Deutscher Apotheker Verlag - PROD
Mein liebes Tagebuch
Die Hitzewelle rollt und die Apothekenreform ist noch nicht komplett: Die dritte Stufe, die Verordnungen sind in der Mache. Der Bundesrat werkelt noch an Veränderungen, hoffentlich werden‘s Verbesserungen – z. B. bei Regelungen, wie zukünftig das Honorar angepasst werden soll. Das ApoVWG dagegen ist „der große Schritt zur Stärkung der Apotheken“, meint Hamburgs Kammerpräsident. Die Kammerversammlung ruft sogar dazu auf, die neuen Leistungen anzubieten und mitzumachen. Und der Nordrheinische Kammerpräsident fordert den Perspektivwechsel, um die Zukunft zu gestalten, z. B. die Apotheke in der Primärversorgung: Es sei ein Angebot an die Ärzteschaft zur gemeinsamen Problemlösung. Mit diesem netten Angebot tun sich die Ärztefunktionäre allerdings sichtlich schwer. Vielleicht klappt’s mit der assistierten Telemedizin besser? Die Apotheken können sie ab 1. Juli anbieten und abrechnen. Und während die Abda gegen den höheren Kassenabschlag kämpft, halten die Kassen den höheren Abschlag einfach für „dringend geboten“. Wir sollten endlich die Fusion aller Kassen fordern, die Einsparungen wären immens. Show morePositionspapier Klinische Pharmazie
Die Fachgruppe Klinische Pharmazie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) bittet um Veröffentlichung des nachfolgenden Positionspapiers Klinische Pharmazie:Show moreBGH vertagt Entscheidung zu Apotheken-Boni
BERLIN (ks). Am Dienstag, dem 17. August, hatte der Bundesgerichtshof (BGH) sein Urteil zu Apotheken-Bonussystemen verkünden wollen. Überraschend teilte das Gericht am Tag zuvor mit, die Verkündung sei auf den 9. September verlegt worden.Show moreSchwarz-Gelb will Cannabis-Arznei auf Rezept
BERLIN (dpa/daz). In Deutschland soll es künftig Cannabis-haltige Arzneimittel auf Rezept geben. Nach FDP-Angaben haben sich die Koalitionsfraktionen am 16. August grundsätzlich auf eine entsprechende Änderung des Betäubungsmittelrechts geeinigt. Die Gesetzesänderung solle die Möglichkeit eröffnen, Cannabis-Medikamente in Deutschland herzustellen und für eine Therapie zu verschreiben.Show moreBMG stoppt auch G-BA-Beschluss zu Gliniden
STUTTGART (du). Neben den Glitazonen sollen auch die Glinide Nateglinid (Starlix®) und Repaglinid (z. B. NovoNorm®) nach dem Willen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Zukunft nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) verordnet werden dürfen. Doch wie schon bei den Glitazonen gibt sich das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit der Begründung nicht zufrieden und fordert zusätzliche Informationen und ergänzende Stellungnahmen.Show moreAbsage an Inkontinenz-Versorgung zu Dumpingpreisen
STUTTGART (ks). Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) lehnt die Pläne der AOK Baden-Württemberg zur Versorgung ihrer Versicherten mit Inkontinenz-Hilfsmitteln ab. "Wir müssen hier ein Zeichen setzen, denn die Tendenz in der Versorgung geht immer mehr hin zu einer Billigst-Unterversorgung", sagte LAV-Präsident Fritz Becker am 16. August.Show moreSteffen Seibert ist neuer Regierungssprecher
Merkels neuer PR-Mann sucht noch seine Rolle im Berliner PolitikbetriebBERLIN (lk). Es ist nicht mehr die Bluebox-Wand des ZDF-Studios, vor der Steffen Seibert seine Botschaften ins Land verkündet. Ab sofort stehen auf der Wand hinter dem neuen Regierungssprecher die Buchenholz-Buchstaben "Bundespressekonferenz" geschrieben. Der "Neue" in Berlin muss sich erst eingewöhnen ins raue Polit-Nachrichtengeschäft. Sein Job ist schwieriger als alle anderen Pressesprecheraufgaben. Der Ex-ZDF-Nachrichtenmoderator Steffen Seibert soll Angela Merkels Politik Stimme und sympathisches Ansehen verleihen.
Show moreHeiße Phase der Beratungen läuft an
BERLIN (lk). Die heiße Phase hat begonnen: Seit Montag beraten die Gesundheitspolitiker von CDU, CSU und FDP das GKV-Finanzierungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). Es geht um Einsparungen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro – darunter die Kürzung der Großhandelsmarge um 450 Mio. Euro – und um 6 Mrd. Euro höhere Beiträge für Arbeitgeber und Versicherte. Viel Geld, dass noch für reichlich kontroverse Diskussionen sorgen wird. Am 22. September soll das Gesetz im Bundeskabinett abgesegnet, dann im Schnelldurchlauf durch den Bundestag geschleust werden und am 1. Januar 2011 in Kraft treten. Die Zeit ist knapp.Show moreHeiße Eisen: Großhandelsrabatte, Pick ups und ApBetrO
BERLIN (bra). Knackpunkte der gegenwärtigen apothekenpolitischen Diskussion kamen im Sommerinterview zur Sprache, das die DAZ in Münster mit Daniel Bahr (FDP) führte. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium verteidigte die im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) vorgesehene Senkung und Strukturänderung der Großhandelsspanne. Der daraus folgende Sparbeitrag – auch der der Apotheker – sei im Rahmen eines fairen Interessenausgleiches notwendig. FDP und Union suchten noch im Rahmen des AMNOG für das Problem der Pick-up-Stellen nach einer Lösung, die auch von den Innen- und Rechtspolitikern der Koalition mitgetragen wird. Bei der Apothekenbetriebsordnung werde es wahrscheinlich noch in diesem Jahr einen offiziellen, mit der Leitung abgestimmten Entwurf des BMG geben; eine Verabschiedung in 2011 sei wahrscheinlich zu schaffen, es gebe aber keinen Zeitdruck.Show more
DocMorris kann Herstellerrabatt beanspruchen
BERLIN (ks). Die niederländische Versandapotheke DocMorris ist zum 1. August rechtswirksam dem Rahmenvertrag zwischen den Herstellerverbänden und dem Deutschen Apothekerverband über die Abwicklung der Herstellerabschläge nach § 130a SGB V beigetreten.Show moreBMG will „Unzweckmäßigkeit“ genau begründet haben
STUTTGART (du). Der G-BA-Beschluss, die Glitazon-Antidiabetika Rosiglitazon (Avandia®) und Pioglitazon (Actos®) von der Verordnungsfähigkeit zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auszuschließen, hatte für heftige Diskussionen gesorgt. Jetzt hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem der Beschluss zur Genehmigung vorliegt, eine ergänzende Stellungnahme angefordert. Die bislang vom G-BA vorgelegte Begründung scheint dem Ministerium für einen so weitreichenden Beschluss nicht auszureichen.Show morePriscus-Liste veröffentlicht
WITTEN/HERDECKE (ral). Die Gabe bestimmter Arzneimittel gilt wegen des erhöhten Risikos an unerwünschten Ereignissen bei älteren Menschen als "potenziell inadäquate Medikation" (PIM). Entsprechende PIM-Listen waren bislang nur begrenzt auf Deutschland übertragbar.Show moreViel Lärm um eine unklare Botschaft
HAMBURG (tmb). Der Beitrag des NDR-Fernsehmagazins "Markt" am 9. August über Arzneimittelfälschungen wurde groß angekündigt. Doch in der Sendung wurden die verschiedensten Aspekte des Problems vermischt – Vorwürfe gegen Apotheker, Fälschungen aus dem Ausland, Fälscherlabors in Deutschland und Probleme mit dubiosen Internetapotheken. Daher bleibt unklar, was nun eigentlich die Botschaft sein sollte.Show moreJunge, gesunde und mobile Versicherte wandern ab
BERLIN (lk). Massenflucht aus den Krankenkassen: Knapp 600.000 Versicherte wechselten im 1. Halbjahr 2010 nach der Erhebung von Zusatzbeiträgen ihre Krankenkasse. Doch nicht nur die höheren Kosten vertrieben die Mitglieder. Betriebsbezogene Kassen konnten sich behaupten. Andere verloren deutlich mehr Kunden. Junge, gesunde und mobile Versicherte wechselten am häufigsten.Show moreMehr Pflegekräfte als Autobauer
BERLIN (lk). Die Pflegebranche ist zu einem Jobmotor und zu einem der wichtigsten Zweige der deutschen Wirtschaft aufgestiegen. In der Branche arbeiten inzwischen mehr Menschen als in der Auto- oder der Elektroindustrie sowie im Maschinenbau. Das geht aus einer Studie des Wifor-Instituts der Technischen Universität Darmstadt hervor, berichtet die "Berliner Zeitung".Show moreUnion hält an Pick-up-Verbot fest
Jens Spahn: Trotz verfassungsrechtlicher Bedenken – wir müssen es versuchenBerlin (lk). Trotz verfassungsrechtlicher Bedenken hält die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Pick-up-Verbot fest: "Die Unionsfraktion ist dafür, das Verbot trotz aller verfassungsrechtlicher Bedenken durchzusetzen", sagte CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn im Interview mit der "Berliner Zeitung". "Lieber scheitere ich vor dem Verfassungsgericht als dass es heißt, wir hätten es nicht versucht."
Show moreVor Fusionen wird gewarnt
IKK-Chef Stuppardt sieht die Entwicklung mit BesorgnisBERLIN (ral). Bei den gesetzlichen Krankenkassen hat es in den vergangenen Monaten zahlreiche Fusionen gegeben. Nicht nur wurden viele kleinere Kassen von großen Unternehmen geschluckt, auch Branchengrößen haben sich zusammengeschlossen. Der Chef des Bundesverbands der Innungskrankenkassen, Rolf Stuppardt, sieht diese Entwicklung mit Besorgnis.
Show morePreisschaukel
vfa springt Rösler zur SeiteBerlin (lk). Der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) hat sich mit einer ungewöhnlichen Stellungnahme an die Seite von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gestellt und die 46 Mitgliedsunternehmen aufgefordert, bei den ab August geltenden erhöhten Zwangsrabatten mit dem Instrument der "Preisschaukel" nicht zu tricksen.
Show moreBillig-Apotheke
Darf sich eine Apotheke "Discount-Apotheke" nennen?LEIPZIG (diz). Zwei Apotheken – in Leipzig-Connwitz und in Schkeuditz – hat er bereits, jetzt eröffnete er die dritte im Leipziger Stadtteil Gohlis und bekam Ärger mit der Wettbewerbszentrale. Wie Apotheker Carsten Schmidt (38) gegenüber der AZ erklärte, habe er eine Abmahnung kassiert, weil er seiner Mc Medi-Apotheke den Beinamen "Die preiswerte Apotheke – Medikamente zu Discount-Preisen" gegeben hat.
Show moreGKV spart bis Mai 2010 2,6 Mrd. Euro
Berlin (lk). Durch die Verordnung von Generika haben die gesetzlichen Krankenkassen nach Angaben des Branchenverbandes Pro Generika in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 2,6 Milliarden Euro Ausgaben für Arzneimittel gespart. Allein im Mai 2010 seien 27.844 unterschiedliche Generikapackungen abgerechnet worden. Dahinter stünden derzeit 607 patentfreie und generisch verfügbare Wirkstoffe.Show moreApotheken müssen Einsparungen beim Großhandel vollständig tragen
Phagro-Chef Trümper: Wir müssen Margen-Kürzung voll an Apotheken weitergebenBERLIN (lk). Die mit dem GKV-Sparpaket der Bundesregierung vorgesehenen Einsparungen wird der Großhandel nicht schultern können, so Dr. Thomas Trümper, der Vorsitzende des Großhandelsverbandes Phagro, im Interview mit DAZ-TV. Er kündigte an: "Für die Branche insgesamt hat das die Konsequenz, dass wir die Einsparmaßnahme voll an die Apotheken weitergeben müssen."
Show moreLösung rückt näher
BERLIN/HAMBURG (tmb). Die Liste der Arzneimittel mit umstrittenem Herstellerrabatt ist in der vorigen Woche wiederum geschrumpft. Damit wächst die Hoffnung, auch für die noch auf der Liste verbliebenen Produkte die drohenden Kürzungen der Apothekenrechnungen abwenden zu können. Doch bleibt ein grundsätzliches Problem bestehen – und das betrifft insbesondere topische Dermatika.Show moreErste gemeinsame Genehmigungsstelle für Hilfsmittel
MAGDEBURG (ral/lav). Am 2. August hat die bundesweit erste gemeinsame Genehmigungsstelle für Hilfsmittel der Apothekerverbände Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt ihren Betrieb in Magdeburg aufgenommen.Show more„Apothekengebühr freigeben und Rezeptgebühr abschaffen“
BERLIN (diz). Dem Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, sind die "verkrusteten Strukturen" bei Apotheken ein Dorn im Auge. Er sieht viele Sonderrechte für Apotheken, die ausgeräumt werden müssten, um echten Wettbewerb für die Verbraucher entstehen zu lassen. In einem Gespräch mit der "Bild"-Zeitung fordert er, die Apothekengebühr von 8,10 Euro freizugeben und die Rezeptgebühr abzuschaffen.Show moreDAK schreibt 57 Wirkstoffe aus
BERLIN (lk). Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) schreibt neue Rabattverträge aus: Mit Datum vom 30. Juli 2010 hat Deutschlands drittgrößte gesetzliche Krankenkasse DAK im Europäischen Amtsblatt eine Ausschreibung von Arzneimittelrabattverträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V bekannt gegeben.Show moreRechtliches
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