
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show moreUnion bleibt bei Rabattverträgen kritisch
BERLIN (ks). Die Gesundheitsexperten von CDU und CSU haben die Vorschläge der CDU-Politiker Jens Spahn und Michael Hennrich für eine Reform der Arzneimittelpreisfindung miteinander abgestimmt und überarbeitet. In einem gemeinsamen Papier äußern sie weiterhin Bedenken gegen die Folgewirkungen von Rabattverträgen. Zugleich werden die Verträge als wichtiges Wettbewerbselement gewürdigt, das aber überarbeitet werden müsse.Show moreEine bedeutende Reform
BERLIN (ks). US-Präsident Barack Obama hat es trotz aller Widrigkeiten geschafft: In der Nacht auf den 22. März hat das US-Repräsentantenhaus seine Gesundheitsreform gebilligt. Ein Jahr hatte Obama um sein ambitioniertes Projekt gerungen. Auch wenn er einige Kompromisse eingehen musste – letztlich konnte er einen Sieg "für das amerikanische Volk" und den "gesunden Menschenverstand" verkünden.Show moreApothekenneueröffnungen und Ausbau von Franchise
STUTTGART (diz). Celesio zieht für 2009 ein positives Fazit: Trotz schwerster Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit sei das Geschäft operativ stabil und robust gewesen, so Celesio-Vorstandsvorsitzender Dr. Fritz Oesterle auf der Bilanzpressekonferenz am 23. März in Stuttgart. Der Konzernumsatz stieg um1,6 Prozent auf rund 21,5 Milliarden Euro. Im Apothekengeschäft wolle man sich in den nächsten Jahren auf "organisches Wachstum" und "auf kapitalschonende Neueröffnungen" konzentrieren.Show more
Untaugliche Schnellschüsse
BERLIN (ks). Bei den Pharmaverbänden treffen die Vorschläge der Union für kurzfristige Sparmaßnahmen und Reformen im Arzneimittelmarkt auf wenig Verständnis. "Ein Mischsystem aus wettbewerblichen und staatsinterventionistischen Instrumenten wird unser Gesundheitssystem nicht zukunftsfähig machen", erklärte VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer. Die Vorschläge zur Entschärfung der Rabattverträge sind aus Sicht des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) dagegen ein richtiger Ansatz.Show moreFlächendeckende Apothekenversorgung kaputt sparen – nicht mit ADEXA
Mehr Fortbildungen denn je
BERLIN (ks). Im Jahr 2009 war Apothekern die Fortbildung wichtiger als je zuvor: Nach Angaben der Bundesapothekerkammer (BAK) wurden bei den von den Landesapothekerkammern angebotenen Veranstaltungen 119.000 Teilnehmer registriert. Das ist ein Plus von rund sechs Prozent im Vergleich zu 2008.Show moreFSA: Selbstkontrolle wirkt
Pharmaindustrie gibt sich ethisch und transparentBerlin (ks). Die Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) hatte im Jahr 2009 mit deutlich weniger Beanstandungen zu tun als in den Jahren zuvor: 30 Verfahren wurden eröffnet, 19 hiervon sind bereits abgeschlossen, elf noch offen. Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht 2009 des Vereins hervor. Der FSA führt die sinkende Zahl der Beanstandungen darauf zurück, dass sich die Regelungen des FSA-Kodex zunehmend etablieren.
Show moreGKV-Spitzenverband: Handelsmargen gehören auf den Prüfstand
GKV-Chefin Doris Pfeiffer hält die Apothekendichte in Deutschlands Städten für zu hochBerlin (lk/ks). Die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, will die Margen im Arzneimittelhandel auf den Prüfstand stellen und die Zahl der Apotheken senken: "In Deutschland haben wir sehr viele Apotheken. Es geht mir um eine Diskussion über die Vertriebswege für Arzneimittel, auch über die Zahl der Apotheken", sagte Pfeiffer in Interview mit der AZ. Das Hauptproblem bestehe vor allem in den Ballungsgebieten. Aber auch auf dem Lande habe "niemand ein Problem, eine Apotheke zu finden".
Show moreAOK Baden-Württemberg droht Apotheken
Abmahnaktion wegen angeblicher Nichterfüllung der RabattverträgeSTUTTGART (diz). Die AOK Baden-Württemberg verschickte in der vergangenen Woche ein Abmahnschreiben an zahlreiche baden-württembergische Apotheken. Die AOK wirft den Apotheken vor, keine "vollumfängliche Substitution" bei den Rabattverträgen sichergestellt und damit die gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt zu haben. Sie droht mit Verwarnung, Vertragsstrafen und sogar Ausschluss von der Versorgung der Versicherten.
Show moreGKV-Arzneimittelausgaben: Treiber und Bremser
Von Klaus G. Brauer und Uwe HüsgenZwischen 1995 und 2008 sind die GKV-Arzneimittelausgaben je Versichertem um 72,6% gestiegen. Stärkster Ausgabentreiber war die Mehrwertsteuer (siehe Abb. 1). Durch zweimalige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes (von 15% auf 16% und weiter auf 19%) wuchs die Mehrwertsteuer, die der Staat aus den GKV-Arzneimittelausgaben abschöpfte, um 112,4%. Im gleichen Zeitraum 1995 bis 2008 stieg der Wertschöpfungsanteil der Arzneimittelhersteller um 99,1%, der der Apotheken aber nur um 20,5%. Der Wertschöpfungsanteil des Pharmagroßhandels lag 2008 sogar 22,4% unter dem Ausgangswert von 1995.
Show moreFinanznot der Kassen noch größer als befürchtet
Die letzte Woche zusammengetretene Regierungskommission soll dennoch bis zum Sommer eine Lösung findenBerlin (lk/ks). Die "Regierungskommission zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung des Gesundheitswesens" ist am 17. März erstmals zusammengekommen. Bei dem knapp zweistündigen Treffen unter der Leitung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) legte der Präsident des Bundesversicherungsamtes (BVA) Maximilian Gaßner dar, wie es um die Finanzsituation des Gesundheitsfonds bestellt ist: Im schlimmsten Fall werden ihm im nächsten Jahr 15 Mrd. Euro fehlen.
Show moreLang wirkende Insulinanaloga sind zu teuer
G-BA fällt Beschlüsse zu Analoginsulinen und DiamorphinBerlin (ks). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 18. März beschlossen, lang wirkende Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 von der Verordnungsfähigkeit auszuschließen, wenn sie teurer sind als Humaninsuline. Dies betrifft die beiden Wirkstoffe Insulin Glargin sowie Insulin Detemir. Am selben Tag beschloss das Gremium zudem Richtlinien für die diamorphingestützte Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger.
Show morePKV trotzt der Krise
Arzneimittelausgaben bereiten auch den Privaten SorgenBerlin (lk). Trotz Wirtschaftskrise und steigender Ausgaben ist die private Krankenversicherung (PKV) offensichtlich gut durch das Jahr 2009 gekommen. Wie der PKV-Verband am 17. März mitteilte, konnten die Alterungsrückstellungen 2009 um 10 Mrd. auf jetzt 144 Mrd. Euro gesteigert werden. Dies entspreche einem Anstieg von 7,5% gegenüber 2008 und zeige, wie robust die Branche auch in der aktuellen Wirtschaftskrise aufgestellt sei.
Show moreRatiopharm-Gruppe an Teva verkauft
Teva will Produktionsstätten und Verwaltung in Ulm erhaltenKÖLN (diz). Die Ratiopharm-Gruppe bekommt einen neuen Eigentümer. Nach einem umfangreichen Bieterverfahren wird die israelische Teva Pharmaceutical Industries Ltd. den Ulmer Generikahersteller aus dem Besitz der zur Merckle-Gruppe gehörenden VEM Vermögensverwaltung erwerben. Die Vertreter beider Unternehmen haben am 18. März in Köln einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet. Der vereinbarte Unternehmenswert beträgt 3,625 Mrd. Euro. Beim Verkaufsprozess soll, so heißt es in einer Pressemitteilung, "Ratiopharm mit dem herausragenden Know-how der über 5500 Mitarbeiter, der hohen Effizienz und Qualität der Produktion und der starken Marktposition in Europa und Kanada überzeugt haben".
Show moreCystus 052® ist Arzneimittel – Vertrieb ist eingestellt
STUTTGART (du). Als Medizinprodukte vertriebene Präparate mit dem Zistrosenextrakt Cystus 052® sind zulassungspflichtige Arzneimittel. Das hatte das Verwaltungsgericht in Köln im Oktober 2009 entschieden. Das Urteil ist nun rechtskräftig. Der Hersteller erklärt, dass er das Urteil respektiere. Er werde Cystus 052® Infektblocker Tabletten und Cystus 052® Gurgellösung in der bisherigen Form nicht mehr in Verkehr bringen können.Show moreRezeptpflicht für Analgetika-Großpackungen nicht vorgesehen
STUTTGART (du). Die Empfehlung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht, Analgetika-Großpackungen der Rezeptpflicht zu unterstellen, hat in den Entwurf zur 9. Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) mit Stand vom 15. März 2010 keinen Eingang gefunden. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.Show moreNoch ist alles in der Diskussion
BERLIN (ks). Daniel Bahr, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, gibt sich redlich Mühe, das derzeit etwas angeschlagene Bild seines Hauses gerade zu rücken: Von der Kritik an der Gesundheitsprämie lasse er sich nicht beirren, sagte der FDP-Politiker anlässlich des 15. Unternehmertages des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) am 16. März in Berlin. Man dürfe sich "nicht vom Kurs abbringen lassen", wenn man in den "sicheren Hafen" wolle.Show morePolitisches Getöse und ausufernde Spekulationen
BERLIN (lk). Begleitet von politischem Getöse und ausufernden Spekulationen hat die Regierungskommission zum Umbau des Finanzsystems im Gesundheitswesen ihre Arbeit aufgenommen. Bei der ersten Sitzung ließen sich die acht Kabinettsmitglieder vom Präsidenten des Bundesversicherungsamtes, Maximilian Gaßner, über die dramatische Finanznot der GKV informieren. Elf Mrd. Euro fehlen im nächsten Jahr. Proportional zum Kassendefizit steigt die Lautstärke der politischen Begleitmusik.Show more„Wir sollten über eine Priorisierung nachdenken“
BERLIN (lk). Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, fordert angesichts der Unterfinanzierung im GKV-System auf, über eine Priorisierung medizinischer Leistungen nachzudenken. Darunter versteht er die Einführung einer Rangfolge für Behandlungsmethoden oder Behandlungsziele: Welche Krankheiten sollten grundsätzlich bevorzugt behandelt werden? DAZ-Korrespondent Lothar Klein fragte Professor Hoppe, was er sich genau darunter vorstellt.Show moreApotheker auf Platz 3
(hav/ral). Apotheker werden geschätzt und gelten als vertrauenswürdig. Das hat die Anfang der Woche veröffentlichte Studie "European Trusted Brands 2010" ergeben, die für das Magazin Reader's Digest erstellt wurde. Demnach liegen Apotheker nach Feuerwehrleuten und Piloten auf Platz 3 der Vertrauenswürdigkeit.Show moreRechtliches
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