. März die Ergebnisse ihrer Verhandlungen.Show more250.000 Versicherte wechseln die Krankenkasse
BERLIN (lk). Die Ankündigung von elf Krankenkassen, Zusatzbeiträge zu erheben, hat zu einer Flucht der Versicherten zu günstigeren Kassen geführt. 250.000 Mitglieder wechselten bereits ihre Kasse oder stellten zumindest Wechselanträge. Krankenkassen, die bisher keinen zusätzlichen Beitrag angekündigt haben, erleben einen Ansturm. Nach einer Umfrage des Berliner "Tagesspiegel" profitierte vor allem die Techniker Krankenkasse (TK) mit 130.000 neuen Mitgliedern vom Wechselboom.Show moreNeues vom Netzwerk „hautapotheke.de“
BERLIN (tmb). Zu dem im Jahr 2006 gegründeten Netzwerk "hautapotheke.de" gehören inzwischen 112 Apotheken, die sich besonders für die Beratung bei Hauterkrankungen engagieren. Außerdem führen die beteiligten Apotheken Studien zur Versorgungsforschung durch. Die jüngsten Ergebnisse einer Studie zur Psoriasis wurden bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) am 24. März in Berlin präsentiert.Show moreRöslers Sparkonzept löst geteiltes Echo aus
BERLIN (lk). Es gehört zum politischen Ritual für eine Oppositionspartei, dass die SPD das Sparkonzept von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) reflexartig als "reine Mogelpackung" ablehnt. Aber auch in der pharmazeutischen Industrie stoßen Röslers Pläne auf ein kritisches Echo. Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) kritisiert massive staatliche Eingriffe in die Preisgestaltungsfreiheit und sieht damit ein wirtschaftliches Grundrecht bedroht. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sieht hingegen positive Ansätze.Show moreÄrzte ohne Grenzen sucht Apotheker
(msf/ral). Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sucht dringend Apotheker, die sie bei ihren Auslandsprojekten unterstützt. Wie die Organisation mitteilt, dauern die Einsätze sechs bis neun Monate. Der Aufgabenbereich umfasst das Management von Arzneimitteln und medizinischem Material sowie die Supervision von Mitarbeitern im Umgang mit Arzneimitteln.Show moreOffen über Priorisierung diskutieren
Neue Studie des Fritz Beske-Instituts will Politikern die Realität vor Augen führenBerlin (ks). Die Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist ernst: Während es früher darum ging, die Einnahmen der Kassen nach Bedarf zu verteilen, ist die Frage heute, wie die begrenzten zur Verfügung stehenden Mittel aufgeteilt werden. Für den Kieler Gesundheitswissenschaftler Prof. Fritz Beske ist es daher höchste Zeit, dass in der Politik offen über Priorisierung und Rationierung gesprochen wird.
Show moreRabattverträge: AOK droht Apotheken
Apotheker: ein ungeheuerlicher Affront / LAV: fehlerhaftes AOK-Schreiben / Kein InterviewSTUTTGART (diz). Ein Seriendrohbrief der AOK Baden-Württemberg, verschickt am 15. März an alle Apotheken dieses Bundeslandes, sorgt derzeit für Kopfschütteln, Empörung und Wut unter den Apothekerinnen und Apothekern. Dr. Christopher Hermann, stellvertretender Vorsitzender der AOK Baden-Württemberg und Chefunterhändler für die AOK-Rabattverträge, wirft den Apotheken vor, im vergangenen Jahr erhebliche Verstöße gegen § 129 Abs. 1 SGB V (Abgabe preisgünstiger Arzneimittel, aut idem) begangen zu haben. Den Apotheken wird vorgehalten, exorbitante Summen (bis 50.000 Euro und mehr) an substitutionspflichtigen Arzneimitteln nicht richtig abgerechnet zu haben. Hermann droht den Apotheken Vertragsstrafen und Retaxationen an, wenn sie nicht umgehend "eine vollumfängliche Substitution sicherstellen".
Show moreJanuar 2010: Mehr Rabattverträge, weniger Packungen
Noch immer ist fast jede zweite in der Apotheke abgegebene Arzneimittelpackung rabattiertBerlin (ks). Die Rabattverträge haben in der gesetzlichen Krankenversicherung fest Fuß gefasst: Im Januar 2010 bestanden 9161 Verträge, an denen sämtliche 169 Kassen und 141 Hersteller beteiligt waren. Die Anzahl der Pharmaunternehmen, die mit Krankenkassen kontrahiert hatten, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 44,1 Prozent. Die Anzahl der Rabattverträge nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat um das 1,4-Fache (2802 Vereinbarungen) zu.
Show moreLauterbach gegen Fixhonorar
SPD-Politiker prognostiziert: FDP-Gesundheitsminister wird Apotheken verschonenBerlin (diz/ks). Da war er wieder, der Mann mit der Fliege: Karl Lauterbach (SPD) wandte sich am 24. März in der Sendung "Unter den Linden spezial" im Sender Phoenix gegen eine fixe Pauschalvergütung für Apotheker. Eine fixe Vergütung verteure die Arzneimittel, wie er an einem Billigarzneimittel vorrechnete. Jens Spahn (CDU) hielt dagegen: Teure Arzneimittel werden durch dieses System wesentlich günstiger.
Show moreSPD: Großhandelsrabatte abschöpfen
Berlin (ks). Die SPD-Bundestagsfraktion will die Arzneiausgaben der Krankenkassen senken. Dazu hat sie vergangene Woche ein Paket aus kurz- und langfristigen Maßnahmen vorgelegt. Unter anderem will die Fraktion die Rabatte des Großhandels an Apotheken abschöpfen. Dies soll durch Festsetzung eines fixen Großhandelszuschlags in der Arzneimittelpreisverordnung geschehen. Insgesamt sollen die Maßnahmen den Kassen Einsparungen von bis zu 4 Mrd. Euro pro Jahr bringen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach.Show moreAusgaben für Arzneimittel im Januar leicht gesunken
BERLIN (lk). Im Januar 2010 haben die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland für Arzneimittel und Impfstoffe 2,314 Mrd. Euro ausgegeben. Dies entspricht einem Rückgang um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zu diesem Ergebnis ist jetzt das Marktforschungsunternehmen IMS Health gekommen. Rechnet man die Impfstoffe aus den Gesamtausgaben heraus, so fiel der Rückgang mit nur einem Prozent geringer aus.Show moreRechtliches
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