Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Nullretax – was bringt die Neuregelung?
Die bevorstehende Ausweitung des Nullretaxation-Ausschlusses ist gut gemeint, aber schlecht gemacht. Die jetzt beschlossene Regelung ist weiterhin nicht geeignet, den notwendigen umfassenden Schutz vor unverhältnismäßigen Vergütungskürzungen zu schaffen, sagen Rechtsanwältin Dr. Constanze Püschel und Rechtsanwalt Frederik Schoenen.Show moreFrüherer Ratiopharm-Chef startet bei Actavis
Isländischer Generikahersteller auf der Suche nach zentralem UnternehmenssitzBerlin (ks). Der ehemalige Ratiopharm-Chef Claudio Albrecht (51) übernimmt beim isländischen Generikahersteller Actavis den Chefsessel. Wie das Unternehmen am 23. Juni mitteilte, wird der gebürtige Österreicher dem Isländer Sigurdur Oli Olafsson folgen, der Actavis sieben Jahre geführt hatte.
Show moreZahl der Ärztefehler bleibt konstant
Vor allem in der Intensivmedizin kommt es oft zu MedikationsfehlernBerlin (az/dpa). Die Zahl der Ärztefehler in Deutschland ist auch 2009 nicht gesunken: In knapp 30 Prozent (2184) der insgesamt 7424 Fälle, die bei den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft im vergangenen Jahr bearbeitet wurden, lag tatsächlich ein Behandlungsfehler vor. In 1771 Fällen resultierte daraus auch ein Gesundheitsschaden, der einen Anspruch des Patienten auf Entschädigung begründete. Das zeigt eine aktuelle Statistik, die die Bundesärztekammer am 23. Juni in Berlin vorgestellt hat.
Show moreFrisches Geld für die easy-Apotheken
Niedersachsen investiert Wachstumskapital in Discount-Apotheken
HANNOVER (diz). Die Discountidee der easyApotheken wird vom
Land Niedersachsen mit einem Millionenbetrag gefördert. 2 Millionen Euro investiert die Niedersächsische Kapitalbeteiligungsgesellschaft (NKB), eine Tochter der NBank, als stille Beteiligung in die easyApotheke (Holding) AG aus Hildesheim,
1 Million kommt von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG). Weitere 100.000 Euro geht die NKB als offene Beteiligung bei dem Franchise- und Dienstleistungsunternehmen ein, das auf ein Discount-Systemkonzept bei Apotheken setzt.
Keine Beratungsprämie für Apotheker
Wettbewerbszentrale setzt sich gegen TAD Pharma durchBerlin (ks). Vorsicht Manipulation: Bietet ein pharmazeutischer Hersteller Apothekern 30 Euro dafür an, dass diese sich über Präparat-Neueinführungen des Unternehmens über den normalen Umfang hinaus informieren und ihre Erfahrungen dem Unternehmen mitteilen, so stellt dies eine wettbewerbsrechtlich unzulässige Beeinflussung der Apotheker dar. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle in zwei aktuellen Beschlüssen im selben Verfahren festgestellt. (Beschlüsse des OLG Celle vom 29. April 2010 und vom 18. Mai 2010, Az. 13 U 151/09)
Show morePick-up-Verbot kommt nicht
Justiz- und Innenministerium stellen sich quer – BMG sucht weiter nach LösungBerlin (ks). Das im Referentenentwurf für ein Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz vorgesehene Verbot der Pick-up-Stellen ist in der Ressortabstimmung auf Widerstand getroffen. Das Innen- (CDU) und das Justizministerium (FDP) halten ein solches Verbot für verfassungswidrig. Ohne eine Einigung zwischen den Ressorts kann die Regelung jedoch nicht in den Gesetzentwurf einfließen.
Show moreEs kann nicht nur gespart werden
Gesundheitsexperten beraten über Wege aus dem Defizit
Berlin (az/dpa). Vergangene Woche trafen sich die Gesundheitsexperten der Regierungsfraktionen erneut im Bundesgesundheitsministerium,
um auszuloten, wie das 2011 drohende Defizit von schätzungsweise elf Milliarden Euro auszugleichen ist. Auch wenn man über Details noch schweigt, ist bereits klar:
An höheren Belastungen für die gesetzlich Krankenversicherten wird man nicht vorbeikommen.
Keine Rx-Arzneimittel aus dem Automaten
Bundesverwaltungsgericht hält Visavia-Abgabeterminal für im Wesentlichen unzulässig
Leipzig (ks). Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Die Abgabe von Arzneimitteln mittels des sogenannten Visavia-Apothekenterminals ist unzulässig, soweit es sich um verschreibungspflichtige und verschriebene Arzneimittel handelt. Unzulässig sei es zudem, wenn die Geräte nicht von dem Personal der Apotheke, sondern über ein Servicecenter bedient werden.
(Urteile vom 24. Juni 2010, Az.: BVerwG 3 C 30.09 und 3 C 31.09)
G-BA: Glinide und Glitazone nicht zu Lasten der GKV
BERLIN (ks). Die oralen Antidiabetika Glinide und Glitazone sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) künftig nur noch in medizinisch begründeten Ausnahmefällen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden dürfen. Mit der am 17. Juni gefällten Entscheidung hat der G-BA entsprechende Nutzenbewertungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) umgesetzt.Show moreKooperation von Arzt und Apotheker hilft Patienten
BERLIN (ks). Eine intensive Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker vereinfacht und verbessert zweifelsohne die Arzneimitteltherapie. Dennoch tun sich die Heilberufe zuweilen schwer beim Austausch. Ein Modellprojekt in Krefeld zeigt, welche Chancen eine enge Kooperation besonders bei Patienten hat, die chronisch krank sind und dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen müssen (Polypharmazie).Show moreKritik am Zwangsabschlag und Preisstopp
BERLIN (ks). Der Deutsche Bundestag hat am 16. Juni das GKV-Änderungsgesetz mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP angenommen und damit unter anderem eine Erhöhung der gesetzlichen Rabatte für Arzneimittel ohne Festbetrag und ein Preismoratorium beschlossen. Auch diese überschaubaren Regelungen im Pharmabereich stießen auf Kritik bei der Opposition und Verbänden.Show moreWas sind apothekenübliche Waren und Dienstleistungen?
STUTTGART (diz). Was sofort auffällt beim Einstieg in den Text der neuen Apothekenbetriebsordnung, ist ein neuer § 1a, überschrieben mit "Begriffsbestimmungen". Mit diesem Paragrafen schickt das Ministerium eine Aufzählung von Definitionen voraus. Hier findet sich die Antwort auf Fragen wie: Was sind eigentlich Apotheken, was ist die Apothekenleitung, das Personal, was gehört zum Apothekenbetrieb, was ist patientenindividuelles Verblistern, Rezepturen und Defekturen, was sind Rezeptsammelstellen – und was sind apothekenübliche Waren und Dienstleistungen.Show moreNicht mehr nur „unter Aufsicht“
SAARBRÜCKEN (daz/bvpta). Der Passus im PTA-Berufsgesetz, wonach eine PTA nur "unter Aufsicht" eines Apothekers arbeiten darf, soll durch die Formulierung "in Kooperation mit dem Apotheker" ersetzt werden. Dafür und für eine Neugestaltung des Berufsgesetzes und der Ausbildung will sich der Bundes-verband der PTA (BVpta) einsetzen.Show moreZahlungsunwilligkeit bröckelt
BERLIN (ks). Die gesetzlichen Krankenkassen hadern weiterhin mit dem Apothekenabschlag von 1,75 Euro für das Jahr 2009. Doch der Vorsitzende des Norddeutschen Apothekenrechenzentrums NARZ/AVN, Dr. Jörn Graue, sieht die Zahlungsunwilligkeit "bröckeln".Show moreVorläufiger Entwurf zur neuen Apothekenbetriebsordnung
BERLIN (cr/ks). Der Entwurf für die seit langem geplante neue Apothekenbetriebsordnung nimmt klarere Konturen an: Aus dem Umfeld des Bundesministeriums für Gesundheit wurde in der vergangenen Woche ein detaillierter Verordnungsentwurf bekannt, der allerdings von der Ministeriumsführung noch nicht offiziell bestätigt wurde (siehe hierzu auch AZ Nr. 25/2010, S. 1).Show moreCelesio und Medco gründen Joint Venture
BERLIN (ks). Der Stuttgarter Pharmahändler Celesio und der US-Gesundheitsdienstleister Medco haben am 21. Juni die Gründung eines Joint Ventures bekannt gegeben. Das Ziel ist hoch gesteckt: Die Unternehmen wollen ihre Kompetenzen vereinen, um mit "sektorübergreifenden Lösungen" langfristig die Qualität der Gesundheitsversorgung von Patienten zu erhöhen und zur Reduzierung der finanziellen Belastung von Kostenträgern im Gesundheitswesen in Europa beizutragen. Mit im Boot sind die Versandapotheken der beiden Unternehmen: DocMorris und die Europa Apotheek Venlo.Show morePatienten wollen beim Arzt mitentscheiden
TK-Umfrage zur PatientenzufriedenheitBerlin (lk). Die Patienten sind zwar überwiegend mit der Behandlung durch ihre Hausärzte zufrieden, möchten aber stärker in die medizinischen Entscheidungen eingebunden werden und mehr Informationen für Diagnose, Therapieangebote und -verlauf erhalten. Insbesondere unzufrieden sind sie mit der Aufklärung über Nebenwirkungen von Arzneimitteln durch die verordnenden Ärzte. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie zur Patientenzufriedenheit, die das "Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) letzte Woche in Berlin vorgestellt hat.
Show moreWolf wird ZAEU-Präsident
ABDA-Präsident vertritt ab 2011 Apotheker aus 29 LändernBrügge (daz). Der Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – Heinz-Günter Wolf (63) ist am 15. Juni im belgischen Brügge zum nächsten Präsidenten der ZAEU gewählt worden. Die ZAEU (der internationale Name lautet Pharmaceutical Group of the European Union – PGEU) ist der Zusammenschluss der Apotheker in der Europäischen Union mit Sitz in Brüssel.
Show moreCelesio und Phoenix legen Apotheken zusammen
Neue Zusammenarbeit in den NiederlandenBerlin (ks). Die Stuttgarter Pharmahändler Celesio und sein Mannheimer Wettbewerber Phoenix legen ihr Apothekengeschäft in den Niederlanden zusammen. Celesio werde seine Apotheken in die Phoenix-Tochter Brocacef einbringen, teilte das Unternehmen am 16. Juni mit.
Show moreStreit um ortsnahe Klinikversorgung
Bayerische Regierung verteidigt Versorgung durch über 180 km entfernte ApothekeStuttgart (du). Der Bundesverband der klinik- und heimversorgenden Apotheker (BVKA) hatte im Rahmen seiner Jahrestagung am 4. Mai 2010 in Bad Homburg öffentlich die Regierung von Oberbayern angeprangert. Grund war die nach Ansicht des BVKA rechtswidrige Genehmigung der Versorgung einer 180 km entfernten Klinik in Bad Tölz durch die Apotheke des Universitätsklinikums Regensburg. Zuvor hatte der BVKA den Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, um Stellungnahme gebeten, allerdings keine Antwort erhalten. Nun liegt ein Schreiben aus dem Ministerium vor, in dem das Vorgehen der Regierung Oberbayern verteidigt wird. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Genehmigung seien gegeben.
Show morePKV will mehr Verhandlungskompetenz
Private wollen nicht länger Zahlmeister seinBerlin (ks). Der PKV-Verband gibt sich zuversichtlich, dass auch die privaten Kassen bald mit Pharmaherstellern wirkungsvoll Rabatte vereinbaren können. Die geplanten höheren Zwangsrabatte an die GKV lassen sich nicht einfach auf die PKV übertragen – das weiß auch der PKV-Vorsitzende Reinhold Schulte. Er setzt jedoch auf "eine wirkungsgleiche Übertragung der Regeln auf die private Krankenversicherung".
Show moreMehr Qualitätssicherung, mehr Vertraulichkeit
Ein erster Arbeitsentwurf für die Novelle der Apothekenbetriebsordnung liegt vorBerlin (ks). Die lange erwartete Novelle der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) ist auf den Weg gebracht: Ein erster, noch nicht autorisierter Verordnungsentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium sieht unter anderem vor, ein verpflichtendes Qualitätsmanagementsystem für Apotheken zu etablieren, mehr Freiheiten beim Botendienst einzuräumen und bei den Anforderungen an die Betriebsräume nachzujustieren. Insgesamt ist zu erkennen, dass man auf die pharmazeutische Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker setzt.
Show moreBundestag beschließt erstes Sparpaket
Ausnahmen vom erhöhten Zwangsabschlag möglichShow moreUnion fordert Apothekenabschlag von 2,10 Euro
BERLIN (lk). Das Arzneimittelsparpaket ist noch nicht in trockenen Tüchern, da bereitet die Regierungskoalition bereits das zweite, noch größere Maßnahmenbündel zur Stabilisierung der GKV-Finanzen vor. Am kommenden Wochenende wollen die Gesundheitspolitiker von Union und FDP gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) mit dem Rotstift über weitere zwei Milliarden Euro sparen. Außerdem müssen die GKV-Einnahme um weitere fünf Milliarden Euro steigen, um das für 2011 absehbare Defizit von elf Milliarden Euro unter politische Kontrolle zu bringen.Show moreRechtliches
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