
Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Apothekenschließungen: „Das darf so nicht weitergehen“
In Rheinland-Pfalz müssen mehr Apotheken schließen als im Bundesdurchschnitt. Grund dafür ist vermutlich, dass die hier stark vertretene pharmazeutische Industrie im Wettbewerb um Personal die Nase vorn hat. Im Schnitt versorgt eine Apotheke heute 1.200 Patienten mehr als noch vor zwölf Jahren.Show moreWHO gibt IQWiG-Website gute Noten
BERLIN (ks). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) für Patienten und Öffentlichkeit erstellten Gesundheitsinformationen unter die Lupe genommen. Ihr Ergebnis: Die Website www.gesundheitsinformation.de sei "relevant, objektiv und unabhängig".Show moreHaucap für „sanften Preiswettbewerb“
Chef der Monopolkommission plädiert für Freigabe des ApothekenhonorarsBerlin (ks). Der Vorsitzende der Monopolkommission, Justus Haucap, hofft, dass auch im Markt der verschreibungspflichtigen Arzneimittel ein "sanfter Preiswettbewerb" in die deutschen Apotheken einzieht. Es sollte ihnen möglich sein, ihren Kunden die Zuzahlung zu erlassen und auf einen Teil ihrer fixen Honorierung zu verzichten, sagte er am 6. Mai beim Kongress des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) in Berlin.
Show moreRegierungsfraktionen legen Anträge zu kurzfristigen Sparmaßnahmen vor
Anhörung zu Zwangsrabatt und Preisstopp am 19. MaiBerlin (ks). Die Koalitionsfraktionen haben am 5. Mai im Bundestags-Gesundheitsausschuss Änderungsanträge zum Entwurf des GKV-Änderungsgesetzes vorgelegt. Sie betreffen die ersten Sparmaßnahmen im Arzneimittelbereich.
Show moreDocMorris soll internationale Marke werden
Testläufe in Schweden und Irland – auch Italien ist im VisierStuttgart (diz/ks). Celesio-Chef Fritz Oesterle hat operative Versäumnisse beim Aufbau des deutschen DocMorris-Markenpartnergeschäfts eingestanden. Auf der Celesio-Hauptversammlung am 6. Mai in Stuttgart kündigte er an, nun ein international tragfähiges Franchise-Modell für DocMorris auf die Beine zu stellen. Den Kauf von stationären Apotheken, beispielsweise in Schweden, habe man "fast vollständig eingestellt".
Show moreSparpaket: BAH fordert Schutzklausel für mittelständische Hersteller
BAH: Erhöhter Zwangsabschlag führt bei einigen Unternehmen zu einer Belastung von 22%Berlin (lk). Zum Schutz von mittelständischen Arzneimittelherstellern hat der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) aufgefordert, eine Überforderungs- oder Härtefallklausel in den vorgesehenen Preisstopp und die Erhöhung des Herstellerzwangsabschlages aufzunehmen. In einem Brief an Rösler forderte der BAH-Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann, darüber umgehend Gespräche aufzunehmen.
Show moreZollkriminalamt: Verbraucher zu blauäugig
Dramatischer Anstieg bei illegalen Arzneimitteln – Mafia im lukrativen SpielBerlin (lk). Beim Schmuggel von Arzneimitteln und bei Arzneimittelfälschungen hat das Zollkriminalamt in den letzten fünf Jahren eine "dramatische Steigerung" festgestellt. Seien im Jahr 2003 nur 350.000 geschmuggelte oder gefälschte Präparate durch die Zollbehörden sichergestellt worden, so waren es im vergangenen Jahr bereits über fünf Millionen, berichtete der Pressesprecher des Zollkriminalamtes Wolfgang Schmitz auf dem Berliner Kongress des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheken (BVDVA): "Die internationale Mafia macht sich in der Arzneimittelkriminalität breit."
Show moreAktion in Nordrhein-Westfalen
Barrieren für behinderte Menschen weiter abbauenMÜNSTER (ak/az). Eine gemeinsame Erklärung für mehr Barrierefreiheit in den Apotheken haben die Apothekerkammern und Apothekerverbände in Nordrhein-Westfalen mit der Landesbehindertenbeauftragten, Angelika Gemkow, abgeschlossen. Die Zielvereinbarung ist ein weiterer Meilenstein für mehr Barrierefreiheit in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig wird die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert.
Show moreBfArM und BAH wollen stärker zusammenarbeiten
BONN (hb). In Zukunft wollen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn und die pharmazeutische Industrie im Sinne der Stärkung des Standortes Deutschland im europäischen und globalen Arzneimittelmarkt noch stärker gemeinsam an einem Strang ziehen. Dies wurde bei einem Pressegespräch des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) unter Beteiligung des BAH-Vorsitzenden Hans-Georg Hoffmann und des Vizepräsidenten des BfArM Dr. Karl Broich am 3. Mai 2010 in der Bonner Verbandsgeschäftsstelle deutlich.Show moreMehr persönliche Dienstleistungen
POTSDAM (diz). Wie wird sich unser Gesundheitswesen entwickeln? Welche Strömungen sind schon heute erkennbar? Florian Gerster, früherer Staatsminister und ehemaliger Präsident der Bundesagentur für Arbeit, heute bei einer Unternehmensberatungsgesellschaft, machte sich in seinem Vortrag auf dem Wirtschaftsforum am 28. April Gedanken zu diesen Fragestellungen. Sein Fazit: Die Individualisierung und Personalisierung von Leistungen wird im Vordergrund stehen. Die Apotheke sollte sich darauf einstellen.Inhaltsverzeichnis: "Wirtschaftsforum 2010"
- Selbstmedikation – was die Zukunft bringt
- Mehr persönliche Dienstleistungen
- Viel Raum für Zukunft
- Dem BMG fehlt der Glaube ans Zielpreismodell
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Klage gegen Braunschweiger Apotheker
BRAUNSCHWEIG (ks). Im Zuge der bundesweiten Ermittlungen im Zytostatika-Verfahren hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig jetzt Anklage gegen einen Apotheker zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Braunschweig erhoben. Sie strebt ein Berufsverbot für den Pharmazeuten an.Show moreKonkreter Vertriebsweg entscheidet über Herstellerrabatt
KASSEL (tmb). Für die Frage, ob bei einer Arzneimittelabgabe ein Herstellerrabatt anfällt, sind die Preisbildungsregeln bei der tatsächlichen Abgabe entscheidend – und nicht weitere mögliche Vertriebswege für das Produkt. Mit diesem Grundsatz lassen sich zwei Entscheidungen zusammenfassen, die von zwei Senaten des Bundessozialgerichts getroffen wurden. Am 29. April urteilte der dritte Senat als letzte Instanz in einem Musterprozess über das Blutplasmaprodukt Berinert P in diesem Sinne (Aktenzeichen B 3 KR 3/09 R), nachdem am 27. Oktober 2009 der erste Senat bereits in entsprechender Weise entschieden hatte (Aktenzeichen B 1 KR 7/09 R, siehe DAZ Nr. 5/2010).Show moreKrankenhausapotheker wollen näher zum Patienten
FREIBURG (ks). Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) fordert bessere Rahmenbedingungen für eine intensivere Patientenbetreuung. ADKA-Präsident Holger Hennig betonte anlässlich des 35. Wissenschaftlichen Kongresses des Verbandes, dass eine engere, patientenbezogene Kooperation des Apothekers mit dem behandelnden Arzt aus therapeutischen und wirtschaftlichen Gründen für alle Beteiligten von Vorteil sei.Show moreBPI fordert mehr Transparenz und Mitwirkung
BERLIN (lk). Mit Preisstopp und Zwangsrabatt hat die Bundesregierung die ersten beiden Teile ihres Arzneimittelsparpakets auf den Weg gebracht. Bis zum Sommer will sie im zweiten Schritt die Preisfindung für neue Arzneimittel neu regeln. Jetzt beginnt das Tauziehen um das Kleingedruckte hinter den politischen Überschriften des Eckpunktepapiers der Bundesregierung.Show moreAuch für DocMorris gilt die Arzneimittelpreisverordnung
BERLIN (ks). Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) bleibt dabei: Auch die niederländische Versandapotheke DocMorris muss die deutschen Arzneimittelpreisvorschriften einhalten, wenn sie Arzneimittel nach Deutschland liefert. Das in Kooperation mit dem Versandhandelsunternehmen Otto offerierte "Bonus-Modell" sei daher unzulässig.(Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 25. März 2010, Az.: 3 U 126/09)
Show moreMerkel schweigt zur Kopfprämie
BERLIN (lk). Über 400 Vertreter der deutschen Gesundheitswirtschaft waren der Einladung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zum Zukunftskongress Gesundheitswirtschaft gefolgt. Schließlich hatte die Kanzlerin zugesagt, erstmals seit der Wahl über das Thema Gesundheit zu sprechen. Die Spannung war groß. Doch Angela Merkel tat, was routinierte Politiker in solchen Situationen häufig tun. Sie schmeichelte der Gesundheitsbranche als Wachstums- und Exportmotor, schwieg jedoch wie Rösler zum wichtigsten Thema der Branche: zur Kopfprämie.Show moreBarmer GEK spätestens 2011 mit Zusatzbeitrag
BERLIN (ks). Auch bei Deutschlands größter Krankenkasse, der Barmer GEK, werden spätestens im kommenden Jahr Zusatzbeiträge fällig. "Wenn das Defizit größer wird, muss jede Kasse einen Zusatzbeitrag erheben, auch die Barmer GEK", sagte Kassenchefin Birgit Fischer, der "Südwest Presse" (Ausgabe vom 4. Mai).Show moreKein Versandverbot für Arzneimittel für Haustiere
BERLIN (ks). Nach einem jetzt bekannt gewordenen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) umfasst das in § 43 Abs. 5 Arzneimittelgesetz (AMG) geregelte Verbot des Versandhandels mit apothekenpflichtigen Tierarzneimitteln keine Arzneimittel für Haustiere. Damit dürfen Versandapotheken wieder Tierarzneimittel anbieten, soweit sie nicht für Tiere bestimmt sind, die der Lebensmittelgewinnung dienen.
(Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12. November 2009, Az.: I ZR 210/07)
Show moreMathias Höschel und Heinz-Uwe Dettling im IfUH-Beirat
(vs). Die Initiative für Unabhängige Heilberufe e.V. (IfUH) hat einen neuen Beirat, der dem Vorstand beratend zur Seite steht. Diesem Beirat gehören Dr. Heinz-Uwe Dettling von der Stuttgarter Rechtsanwaltskanzlei Oppenländer und Dr. Mathias Höschel, Kieferorthopäde und Vorstandsvorsitzender des gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CDU in Nordrhein-Westfalen an.Show morePackungsbeilage – weniger Info wäre mehr
BONN (hb). Eine Dialogveranstaltung des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 14. April 2010 in Bonn warf ein Schlaglicht auf einen wichtigen Aspekt des Gesamt-Szenarios "Arzneimittelsicherheit": die Packungsbeilage. Der Stein der Weisen hinsichtlich einer angemessenen Information scheint noch lange nicht gefunden. Im Moment ist der Grat zwischen dem, was die pharmazeutischen Unternehmen mitteilen müssen und dem, was die Patienten wirklich wissen wollen und auch verstehen können, noch ziemlich breit angelegt.Show moreApotheken in Hessen nehmen wieder Altarzneimittel an
OFFENBACH (ks). Nach Berlin hat nun auch Hessen das Problem der Rücknahme von Altmedikamenten gelöst. Der Hessische Apothekerverband (HAV) hat mit der HIM (früher: Hessische Industriemüll-Entsorgung) in Biebesheim und der Kilb Entsorgung GmbH in Kelkheim/Taunus ein landesweites Konzept vereinbart, nach dem einmal pro Monat in den beteiligten Apotheken drei Säcke mit Altarzneimitteln zu einem Pauschalpreis abgeholt werden.Show moreDem BMG fehlt der Glaube ans Zielpreismodell
POTSDAM (ks). Am zweiten Tag des DAV-Wirtschaftsforums stand die Zukunft der Apotheke und der Arzneimittelversorung im Mittelpunkt. Der Leiter der Abteilung Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung im Bundesgesundheitsministerium (BMG), Dr. Ulrich Orlowski, gab zunächst einen Überblick über die Eckpunkte zur Arzneimittelversorgung. In der anschließenen Diskussion zeigte sich, dass das Thema Zielpreisvereinbarungen nach wie vor hochaktuell ist – für Apotheker wie auch für Ärzte. Doch im Ministerium hat man Verständnis, dass die Krankenkassen Rabattverträge vorziehen.Inhaltsverzeichnis: "Wirtschaftsforum 2010"
- Selbstmedikation – was die Zukunft bringt
- Mehr persönliche Dienstleistungen
- Viel Raum für Zukunft
- Dem BMG fehlt der Glaube ans Zielpreismodell
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„Seine Vision bis heute leben …“
DRESDEN (diz). "Er war ein Vollblutunternehmer und ein gesellschaftlicher Visionär" – mit diesen Worten würdigte Dr. Fritz Oesterle, Vorstandsvorsitzender der Celesio AG, den Firmengründer Franz Ludwig Gehe anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Gründung des Unternehmens Gehe. In einem Festakt in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche am 30. April 2010 erinnerte Celesio in Anwesenheit von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Dresdens Bürgermeister Dirk Hilbert und zahlreichen geladenen Gästen an das historische Ereignis am 1. Mai 1835.Show moreViel Raum für Zukunft
POTSDAM (ks). Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, will sich nicht von Einwänden beirren lassen, das geplante Pick-up-Verbot berge verfassungsrechtliche Bedenken: "Ich lasse mir lieber vom Verfassungsgericht sagen ‚das geht so nicht‘, als es gar nicht zu probieren", sagte er am 29. April auf dem DAV-Wirtschaftsforum. Grundsätzlich riet Spahn den Apothekern, den Blick nach vorne zu richten: Die Zukunft halte für sie neue Aufgaben bereit – insbesondere im Versorgungsmanagement.Inhaltsverzeichnis: "Wirtschaftsforum 2010"
- Selbstmedikation – was die Zukunft bringt
- Mehr persönliche Dienstleistungen
- Viel Raum für Zukunft
- Dem BMG fehlt der Glaube ans Zielpreismodell
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